Warum eigentlich einchecken? (RE: EW Basic Zusatzleistungen)

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kexbox

Erfahrenes Mitglied
04.02.2010
6.607
4.132
Düsseldorf
www.drboese.de
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In Anbetracht der aktuellen Diskussion über den u.a. kostenpflichtigen Flughafen-Checkin bei EW Basic, frage ich mich: Was ist eigentlich ein Checkin?

Kaufe ich ein Fährticket für eine bestimmte Fähre, fahre ich damit auf die Fähre.
Kaufe ich ein Bahnticket, steige ich damit in den gebuchten Zug (Zugbindung).
Wenn ich aber ein Flugticket habe, schreibt mir das Luftfahrtunternehmen vor, dass ich auf einem Bein stehen, ein Auge schließen und Hänschen Klein pfeiffen muss. Warum?
Was ich bei Flügen außerhalb der EU/Schengen noch verstehen kann, um Passagierdaten aufzunehmen, die aufgrund gesetzlicher Verpflichtung oder (Einreise) in meinem Interesse verarbeitet werden: OK. Auch da stellt sich die Frage, warum man diese Daten nicht bereits optional bei Vertragsschluss abfragt.

Aber für einen z.B. innerdeutschen Flug ohne Gepäck? Die Handlung des Checkins erfolgt an der Stelle ausschließlich im Interesse der Airline: Sie hat die Möglichkeit, schon frühzeitig die Auslastung des Fluges zu kontrollieren und die Zahl möglicher No-Shows zu schätzen. Insbesondere aber gibt es der Airline die Möglichkeit, mir Zusatzleistungen aufzuschwatzen. Sitzplatz, Gepäck, teils sogar Versicherungen, Verpflegung.

Ist diese Regelung wirklich wirksam?

Eine solche Regelung dürfte nicht an § 305c BGB scheitern, da das durchaus Branchenstandard ist und das Passagiervolk sich daran gewöhnt hat.
Ich habe aber meine Zweifel, ob eine solche Regelung nicht möglicherweise doch der Inhaltskontrolle unterliegt (§ 307 Abs. 3 S. 1 BGB habe ich dabei durchaus im Blick, denn das wird das erste Argument von EW sein: Im Werkvertragsrecht gäbe es höchstens die Mitwirkungspflicht des § 642 Abs. 1 BGB, aber ich sehe hier bei o.g. Inlandsflug keine Erforderlichkeit).

Vom Kunden dann verpflichtend eine Zahlung zu verlangen, wenn dieser den für die Vertragserfüllung nicht erforderlichen Checkin nicht durchgeführt hat, ihn andernfalls bei einem geschlossenen und bezahlten Werkvertrag nicht zu befördern, finde ich arg schwierig im Lichte des § 307 Abs. 1 S. 1 BGB.

Eure Meinungen dazu?
 

zigzag

Erfahrenes Mitglied
20.10.2010
256
24
DUS
Ist es bei FR nicht schon lange so, dass man dort eine horrende Gebühr (€50?) zahlt, wenn man nicht online eingecheckt und sich den Bordingpass ausgedruckt bzw. aufs Telefon geladen hat?
 

Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.692
10.262
BRU
Also Zusatzleistungen würde ich jetzt nicht im Zusammenhang mit dem Check in sehen. Die kann mir die Airline doch zu jedem Zeitpunkt verkaufen – bei der Buchung (wie es oft ja schon der Fall ist), irgendwann dazwischen usw. Bzw. bei einem Check in-Schluss von oft nur 30-60 Minuten vor Abflug ist es dazu doch zu spät.

Mag sein, dass manche Airlines den OLCI noch mal als Gelegenheit dazu nutzen (etwa, wenn das Pärchen merkt, dass es nur gegen Bezahlung zusammen sitzen kann, jemand auf einen Mittelsitz gesetzt wurde, aber am Gang oder Fenster sitzen möchte usw.).

Ich denke auch, dass der Check in der Airline v.a. dazu dient, spätestens 30 Minuten vor Abflug zu wissen, wer aller Voraussicht nach auch tatsächlich fliegen wird. Alleine aus praktischen Gründen, um etwa beim Boarding zu wissen, wann alle Paxe da sind. Bzw. schon früher gewisse Anhaltspunkte zu haben, da die meisten Paxe woh eher früher einchecken.

