Fragen im Vorstellungsgespräch

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DavidHB

Erfahrenes Mitglied
14.04.2017
755
4
Bremen
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Naja. Bei 30% Reisetätigkeit fände ich die Frage nach den Reisemodalitäten ehrlich gesagt auch als Arbeitgeber relevanter (und zeugt von mehr Interesse am Job) als "gibt es über Sie eine günstige Hausratversicherung? Haben Sie Rabatte im Fitness-Studio?"
Rabatt für ein Fitnessstudio interessiert mich eh nicht[emoji23]
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.187
1.170
CGN
Da es mich schon immer gereizt hat, zu reisen und andere Länder und Leute kennenzulernen, denke ich halt über einen Wechsel nach.

Wenn das die Motivation für den Jobwechsel ist, dann würde ich darauf auch meine Fragen ausrichten:

- in welche Länder, in welche Städte musst du üblicherweise (sofern du das nicht schon weisst) - diese Frage kann man ja auch im Kontext "was wäre denn später genau mein Aufgabenbereich" einfliessen lassen

- ist es erlaubt, Hin- oder Rückflug ein paar Tage verschoben zu buchen und die Reise mit privatem Aufenthalt zu verbinden. Bei vernünftiger Formulierung wirkt Interesse an anderen Ländern ja sogar positiv

Denn wenn da rauskommt dass die Reiseziele für dich uninteressant sind, oder du auf der Reise und vor Ort nicht mehr erlebst als wenn du mit dem Auto ohne Pausen zu einem Kunden in Bayern und sofort wieder zurück fährst, dann würde ich mir zweimal überlegen, ob der Job wirklich besser ist.

Aber zB nicht stellen würde ich dann die Frage nach Reiseklasse oder nach Meilen. Denn sofern du auch in Y reisen würdest (setze ich jetzt einfach mal voraus) bringt dir die Frage gar nichts. Du würdest weder deine Job- Entscheidung davon abhängig machen, noch könntest du es ändern (die wenigsten Bewerbungen sind so einzigartig, dass der Bewerber neben Gehalt und Firmenwagen auch noch x000 Euro mehr Reisebudget raushandeln kann, damit er als einziger in der Firma C fliegen darf). Und je nach Gegenüber hinterlässt die Frage einen maximierenden Eindruck. Also lass sie weg.

Wenn es dann ein Job mit Y und LCR-Flügen wird, gönn dir einen PriorityPass und freu dich über die Reisen. Und wenn es doch generell C ist oder die Buchungen locker genug gehandhabt werden, dass du mit intelligentem Buchen und ein bisschen Flugnerd-Recherche mehr rausholen kannst, um so besser.
 
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ambodenbleiberin

Erfahrenes Mitglied
24.04.2015
930
10
Das spiegelt dann ja schon eine gewisse Grundhaltung der Firma wieder, wo man sich als Bewerber fragen muss ob er bei einer solchen Firma arbeiten will. Für mich wäre es ein Ausschlusskriterium überhaupt zum Gespräch zu fahren.
Das sind (gem meiner Erfahrung) in der Regel keine Firmen iSv produzierend, kommerziell etc. Macht es nicht schöner, will nur sagen: ist gar nicht so selten. Die Stellen sind nicht mal unbegehrt.
 
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Funtracer

Erfahrenes Mitglied
05.12.2014
1.881
832
ZQH
Ja, sieht man z.B. recht häufig in Stellenanzeigen des öffentlichen Diensts.
Nach meiner Erfahrung: Sieht man in der Zwischenzeit fast immer in Stellenangeboten des öffentlichen Dienstes. Habe jetzt nicht übermäßig viele Bewerbungsgespräche im ÖD hinter mir (weil die, zu denen ich eingeladen wurde, immer erfolgreich waren =;), aber die Übernahme der Reisekosten war jedes Mal schon in der Stellenausschreibung standardmäßig ausgeschlossen.
 
