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Thema: Jenseits von oder voll zum Thema ‚Dark Tourism‘: Eine Winterreise nach Syrien

  1. #21
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    Zitat Zitat von MANAL Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für deinen Reisebericht. Eine wahre Perle unter den ganzen üblichen Berichten über FÖÖÖÖRST und Launtsches.

    Auch danke für deinen Prolog der nachdenklich macht aber auch klar zeigt wie du diese schwierge Situation bzgl. Krieg und Propaganda siehst.
    Es ist wirklich ein Jammer, dass ein Land mit solch einer reichen Historie und Kultur durch dummdämliche Machtkämpfe zwischen Religionen, Ethnien und Weltmächten so am Boden liegt.

    Wäre ich in den 2000er nicht ein Anfänger bei der Spaßfliegerei gewesen hätte ich bestimmt mal Syrien besucht, alleine wegen der 747SP die dort viele Jahre eingesetzt wurde.
    100 % Zustimmung! Klasse Bericht!
    Hene sagt Danke für diesen Beitrag.

  2. #22
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    Vielen Dank für den Bericht. Ich kenne Syrien, speziell Damaskus & Aleppo von vor dem Krieg. Damals war es ein tolles Land mit sehr netten und gastfreundlichen Menschen. Auch das Essen, die Nüsse und Arak (damals trank ich noch Alkohol) waren top !

    Meine Reise ging damals von Frankfurt über Tel Aviv, nach Damaskus und Aleppo. Das war schon etwas abenteuerlich.

    Das Problem ist, dass Du mir jetzt Lust auf eine weitere Reise nach Syrien gemacht hast. Mal schauen ob ich Valentyna überreden kann.

    Danke !!!
    koelntom, Hene und DrNo sagen Danke für diesen Beitrag.

  3. #23
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    Zitat Zitat von schlepper Beitrag anzeigen
    Respekt vor diesem Trip. Waren eigentlich außer dir noch andere Ausländer unterwegs? Wurde dir besondere Aufmerksamkeit zuteil?
    Danke dir! Ehrlich gesagt, hat mich besonders die unaufgeregte Art der Leute, denen ich begegnet bin, fasziniert. Sehr aufgeschlossen und wissbegierig, aber nichts im Sinne von aufdringlich, nicht mal in den Souks. Andere westliche Touristen habe ich bis auf ein junges amerikanisches Pärchen, das mit derselben Agentur unterwegs aber nur sehr kurz im Land war, nicht getroffen. Syrische Touristen und aus der Region (irakische, libanesische) gab's aber schon hin und wieder, v.a. in Crac de Chevalier.
    schlepper sagt Danke für diesen Beitrag.

  4. #24
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    Sorry falls ich es überlesen haben sollte, welche Agentur nutzt du für die Reise?

    Plane schon länger solch einen Trip und würde diesen gerne Mal wieder auf die Liste packen

  5. #25
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    Zitat Zitat von Devilfish90 Beitrag anzeigen
    Sorry falls ich es überlesen haben sollte, welche Agentur nutzt du für die Reise?

    Plane schon länger solch einen Trip und würde diesen gerne Mal wieder auf die Liste packen
    Die Reise wurde mit/von Marrota Travel organisiert.
    HON/UA, Alligator, Thomeck und 4 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  6. #26
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    2. Tag

    Um 7.30h holte mich der Handywecker aus dem Schlaf. Schnell unter die Dusche und um 8h pünktlich war ich hellwach und startklar. Mein Guide Hassan und der Fahrer waren auch zur Stelle. Nachdem wir kurz an einer Patisserie Croissants und Gebäck sowie mehrere doppelte Espressi als Frühstück gekauft hatten, ging es von den regelmäßigen Checkpoints unterbrochen, wo Dokumente und das Fahrzeug geprüft wurden, rasch nach Norden.

    Während das Zentrum von Damaskus den inzwischen 9 Jahre anhaltenden Krieg nahezu unzerstört überstanden hat, waren die östlichen und vor allem nordöstlichen Außenbezirke und Vorstädte (mit Hunderttausenden Bewohnern), die von verschiedenen Rebellenfraktionen gehalten wurden, vor allem Ostghuta und Harasta, Schauplatz heftiger Kämpfe. Ab 2017 flog die syrische Armee und ihre Verbündeten zudem massive Luftangriffe. Dementsprechend passiert man auf der Autobahn unmittelbar beim Verlassen der Hauptstadt zahlreiche komplett zerbombte Großwohnsiedlungen. Dazwischen immer wieder auch noch halbwegs bewohnbare Bausubstanz. Von Wiederaufbau aber weit und breit keine Spur.

