Nebelkerze. Ich habe lediglich fefe aufgeführt, weil er einen Zwischenstand gepostet hat.
Und? Das ist eine plumpe Ausrede: Fefe hats gesagt. .
Bei allen Gegenargumenten, die man gegen BEV hat, Deine sind Unsinn. BEV und Verbrenner sind vom Anschaffungspreis sehr nah beieinander (Listenpreise von ein paar Stichpunkten hatte ich vor ein paar Wochen mal gepostet.
Entscheidend ist nicht der Listen, sondern der Straßenpreis. Und ich denke, dass ist dir auch bewusst. Der LP ist der Preis, den der Hersteller vorschlägt. Warum sollte der billig(er) sein (als er muss)?
Sonderangebote gibt's hier wie da alle paar Wochen mal, und gute Leasingangebote genauso.
Gleichwohl bleiben vergleichbare Verbrenner eben billiger, insbesondere dann, wenn die Käufer ihre individuelle Infrastruktur vor Ort betrachten müssen, zumeist sind es Mieter ohne eigene Ladestation. Das ist nicht wie in in den USA, wo fast jeder Eigentümer ist. Oder in Wohnanlagen mal so eben 10 Ladesäulen hingstellt werden. Und selbst DA will keiner E-Fahrzeuge haben. Mit Ausnahme des Tesla-Trucks

Den will ich auch (noch).
Steuer kostets BEV nicht,
Noch nicht. Warten wir mal ab. Am Anfang waren Fahrzeuge mit Kat auch steuerbefreit. Irgendwann muss die Kohle aka Steueraufkommen aus anderen Quellen kommen, wenn die Mineralöl, CO2-Zertifakte und Co. kein Geld mehr abwerfen. Meine These: es wird nach Gewicht bei den BEVs gehen. Mehr Gewicht: mehr Straße kaputt wird die Argumentation sein.
Versicherung konnte ich in breiter Masse bisher keinen Unterschied feststellen,
Oh doch, Verbrenner sind meist billiger. Warum meinst du wohl, haben alle Flottenverbände BEV rausgeschmissen? Schlechte Reparierbarkeit, sehr teure Versicherung.
Inspektionen und Ölwechsel fallen kleiner aus/weg
Der Punkt ist valide. Allerdings nur bei Tesla. Die anderen Hersteller wollen doch alle, dass du in die Werkstatt kommst. Wie sonst was verdienen?
und die Stromkosten auf 100 km, ich lade fast ausschließlich offensichtlich - sind erheblich günstiger als Benzin.
Die Rechnung wurde hier nun schon ein paar Mal durchgerechnet. So eindeutig ist das alles nicht. Wenn es 70% billiger wäre für alle, dann würde sich die Frage nicht stellen. Tut sie aber.
Wenn aus diesem Grund Leute für den Verbrenner sind, dann, weil sie keine Ahnung haben.
Plumpe Unterstellung.
Die deutsche Automobilbranche tut sich beim Thema Elektromobilität schwer. Trotz massiver Investitionen und Umstellungen in der Produktion entwickelt sich der E-Auto-Absatz keineswegs zufriedenstellend. Matthias Müller, Ex-Vorstandsvorsitzender bei VW, plädiert für Zwischenlösungen bei den...
www.n-tv.de
Was man nicht mal direkt den Leuten selbst vorwerfen kann, die BEV-Industrie schafft es nicht, in breiter Masse die Leute zu informieren, die deutsche Autoindustrie versucht zwar, den BEV-Markt zu bedienen, aber bloß nicht zu laut, um die Verbrenner- Kundschaft nicht unnötig zu verschrecken, und Deutschlands mächtigster Zeitungsverlag ist politisch gegen alles was grün ist und wird nicht müde, den Leuten Angst vor Elektroautos zu machen.
Dieses "man muss es ihnen nur richtig erklären, sie sind zu dumm um es zu verstehen"-Argument ist ein Argument ohne Wert und eine freche Herabsetzung von Kunden, Wählern, Menschen. Die Kunden haben nur zu gut verstanden, dass sich aktuell finanziell und wirtschaftlich (aktuell?) nicht lohnt. Ob man das politisch aber trotzdem durchsetzen will, steht auf einen anderen Blatt.