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Monty_GER

Reagenzglaskellner
21.11.2010
1.383
3
43
Niederrhein
Ja, sieht man z.B. recht häufig in Stellenanzeigen des öffentlichen Diensts.

Da sieht man dann auch die Suche nach Top-Qualifizierten Leuten mit Studium, jahrelanger Berufserfahrung, usw., die dann mit E9 eingruppiert werden sollen.

Das sind dann wahrscheinlich die Dienststellen, die sich wundern, warum sich kaum jemand bewirbt...
 

DavidHB

Erfahrenes Mitglied
14.04.2017
755
4
Bremen
Da sieht man dann auch die Suche nach Top-Qualifizierten Leuten mit Studium, jahrelanger Berufserfahrung, usw., die dann mit E9 eingruppiert werden sollen.

Das sind dann wahrscheinlich die Dienststellen, die sich wundern, warum sich kaum jemand bewirbt...
Das kann ich so nur bestätigen. Ich war letztes Jahr auf der CeBIT und am Stand des BND sagten sie zu mir, es lohnt sich nicht zu bewerben, da man in der freien Wirtschaft mehr verdient.
 
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tix

Erfahrenes Mitglied
20.02.2011
3.952
2.180
...Ich glaube, Du machst Dir da gewisse Illusionen ueber das Dienstreisen. Ich habe da nie "Laender, Menschen, Abenteuer" erlebt, sondern halt gearbeitet. Mit etwas beschwerlicherem Arbeitsweg und schlechterer Infrastruktur als an einem normalen Arbeitstag...

So pauschal kann man das nicht sagen. Ich habe lange Zeit Dienstreisen vor allem im Zusammenhang mit Umstellungen von IT-Systemen gemacht - da schlägt man dienstags auf, läuft sich bis Donnerstag mit Vorbereitungen warm, führt die eigentliche Umstellung am Freitagnachmittag und am Samstag durch und hat Sonntag frei. Wenn man dann noch einen oder zwei "Privattage" dranhängt und erst wieder Mittwochabend zurückfliegt, bleibt schon noch ziemlich viel Zeit für "Länder, Menschen, ...".

Je nach Reiseziel waren die Kollegen vor Ort auch extrem bemüht darum, ein angenehmes Rahmenprogramm für den Gast aus dem HQ zu bieten... :cool: Vor allem in Nordafrika und Middle East habe ich da super Erfahrungen gemacht. (y)


Das sind (gem meiner Erfahrung) in der Regel keine Firmen iSv produzierend, kommerziell etc. Macht es nicht schöner, will nur sagen: ist gar nicht so selten. Die Stellen sind nicht mal unbegehrt.

Für mich auch ein No-Go, es sei denn, man bewirbt sich bei etwas gemeinnützigem (NGO oder so). Da sehe ich das ein Stückweit ein...


Das kann ich so nur bestätigen. Ich war letztes Jahr auf der CeBIT und am Stand des BND sagten sie zu mir, es lohnt sich nicht zu bewerben, da man in der freien Wirtschaft mehr verdient.

Na, klar. Sonst hätten die Schlapphüte womöglich ein amtliches Messekontaktformular mit unsichtbarer Tinte ausfüllen müssen - weißt Du, wieviel ARBEIT das ist??!?


Da sehen aber die Arbeitgeber, dass der Arbeitnehmer auf sich achten möchte und Wert auf die Gesundheit legt.

Noch was? Ich sehe da nur, daß der Arbeitnehmer auf Kosten des Arbeitgebers ins Fitness-Studio geht/gehen will. Ganz wertfrei. Warum nicht, kann ja ein Gehaltsbestandteil sein.

