Es scheint, als hätten noch einige andere Juser ein "Küchenproblem"...und so hänge ich mich ebenfalls mal an,wünsche den TO Lander viel Erfolg bei der weiteren Planung und SOG viel Spaß u.Freude mit seiner "Leicht" Küche und leite somit elegant auf meine Frage über; unsere Leicht-Küche hat jetzt gesegnete 20 Jahre auf dem Buckel, also sind wir ebenfalls am Suchen. Die Qualität u.Verarbeitung der alten Küche war hervorragend. Problem ist, ein sehr verwinkelter Grundriss, der jetzt zusätzlich noch durch Wanddurchbruch vergrößert werden soll- demzufolge keine 08-15 Küche mehr optimal passt. Wir waren schon bei den diversen Anlaufstellen ( Ex Möbel Neubert,WM Küchen, Irgend so ein kleiner Ab Werk Anbieter, Plana Küchenland.....etc.
Werd noch narrisch im Kopf. Jetzt haben wir den Theodor Fries gefunden, im Rhein-Main-Gebiet wohl recht bekannt. Sein Kundenkontakt, die etwas "burschikose"Art, nicht zuletzt die Ausstellung gefielen ganz gut, zumal er auch proaktiv einen Termin bei uns zu Hause anbot, zur Vor Ort Inaugenscheinnahme.
Nun meine Frage an die Profis und Laien hier: kann jemand Näheres, hoffentlich positives, über Küchen -Fries vermelden, vielleicht ob der räumlichen Nähe sogar der JUSER Kingair?
Danke schonmal, Crossfire
Ich denke, man sollte einige grundsätzliche Dinge zum Thema "Küche" sagen.
Der Preis einer Küche entsteht aus den Komponenten "Möbel", "Elektrogeräte" und "Arbeitsplatte". Preisschrauben, die sowohl den Gesamtpreis als auch die Preisbestandteile beeinflussen sind die gewählten Fronten, die Geräte und zu einem für viele sicher überraschend hohen Teil die Arbeitsplatte. Der "Spread" zwischen den Preiskomponenten kann durchaus zwischen Möbel+Arbeitsplatte und E-Geräten bei 50:50 liegen - es kann aber auch Möbel 30%, Geräte 30% und Arbeitsplatte 30% sein (zum Beispiel bei teuren Keramikarbeitsplatten).
Es ist daher auch sehr schwierig, "Preiskategorien" zu bilden - man möge daher bitte einige jetzt kommende Gesamtsummen nicht zu genau nehmen aber ich versuche einfach mal, einige Grundthemen aufzugreifen.
Man unterscheidet bei den Küchenmöbel = Schränke heute zwischen "Rastersystem" und "kein Rastersystem". Ein Rastersystem ist die konsequente Umsetzung der vorher festgelegten Grundhöhe eines Schubkastens. So haben sich recht viele Hersteller auf eine Schukastenhöhe von 13cm eingeschossen und ein Unterschrank kann dann zum Beispiel
6 Schubkästen à 13cm Höhe
3 SK à 26cm Höhe
2 SK à 39cm Höhe
2 SK à 13cm plus 2 SK à 26cm
etc
unterbringen. Auch alle anderen Elemente wie Oberschränke (=Hängeschränke) oder Hochschränke (= Säulen) folgend diesem Raster und sind dann eben 195cm (= 15x13cm) oder 234 cm (18x13cm) etc etc hoch.
Der Vorteil dieses Rastersystems sind die sogenannten "klaren Fugenbilder" bzw. "durchgängige Linien" (jeder Hersteller nennt das anders). Erläuterungen dazu haben verschiedene Hersteller auf ihren Websites, hier nur ein Beispiel:
WELLMANN | ALLES NACH MASS
Warum ich das erkläre und das auch in den Zusammenhang mit der Frage nach dem Hersteller Fries bringe?
Ab einem Küchenwert von 12-15 TEUR sollte man heute als Kunde auf einem Hersteller mit Rastersystem bestehen - das sieht einfach wertiger aus und bringt einen gehobenen und gleichzeitig ruhigen Look in die Küche. Welchen Hersteller mit Rastersystem man dann nimmt, bleibt den Vorlieben, was Farben, Materialien, evt, nicht bei jedem Hersteller verfügbare Sonderschränke oder der Notwendigkeit von Maßanpassungen vorbehalten. Gute Hersteller mit Rastersystem sind zum Beispiel (kein Anspruch auf Vollständigkeit) Schüller, Häcker (mit der Kollektion Systemat, die günstigere Kollektion Classic hat kein Raster!), Alno, Wellmann (auch unter den Handelsnamen Culineo, altano, Alaro, Wermona erhältlich) und Ballerina.
Nolte hat sich 2008 für ein Raster von 5x15cm entschieden, welches ich bei Küchen mit Griff nicht empfehlen kann (arj85 hat ja oben auch zugestimmt), bei grifflos mag das gehen.
Wohlgemerkt: Auch Hersteller ohne Rastersystem (hier sind vor allem Nobilia und Häcker Classic zu nennen) bauen qualitativ hervorragende Küchen. Aber ohne Rastermaß ist dann doch irgendwann in einer bestimmten Preislage Schluss, weil dann der Kunde doch noch den "kleinen Extra-Kick" wünscht. Das ist wie ein VW Passat, den man auch mit 3L-Maschine, Allrad und Leder aufrüsten kann - aber man kommt dann irgendwann an den Punkt, wo man als Kunde doch eher zu Audi oder BMW geht).
Auch die sogenannten Premiumhersteller wie Leicht, Poggenpohl, next125 oder Siematic arbeiten mit Rastersystemen - bei next125 kann sich nun auch jeder denken, welches Raster (in mm) die nutzen.
Ich vermeide hier also ganz absichtlich die Antwort zu Fries (an dessen Werk ich jahrelang nahezu täglich auf dem Weg zur Arbeit vorbei gefahren bin) sondern würde eben IMMER als erstes schauen, ob der Hersteller ein Rastersystem hat oder nicht - wenn ich schon recht viel Geld ausgeben will/muss, dann soll es eben auch entsprechend chic aussehen.