[1 JUN 2009] Air France Maschine vermisst

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rotanes

Erfahrenes Mitglied
01.06.2010
7.016
6
HAM
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In einem englischsprachigen Pilotenforum wird gerade das GERÜCHT verbreitet, dass der Kapitän zum Zeitpunkt des Unglücks nicht im cockpit war, sowie:
"two young F/O's left at the controls, discussing a two day layover in Rio with a couple of flight attendants present on the flight deck (most PAX asleep), are completely unaware of where they are headed weather wise."
 
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rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.166
3.526
ZRH / MUC
In einem englischsprachigen Pilotenforum wird gerade das GERÜCHT verbreitet, dass der Kapitän zum Zeitpunkt des Unglücks nicht im cockpit war, sowie:
"two young F/O's left at the controls, discussing a two day layover in Rio with a couple of flight attendants present on the flight deck (most PAX asleep), are completely unaware of where they are headed weather wise."

Wo haben die das her...
Dass auf dieser Strecke der Kapitän im Reiseflug nicht immer im Cockpit ist, sondern zwei F/O, ist auch bei LX üblich (und bei LH sicher auch). Aber normalerweise sollte ein junger F/O genau so in der Lage sein, einen Wetterradar zu deuten und eine Gewitterzone zu umfliegen...
 

sunflyer30

Erfahrenes Mitglied
13.07.2010
3.182
6
ZRH, MUC, BLR
Und dass kein weiteres Sicherheitsbulletin von Airbus kam kann ja auch heissen, dass die Anordnung dass nur noch ein ein Thales Sensor verbaut sein darf eben dieses Problem bereits behoben hat.
 

rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.166
3.526
ZRH / MUC

FAZ meinte:
Die Air-France-Maschine hatte laut Medienberichten aber vergleichsweise wenig Kerosin an Bord – unter Umständen, um mehr Fracht mitzunehmen. Bewiesen ist das freilich nicht.

Und da muss man erst die Flugschreiber bergen, um zu wissen, mit welchem Startgewicht der Airbus abgeflogen ist?
 

Petz

Erfahrenes Mitglied
08.11.2009
6.064
7.150
Bzgl. Startgewicht des A332 AF447 gab es bereits im Februar 2010 einen Artikel im Spiegel:

... Flughafen Galeão in Rio de Janeiro, 18 Uhr Ortszeit: Startvorbereitungen

Kapitän Marc Dubois, 58, geht den Flugplan von AF 447 durch: Das Startgewicht tippt er mit 232,757 Tonnen in den Bordrechner ein - das sind nur 243 Kilogramm unter dem maximal zulässigen Gewicht für den A330. Neben dem Gepäck der Passagiere lädt das Bodenpersonal noch zehn Tonnen Fracht in die Laderäume. Dubois lässt über 70 Tonnen Kerosin in die Tanks pumpen. Das klingt nach mehr, als es ist: Sein Metallvogel schluckt bis zu 100 Kilo Kerosin - in der Minute. Der Spritvorrat ist knapp bemessen.

Nur mit einem Trick kann der Flugkapitän überhaupt bis Paris kommen, ohne die gesetzlich vorgeschriebene Mindestreserve an Kerosin zu unterschreiten, die bei der Landung in Paris noch in den Tanks sein muss. Eine Ausnahmeregelung erlaubt ihm, das einige hundert Kilometer nähere Bordeaux als fiktives Flugziel für seine Spritberechnungen einzutragen.

"Größere Umwege sind jetzt nicht mehr so ohne weiteres möglich", erläutert Gerhard Hüttig, Airbus-Pilot und Professor am Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin. Schlimmstenfalls muss der Pilot in Bordeaux zwischenlanden - oder sogar schon in Lissabon. "Doch so etwas machen Piloten nur äußerst ungern", verrät Hüttig. Denn das kostet Geld, verursacht Verspätungen und wird von der Konzernleitung nicht gern gesehen. ...


DER SPIEGEL

Bin auf die vollständige Auswertung der Flugschreiber sehr gespannt.
 
Zuletzt bearbeitet:

rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.166
3.526
ZRH / MUC
Bzgl. Startgewicht des A332 AF447 gab es bereits im Februar 2010 einen Artikel im Spiegel:

Danke, genau das hatte ich von damals im Kopf, fand aber die Quelle nicht. Wie handhaben andere Airlines dieses Problem? Ist es üblich, dass Airlines den Sprit so berechnen, dass der Zielflughafen als "alternate" gilt?

In ZRH sieht man ja hin und wieder, dass Flüge über den Atlantik verspätet und mit Bemerkung "via Shannon" oder "via Lissabon" angekündigt sind. Bei LX scheint also nicht Politik zu sein, mit dem letzten Tropfen in ZRH landen zu wollen.
 

