Tipflation in den USA

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KevinHD

Erfahrenes Mitglied
05.07.2012
4.213
3.587
FFM
Wow, six days of sick leave per year...
Bei dem Gehalt wohl eher kein Problem.
Eigentlich mag ich In-N-Out-Burger sehr und finde deren Qualität auch deutlich besser, zB. was Pommes angeht. Die Preise sind auch nicht überzogen, daher wundert mich so eine Mondbezahlung schon sehr.
 
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KevinHD

Erfahrenes Mitglied
05.07.2012
4.213
3.587
FFM
Houskeeper am Airport San Francisco Hilton verdient knapp 27 Dollar / Stunde.

Soweit zum Märchen "Die brauchen doch alle den Tip ganz zwingend".

Sorry, aber für einen Job ohne Ausbildung den ich in 24 Stunden zu was anderem eintauschen kann ist das gut genug bezahlt und da sehe ich Null Veranlassung einen Dollar oder mehr hinzulegen.
Und kommt mir nicht mit "kulturellen Gepflogenheiten".
 

Flp

Erfahrenes Mitglied
30.01.2014
2.690
1.786
Es geht nicht um kulturelle Gepflogenheiten, sondern um die Lebenshaltungskosten in LA.

Und ja, ich find das Tipping System auch bescheuert.
 

longhaulgiant

Erfahrenes Mitglied
22.02.2015
10.925
10.914
Die Preise sind auch nicht überzogen, daher wundert mich so eine Mondbezahlung schon sehr.
Als Mondbezahlung würde ich sowas angesichts der Preise in CA nicht titulieren wollen. Wenn der Laden nicht läuft bist du da auch ziemlich schnell weg vom Fenster. Lange Arbeitstage gibt es da bei den langen Öffnungszeiten sicherlich. Brich das mal auf die Arbeitsstunde runter, dann relativiert sich das.

Abgesehen davon ist In ’n Out nicht das typische Corporate America, wo sich das Management einen Dreck um die Angestellten schert und nur sich selbst der Nächste ist.
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
4.380
6.683
Houskeeper am Airport San Francisco Hilton verdient knapp 27 Dollar / Stunde.

Soweit zum Märchen "Die brauchen doch alle den Tip ganz zwingend".

Sorry, aber für einen Job ohne Ausbildung den ich in 24 Stunden zu was anderem eintauschen kann ist das gut genug bezahlt und da sehe ich Null Veranlassung einen Dollar oder mehr hinzulegen.
Und kommt mir nicht mit "kulturellen Gepflogenheiten".
Dir ist schon klar, dass mit einem Job mit 27 USD/ Stunde im Bay Area wirklich nicht viel zu reißen ist?
Das sind zwar (bei 40 Wochenstunden und 50 Wochen) 54 kUSD im Jahr. - aber das ist in Sachen Kaufkraft nicht annähernd mit einem vergleichbaren Gehalt in Deutschland vergleichbar... Die Wohnkosten fressen das schon zur Hälfte auf - und dafür gibt es nur eine kleine Bude irgendwo weit draußen.

Die USA in Sachen Lebenshaltungskosten Europa in den letzten Jahren davon galoppiert - und in gewissen Regionen (New York, Bay Area und L.A.) noch viel stärker - das ist zu Europa nicht ansatzweise mehr vergleichbar.
Das spiegelt sich auch in den Gehältern wieder

Gehälter sind in den absoluten Zahlen nicht mehr zu Deutschland vergleichbar. Man muss immer die Kaufkraft mit in Ansatz bringen um eine Vergleichbarkeit herzustellen.

Und das gilt auch fur den Burger Manager Posten - in L.A. sind 200 kUSD natürlich kein Hungerlohn - aber auch weit davon weg, den großen Max markieren zu können.
 
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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
4.380
6.683
UPS Kutscher rund 49$ die Stunde. Das sollte langen. Dazu ein großes Gesamtpaket mit allen möglichen Versicherungen.
Sollte langen für was?

Nur so als Referenz - natürlich ist die deutsche Rentenversicherung und die US Social Security nicht im Detail vergleichbar - aber so zur Einordnung der Gehaltslevel gibt es eine Idee.

Die derzeitige Beitragsbemessungsgrenze der deutschen Rentenversicherung liegt bei 101400 EUR. Die Beitragsmessungsgrenze der US Social Security liegt 2026 bei 184500 USD
D.h. - mit 100000 EUR Jahresgehalt in D bekommt man nach 40 Jahren in Deutschland die (fast) volle Rente.
In den USA mit 980000 USD nur einen Bruchteil, weil man 40 Jahre lang nicht annährend genug Anrechte gesammelt hat (nur ca. 50% des jährlich erforderlichen Einzahlungen).