    Rund 60km von Damaskus entfernt abseits des Highways nach Homs und Aleppo war unsere erste Station die Kleinstadt Maaloula. Diese war bis zum Beginn des Krieges überwiegend von christlicher Bevölkerung bewohnt, die einen neu-aramäischen Dialekt sprach. Bereits seit Beginn des Krieges operierten mehrere sunnitische Rebellengruppen, vor allem die von Al-Quaeda unterstützte Al-Nusra-Front in den Bergen um die Stadt. 2013 nahm diese nach einem Selbstmordanschlag auf einen Posten der syrischen Armee am Stadteingang den Ort ein. Unter Drohungen wurden Bewohner des Ortes zur Konvertierung zum Islam aufgefordert, mehrere Menschen exekutiert. Vom Hotel Safir, vor dem Krieg als wichtigster Anlaufpunkt für Touristen erbaut, oberhalb der Stadt gelegen und direkt neben der ältesten Kirche der Welt (frühes 4. Jahrhundert) beschossen die Rebellen den Ort. Die Heiligtümer der Stadt wurden geschändet.







    Auch wenn von den rund 3300 Bewohnern heute nur 700 in der Stadt leben (viele sind geflüchtet), ist hier die Sanierung, vor allem was die Sakralbauten angeht, relativ weit fortgeschritten. Die durch Angriffe stark zerstörte älteste, Sergius und Bacchus (Wein wird ausgeschenkt) geweihte Kirche wurde vor allem durch ausländische Hilfe (aus dem Libanon, aber auch Russland und Italien) saniert. Einige jahrhundertealte Reliquien, insbesondere Ikonen, wurden jedoch unwiederbringlich verbrannt oder entstellt, zum Teil entwendet. An deren Stelle hängen heute Kopien.



    Durch eine enge Schlucht am Ende der Asphaltstraße gingen wir zum Frauenkloster der heiligen Thekla. Auch die gab es Schändungen, aber der äußere Zustand machte einen guten Eindruck. Allerdings wurden mehrere Nonnen während des Krieges entführt und erst gegen Zahlung von Lösegeld frei gelassen.







    Nach diesem traurigen Ort setzten wir unsere Reise nach Homs, einem kaum weniger tragischen Ort, ca. 100km entfernt, fort. Homs mit heute ca. 800.000 Einwohnern war von Beginn des Krieges, insbesondere seit dem Jahr 2012 an, zusammen mit Daraa im Süden eine Hochburg des Widerstands und Ort schwerer Kämpfe mit wechselnden Frontverläufen. Es verwundert nicht, dass mehrere Stadtviertel mit hochgeschossiger Bebauung, auch mitten im Zentrum, nach wie vor in Schutt und Asche liegen. Davon abgesehen ist die Dichte von Assad-Portraits in Homs für syrische Verhältnisse geradezu atemberaubend hoch, egal wohin das Auge blickt.









    Auf einer Freifläche im Stadtzentrum, direkt neben einer wieder aufgebauten Moschee hielten wir. Die Mittel hierfür stammen aus einer Stiftung, die dem tschetschenischen Präsidenten Ramzan Kadyrow nahesteht. Einzelne Menschen waren unterwegs, aber die Stimmung war postapokalyptisch, ein Eindruck, der zugegeben durch die relative Leere am Freitagnachmittag, also dem Wochenende, verstärkt wurde. Durch verwaiste Straßenzüge fuhren wir weiter zum 2000 Jahre alten Bazaar von Homs, der mitsamt seiner Umgebung ebenfalls heftig zerstört worden war. Einzelne Händler waren jedoch am Renovieren und die zerstörte Überdachung des Bazaars war auch z.T. wiederhergestellt.







