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Thema: USA: Einreise trotz Vorstrafe?

  1. #1
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    Standard USA: Einreise trotz Vorstrafe?

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    Da ich in der Suche nichts in Richtung meiner Frage gefunden habe, erstelle ich mal ein neues Thema:

    Ich habe mit einem Mann zu tun, gegen den gerade wegen fahrlässiger Körperverletzung mittels (für ihn nicht erlaubten) Gebrauch einer Schusswaffe ermittelt wird. Vorstellung der Staatsanwaltschaft: 1 Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung.

    Nun ist er in der Vergangenheit zwei Mal pro Jahr in die USA geflogen und möchte dies auch zukünftig gern. Da ich die bei ESTA und sonst gestellten Fragen nicht im Kopf habe, bitte ich Euch um Mithilfe bei sinnvollem Vorgehen.

    Ein B2-Visum sollte er doch erhalten, oder? Alternativ Einreise über Mexiko/Kanada? Ein Restrisiko wird wohl immer verbleiben, dass er bei der Grenzkontrolle zurückgewiesen wird. Was haltet Ihr davon, den Fall direkt in der Botschaft zu klären (natürlich sinnvollerweise nicht durch ihn persönlich...)?

    Danke für alle Ideen!

  2. #2
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Ice_B
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    Standard

    Botschaft halte ich für eine gute Idee. Aber warum nicht persönlich?
    Mir ist scheissegal wer Dein Vater ist! So lange ich hier angel´ geht hier keiner übers Wasser!

  3. #3
    rcs
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    Zitat Zitat von schlauberger Beitrag anzeigen
    Ein B2-Visum sollte er doch erhalten, oder? Alternativ Einreise über Mexiko/Kanada? Ein Restrisiko wird wohl immer verbleiben, dass er bei der Grenzkontrolle zurückgewiesen wird. Was haltet Ihr davon, den Fall direkt in der Botschaft zu klären (natürlich sinnvollerweise nicht durch ihn persönlich...)?
    Über welches Land er einreist, ist grundsätzlich einmal irrelevant.

    Generell dürfte er durch diese Straftat "inadmissible" sein.

    Das Ganze ist sehr gut in folgendem Dokument beschrieben:
    http://www.state.gov/documents/organization/86942.pdf

    Ob er einen "Waiver of Ineligibility" für ein Visum bekommt, muss er dann sehen. Kann aber auf jeden Fall ein paar Jahre dauern, bevor so ein Waiver überhaupt in Frage kommt.
    Chamaelion und schlauberger sagen Danke für diesen Beitrag.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Ice_B Beitrag anzeigen
    Botschaft halte ich für eine gute Idee. Aber warum nicht persönlich?
    Weil er dann auf der Blacklist landen könnte und vielleicht nie mehr einreisen darf?

    Da sollte man einen Anwalt vorschicken im ersten Schritt.
    schlauberger sagt Danke für diesen Beitrag.

  5. #5
    Flp
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    Esta sollte noch gehen, solange er (noch) nicht verurteilt wurde. Danach geht ESTA meiner Ansicht nach nicht mehr. Ich bin zwar kein Experte im amerikanischen Recht, aber so wie ich die einschlägigen Texte verstehe, müsste er diese Frage:

    Wurden Sie jemals auf Grund eines Deliktes oder einer Straftat verhaftet oder verurteilt, bei dem/der ein Verstoß gegen die guten Sitten oder in Bezug auf Drogen vorgelegen hat, oder wurden Sie jemals verhaftet oder verurteilt auf Grund von zwei oder mehr Delikten, für die das Strafmaß zusammengenommen fünf Jahre oder mehr betrug, oder haben Sie jemals Drogen in Umlauf gebracht, oder reisen Sie zum Zwecke krimineller oder sittenwidriger Handlungen ein?

    wohl mit "Ja" beantworten. Der dort erwähnte "Verstoß gegen die guten Sitten" bezieht sich nämlich nicht auf das, was wir hier unter Sittlichkeitsdelikten verstehen, sondern aus dem englischen Original geht hervor, dass hier "crimes involving moral turpitude" gemeint sind. Dazu gehört wohl auch Körperverletzung unter Verwendung einer gefährlichen oder tödlichen Waffe.
    schlauberger sagt Danke für diesen Beitrag.

  6. #6
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    Zitat Zitat von schlauberger Beitrag anzeigen
    Da ich in der Suche nichts in Richtung meiner Frage gefunden habe, erstelle ich mal ein neues Thema:

    Ich habe mit einem Mann zu tun, gegen den gerade wegen fahrlässiger Körperverletzung mittels (für ihn nicht erlaubten) Gebrauch einer Schusswaffe ermittelt wird. Vorstellung der Staatsanwaltschaft: 1 Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung.

