Bücher lesen ist auch so eine Sache. Das meiste Interessante habe ich schon durch und Romane finde ich ehrlich gesagt arschlangweilig.
Entschuldige bitte, aber das ist eine Haltung, die sich mir auch nach mehrmaligem Drübernachdenken nicht erschließen will. Wer keine Bücher mag, weil er/sie/es lieber Filme guckt oder tauchen geht oder im Gym pumpt statt mit bedrucktem Papier auf der Couch zu liegen - geschenkt. Aber in einer Zeit, wo einem praktisch sämtliches jemals von Menschenhand Verfasstes per Knopfdruck zur Verfügung steht, zu behaupten, man habe das meiste Interessante schon durch ...

Also da musst du entweder extremer Vielleser sein (und eigentlich gar keiner Arbeit mehr nachgehen können), oder - was ich eher glaube - du hast noch gar nicht herausgefunden, was dich persönlich alles interessieren könnte. Wenn es keine Romane sind, vielleicht Historisches, gerne auch über außereuropäische Kulturen oder griechisch/römische Klassiker (Horaz, anyone? Homer? Epikur?

) oder Schriften der Aufklärung von Descartes bis Voltaire oder die Federalist Papers, die das Ringen um die amerikanische Verfassung nachzeichnen, oder Populär-Naturwissenschaftliches (Hawking)? Kunstgeschichte, afrikanisches Kino, japanische Lyrik? Die Goethe-Komplettausgabe? Selbst in einem relativ eng umrissenen Feld wie der ernstzunehmenden Science-Fiction kann man sich Monate lang austoben, wenn man "nur" mal "die Klassiker" (Asimov, Card, Clarke, Dick, Gibson, Haldeman, Heinlein, Herbert, Huxley, Lasswitz, Lem, Niven, Orwell, Sheckley, Verne, Welles u.v.m.) gelesen haben will.
Und du hast das alles schon durch?
Ernsthaft?