Dass manche Airlines dafür dann noch explizit Geld verlangen, wenn jemand den Flughafen-Schalter nutzt, ist ein anderes Thema. Wurde nicht in Österreich diese Gebühr von Lauda oder Wizz (kann mich jetzt nicht erinnern) schonmal als unverhältnismäßig hoch bewertet? Das halte ich für genauso fragwürdig wie die Praxis von Ryanair, dass Kinder unter einem bestimmten Alter (bzw. ein Elternteil) obligatorisch gegen Bezahlung einen Sitzplatz reservieren müssen, um neben ihren Eltern sitzen zu können.
 
B

Boeing736

Guest
Ich denke auch, dass der Check in der Airline v.a. dazu dient, spätestens 30 Minuten vor Abflug zu wissen, wer aller Voraussicht nach auch tatsächlich fliegen wird. Bzw. schon früher gewisse Anhaltspunkte zu haben, da die meisten Paxe woh eher früher einchecken.

Also am Gate hilft die Info in der Praxis nicht extrem viel da auch bei den bereits online eingecheckten Passagieren No-Shows noch sehr wahrscheinlich sind. Allenfalls beim Warten auf einzelne Passagiere kann es nützlich sein (Passagier nicht in Sicht, online eingecheckt v.s Passagier nicht in Sicht, am Airport eingecheckt).
Einige Airline wie LX bieten auch bereits ein automatisches Checkin an wodurch diese Info noch weniger brauchbar wird.
 

Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.692
10.262
BRU
Aber ein gar nicht eingecheckter Pax würde doch nach Check in-Schluss wahrscheinlich „rausfliegen“, also gar nicht mehr in der Paxliste am Gate erscheinen bzw. sein Platz dadurch wieder frei werden. Insofern für die Airlines von den Prozessen her schon ein gewisser Nutzen. Unabhängig davon, dass es trotzdem noch No shows geben kann.

Wobei das Argument mit dem automatischen Check in natürlich stimmt. Den Sinn davon habe ich auch noch nie verstanden. Die Airline weiß nicht, ob der Pax wirklich fliegen will, und der Pax, der umbuchen oder stornieren will, muss sich erst wieder auschecken. Erst recht, wenn das wie bei LX bei Buchung über die Website sogar standardmäßig so ist (und nicht nur eine Option, die der Kunde auswählen kann).

Zeigt aber umgekehrt, dass es beim „obligatorischen Check in“ wohl nicht primär darum geht, dem Pax Zusatzleistungen zu verkaufen (das geht bei automatischem CI ja auch nicht). Während Check in-Gebühren, wenn der Pax dazu den Flughafenschalter nutzt, ja eine relativ neue Erfindung von ein paar LCC sind. Also eher so wie Flying Lawyer geschrieben hat, dass da halt ein paar Airlines auch dieses Element (das es ja auch schon vor OLCI und Co. gab) als Zusatzeinnahme entdeckt haben.
 
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frontloop

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
349
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Ist es bei FR nicht schon lange so, dass man dort eine horrende Gebühr (€50?) zahlt, wenn man nicht online eingecheckt und sich den Bordingpass ausgedruckt bzw. aufs Telefon geladen hat?

das ist m.E. genau die entscheidende Frage! Wofür wird denn die Gebühr verlangt?

Für den Check-in an sich? Dann bin ich bei Kexbox.

Wir die Gebühr aber für das Ausdrucken des Boardingpasses (also eine Service-Leistung des Schalterpersonals, weil wer Pax zu faul ist, sich seinen Boardingpass selbst zu organisieren (online-check-in)), dann wäre das ja sweit ok (vgl. Gebühr für den Postversand von Konzertkarten oder so).
Ob der Betrag dann angemessen oder Wucher ist, lass ich mal dahingestellt.
 
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Mcflyham

Guest
Ich will die Gebühren für den CI am Airport auch nicht schönreden aber fairerweise muss man sagen, dass Personal am Airport für den CI wohl wirklich teuerer ist als ein Automat oder ein Online-Service zum zu Hause ausdrucken. Nur, dass viele Airlines diese Kosten halt noch so wegtragen.
 
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OneMoreTime

Erfahrenes Mitglied
23.04.2019
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5
Ich will die Gebühren für den CI am Airport auch nicht schönreden aber fairerweise muss man sagen, dass Personal am Airport für den CI wohl wirklich teuerer ist als ein Automat oder ein Online-Service zum zu Hause ausdrucken. Nur, dass viele Airlines diese Kosten halt noch so wegtragen.