Ich würde aber nicht in alles noch einen tieferen Sinn hineininterpretieren. Ein Bewerber, der als Hobby "Freiwillige Feuerwehr" angibt, ist nicht automatisch hilfsbereit oder gesellig oder trinkfest oder wasweißich; sondern einfach nur bei der Freiwilligen Feuerwehr. Ein Unternehmen, bei dem es kostenloses Obst gibt, hat nicht automatisch ein gutes Betriebsklima oder kümmert sich um das Wohlergehen des Mitarbeiter, ... naja, das kann man beliebig weiterspinnen.
 
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Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.058
5.149
Ich glaube, Du machst Dir da gewisse Illusionen ueber das Dienstreisen. Ich habe da nie "Laender, Menschen, Abenteuer" erlebt, sondern halt gearbeitet. Mit etwas beschwerlicherem Arbeitsweg und schlechterer Infrastruktur als an einem normalen Arbeitstag. Im Gegenteil, das dienstliche Reisen hat mir dann das private Reisen vergaellt. Ich bin sehr froh, dass ich dienstlich nicht mehr reisen muss und somit meine saemtliche (begrenzte) "Reiseenergie" voellig frei in selbstbestimmte Privatreisen investieren zu koennen.

Sagen wir so, ab einer gewissen Position machen diese Reisen wieder Spass. Ich muss regelmäßig nach Australien und nehme mir hin und rück dann auch gerne zwei Tage Zeit in Bangkok, Singapore, Tokyo oder auch Dubai, je so nach Laune. Ich glaube aber nicht, dass ich das vor 25 Jahren im Bewerbungsgespräch so erwartet oder adressiert hätte :)
 
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bluesaturn

Erfahrenes Mitglied
27.05.2014
3.742
357
Ich bekomme auch von meinem Arbeitgeber pro Woche eine Stunde Sport geschenkt, wir haben auch ein kleines Fitnessstudio im Haus (HON/UA wuerde wohl schmunzeln), aber wir bekommen auch knapp 40% von einer Jahresmitgliedschaft im Fitnessstudio zurueck. Ich mache dann mal lieber abends eine Runde Sport.
 
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Hauptmann Fuchs

Erfahrenes Mitglied
06.04.2011
5.386
4.785
GRQ
So kann man das aber nicht sagen.

Es fällt mir noch den Spruch von meiner Dozentin ein: ein Arbeitgeber ist kein Reisebüro.

Ja ja, was sie aber meinte ist dass der Arbeitsgeber nicht primär da ist um Reisewünsche in Erfüllung gehen zu lassen :)

Und ein wenig Recht hatte sie schon. Die internationale Arbeit die zu meinem Job gehört liebe ich, aber es ist natürlich schon so, dass man die Reiseziele nicht frei wählen kann, dass dann hart und länger gearbeitet als zu Hause und dass man somit äusserst wenig Freizeit hat (ich muss mich da auch noch um meine Kunden kümmern, quasi bis sie im Bett liegen).
 
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tix

Erfahrenes Mitglied
20.02.2011
3.952
2.180
Ja, das hatte ich schon so verstanden... Mein Statement war nicht ganz ernst gemeint... ;)
 
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chris_flyer

Erfahrenes Mitglied
08.06.2015
2.726
2
Wiesloch,FRA,STR
Noch was? Ich sehe da nur, daß der Arbeitnehmer auf Kosten des Arbeitgebers ins Fitness-Studio geht/gehen will. Ganz wertfrei. Warum nicht, kann ja ein Gehaltsbestandteil sein.

Ich würde aber nicht in alles noch einen tieferen Sinn hineininterpretieren. Ein Bewerber, der als Hobby "Freiwillige Feuerwehr" angibt, ist nicht automatisch hilfsbereit oder gesellig oder trinkfest oder wasweißich; sondern einfach nur bei der Freiwilligen Feuerwehr. Ein Unternehmen, bei dem es kostenloses Obst gibt, hat nicht automatisch ein gutes Betriebsklima oder kümmert sich um das Wohlergehen des Mitarbeiter, ... naja, das kann man beliebig weiterspinnen.