    Geändert von Hene (18.01.2020 um 06:10 Uhr)
    rorschi, Exploris, Chaosmax und 60 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  7. #27
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    Fortsetzung

    Wir verließen Homs in Richtung Westen zur ehemaligen Kreuzfahrerburg Crac des Chevaliers. Die in den Ausläufern des Alawitengebirges auf einer Hügelkuppe gelegene Zitadelle stammt aus dem frühen 11. Jahrhundert, war allerdings in den mamelukischen und osmanischen Periode Objekt für Um- und Erweiterungsmaßnahmen. 2008 zum UNESCO-Kulturerbe ernannt, war die Festung in ihrem hervorragenden Erhaltungszustand vor dem Krieg eine der Hauptsehenswürdigkeiten. Im Krieg wurde die Burg als Stützpunkt von oppositionellen Gruppen genutzt. Bei Luftangriffen hat die Zitadelle jedoch einige Treffer abbekommen, die im Gesamtbild allerdings kaum auffallen. Während vor dem Eingangsportal zwei Busse mit syrischen Schulklassen standen, herrschte im Inneren vollkommende Leere: Ich war geradezu sprachlos unter dem Eindruck der Festung und dem Ausblick in alle Himmelsrichtungen in fast frühlingshaftem Wetter. Nebenher kam per Telefon auch das Ok für die am kommenden Tag geplante Tour nach Palmyra. Hierfür ist eine spezielle Genehmigung notwendig, die von vier verschiedenen Sicherheitsinstitutionen geprüft wird.










    Die Kirche, später in eine Moschee umgewandelt:












    Nachdem wir fast zwei h in der Anlage herumgeklettert waren und Hassan hervorragend alles erklärt und beschrieben hatte, fuhren wir an stark zerstörten früheren Ferienhäusern vorbei in ein neu eröffnetes Restaurant am gegenüberliegenden Berghang. Ein Einheimischer und seine Familie hatte die Immobilie in Handarbeit wieder Stand gesetzt, nachdem zuvor die gesamte Inneneinrichtung geplündert worden war. Mehrere Ferienzimmer stehen bereit, leider gibt es in der Gegend keinen Strom, sonst hätte ich sehr gern auch dort übernachtet.





    Nach fantastischer syrischer Hausmannskost, die von einer angestellten jungen Frau aus dem nahegelegenen Dorf gezaubert worden war, genoss ich die Aussicht von der Terrasse und unterhielt mich stundenlang mit den Inhabern, die wie gefühlt jede syrische Familie Verwandtschaft in Deutschland hat. Crac des Chevaliers färbte sich im gleißenden und dann fahlen Abendlicht.











    Kurz vor Dunkelheitseinbruch verabschiedeten wir und fuhren durch schwer lädierte Dörfer, die nur allmählich wieder bewohnbar gemacht werden, ins Hotel Villa Rosa. Nach einem Imbiss aus gegrillten Hähnchenlebern und Fattoush-Salat in der nahegelegenen Premier League-Sportsbar ging es todmüde in die Federn.
    Geändert von Hene (18.01.2020 um 06:58 Uhr)
    rorschi, Exploris, mueller und 71 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  8. #28
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    Oh was ärgere ich mich ! Wir waren zwischen 2000 und 2010 so oft in Mardin und Diyarbakir , haben immer wieder überlegt und dann doch entschieden in der TR zu bleiben : können wir ja immer noch mal...
    Danke für den Bericht. Ich freue mich sehr darüber.
    Hene sagt Danke für diesen Beitrag.

  9. #29
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    Vielen Dank für diese tollen Bilder und Eindrücke und zugehörige Erzählungen! Eine spannende Reise!

    Ich war zwischen 2010 und 2016 zig Male in Beirut - nach Syrien wollte ich zwar, hatte es aber immer aufgeschoben und mit 2011 war es dann unmöglich...

    Es ist schon eine spannende Ecke mit einer reichhaltigen Geschichte und Kultur!
    Hene sagt Danke für diesen Beitrag.

  10. #30
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    Danke für den sehr interessanten Bericht.
    Magst du ein wenig über die Inhalte berichten, worüber die Einheimischen so mit dir gesprochen haben?
    Hene sagt Danke für diesen Beitrag.

  11. #31
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    Zitat Zitat von HU+ Beitrag anzeigen
    Danke für den sehr interessanten Bericht.
    Magst du ein wenig über die Inhalte berichten, worüber die Einheimischen so mit dir gesprochen haben?
    Es ging vor allem um die Lebensbedingungen von Syrern in Deutschland incl. Heimweh und Rückkehr. Da ich einige syrische Bekannte in Berlin habe, konnte ich auch aus erster Hand berichten. Mich interessierte v.a. Die Alltagsrealität in den umliegenden Dörfern. Meine Schlussfolgerungen sind allerdings eher pessimistisch. Es wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis 'normales' Leben dort wieder möglich sein wird. Ohne traumatisierendes Leben in Ruinen oder unmittelbar daneben.