Naja die Airlines geben ja auch nicht die niedrigeren Kosten an den Kunden weiter, der Logik nach müsste es doch so aussehen das der Preis sinkt wenn man Automaten benutzt.
 
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Mcflyham

Guest
Die Ticketpreise (nicht die Flugkosten!) sind in der Vergangeheit i.d.R. aber nicht wirklich gestiegen.
 
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pimpcoltd

Erfahrenes Mitglied
03.07.2009
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10
In Anbetracht der aktuellen Diskussion über den u.a. kostenpflichtigen Flughafen-Checkin bei EW Basic, frage ich mich: Was ist eigentlich ein Checkin?

[...]

Vom Kunden dann verpflichtend eine Zahlung zu verlangen, wenn dieser den für die Vertragserfüllung nicht erforderlichen Checkin nicht durchgeführt hat, ihn andernfalls bei einem geschlossenen und bezahlten Werkvertrag nicht zu befördern, finde ich arg schwierig im Lichte des § 307 Abs. 1 S. 1 BGB.
Herrlich - einmal das System auf Stunde Null zurücksetzen und die Wucherungen der Vergangenheit unter die Lupe nehmen. :)

So rasch würde ich die Erforderlichkeit des Check-ins nicht verneinen. Denken wir uns das Procedere mal weg, dann müsste an jedem Gate jemand stehen, der den Fluggästen ihr Gepäck abnimmt, es registriert und eine Quittung ausstellt, um es sodann zum Röntgen und Verladen zu geben. All das ist in einer vorgelagerten Abfertigungshalle klar besser aufgehoben, aus logistischen wie Sicherheitsgründen.

Passagiere ohne Aufgabe-Gepäck brauchen diese Einrichtungen nicht; hier geht es nur um die Zuteilung eines Sitzplatzes. Die ist, anders als im Zug und auf der Fähre, erforderlich, weil jeder Passagier einen Sitzplatz haben muss und es den Airlines womöglich sogar vorgeschrieben ist, darüber Buch zu führen, wer wo sitzt. Dieser Vorgang lässt sich m.E. eher mit dem Einchecken im Hotel vergleichen: Du hast den Anspruch auf Beherbergung, kannst Dir aber Dein Zimmer nicht selbst aussuchen, indem Du Dich breitmachst, wo gerade die Tür offen steht.

Allerdings wäre es schon bei der Buchung möglich, einen Sitzplatz zu vergeben, so wie es beispielsweise im TGV geschieht. Die Vergabe am Abflugtag oder davor scheint mir nur erforderlich, um die Praxis des Überbuchens zu flankieren. Die ist im Einzelfall zwar ein Ärgernis, insgesamt aber wohl ökonomisch sinnvoll, weil sie verhindert, dass flugwillige Passagiere am Boden bleibt, während leere Sitzplätze von A nach B geflogen werden. Die aus dieser unternehmerischen Entscheidung resultierende Belastung für den Passagier, sich zwischen Vertragsschluss und Beförderung noch eine Bordkarte beschaffen zu müssen, würde ich als verhältnismäßig gering ansehen.

Am Ende bleibt dann AGB-rechtlich wohl nur die Frage nach der Bepreisung. Die ist bekanntlich nur sehr eingeschränkt kontrollfähig, und wer sich diesem Thema nähern will, wird im Bereich der Bankentgelte viele Anhaltspunkte finden, z.B. für Auszahlungen am Schalter, während im Vorraum ein kostenlos zu nutzender Geldautomat steht.
 

OneMoreTime

Erfahrenes Mitglied
23.04.2019
3.388
5
Die Ticketpreise (nicht die Flugkosten!) sind in der Vergangeheit aber nicht wirklich gestiegen.

Aha - aber sie sind trotz vieler Faktoren die die Sache günstiger machen auch nicht gesunken - und auf den Routen auf denen ich fliege sind die Preise allerdings gestiegen (vor allem wenn man Sachen die "früher" selbstverständlich waren heute dazu bucht).
 
M

Mcflyham

Guest
Ich will hier keine Grzundsatzdiskussion um Ticketpreise führen.
Grundsätzlich sind in den vergangenen Jahren die Ticketpreise eher gesunken als gestiegen. Dass es in bestimmten Zeiträumen und Routings anders aussieht, ist auch klar, ändert aber nichts an der grundsätzlichen/allgemeinen Aussage. Für mich sind an dieser Stelle die unterschiedlichen Positionen klar und die Diskussion damit beendet.
 
