Streik(s) Sammelthread

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tripleseven777

Erfahrenes Mitglied
27.06.2016
5.706
6.692
DTM
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Also abgesehen davon, dass die Anzahl Ihrer Flüge ja eher verschwindend gering ist, scheinen Sie die LH Gruppe ja wunderbar zu vermeiden LOL


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Bitte nicht siezen, sondern ruhig duzen. Das ist sonst in einem Internet-Reiseforum merkwürdig.
Mein letzter Flug mit der äußerst streikfreudigen „LH Classic“ fand am 28.10.2022 statt und das liegt bald dreieinhalb Jahre zurück.
So schnell wird das auch nicht wieder passieren. Beim Einsatz der Miles-and-More-Prämienmeilen versuche ich auf andere Fluggesellschaften auszuweichen.
IMG-7739.jpg
 

B747-8

Erfahrenes Mitglied
07.11.2019
671
859
FRA
Was auch immer diese Tabelle zeigen soll... Hast du noch eine, wo die Interflug drauf ist?

Es darf fast jeder streiken wie er möchte.
Derjenige muss aber auch damit leben, dass die Öffentlichkeit hinterfragt, ob der Streik gerechtfertigt ist. Das gehört meiner Meinung nach dazu.
Die aus der Signatur zu entnehmende Flugstatistik von tripleseven777.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Bitte nicht siezen, sondern ruhig duzen. Das ist sonst in einem Internet-Reiseforum merkwürdig.
Mein letzter Flug mit der äußerst streikfreudigen „LH Classic“ fand am 28.10.2022 statt und das liegt bald dreieinhalb Jahre zurück.
So schnell wird das auch nicht wieder passieren. Beim Einsatz der Miles-and-More-Prämienmeilen versuche ich auf andere Fluggesellschaften auszuweichen.
IMG-7739.jpg
DU weisst aber schon, dass die Piloten vor rund 10 Jahren das letzte Mal gestreikt haben?
 

tripleseven777

Erfahrenes Mitglied
27.06.2016
5.706
6.692
DTM
DU weisst aber schon, dass die Piloten vor rund 10 Jahren das letzte Mal gestreikt haben?
Es geht nicht nur um die Piloten, sondern um die Wahrscheinlichkeit dass irgendjemand aus dem LH-Konzern den Flugbetrieb zum Erliegen bringt. Für den Kunden spielt es keinerlei Rolle, ob dies nun jemand vom Boden oder dem fliegenden Personal ist. Der Flug findet dann nicht statt.
Viel Glück beim Sichern der exorbitanten Pfründe. Wenn erstmal der Wille der Piloten durchgesetzt worden ist, dann werden andere Unternehmensteile dem nicht nachstehen und ebenfalls ihren Anteil verlangen. Ich vermute, die Damen und Herren im Management sind nicht dämlich.
 
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Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.591
11.607
Man sollte nie vergessen, dass die Lufthansa ein Wirtschaftsunternehmen ist, welches gegenüber seinen Aktionären verantwortlich ist.
Und das rechtfertigt geltendes Recht zu brechen, den Kunden zum Rechtsweg zu zwingen, eine große Quote Rechtsbruch einzuplanen?
Sorry, kein Aktionär kann erwarten dass eine Firma Gewinne mit Rechtsbruch erwirtschaftet.
Und im vielen Ländern der Welt mit strengen Verbraucherschutzgesetzen und Behörden die die auch durchsetzen, erwarten das Aktionäre auch nicht. Da kann das nämlich auch ganz schnell ganz teuer werden, bis hin zur Pleite der Firma = Totalverlust der Aktionäre.

die Öffentlichkeit hinterfragt, ob der Streik gerechtfertigt ist.
Die Öffentlichkeit kann vieles hinterfragen, Tariffragen gehen aber nur zwei Parteien was an (ggfs. auch deren offizielle Vertreter).
Die Öffentlichkeit kann nicht entscheiden in welchen Firmen welches Tarifrecht gilt, und welche Entscheidungen Tarifparteien treffen.
Schon gar nicht in Bezug auf Altersbezüge, wenn das luftrechtlich vorgeschriebene und das rentenrechtliche Eintrittsalter differieren.