Nein. Das sollte man nicht als Gehaltsbestandteil sehen. Rahmenverträge mit Fitness-Centern reichen. Wer heute in Unternehmen kein Gesundheitsmanagement mehr macht hat die Welt nicht verstanden. Ohne gesunde und fitte Mitarbeiter steht die Firma morgen nicht gut da und hat erhebliche Kosten zu tragen.

Deshalb kann die Frage nach einem Jobrad sein.
Außerdem bieten immer mehr Unternehmen Krankengymnastik an. Entweder direkt im Betrieb oder durch einen Partner außerhalb. Das kann nach Flügen schon mal sinn voll sein. Bei den großen wie SAP,BASF und Daimler ist das längst Standard.

Freiwillige Feuerwehr ist kein Hobby, sondern eine Berufung die es zu würdigen gilt.
 
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tix

Erfahrenes Mitglied
20.02.2011
3.952
2.180
Bei uns gibt es für jeden (also ohne Nachweis) einen höhenverstellbaren Schreibtisch, aber trotzdem würde ich nie behaupten, wir hätten ein Gesundheitsmanagement.

Ich glaube aber, Du hast meine Kernaussage nicht verstanden... :)
 
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bluesaturn

Erfahrenes Mitglied
27.05.2014
3.742
357
Leider handhaben das nicht alle so.
Bei uns gibt es für jeden mit Nachweiß einen höhenverstellbaren Tisch/Stehtisch.
Leider stimmt ersteres. Hier sind alle Tische automatisiert, man kann auch stehend arbeiten. Der verstellbare Buerostuhl kam auch, nachdem man einen Termin mit der Physiotherapeutin, die als hier als health officer arbeitet, gehabt hat. Das Arbeiten funktioniert nun wesentlich entspannter.
Das erste Mal, dass man bei solchen Dingen nicht diskutieren muss.
 
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SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.441
14.711
FRA/QKL
Leider handhaben das nicht alle so.
Bei uns gibt es für jeden mit Nachweiß einen höhenverstellbaren Tisch/Stehtisch.

Ein guter höhenverstellbarer Schreibtisch und ein guter Bürostuhl dazu kostet zwischen 1.500 und 2.000€ und hält 10 Jahre. Macht knapp 20€ im Monat. Ein guter MA mit Bürotätigkeit kostet sagen wir 5.000€ im Monat. Jeder Krankheitstag kostet locker das 10-fache der monatlichen Schreibtischkosten. Als AG muss man schon ziemlich bescheuert sein nicht in diese Maßnahme zu investieren. :doh:

Bei uns hat jeder MA einen solchen Tisch seit vielen Jahren und die meisten wissen die Vorteile sehr zu schätzen.
 

Monty_GER

Reagenzglaskellner
21.11.2010
1.383
3
43
Niederrhein
Das kann ich so nur bestätigen. Ich war letztes Jahr auf der CeBIT und am Stand des BND sagten sie zu mir, es lohnt sich nicht zu bewerben, da man in der freien Wirtschaft mehr verdient.

Wobei hier "mehr verdient" gar nicht so schlimm wäre. Es gibt ja durchaus Jobs im ÖD, die man vielleicht aus Idealismus macht und das Gehalt dabei bewußt in Kauf nimmt (z.B. der Berufsfeuerwehrmann, der im mittleren Dienst meist mit A7-A8 rausgeht, mit seinem Qualifikationen aber durchaus in der Industrie mehr verdienen könnte.)

Aber mein Eindruck hier ist, dass man sich in vielen Einrichtungen einfach gar keine Mühe gibt, die Leute einigermaßen Qualifikationsgemäß zu bezahlen. Ganz krass ist das ja im akademischen Umfeld, wo es die wildesten Konstellationen für höchstqualifizierte Mitarbeiter gibt...

Aber hier wirds jetzt wohl zu OT.