Natürlich - DRV und SSI haben andere Ansätze und Berechnungsgrundlagen, die SSI dient der Armutsverhinderung - schon relativ wenig Einzahlung über das Arbeitsleben reicht, um sich für einen Minimumbetrag zu qualifizieren (aber das ist nicht wirklich ausreicht, um davon zu leben). Aber mein Beitrag dient ja nicht dem Vergleich der Systeme, sondern zur Einordnung der Gehaltslevel.
 
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geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
15.625
9.595
Warum gibt es Trinkgeld? Weil es für die Arbeitgeber günstiger ist, den Kunden extra zahlen zu lassen, als höhere Löhne zu bezahlen.


"Employers took advantage of this class of “low-educated, low-income” workers, he says, and hired them for jobs that paid very little, encouraging patrons to tip as a supplement to wages. This shifted the responsibility of paying workers to customers and cut employers’ costs."
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
4.380
6.683
Warum gibt es Trinkgeld? Weil es für die Arbeitgeber günstiger ist, den Kunden extra zahlen zu lassen, als höhere Löhne zu bezahlen.


"Employers took advantage of this class of “low-educated, low-income” workers, he says, and hired them for jobs that paid very little, encouraging patrons to tip as a supplement to wages. This shifted the responsibility of paying workers to customers and cut employers’ costs."
Ja - das ist so.

Aber die USA haben halt etabliert, dass es dort so Usus ist.
Die Diskussion ist völlig sinnfrei, aus deutscher Sicht zu argumentieren, warum die das gefälligst anders machen sollen.

Diese Argumente sind relevant für Deutschland, im Bezug auf die in Deutschland um sich greifende (sich erhöhende) Tip-Kultur.
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
15.625
9.595
Der Artikel wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht von einem Deutschen, sondern von einem Amerikaner geschrieben, und bezieht sich auf die USA. Deutschland spielt da keinerlei Rolle.
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
4.380
6.683
Der Artikel wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht von einem Deutschen, sondern von einem Amerikaner geschrieben, und bezieht sich auf die USA. Deutschland spielt da keinerlei Rolle.
Ja - aber das sollen die Amerikaner mal schön unter sich auskaspern.
Ich verstehe nicht, warum man sich als Besucher in diese Thematik einmischt.
Außer mit dem selbstbezogenen Argument, Gründe zu suchen, die eigenen Ausgaben zu verringern.

Wenn die Preise in Restaurants - sagen wir mal - pauschal um 15% erhöht werden - dass ist ja auch nicht, was die Leute, die hier gegen das Topping wettern, wollen - den das kostet ja am Ende Geld…
 
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longhaulgiant

Erfahrenes Mitglied
22.02.2015
10.925
10.914
Ja - das ist so.

Aber die USA haben halt etabliert, dass es dort so Usus ist.
Es gibt auch in den USA mittlerweile immer mehr Stimmen, denen das Tipping deutlich zu weit geht, sowohl in Höhe, als auch für was mittlerweile tips erwartet werden. Mal sehen wann da ein tipping point (pun intended) erreicht sein wird. Günstiger wird es dadurch sicher nicht aber darum geht es auch nicht.
 
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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
4.380
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Es gibt auch in den USA mittlerweile immer mehr Stimmen, denen das Tipping deutlich zu weit geht, sowohl in Höhe, als auch für was mittlerweile tips erwartet werden. Mal sehen wann da ein tipping point (pun intended) erreicht sein wird. Günstiger wird es dadurch sicher nicht aber darum geht es auch nicht.
Ohne Frage - die Stimmen gibt es.
Aber ich kann schwer einschätzen, inwieweit das Richtung Großteil geht.

So gab es in den letzten Jahren in den USA einige Versuche mit Restaurants mit Inklusivpreisen (ohne Tip) - das scheiterte oft, weil die Angestellten am Ende nicht mehr wollten, weil nachteilig für sie.
Dazu gehört aber auch, dass dies eher Restaurants im gehobenen Sektor waren und da ist großzügiges Tipping sehr verbreitet und aufgrund der Summen daher auch sehr lukrativ.

Das hilft alles den Mehrzahl der Angestellten in Restaurants mit völlig andrem Klientel und Preislevel nicht.

Aber die USA haben schon immer kein wirkliches Problem mit ungleichen Bedingungen. Das wird generell akzeptiert.
 
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