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Thema: Erstattung nur an OTA?

  1. #1
    Erfahrenes Mitglied Avatar von kexbox
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    Frage Erstattung nur an OTA?

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    Hallo zusammen,

    eine Airline teilt mir nach Storno eines per OTA gebuchten Fluges mit:

    Sehr geehrter Herr xxx,

    die Richtlinien und Vorgaben der IATA (International Air Transport Association) erlauben uns ausschließlich eine Erstattung auf das Zahlungsmittel, das zur Zahlung von Flugreservierungen genutzt wird (in Buchung $BUCHUNG Master Cardxxxxxxxx5151).

    Wenn dies nicht Ihre Karte ist, gehen wir davon aus, dass es sich um die Karte des Drittanbieters handelt, über den Sie die Reise gebucht haben. Reiseanbieter setzen überwiegend eigene Geschäftskreditkarten als Zahlungsmittel ein und rechnen mit den Kunden separat und unabhängig von der $Airline ab. Wir möchten Sie daher bitten, sich zwecks Erstattung an Ihr Reiseportal zu wenden.


    Mit freundlichen Grüßen / With kind regards
    Ist das wirklich so? Dass das die übliche Praxis ist: Geschenkt. Ich hatte der Airline aber ausdrücklich mitgeteilt, dass ich eine Erstattung an mich direkt wünsche. Woraus ergibt sich also die Vorgabe, nur auf das genutzte Zahlungsmittel zu erstatten und wie wirkt so eine Vorgabe mir gegenüber, wenn es in AGB nicht Vertragsgegenstand gemacht wurde?
    Geändert von kexbox (01.02.2019 um 09:37 Uhr)

  2. #2
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    Zitat Zitat von kexbox Beitrag anzeigen
    Woraus ergibt sich also die Vorgabe, nur auf das genutzte Zahlungsmittel zu erstatten und wie wirkt so eine Vorgabe mir gegenüber, wenn es in AGB nicht Vertragsgegenstand gemacht wurde?
    Ist das nicht sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass eine Storno auf das genutzte Zahlungsmittel gehen MUSS, wegen Vermeidung von Geldwäsche etc.pp.?
    Ansonsten ist das halt eines der typischen Probleme, wenn man über eine OTA bucht.
    Wuff sagt Danke für diesen Beitrag.

  3. #3
    Erfahrenes Mitglied Avatar von kexbox
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    Zitat Zitat von Mitsuha Beitrag anzeigen
    Ist das nicht sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass eine Storno auf das genutzte Zahlungsmittel gehen MUSS, wegen Vermeidung von Geldwäsche etc.pp.?
    Ansonsten ist das halt eines der typischen Probleme, wenn man über eine OTA bucht.
    Nope. Beides sind "unbare" Zahlungsmittel, dazu oft ja sehr kleine Beträge, da sehe ich kein GwG-Problem. Dass es ein OTA-Problem ist, ist mir bekannt. Aber ich will das OTA-Problem gerne lösen ;-)

  4. #4
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    Zitat Zitat von kexbox Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    eine Airline teilt mir nach Storno eines per OTA gebuchten Fluges mit:



    Ist das wirklich so? Dass das die übliche Praxis ist: Geschenkt. Ich hatte der Airline aber ausdrücklich mitgeteilt, dass ich eine Erstattung an mich direkt wünsche. Woraus ergibt sich also die Vorgabe, nur auf das genutzte Zahlungsmittel zu erstatten und wie wirkt so eine Vorgabe mir gegenüber, wenn es in AGB nicht Vertragsgegenstand gemacht wurde?
    Du wirst wahrscheinlich den BSP anschauen müssen:

    https://portal.iata.org/faq/articles...-1415811095332

  5. #5
    Erfahrenes Mitglied Avatar von west-crushing
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    Zitat Zitat von haraldw Beitrag anzeigen
    Du wirst wahrscheinlich den BSP anschauen müssen:

    https://portal.iata.org/faq/articles...-1415811095332
    Und der soll Vertragsbestandteil des Vertrags Kunde-Airline sein? Sowas wird doch vor Buchungsabschluss niemals auf der Seite des OTA angezeigt.

  6. #6
    Erfahrenes Mitglied Avatar von kexbox
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    Zitat Zitat von west-crushing Beitrag anzeigen
    Und der soll Vertragsbestandteil des Vertrags Kunde-Airline sein? Sowas wird doch vor Buchungsabschluss niemals auf der Seite des OTA angezeigt.
    Das war ja meine zweite Frage, die ich mir stellte. Vielleicht haben diese Regelungen ja aber auch direkte Wirkung, ohne dass man sie vertraglich mit einbezieht... Kommt mir aber auch schräg vor.