Petz

Erfahrenes Mitglied
08.11.2009
6.064
7.150
In einem englischsprachigen Pilotenforum wird gerade das GERÜCHT verbreitet, dass der Kapitän zum Zeitpunkt des Unglücks nicht im cockpit war, sowie:
"two young F/O's left at the controls, discussing a two day layover in Rio with a couple of flight attendants present on the flight deck (most PAX asleep), are completely unaware of where they are headed weather wise."


Bzgl. des Aufenthaltorts von Kapitän Dubois gab es, sofern ich mich recht erinnere, folgende Vermutung:
Seine Leiche wurde auf dem Atlantik treibend gefunden, genauso wie Teile des Crewrest. Daher die Vermutung, dass sich Dubois im Crewrest befand, während seine beiden Kollegen nach dem Aufprall angeschnallt auf ihren Sitzen im Cockpit in die Tiefe gerissen wurden.

Die Auswertung des CVR sollte ja dann zeigen wer tatsächlich an den Sidesticks sass.
 
Zuletzt bearbeitet:

Huey

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06.04.2009
4.484
-1
Den Angehörigen der Piloten wünsche ich gute Anwälte mit Biss!
 
T

tosc

Guest
Was eigentlich völlig irrelevant ist. Auf langen Flügen besteht das Team üblicherweise aus einem Cpt. und zwei F/O, wobei jeweils einer im Crewrest ist.

Wobei einer der F/O ein Senior F/O ist (sein soll? sein muß?), mit entsprechend Erfahrung und eben nicht ein Rookie.
 

Huey

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
4.484
-1
Das Frage ich mich auch! :confused:

Nein, nicht weil auf diese irgendwelche Ansprüche herangetragen werden! Wahrscheinlich liegt diese Denkweise hier im Forum nahe.
Verantwortung wird gerne auf das schwächste Glied einer Kette abgeladen. Und dieses sind hier dann eindeutig die toten Piloten.

Da wünscht man sich dann, dass es Angehörige gibt, die den Ruf derer in Ehre halten, und andere Verantwortlichkeiten treiben!
 
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flysurfer

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06.03.2009
26.001
43
www.vielfliegertreff.de
Das halte ich für groben Unfug. Erstens gibt's in Europa keine Sippenhaft mehr, zweitens waren die Piloten Angestellte, sodass ihre Fehler am Arbeitsplatz in den Haftungsbereich des Arbeitgebers fallen. Somit ist Air France der Ansprechpartner für Ansprüche ist AF, die dafür wiederum versichert ist.
 

marioconi

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10.01.2011
1.378
110
Nein, nicht weil auf diese irgendwelche Ansprüche herangetragen werden! Wahrscheinlich liegt diese Denkweise hier im Forum nahe.
Verantwortung wird gerne auf das schwächste Glied einer Kette abgeladen. Und dieses sind hier dann eindeutig die toten Piloten.

Da wünscht man sich dann, dass es Angehörige gibt, die den Ruf derer in Ehre halten, und andere Verantwortlichkeiten treiben!

Verstehe Deinen Einwand immer noch nicht! Wie flysurfer ja oben erwähnt, greift bei einem Pilotenfehler die Verantwortung des AG, also AF! Die Angehörigen haben damit gar nix zu tun! Ggf. gibt es Angehörige, die sich in diesem oder ähnlichen Fällen Angehörige, die sich in gewisser Weise moralisch schuldig fühlen. Obwohl dazu in keinster Weise ein Grund besteht! Die armen Menschen sind schon genügend mit dem Tod ihres Anverwandten gestraft!
Nicht zu vergleichen war die Situation natürlich bei dem Bodensee-Unglück vor einigen Jahren! Da hatten die Angehörigen der Opfer lebende Schuldige. Nämlich die Fluglotsen! Der Terror ging soweit, dass Einer von ihnen sogar Selbstmord begangen hatte! Man fragt sich, wer dann die grössere Schuld trägt! (n)
 
Zuletzt bearbeitet:

Huey

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
4.484
-1
Das halte ich für groben Unfug. Erstens gibt's in Europa keine Sippenhaft mehr, zweitens waren die Piloten Angestellte, sodass ihre Fehler am Arbeitsplatz in den Haftungsbereich des Arbeitgebers fallen. Somit ist Air France der Ansprechpartner für Ansprüche ist AF, die dafür wiederum versichert ist.

:sick:
Aber, es ging doch gar nicht um die Haftungsfragen. Wo ist hier also der grobe Unfug?

Wenn hier wirklich ein Pilotenfehler ursächlich sein sollte so:

Fall 1: Die Pilotenschüler waren doch dumm.
Fall 2: Die Ausbildung ist verbesserungswürdig.
 