Was natürlich für die öffentlichkeit immer doof ist, ist wenn ihre Illusionen zerstört weren und sie merken muss, das da doch gewisse Monopole existieren, ein Streik in einer einzigen Firma ein ganzes Land stillegen kann... Mit einem freien Markt und dutzenden Anbietern würde das nicht passieren.
Und staatliche Monopolfirmen mit Streikverbot haben wir ja ganz bewusst abgeschafft. Angeblich im Interesse der Verbraucher.

DU weisst aber schon, dass die Piloten vor rund 10 Jahren das letzte Mal gestreikt haben?
Jetzt komm hier nicht mit Fakten, wir hatten doch gerade so eine schöne emmotionale Diskussion...

Ich vermute, die Damen und Herren im Management sind nicht dämlich.
Die dürfen aber bis 67 arbeiten, und brauchen deshalb keine Sonderregelung.
Allerdings wirst du dort kaum jemanden finden, der das auch macht.
 

B747-8

Erfahrenes Mitglied
07.11.2019
671
859
FRA
Es geht nicht nur um die Piloten, sondern um die Wahrscheinlichkeit dass irgendjemand aus dem LH-Konzern den Flugbetrieb zum Erliegen bringt. Für den Kunden spielt es keinerlei Rolle, ob dies nun jemand vom Boden oder dem fliegenden Personal ist. Der Flug findet dann nicht statt.
Viel Glück beim Sichern der exorbitanten Pfründe. Wenn erstmal der Wille der Piloten durchgesetzt worden ist, dann werden andere Unternehmensteile dem nicht nachstehen und ebenfalls ihren Anteil verlangen. Ich vermute, die Damen und Herren im Management sind nicht dämlich.
Spätestens JETZT würde ich mich fragen, warum es in allen Unternehmenszeilen so läuft.
Der Vorstand ist überall der Selbe, die Mitarbeitenden nicht.
 

pemko

Erfahrenes Mitglied
03.03.2015
2.795
2.215
TXL
Moin.

Koennte ich Eurer Schwarmwissen anzapfen bitte?LH streicht mir das erst Leg. Elisa schlaegt nichts vor lange. Ich setze LH eine Frist für Ersatzbuchung auf Fremdmetal. Sie lassen die Frist verstreichen. Elisa schlaegt einen viel spaeteren Flug vor.
Ich buche einen Flug mit Iberia, der mit 2 h am Zielort ankommt.
Heute um 21 Uhr, ca 12h spaeter nach dem IBERIA Flugkauf, informiert mich LH, ich sei nun auf dieses Routing umgebucht. Jetzt habe ich 2 Tickets für das gleiche Routing.
Mein Bauchgefuehl sagt mir, besser mit Iberia ticket einchecken, damit ich kein no show bin.
Seht ihr das auch so?
Dann mit dem Anwalt des Vertrauens versuchen, das Geld zurueckzuerhalten für den Iberia-Kauf?
Uj... nervig.
Aber im Ergebnis hat die LH ja bestätigt, dass Du mit Deiner "Neubuchung nach Fristsetzung" richtig gebucht hast... nur, dass sie es eben zu spät gemacht haben.
Deshalb Iberia-Ticket abfliegen und mit Verweis auf Schadensminderungspflicht (das Ticket wird ja nicht billiger mit der Zeit und da LH die Frist hat verstreichen lassen) auf Erstattung beharren.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.591
11.607
FRAGE: Was sind "Unternehmenszeilen"
In einem Unternehmen mit Matrixstruktur die horizontale Richtung.
BWL Kauderwelsch.

In Hochdeutsch: Unterschiedliche Betriebsbereiche. Von denen die nicht sowieso inzwischen outgesourced sind ist die Mitarbeiterschaft in keiner wirklich glücklich.
Und ja, das sollte einem zu denken geben. Insbesondere in einer Firma in der das angebotene Produkt eine Interaktion von Mitarbeitern (ausdrücklich nicht Mitarbeitenden, denn viele haben längst innerlich gekündigt und arbeiten eben nicht mehr mit) mit dem Kunden bedingt, das Kundenerlebnis ganz erheblich vom Verhalten der Mitarbeiter abhängt, eine fatale Situation.