    Nun ist er in der Vergangenheit zwei Mal pro Jahr in die USA geflogen und möchte dies auch zukünftig gern.Da ich die bei ESTA und sonst gestellten Fragen nicht im Kopf habe, bitte ich Euch um Mithilfe bei sinnvollem Vorgehen.

    Ein B2-Visum sollte er doch erhalten, oder? Alternativ Einreise über Mexiko/Kanada? Ein Restrisiko wird wohl immer verbleiben, dass er bei der Grenzkontrolle zurückgewiesen wird. Was haltet Ihr davon, den Fall direkt in der Botschaft zu klären (natürlich sinnvollerweise nicht durch ihn persönlich...)?

    Danke für alle Ideen!

    hier findest du alles was du brauchst
    https://esta.cbp.dhs.gov/esta/WebHel...en_de.htm#vwp5

    und besonders unter
    Welche Informationen benötige ich zum Ausfüllen eines Antrages?

    1.1.1.1.1 Informationen zum Antragsteller
    Geändert von Magellan (22.05.2014 um 20:05 Uhr) Grund: rot ist nur für MOD Kommentare
    schlauberger sagt Danke für diesen Beitrag.

  7. #7
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Ice_B
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    Zitat Zitat von Matzinger Beitrag anzeigen
    Weil er dann auf der Blacklist landen könnte und vielleicht nie mehr einreisen darf?

    Da sollte man einen Anwalt vorschicken im ersten Schritt.
    Wäre er da nicht eh schon drauf?
    Mir ist scheissegal wer Dein Vater ist! So lange ich hier angel´ geht hier keiner übers Wasser!

  8. #8
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    Zitat Zitat von rcs Beitrag anzeigen
    Generell dürfte er durch diese Straftat "inadmissible" sein.

    Das Ganze ist sehr gut in folgendem Dokument beschrieben:
    http://www.state.gov/documents/organization/86942.pdf
    Toller link, vielen Dank!

    Mein erstes Durchlesen hat aber keine Erwähnung fahrlässiger Körperverletzung gefunden.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Magellan Beitrag anzeigen
    hier findest du alles was du brauchst
    https://esta.cbp.dhs.gov/esta/WebHel...en_de.htm#vwp5

    und besonders unter
    Welche Informationen benötige ich zum Ausfüllen eines Antrages?

    1.1.1.1.1 Informationen zum Antragsteller
    Auch Dir nochmal vielen Dank! Auf der Seite war ich sogar vorhin schon, habe aber nicht weit genug nach unten gescrollt...

  10. #10
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    Zitat Zitat von schlauberger Beitrag anzeigen
    Ich habe mit einem Mann zu tun, gegen den gerade wegen fahrlässiger Körperverletzung mittels (für ihn nicht erlaubten) Gebrauch einer Schusswaffe ermittelt wird. Vorstellung der Staatsanwaltschaft: 1 Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung.
    Moment mal, der Typ hantiert illegal und unsachgemäß mit einer Schusswaffe und hadert damit einen anderen an?

    Vielleicht ists wirklich besser wenn der nicht in manche Bundesstaaten einreist, wo er dann allzu leicht Zugang zu Schusswaffen hat...

  11. #11
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    Zitat Zitat von Flp Beitrag anzeigen
    Esta sollte noch gehen, solange er (noch) nicht verurteilt wurde. Danach geht ESTA meiner Ansicht nach nicht mehr. Ich bin zwar kein Experte im amerikanischen Recht, aber so wie ich die einschlägigen Texte verstehe, müsste er diese Frage:

    Wurden Sie jemals auf Grund eines Deliktes oder einer Straftat verhaftet oder verurteilt, bei dem/der ein Verstoß gegen die guten Sitten oder in Bezug auf Drogen vorgelegen hat, oder wurden Sie jemals verhaftet oder verurteilt auf Grund von zwei oder mehr Delikten, für die das Strafmaß zusammengenommen fünf Jahre oder mehr betrug, oder haben Sie jemals Drogen in Umlauf gebracht, oder reisen Sie zum Zwecke krimineller oder sittenwidriger Handlungen ein?

    wohl mit "Ja" beantworten. Der dort erwähnte "Verstoß gegen die guten Sitten" bezieht sich nämlich nicht auf das, was wir hier unter Sittlichkeitsdelikten verstehen, sondern aus dem englischen Original geht hervor, dass hier "crimes involving moral turpitude" gemeint sind. Dazu gehört wohl auch Körperverletzung unter Verwendung einer gefährlichen oder tödlichen Waffe.
    Auf jeden Fall werde ich ihm empfehlen, sein ESTA zu erneuern, dann gilt das ja erst mal.