    Außerdem schreibt die IATA

    Airlines receive one settlement covering all agents
    Das scheint hier nicht der Fall gewesen zu sein, da mir die Airline ja eine KK-Nummer mitteilte (teilweise), an die die Erstattung erfolgt sein soll

  7. #7
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    Sagen wir mal so, wenn es eine IATA Vorschrift wäre oder eine rechtliche Grundlage, wie holt sich dann https://www.geld-fuer-flug.de/ die Steuer wieder?

  8. #8
    Erfahrenes Mitglied Avatar von kexbox
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    Zitat Zitat von sweet Beitrag anzeigen
    Sagen wir mal so, wenn es eine IATA Vorschrift wäre oder eine rechtliche Grundlage, wie holt sich dann https://www.geld-fuer-flug.de/ die Steuer wieder?
    Spätestens eine Abtretung, so macht es GFF, dürfte alle Vorgaben der IATA auch "überschreiben".

  9. #9
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    Zitat Zitat von kexbox Beitrag anzeigen
    Spätestens eine Abtretung, so macht es GFF, dürfte alle Vorgaben der IATA auch "überschreiben".
    Ja die Abtretung ist aber auch nur vom Buchungsanmelder an gff, da könnte sich die Airline dann immer noch evtl rausreden mit, man bräuchte eine Abtretung der OTA?
    miamitraffic sagt Danke für diesen Beitrag.

  10. #10
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    Ich begreife noch nicht, worauf du hinaus willst?

    Du schließt mit einem Agenten einen Vertrag zur Vermittlung eines Beförderungsvertrages. Zahlung erfolgt mit deiner Karte zwischen den Vertragspartnern.

    Der Agent schließt einen Vertrag mit der Airline über die Vermittlung des Beförderungsvertrages an dich. Zahlung erfolgt mit Agentenkarte.

    Zwischen dir und der Airline entsteht ein Beförderungsvertrag. Zahlungsabreden gibt es keine.

    Wenn der Beförderungsvertrag wegfällt, müsste dir der Agent ja zuerst den Rückzahlungsanspruch abtreten, sonst bleibt die Airline ja dem Agenten in der Schuld.

  11. #11
    Erfahrenes Mitglied Avatar von west-crushing
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    Zitat Zitat von haraldw Beitrag anzeigen
    Ich begreife noch nicht, worauf du hinaus willst?
    Die Sachlage dürfte wahrscheinlich sein:

    1. User kexbox oder auch ein Mandant bucht bei einer OTA.

    2. Flug wird storniert - S&G gehen von der Airline an die OTA zurück - OTA berechnet ein Entgelt für die weitere Rückerstattung an User kexbox/Mandanten, das den Rückzahlungsbetrag der S&G übersteigt oder zumindest erheblich reduziert.

    3. User kexbox möchte nun (ggf. für seinen Mandanten) Zahlung von der Airline direkt verlangen; dann kann sich die Airline ggf. mit der OTA herumschlagen.
    kexbox und miamitraffic sagen Danke für diesen Beitrag.

  12. #12
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    Die Tatsache, dass sich kexbox eingeschaltet hat, lässt doch eher einen EU261-Fall vermuten und nicht bloß die Rückerstattung der S&G eines non-refundable Tickets.

    Zumindest kann man die Ansicht vertreten, dass die Rückerstattung basierend auf der EU-VO an den Fluggast zu gehen hat - etwaige Kompensationszahlungen sind ja auch an den Passagier zu entrichten und nicht an das OTA (gut, was sollen die auch damit).

    Interessant ist die Frage aber durchaus: wenn z.B. die Rückerstattung höher ist als der tatsächlich an das OTA entrichtete Betrag, was dann? Unternehmerisches Risiko des OTAs?

  13. #13
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    Ich halte das Vorgehen der Airline auch für korrekt.

    Woher soll die Airline wissen, ob nicht der besagte Flugschein etwa Bestandteil einer Pauschalreise mit weiteren Leistungen des OTA ist und bzgl. dieser Pauschalreise womöglich ganz andere Stornobedingungen gelten, als bei isolierter Betrachtung nur des Flugscheins.

    Selbst wenn das im konkreten Fall nicht so sein sollte, aber die Airline muss ja in ihrem Handeln alles denkbare vorsehen.

  14. #14
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Fare_IT
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    Zitat Zitat von kexbox Beitrag anzeigen
    (...)eine Airline teilt mir nach Storno eines per OTA gebuchten Fluges mit (...)
    (...) die Richtlinien und Vorgaben der IATA (International Air Transport Association) erlauben uns ausschließlich eine Erstattung auf das Zahlungsmittel, das zur Zahlung von Flugreservierungen genutzt wird (in Buchung $BUCHUNG Master Cardxxxxxxxx5151).