B

Boeing736

Guest
Aber ein gar nicht eingecheckter Pax würde doch nach Check in-Schluss wahrscheinlich „rausfliegen“, also gar nicht mehr in der Paxliste am Gate erscheinen bzw. sein Platz dadurch wieder frei werden. Insofern für die Airlines von den Prozessen her schon ein gewisser Nutzen. Unabhängig davon, dass es trotzdem noch No shows geben kann.

Prinzipiell tauchen im DCS erstmal alle Passagiere auf, unabhängig davon ob sie eingecheckt sind oder nicht. In vielen Fällen fällt die Boardingzeit mehr oder weniger eh mit dem offiziellen Checkin Schluss zusammen sodass sich im Prinzip nur ein kleines Fenster ergibt indem das Gate von solchen Infos profitieren kann.
 

OneMoreTime

Erfahrenes Mitglied
23.04.2019
3.388
5
Ich will hier keine Grzundsatzdiskussion um Ticketpreise führen.
Grundsätzlich sind in den vergangenen Jahren die Ticketpreise eher gesunken als gestiegen. Dass es in bestimmten Zeiträumen und Routings anders aussieht, ist auch klar, ändert aber nichts an der grundsätzlichen/allgemeinen Aussage. Für mich sind an dieser Stelle die unterschiedlichen Positionen klar und die Diskussion damit beendet.

Das wird immer wieder behauptet, und mag für Angebotspreise gelten nicht aber für die durchschnittlichen Erlöse pro Fluggast - lässt sich ganz einfach aus den veröffentlichten Zahlen von LH usw. herauslesen.

[FONT=&quot]Positiv seien unter anderem die weiter sinkenden Kosten pro angebotenem Sitzkilometer und die bis zur Jahresmitte noch steigenden durchschnittlichen Ticketerlöse. Für das Gesamtjahr rechnet Lufthansa bei harter Konkurrenz mit stabilen Durchschnittserlösen.[/FONT]
 
Zuletzt bearbeitet:

planesandstuff

Erfahrenes Mitglied
08.01.2018
1.107
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HAM
Das wird immer wieder behauptet, und mag für Angebotspreise gelten nicht aber für die durchschnittlichen Erlöse pro Fluggast - lässt sich ganz einfach aus den veröffentlichten Zahlen von LH usw. herauslesen.

Dass muss wiederum aber nur sehr bedingt mit den Flugpreisen zusammenhängen. Fliegen ist über die Jahrzehnte extrem effizienter geworden (in jeder Hinsicht).
 

OneMoreTime

Erfahrenes Mitglied
23.04.2019
3.388
5
Dass muss wiederum aber nur sehr bedingt mit den Flugpreisen zusammenhängen. Fliegen ist über die Jahrzehnte extrem effizienter geworden (in jeder Hinsicht).

Die Durchschnittserlöse pro Passagier hängen aber sehr wohl mit den Flugpreisen zusammen - das ist ja nicht der durchschnittliche Gewinn pro Pax sondern der durchschnittliche Umsatz.
 

umsteiger

Erfahrenes Mitglied
22.01.2012
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www.kanzlei-woicke.de
Warte ehrlich gesagt schon seit Jahren darauf, dass mich mal jemand beauftragt, um Ansprüche wegen Nichtbeförderung geltend zu machen, der mangels zu Hause ausgedruckter Bordkarte und der Bereitschaft, dafür am Schalter Geld abzudrücken, nicht in die Maschine durfte.

Habe große Zweifel, ob das mit der EU-VO vereinbar ist, die ja auf die Buchungsbestätigung abstellt, um in den Anwendungsbereich zu kommen.

Bin aber ehrlich: Wenn ich mal mit den Iren fliege, drucke ich mir die Teile auch brav zu Hause aus, weil es mir am Ende dann doch darum geht, mitgenommen zu werden.
 
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hippo72

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11.03.2009
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Paralleluniversum
Was passiert, wenn ich aus (technischen) Gründen nicht online einchecken kann?
Gibt ja immer wieder mal (tatsächliche) Probleme oder Situationen (zB Ticket nicht direkt bei EW gekauft; kurzfristig umgebucht; etc) bei denen ein OLCI nicht zur Verfügung steht.
FR war doch da mal sehr negativ in der Presse vertreten.....
 
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umsteiger

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22.01.2012
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Was passiert, wenn ich aus (technischen) Gründen nicht online einchecken kann?
Gibt ja immer wieder mal (tatsächliche) Probleme oder Situationen (zB Ticket nicht direkt bei EW gekauft; kurzfristig umgebucht; etc) bei denen ein OLCI nicht zur Verfügung steht.
FR war doch da mal sehr negativ in der Presse vertreten.....