    Was die "Moral turpitude" angeht, hoffe ich ja noch darauf, dass Fahrlässigkeit nicht darunter fällt. Vielleicht kann mir da ein befreundeter US-Jurist weiterhelfen...

  12. #12
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    Zitat Zitat von sehammer Beitrag anzeigen
    Moment mal, der Typ hantiert illegal und unsachgemäß mit einer Schusswaffe und hadert damit einen anderen an?

    Vielleicht ists wirklich besser wenn der nicht in manche Bundesstaaten einreist, wo er dann allzu leicht Zugang zu Schusswaffen hat...
    Hört sich anfangs zwar so an, aber ist natürlich alles etwas komplizierter. Der Verletzte ist mit ihm verwandt und keiner macht ihm größere Vorwürfe als er sich selbst. Der wird sich in USA keine Waffe mehr anschaffen.

  13. #13
    Flp
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    Zitat Zitat von schlauberger Beitrag anzeigen
    Was die "Moral turpitude" angeht, hoffe ich ja noch darauf, dass Fahrlässigkeit nicht darunter fällt. Vielleicht kann mir da ein befreundeter US-Jurist weiterhelfen...
    Fahrlässigkeit nicht, aber "Assault with a dangerous or deadly weapon". Da würde mich auch interessieren, ob - laienhaft formuliert" - die Fahrlässigkeit oder die Waffe vorgeht.


    Zitat Zitat von schlauberger Beitrag anzeigen
    Hört sich anfangs zwar so an, aber ist natürlich alles etwas komplizierter. Der Verletzte ist mit ihm verwandt und keiner macht ihm größere Vorwürfe als er sich selbst. Der wird sich in USA keine Waffe mehr anschaffen.
    Wenn das so ist, wie stehen denn die Chancen, dass es überhaupt zu einer Verurteilung kommt? 153a StPO denkbar?
    schlauberger sagt Danke für diesen Beitrag.

  14. #14
    Erfahrenes Mitglied Avatar von TheDude666
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    Ich lass mal den moralischen Aspekt außer acht:

    Niemand hindert Ihn die Fragen nicht wahrheitsgemäß in ESTA zu beantworten. Laut einschlägigen Foren (amerika-forum) erhalten die USA nicht automatisch die Vorstrafen eines Deutschen.
    -
    Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumten, und finden doch stets nur uns selbst.

    Günter Kunert

  15. #15
    Flp
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    Zitat Zitat von TheDude666 Beitrag anzeigen
    Laut einschlägigen Foren (amerika-forum) erhalten die USA nicht automatisch die Vorstrafen eines Deutschen.
    Das hätte ich bis Juni 2013 auch noch gedacht.

  16. #16
    Erfahrenes Mitglied Avatar von TheDude666
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    Zitat Zitat von Flp Beitrag anzeigen
    Das hätte ich bis Juni 2013 auch noch gedacht.
    Inwiefern? Klär mich auf.
    -
    Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumten, und finden doch stets nur uns selbst.

    Günter Kunert

  17. #17
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    Zitat Zitat von Flp Beitrag anzeigen
    Fahrlässigkeit nicht, aber "Assault with a dangerous or deadly weapon". Da würde mich auch interessieren, ob - laienhaft formuliert" - die Fahrlässigkeit oder die Waffe vorgeht.




    Wenn das so ist, wie stehen denn die Chancen, dass es überhaupt zu einer Verurteilung kommt? 153a StPO denkbar?
    Ja, assault hatte ich auch gesehen, aber da würde ich (zugegeben als US-Recht-Laie) eigentlich gute Chancen sehen, mit der Übersetzung Überfall nur vorsätzliches Handeln zu verbinden.

    Einstellung hat die Staatsanwaltschaft schon abgelehnt - wäre die Waffe ein Auto gewesen, hätte es sich wahrscheinlich schon erledigt... Tja, soweit zu den Unterschieden zwischen Deutschland und USA

  18. #18
    Erfahrenes Mitglied
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    @TheDude666: Herr Snowden hat der Welt berichtet wie die USA allerlei Daten abzapfen...

  19. #19
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    NSA? Kanzlerinnen-Handy?

  20. #20
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    Warum sollten die Ami´s bei Schußwaffengebrauch soll einen Affen machen?
    Ist doch in USA fast wie Schwarzfahren hier zu Lande
    marcuscello sagt Danke für diesen Beitrag.
    ITG FLOG WV
    Ich habe den Äquator sowie die Datumsgrenze überflogen

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