Kunden merken wenn die Mitarbeiter nicht motiviert sind!
Kunden merken nicht nur Streik, Kunden merken auch Dienst nach Vorschrift.

Wer "Hardware" produziert kann sich gering motivierte Mitarbeiter leisten solange die QS gute Arbeit macht, wer ein Soft-Produkt bietet braucht motivierte Mitarbeiter.

Wer glaubt, er könne sich angemessen bezahlte Mitarbeiter nicht leisten, kann ja mal versuchen ob er sich dem Kunden gegenüber schlecht bezahlte, demotivierte leisten kann... Das reisst dann auch ein Amenity Kit oder eine Menuekarte nicht raus.
 

Papua

Reguläres Mitglied
31.12.2025
35
51
Kunden merken wenn die Mitarbeiter nicht motiviert sind!
Kunden merken nicht nur Streik, Kunden merken auch Dienst nach Vorschrift.
Dienst nach Vorschrift ist bei LH ein gutes Stichwort. Die sehr geringe Arbeitszeit mit viel weniger Produktivität als beim Wettbewerb scheint sich nicht positiv auf die Motivation auszuwirken, die hohe Bezahlung auch nicht.
 
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menirules

Aktives Mitglied
12.09.2018
201
88
Wer glaubt, er könne sich angemessen bezahlte Mitarbeiter nicht leisten, kann ja mal versuchen ob er sich dem Kunden gegenüber schlecht bezahlte, demotivierte leisten kann... Das reisst dann auch ein Amenity Kit oder eine Menuekarte nicht raus.
Ja, die werden schon richtig mies bezahlt diese Piloten.
Die Übergangszahlung zur Rente ist gerade mal so Sechstellig, einfach unmenschlich.
Und dass LH nur läppische 900 euro im Monat für die Rentenversicherung zuschießt,kann ja wohl auch nicht sein. Da heisst es dannPfandflaschen sammeln im Alter, damit man sich den Super Plus für den Porsche noch halbwegs leisten kann.
Soll Lufthansa doch die läppischen 250 Millionen pro Jahr zusätzlich für die Piloten ausgeben.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.591
11.607
Ja, die werden schon richtig mies bezahlt diese Piloten.
Wir sprachen gerade von den anderen Unternehmensteilen, Von Mitarbeitern mit Kundenkontakt.
Es geht nicht nur um die Piloten, sondern um die Wahrscheinlichkeit dass irgendjemand aus dem LH-Konzern den Flugbetrieb zum Erliegen bringt. Für den Kunden spielt es keinerlei Rolle, ob dies nun jemand vom Boden oder dem fliegenden Personal ist. Der Flug findet dann nicht statt.

Und ganz nebenbei (falls auf den letzten 40 Seiten überlesen) es geht nicht um die "richtig miese Bezahlung diese Piloten" sondern um die Alterssicherung.
Es wird gerade nicht wegen Pilotengehältern gestreikt.

Klar, bei so Gehältern würde man von normalen Menschen erwarten, sie kümmern sich privat um ihre Alterssicherung... Ist bei einem 9to5 Bürojob aber auch einfacher, als bei einem hohen Risiko nicht bis zum Renteneintrittsalter arbeiten zu können.

Prinzipiell habe ich großes Verständnis dafür das sich Menschen nicht gefallen lassen, wenn ihnen ihre bei Vertragsabschluß zugesicherte Altersvorsorge irgendwann durch eine sehr viel schlechtere ersetzt wird. Auch durch eine im Vergleich zu einigen Mitbewerbern deutlich schlechtere. Allerdings gibt es da auch extreme Gegenbeispiele von Mitbewerbern die sich per kurzer Pleite der Rentenansprüche ihrer Piloten entledigt haben... Es ist wie immer etwas komplizierter als es erstmal aussieht.
 

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.294
11.307
Dahoam
Ja, die werden schon richtig mies bezahlt diese Piloten.
Die Übergangszahlung zur Rente ist gerade mal so Sechstellig, einfach unmenschlich.
Und dass LH nur läppische 900 euro im Monat für die Rentenversicherung zuschießt,kann ja wohl auch nicht sein. Da heisst es dannPfandflaschen sammeln im Alter, damit man sich den Super Plus für den Porsche noch halbwegs leisten kann.
Soll Lufthansa doch die läppischen 250 Millionen pro Jahr zusätzlich für die Piloten ausgeben.

