Ich finde einige Aussagen hier ziemlich arrogant und herablassend. Kann man sich nicht normal unterhalten? Was soll das? Jeder hat doch seine Gründe, wieso er in die USA will/muss, woher soll ein Fremder das einschätzen können? Wir sind hier doch in einem Vielfliegerforum und nicht in einem Apokalypsenforum oder "Zeugen Coronas Forum".
Von daher, etwas Benehmen und gegenseitiger Respekt wäre doch angebracht, auch wenn das Thema Covid-19 ein sehr spaltendes Thema ist.
Zu meinen Erfahrungen mit 14 Tage Miami: Klar ist weniger los als sonst, aber generell mehr los als es im März los ging. Ansonsten, Banken usw. haben offen, hin und wieder sind Filialen geschlossen. Geschäfte außer Groceries haben viele auch geschlossen, insbesondere die großen Ketten sind generell zu (Apple, Nike usw.). Die Lincoln Road in Miami Beach war zu 30% überhaupt noch belegt (sprich, nicht verbarrikadiert usw.), davon waren gefühlt vielleicht 50% überhaupt offen. In den Malls sah es ein wenig anders aus. Klar, das ist alles nicht voll, nicht zu normalen Zeiten vergleichbar.
Aber ansonsten, unser Office hat normal offen und die Leute gehen normal hin. Mit Abstand, usw. empfinde ich das auch nicht als großes Problem. Insbesondere, dass man von zu Hause ins Auto einsteigt und dann über die Garage in den Aufzug und dann ins Office kommt. Kaum Möglichkeiten, sich wirklich anzustecken.
Restaurants haben entweder Take-Out oder "Patio-Dining", bei 40grad Celsius manchmal nicht so schön, aber im Schatten machbar. War auch für viele kein Problem, selbst Business Meetings.
Generell: Die Leute sind natürlich verängstigt (wahrscheinlich zu recht), aber generell sind viele entspannter, als ich das im März erlebt habe. Die tägliche apokalyptische Berichterstattung in den deutschen Medien spiegelt nicht das wieder, was ich zumindest für South Florida mitbekommen habe. Habe auch mit Freunden gesprochen, die Ärzte im Emergency Room von großen Krankenhäusern sind. Scheint wohl immer "schubweise" voll zu sein, aktuell ist es wohl leer.