    Zumindest erinnern mich 5l leckeres Olivenöl, das ich beim Hausherr kaufte, jetzt jedes Mal beim Kochen (und Essen) an diesen Ort und seine Menschen.
    Geändert von Hene (18.01.2020 um 19:15 Uhr)
    rorschi, ningyo, Travel_Lurch und 19 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  12. #32
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    Vielen Dank für den Bericht! Ich war schon lange nicht mehr so gefesselt bei einem Reisebericht.

    Deine nüchterne Art ist eine Wohltat!
    Hene und lupenreinerdemokrat sagen Danke für diesen Beitrag.

  13. #33
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    Sehr schöner Bericht über ein exotisches Touristenziel. Vielen Dank!

    Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: aufgrund Deines Reiseberichtes aufkeimender Reiseideen musste ich mir von +1 ein paar nicht so freundliche Dinge anhören, wobei „total bescheuert“ noch eins der netteren war.
    m!ler und abundzu sagen Danke für diesen Beitrag.

  14. #34
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    Ein feiner Bericht, vielen Dank dafür!
    Hene sagt Danke für diesen Beitrag.

  15. #35
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    Vielen Dank fürs mitnehmen, das ist doch mal etwas anderes und sehr spannend.
    Hene und HU+ sagen Danke für diesen Beitrag.

  16. #36
    Erfahrenes Mitglied Avatar von trekstore
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    Auch von mir vielen Dank fürs mitnehmen, Tolle Bilder und Eindrücke.
    Hene sagt Danke für diesen Beitrag.

  17. #37
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    Toller Bericht! Danke
    Hene sagt Danke für diesen Beitrag.

  18. #38
    Erfahrenes Mitglied Avatar von charliebravo
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    Auch ein spezielles Danke von mir, da ich schon seit 2 Jahren über eine Reise in diese Gegend nachdenke (nur +1 will mich dauernd davon abhalten).
    Darf ich Dich fragen, wie Du im Vorfeld alles geklärt hast, bzgl Visa usw? Gerne auch per PN.
    Hene sagt Danke für diesen Beitrag.

  19. #39
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    Ungern per PN. Mich interessiert das auch! :-)

  20. #40
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    Zitat Zitat von charliebravo Beitrag anzeigen
    Auch ein spezielles Danke von mir, da ich schon seit 2 Jahren über eine Reise in diese Gegend nachdenke (nur +1 will mich dauernd davon abhalten).
    Darf ich Dich fragen, wie Du im Vorfeld alles geklärt hast, bzgl Visa usw? Gerne auch per PN.
    Das traf/trifft leider auch auf meine +1 zu. Aber ich habe vollstes Verständnis für diese Bedenken: Das Sicherheitsbedürfnis und die Besorgnisschwelle ist eben bei jedem anders hoch (oder niedrig). Genau wie Comfort Zone irgendwann zu Ende ist (ich musste zugegenerweise auch während der Tour mehrmals aus ihr heraus, dazu später). Wie der Juser hier im Nachbarthread, dessen spannender West- und Zentralafrika-Bericht super lesenswert ist, bin ich da eher hartgesotten, auch wenn mich einige Situationen natürlich emotional mitnehmen.

    Aufgrund der Sicherheit (und aus vielerlei anderen Gründen) habe ich mir professionelle Hilfe (in Form eines lokalen Reisebüros, s.o.) besorgt, um Risiken möglichst zu minimieren. Die Lage ist in einigen Gebieten einfach noch recht volatil, ohne 'grounded knowledge' es oft nicht klar, wo z.B. evt. noch Munition oder Minen herumliegen.

    Davon abgesehen ist es auch inzwischen (seit einem Zwischenfall mit einem deutschen Touristen, der irgendwo auf eigene Faust fotografierend durch die zerstörten Vorstädte von Damaskus spaziert ist und dabei von Sicherheitskräften aufgegriffen wurde) nicht mehr möglich, sich ohne Guide zu bewegen. Da man ständig durch irgendwelche Checkpoints muss, käme man ohnehin nicht sehr weit. Ein Visum (on arrival) ist zudem ohne Support eines akkreditierten Reisebüros kaum zu bekommen, eine Visumsausstellung durch die syrische Botschaft in Berlin derzeit so gut wie ausgeschlossen (zumindest aber sehr zeitintensiv).
    Geändert von Hene (20.01.2020 um 14:15 Uhr)
    Exploris, MANAL, once747 und 10 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

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