Ja ne is klar. Ich kenne genug Verbrenner, die mir nicht gefallen. Und genug BEV, die man nur am Kennzeichen oder Typenschild von einem Verbrenner (teils -schwestermodell) unterscheiden kann.
Ich kenne genug BEV, die sehr gut aussehen oder gleich ihrer Schwestermodelle als Verbrenner, da gebe ich dir recht. SUV/Trucks sind aber eben besser geeignet als BEV, weil viel Platz für Batterien.
Wie wäre es, wenn du die Farbe der Ladekabel auch noch als Argument aufführst?
Mich stört bei einem silbernen MacBook Pro schon, dass das Ladegerät weiß ist
Nochmal zur Erinnerung: Der politische Weg zu BEV kommt aus Klimagründen.
Deswegen muss dieser noch lange nicht der richtige sein.
Jetzt kann man natürlich unsere Klimasituation leugnen (an der Stelle macht dann aber jeder andere Versuch einer sachlichen Diskussion auch keinen Sinn mehr).
Wie wird immer das Wort "leugnen" benutzt? Man den Behauptungen (wissenschaftlich) kritisch gegenüberstehen, die Diskussion hatten wir an anderer Stelle hier im Forum im Klimaaktivisten-Thread . Der IPPC-Report auf den sich hier immer alle (auch die Politik) berufen, sieht das alles deutlich deffenzierter. Die Bedarfsträger, die dann bestimmte Zusammenfassungen oder politische Bestätigung brauchen, nehmen sich dann singuläre oder aus dem Zusammenhang gerissene oder die Modelle, die am katastrophalsten Ablaufen und begründen damit dieses oder jenes.
Ich habe mir den gesamten Report durchgelesen (was ich JEDEM empfehle) und da stehen Erkenntnisse, die unbestreitbar sind und faktisch gut nachgewiesen. Daraus werden aber dann Schlüsse von Leuten gezogen, die mit diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr viel zu tun haben oder andere Fakten ignorieren.
Beispiel (weil beruflich bedingt): Massiver Ausbau der Kernkraft und CCS-Technologie kann die weiteren Klimawandel massiv abschwächen und ggf. positiv beeinflussen, ggf. unter gleichzeitiger Ausnutzung von SAT (vulgo: Schwefelsäure). Chemie ist nicht mein Spezialgebiet (welcher Physiker mag schon Chemiker?), aber:
Die Menschheit verdankt möglicherweise nur einem Zufall, dass sie das Klimasystem bisher nicht noch stärker aus dem Gleichgewicht gebracht hat, als dies ohnehin bereits der Fall zu sein scheint. Der Zufall könnte in der weitgehend von Menschen verursachten Bildung atmosphärischer Schwefelsäure...
www.mpg.de
Frage: Ist es sinnvoll Braunkohle zu verbrennen, um damit die SAT-Sättigung zu erhöhen, um den Treibhauseffekt abzuschwächen? Deine Meinung dazu?
Deswegen habe ich im anderen Thread auch die Vulkane ins Spiel gebracht, die eine massive Klimawirkung haben.
Dies alles steht im IPPC Report und nun mal Hand aufs Herz: wusstest du das selber? Hast du jemals einen Politiker darüber reden hören? Oder den hier viel zitieren Prof. Lesch, der auch Politik macht und früher andere Meinungen vertreten hat (Stichwort Eiszeit, Klimawandel, Einfluss der Sonne auf das Klima) und jetzt nicht mehr daran erinnert werden will? Man kann diese oder jene Meinung haben, wissenschaftlich ist da auf jeden Fall noch viel Streitpotenzial in den nächsten Jahren vorhanden.
Man kann auch hinterfragen, ob BEVs der Heilsbringer sind.
Ja. Muss man sogar.
Eine solche Diskussion sehe ich aber nicht; alle mir bekannten Gegenargumente, weshalb BEV zB in der Produktion so viel schlechter seien, sind bei genauer Betrachtung bewusst übertrieben. Und die immer wieder genannte pauschale Alternative E-Fuels ist weder da, noch effizient, noch wird sie aus dem Grund bezahlbar sein.