Fliege jetzt nicht so wahnsinnig oft mit Ryanair, aber immerhin zuletzt vor drei Wochen nach Budapest.

Da ist mir aufgefallen, dass der Ausdruck der Bordkarte vergleichsweise aufwändig war, obgleich Sitzplätze bereits reserviert, Gepäck gebucht etc. waren. Hatte das gar nicht auf dem Schirm und wollte es quasi kurz vorm Verlassen des Hauses machen. Da bin ich dann mächtig ins Schwitzen gekommen, weil die Pass-Daten abgefragt wurden - und es dabei in der Tat zu technischen Schwierigkeiten kam.

War da regelrecht sauer und dachte kurz darüber nach, es drauf ankommen zu lassen. Aber das wäre dann auf Kosten der Familie gegangen.

Am Ende fehlte dann sogar einer meiner Vornamen auf meiner Bordkarte, was aber keine Konsequenzen hatte.
 

pimpcoltd

Erfahrenes Mitglied
03.07.2009
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10
Warte ehrlich gesagt schon seit Jahren darauf, dass mich mal jemand beauftragt, um Ansprüche wegen Nichtbeförderung geltend zu machen, der mangels zu Hause ausgedruckter Bordkarte und der Bereitschaft, dafür am Schalter Geld abzudrücken, nicht in die Maschine durfte.

Du brauchst Dir doch bloß ein 9 €-Ticket zu kaufen, um Deinen eigenen Fall zu provozieren.
 
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umsteiger

Erfahrenes Mitglied
22.01.2012
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Berlin
www.kanzlei-woicke.de
Du brauchst Dir doch bloß ein 9 €-Ticket zu kaufen, um Deinen eigenen Fall zu provozieren.


Schon klar, aber das fände ich albern.

Ist jetzt auch nichts, wo ich täglich dran denke. Aber wo die Fragestellung hier auftaucht, fällt mir das halt wieder ein. Irgendwann wird das vermutlich mal passieren. Wenn nicht bei mir, dann bei einem anderen. Bin schon ein wenig überrascht, dass diese Frage, falls nicht übersehen, den EuGH noch nicht erreicht hat. Schätze mal, dass FR es nicht darauf ankommen lässt.
 

Fare_IT

Erfahrenes Mitglied
06.12.2012
4.492
20
Farewell City
Spielt hier thematisch keine Rolle - aber der Online Check In ist in Bezug auf die "Einwilligung" in die Regelungen des Warschauer Abkommens (Haftungsregelungen / beschränkungen im Linienflugverkehr) offenbar von zentraler Bedeutung, ein Punkt der so eigentlich nie bedacht wird, obwohl er durchaus Relevanz entfalten kann zB bei der Durchführung des OLCI durch Dritte. Oder auch im Zuge des "automatischen" Online Check Ins zB aus dem Miles & More Profil heraus gesteuert:

OLCI_LH_Haftung.JPG
 
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spocky83

Erfahrenes Mitglied
21.12.2014
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MUC, BSL
Warte ehrlich gesagt schon seit Jahren darauf, dass mich mal jemand beauftragt, um Ansprüche wegen Nichtbeförderung geltend zu machen, der mangels zu Hause ausgedruckter Bordkarte und der Bereitschaft, dafür am Schalter Geld abzudrücken, nicht in die Maschine durfte.

Habe große Zweifel, ob das mit der EU-VO vereinbar ist, die ja auf die Buchungsbestätigung abstellt, um in den Anwendungsbereich zu kommen.

Ich denke, dass es darauf ankommen dürfte welche sonstigen (kostenfreien) Möglichkeiten es gibt an den BP zu kommen. Aus der VO erwächst ja kein Anspruch auf eine bestimmte Form des CIs (und selbst wenn, wieso sollte das gerade der Schalter sein?).

Einmal von gewissen Extremsituationen abgesehen (OLCI geht nicht, Automat kaputt, usw.), dürfte das letztendlich auf die Frage der Zumutbarkeit hinauslaufen: ich würde mal behaupten, dass sich FR darauf berufen wird, dass sie ihre Tickets ausschließlich online vertreiben und es von daher nur natürlich ist anzunehmen, dass der Passagier auch selbst einchecken kann. Der CI am Desk wäre dann eine "Zusatzleistung", die auch kostenpflichtig sein kann.