Rambuster

Guru
09.03.2009
19.557
303
Point Place, Wisconsin
Schuld auf (tote) Piloten schieben ist immer leicht und wird auch oft praktiziert. Es hat den netten Vorteil, dass man sich um die bisherige Praxis oder Material keine Fragen stellen muss und es sich um "einen bedauerlichen Einzelfall" handelt.

In Firmen bekommen ausgeschiedene Mitarbeiter ja auch immer die Schuld an Fehlentwicklungen ... :eek:

Mich würde es nicht wundern, wenn man hier auch versucht 100% auf die Piloten zu schieben.
 

kingair9

Megaposter
18.03.2009
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Unter TABUM und in BNJ
Schuld auf (tote) Piloten schieben ist immer leicht und wird auch oft praktiziert. Es hat den netten Vorteil, dass man sich um die bisherige Praxis oder Material keine Fragen stellen muss und es sich um "einen bedauerlichen Einzelfall" handelt.

In Firmen bekommen ausgeschiedene Mitarbeiter ja auch immer die Schuld an Fehlentwicklungen ... :eek:

Mich würde es nicht wundern, wenn man hier auch versucht 100% auf die Piloten zu schieben.

Absolut korrekt.

Allerdings ist die Welt grau und die entscheidende Frage wird eben noch zu klären sein: WARUM sind die da reingeflogen anstatt wie alle anderen auch drum herum zu fliegen. Und diese Frage darf man imho durchaus kritisch stellen.
 

marioconi

Erfahrenes Mitglied
10.01.2011
1.378
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Schuld auf (tote) Piloten schieben ist immer leicht und wird auch oft praktiziert. Es hat den netten Vorteil, dass man sich um die bisherige Praxis oder Material keine Fragen stellen muss und es sich um "einen bedauerlichen Einzelfall" handelt.

In Firmen bekommen ausgeschiedene Mitarbeiter ja auch immer die Schuld an Fehlentwicklungen ... :eek:

Mich würde es nicht wundern, wenn man hier auch versucht 100% auf die Piloten zu schieben.

Das halte ich für Unsinn! Im Falle eines Pilotenfehlers ist alleine die Airline haftbar und nicht Airbus oder der Hersteller der Geschwindigkeitsmessgeräte! Da bei den Ermittlungen alle Parteien beteiligt sind, wird schon alleine aus AF Interesse keine Pseudo- Piloten- Schuld "erfunden"!
 

flysurfer

Gründungsmitglied
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06.03.2009
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www.vielfliegertreff.de
Das halte ich für Unsinn! Im Falle eines Pilotenfehlers ist alleine die Airline haftbar und nicht Airbus oder der Hersteller der Geschwindigkeitsmessgeräte! Da bei den Ermittlungen alle Parteien beteiligt sind, wird schon alleine aus AF Interesse keine Pseudo- Piloten- Schuld "erfunden"!

Aber natürlich wird sie erfunden. Wenn einmal klar ist, dass die Airline in der Haftung steht, dann wälzen die lebenden Manager die Schuld gerne auf Tote ab, oder ehemalige Mitarbeiter. Selbst ist man natürlich unschuldig, konnte von nichts wissen, nichts ahnen, ist enttäuscht usw.
 

marioconi

Erfahrenes Mitglied
10.01.2011
1.378
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Aber natürlich wird sie erfunden. Wenn einmal klar ist, dass die Airline in der Haftung steht, dann wälzen die lebenden Manager die Schuld gerne auf Tote ab, oder ehemalige Mitarbeiter. Selbst ist man natürlich unschuldig, konnte von nichts wissen, nichts ahnen, ist enttäuscht usw.

Sorry! Aber diese Verschwörungstheorien gehen mir zu weit! Warum soll es sich nicht um einen Pilotenfehler handeln?! Mit Sicherheit nicht vorsätzlich! Aber der Faktor Mensch ist bei einem Unglück immer noch sehr oft schuld! Ausserdem werden sicher die Aufzeichnungen des VR veröffentlich! Daraus lassen sich sicher entsprechende Schlüsse ziehen! :rolleyes:
 

Rambuster

Guru
09.03.2009
19.557
303
Point Place, Wisconsin
Sorry! Aber diese Verschwörungstheorien gehen mir zu weit! Warum soll es sich nicht um einen Pilotenfehler handeln?! Mit Sicherheit nicht vorsätzlich! Aber der Faktor Mensch ist bei einem Unglück immer noch sehr oft schuld! Ausserdem werden sicher die Aufzeichnungen des VR veröffentlich! Daraus lassen sich sicher entsprechende Schlüsse ziehen! :rolleyes:

Weil der Pilot immer eine Teilschuld hat.
Letztendlich sind Unglücke immer eine Verkettung mehrerer einzelner Vorfälle. Der Pilot ist fast immer Teil davon.

Sowohl Airbus als auch AF werden Ihre Spin Doctors von der Leine lassen.