Und nicht zuletzt kann man auch überlegen, ob der laaaangsame (wir reden vor Neuzulassungen in einem Jahrzehnt) Schritt zum BEV nicht hätte "vermieden werden" können, wenn man an anderer Stelle was fürs Klima tut. Tun wir aber nicht.
Ja, kein Ausbau der Kernkraft zum Bespiel. Selbst das simple Nutzen der letzen drei KKW unter Vollast hätte bis zu 30 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Von den letzten sechs oder gar der Flotte von 19 KKW/Blöcken (also Erzeugung) Rede ich mal gar nicht erst. Das wir mal 37 KKW zur Erzeugung (nicht Forschung!) zwischen 1961 und 2005 in DDR und BRD hatten, davon rede ich auch nicht. Dabei sind keine KKW, die keine Betriebsaufnahme hatten (ca ü20, je nach Zählweise?). Das z.B. wird NIE thematisiert.
Da könnte man SO viel CO2 einsparen, da würde kein anderer Sektor noch groß was ändern müssen.
Nicht mal ein Tempolimit hat es aufs Parkett geschafft;
Warum auch? Ds muss politisch durchsetzbar sein.
wer sich C, F oder gar PJ leisten kann, fliegt weiter lieber durch die Gegend als mit der Bahn zu fahren,
Da bist du hier im Forum genau richtig? Frage: fliegst du in den Urlaub? Fährst du einen Verbrenner? Konsumierst du Waren aus anderen Ländern, die mehr als 500 Kilometer entfernt sind?
Individualverkehr ist uns wichtig, ebenso wie Urlaub-in-Flugdistanz uvam.
Warum auch nicht? Der Haupteil es CO2, um den es dir augenscheinlich geht, wird nicht durch deutsche Urlaubsreisen mit dem Flugzeug erzeugt, auch nicht durch Deutschland insgesamt. Dazu reich ein Blick nach China und Indien, was die die CO2 Erzeugung angeht. Beschwerden bitte dahin richten. Es wäre der Welt viel besser ergangen, wenn Deutschland seinen Wohlstand und sein Wissen genutzt hätte, um ärmere Länder CO2-technisch zu verbessern. Umweltschutz muss man sich leisten und technisch erbringen können.
Warum sind eigentlich keine Kreuzfahrten verboten? (Fangfrage, ich kenne die Antwort). DIE verbrennen Schweröl und Schlackestoffe, weil es billiger ist. Man sollte sich mal ansehen, was die Flotte von Kreuzfahrtschiffen der Welt antut, in Sachen CO2, Schwermetalle, Dioxide, Ruß.
Das ist ja auch alles legitim (gilt für mich, wie für alle anderen hier wohl auch), aber irgend einen Anfang muss man ja machen, und BEVs (wir reden von einem Zeithorizont von 15 Jahren, bis auf dem Gebrauchtmarkt ernsthaft ein Trend erkennbar ist - bis dahin wird auch selbst bei Dir in deinem Kaff mehr als die eine Ladesäule stehen) sind bei nüchterner Betrachtung gar kein schlechter Anfang.
Das war ein ganz schlechter Anfang. Bevor das erste BEV würde verkauft werden, hätte man die Infrakstruktur dafür haben müssen, weil die Energie beim BEV nicht geholt, sondern gebracht werden muss. Der Vorteil von Erdöl ist: kompakter Energieträger, hochgradig flexibel, gut transportier- und speicherbar, hochgradig verfügbar, preiswert. Das alles ist bei Strom nicht der Fall. Genau da lag und liegt der Denkfehler.
Und daraus entstand das Henne/Ei Problem; wer baut Ladesäulen/wer kauft BEV. Da sind 15 Jahre als Zeithoriziont viel zu wenig. Schau dir gerne den Zeitstrahl an, wie langes es gedauert hat, dass das Pferd vom Automobil verdrängt wurde, die Dampflok von der Diesel/Stromlok, der Gewinnung von Licht von Kerzen zu Glühbirnen, etc. etc, trotz deutlicherer Vorteile als heutzutage. Da reden wir von Jahrzehnten. Die Politik der Energie- und Klimawende war und ist zeitlich zu ambitioniert.
Ganz so verkehrt ist das auch nicht.
Doch.
Ich kann wenig gutes an der Ampel erkennen.
Ach?