    Wenn dies nicht Ihre Karte ist, gehen wir davon aus, dass es sich um die Karte des Drittanbieters handelt, über den Sie die Reise gebucht haben. Reiseanbieter setzen überwiegend eigene Geschäftskreditkarten als Zahlungsmittel ein und rechnen mit den Kunden separat und unabhängig von der $Airline ab. Wir möchten Sie daher bitten, sich zwecks Erstattung an Ihr Reiseportal zu wenden. (...)
    Laut IATA Resolution 890 ist es Reisebüros untersagt, für die Bezahlung ("von Flugscheinen / Ausstellung über BSP" Anm. des Verfassers) ("Kredit" Anm. des Verfassers) Karten zu verwenden, die auf ihren Namen oder auf den Namen einer für sie handelnden Person ausgestellt sind.

    OTA = Reisebuero

    https://www.iata.org/Sites/FMC/Files/reso_890.pdf -> 3.4

    In der Praxis kann die Airline sehr wohl einen Refund abweichend von der originalen "Form of Payment" ausloesen. Dies ist ein manueller Vorgang - nicht tägliche Praxis, kommt aber vor. Die Airline muss eben intern eine entsprechende FiBu Verbuchung vornehmen - das ist aber für den Vertragspartner nicht relevant.

    Etwas ganz anderes ist es, wenn das Reisebuero eine Ticketausstellung gegen CC vorgenommen hat, und dann die FOP bei Refund auf Invoice (also Rechnung) ändert. Dies ist dem Reisebuero (Agent) untersagt - nach den üblichen BSP Regeln, nach dem Agenturvertrag, und nach dem Merchant Agreement mit den Kreditkartengesellschaften.
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  15. #15
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    Zitat Zitat von Fare_IT Beitrag anzeigen
    Laut IATA Resolution 890 ist es Reisebüros untersagt, für die Bezahlung ("von Flugscheinen / Ausstellung über BSP" Anm. des Verfassers) ("Kredit" Anm. des Verfassers) Karten zu verwenden, die auf ihren Namen oder auf den Namen einer für sie handelnden Person ausgestellt sind.
    Wie buchen denn TUI & Co die Flüge bei Lufthansa, für ihre Pauschal-(Fern)reisen?

  16. #16
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Fare_IT
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    Zitat Zitat von Wuff Beitrag anzeigen
    Wie buchen denn TUI & Co die Flüge bei Lufthansa, für ihre Pauschal-(Fern)reisen?
    FP Inv

    (Invoice)
    Wuff sagt Danke für diesen Beitrag.
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  17. #17
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    Zitat Zitat von Fare_IT Beitrag anzeigen
    ("von Flugscheinen / Ausstellung über BSP"
    … dann werden sie den Flugschein wohl nicht über BSP ausgestellt haben.

  18. #18
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    Zitat Zitat von Fare_IT Beitrag anzeigen
    Etwas ganz anderes ist es, wenn das Reisebuero eine Ticketausstellung gegen CC vorgenommen hat, und dann die FOP bei Refund auf Invoice (also Rechnung) ändert. Dies ist dem Reisebuero (Agent) untersagt - nach den üblichen BSP Regeln, nach dem Agenturvertrag, und nach dem Merchant Agreement mit den Kreditkartengesellschaften.
    Wie schauts denn mit low costern mit der FOP aus, die in AMA über light ticketing gebucht werden müssen?
    Steht bei denen für FOP beides verfügbar, also INV und Kreditkarte?

    Und bei Veranstalertarifen geht generell nur INV und nicht Kreditkarte? Würde ja Sinn machen, weil man das ja nicht ohne Zusatzleistung verkaufen darf, und der Netto Preis ja ohne Zusatzleistung ist, aber geht es theoretisch mit Kreditkarte als FOP?

  19. #19
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Fare_IT
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    Zitat Zitat von Wuff Beitrag anzeigen
    … dann werden sie den Flugschein wohl nicht über BSP ausgestellt haben.
    Das weiss ich natuerlich nicht - den ich kenne die konkreten Umstände nicht.
    Unabhängig davon ich denke, dass meine Einschätzung / Einordnung in der Sache so verkehrt nicht sein wird.
    Wuff sagt Danke für diesen Beitrag.
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  20. #20
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    @FARE_IT
    Ich hab auch schon mal von einer dubiosen U.S. OTA gesehen, dass sie das getrickste Ticket (was billiger war) mit FP INV abgerechnet haben und dann via MCO den Kundenpreis abgerechnet haben.
    Die sind also den Umweg gegangen die Pax cc über MCO zu belasten anstatt eigener payment processor. Und weil sie ordentlich markup draufgehauen haben, konnten die nicht als FOP die Pax cc nehmen, sonst hätte er ja gesehen, dass es eigentlich viel weniger war das Ticket.
    Wuff sagt Danke für diesen Beitrag.

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