Aber dass unsere Stromnetze sind, wie sie sind, Strom-Trassen, Windräder, Pumpspeicherkraftwerke, uvam nicht ordentlich ausgebaut und Photovoltaik unnötig unattraktiv gemacht wurde, dass wir uns generell gar nicht für das seit Jahrzehnten bekannte Klimaproblem gekümmert haben, und dass auch unsere Autobauer auf "Förderung statt dem Wettbewerb stellen" und "oh, Ihr habt bei den Abgaswerten geschummelt? Ist nicht so schlimm, wir vertuschen das" getrimmt ist, ist nicht auf dem Rücken der Ampel entstanden.
Ach? War die SPD nicht in den letzten 24 Jahren überwiegend an allen schwerwiegenden Entscheidungen beteiligt? Hat etwa nicht Rot-Grün den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen (Trittin: nur eine Kugel Eis!), hat nicht Schröder, die Grünen massiv VW ausgebaut, damit alle gute Jobs haben? Es ist zu einfach, die CDU verantwortlich zu machen. ALLE haben energiepolitisch versagt, weil die jeweilige Klientel im Vordergrund stand. Vernünftige Energiepolitik in diesem Land hat 1990 aufgehört, weil diese auf 50+ Jahre geplant werden muss, das war 1970 ff der Politik merkwürdigerweise klar, geriet irgendwie in Vergessenheit.
Wahrscheinlich hätten die meisten auch das Einwegpfand damals abgelehnt, wenn es eine Ausstiegsklausel gegeben hätte.
Warum auch nicht? Es gibt Länder, da geht das auch ohne Pfand, und trotzdem ist nix verdreckt. Weil man eben erkannt hat, dass es Rohstoffe sind, also wird Müll getrennt und aufbereitet. Das Seelenheil des Klimas hängt nicht vom Dosenpfand ab. Und dann gibt es Länder, da gibt es Pfand. Und um das zu umgehen, füllt man die Fanta oder Cola in Tüten und schmeisst die dann an den Strand oder ins Meer.
Es ist für den kleinen Mann viel teurer, wenn er sein Wegebier austrinkt und die Dose wegwirft. Es zerstört Wohlstand, weil unsere Bier-Industrie Probleme bekommen wird. Es ist überhaupt nicht praktikabel, die Infrastruktur in Form von Leergutautomaten ist viel zu schwach ausgebaut. Und es nützt gar nichts, im Ausland werfen die doch trotzdem weiter ihren Müll an den Straßenrand,
Sarkusmus liegt dir nicht
warum sollen ausgerechnet wir paar Deutschen jetzt mit Umweltschutz anfangen?
Die Frage hingegen ist berechtigt: wer folgt uns denn in Sachen Energiewende? Um mal vorzugreifen: China, USA, Indien, Russland, Frankreich, Portugal, Italien, Österreich, Japan, Brasilien, Südafrika, Australien, die Mongolei, Thailand, Korea (Nord- und Süd), Kanada, Saudi-Arabien, Katar, die Emirate, Iran, Irak, Ägypten, tun es NICHT, um mal die wichtigsten zu nennen.
[automerge]1716736411[/automerge]
Dein Satzaufbau schreit geradezu nach Whataboutism. Aber wir können uns gerne auch nochmal über den von Schwarz-Gelb beschlossenen Atomausstieg unterhalten, an dem in diesem Jahr dann auf einmal die Grünen (panische Horst-Seehofer-Stimme hier einsetzen) schuld gewesen sein sollen. Was wieder einmal nicht von den Fakten gedeckt war.
Es war Rot-Grün, das stimmt. Trittin "eine Kugel Eis" und so.
Hat "die Mehrheit" dann auch ein Ersatzkonzept, wie man mit mehr oder gleichen Kosten dieselbe Menge an CO2-Emissionen einsparen könnte?
Ja, Kernkraftwerke, CCS, diese Dinge.
Tipp: E-Fuels sind es nicht, die werden zuerst einmal in anderen Branchen dringender benötigt, haben einen geringeren Wirkungsgrad, mehr Produktionsschritte, sind nicht lokal emissionsfrei (gerade in Großstädten ein relevantes Thema) und können mit der benötigten Strommenge nur ungefähr 15% der Autos betreiben, als es mit E-Autos direkt möglich ist.