Als Antwort darauf zitiere ich einen VC-LH-Piloten:
Mag sein, aber das gibt es nicht umsonst. Wir sind alle relativ gut ausgebildet und intelligente Menschen. Ich selbst hatte schon einen Studienplatz als Wirtschaftsingenieur, in dem Beruf hätte ich bei guter Leistung schneller aufsteigen und mehr verdienen können. Und wir sind teilweise verantwortlich für mehr als 500 Menschenleben und Flugzeuge, die zwischen 40 und 250 Millionen Euro wert sind.

Ist aus dem legendären Spiegel-Interview von 2014 in dem der VC-LH-Pilot so richtig gezeigt hat wie abgehoben er ist. Aber seither hat sich bei der Einstellung der LH-Pilotöre nicht viel geändert.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/u...-gewerkschaftssprecher-handwerg-a-959777.html
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.591
11.607
Ich selbst hatte schon einen Studienplatz als Wirtschaftsingenieur, in dem Beruf hätte ich bei guter Leistung schneller aufsteigen und mehr verdienen können.
Auch innerhalb der Lufthansa vermutlich. Und dann problemlos bis 67 arbeiten können.

Man guckt ja nicht hinter die Kulissen, aber mich wundert zutiefst dass man keine vernünftige Regelung für Loss of Licence und Übergangsphase innerhalb der LHG finden konnte, den Piloten Positionen in der Ausbildung, Planung oder im Management zusagen kann, so dass es von der Jobsicherheit und vom Renteneintrittsalter einfach ein ganz normaler Job ist. Wer nicht mehr fliegen darf, bekommt eine Beschäftigungsgarantie innerhalb des Konzerns zu gleichem Gehalt, und schon kann er seine Alterssicherung genauso planen wie jeder andere Beschäftigte auch, kann marktübliche Finanzprodukte nutzen. An wem sowas scheitert kann man von aussen schlecht sagen.
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.792
16.332
IAH & HAM
Und das rechtfertigt geltendes Recht zu brechen,

Eine Unterstellung Deinerseits, Lufthansa sieht das sicher anders. Ich habe übrigens nie bei LH noch nie Probleme gehabt meinen EU Ausgleich ausgezahlt zu bekommen und auf eine akzeptable Alternative umgebucht zu werden.

den Kunden zum Rechtsweg zu zwingen,

Niemand wird gezwungen, aber genau dafür ist der Rechtsweg da, um gerichtlich festzustellen ob sich die andere Partei an geltendes Recht haelt oder nicht. Ich brauchte den Rechtsweg bisher nur bei SAS (und das erfolgreich).

eine große Quote Rechtsbruch einzuplanen?

EU Ausgleich ist eine Holschuld. Wer keinen Antrag stellt, obwohl LH darauf hinweist, ist selber schuld.
 

menirules

Aktives Mitglied
12.09.2018
201
88
Klar, bei so Gehältern würde man von normalen Menschen erwarten, sie kümmern sich privat um ihre Alterssicherung... Ist bei einem 9to5 Bürojob aber auch einfacher, als bei einem hohen Risiko nicht bis zum Renteneintrittsalter arbeiten zu können.
Dafür gibt es doch sechsstellig Kohle bis zum Renteneintritt dachte ich?
Und alleine vom Arbeitgeber fast 1000 Euro pro Monat nur um für die Rente vorzusorgen.
Man zeige mir einen Berufsstand, der so dermassen für das Alter Subventioniert wird. Mir fallen da vergleichsweise nur Bundestagsabgeordnete ein.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.792
16.332
IAH & HAM
Klar, bei so Gehältern würde man von normalen Menschen erwarten, sie kümmern sich privat um ihre Alterssicherung... Ist bei einem 9to5 Bürojob aber auch einfacher, als bei einem hohen Risiko nicht bis zum Renteneintrittsalter arbeiten zu können.
Dafür gibt es doch sechsstellig Kohle bis zum Renteneintritt dachte ich?
Und alleine vom Arbeitgeber fast 1000 Euro pro Monat nur um für die Rente vorzusorgen.
Man zeige mir einen Berufsstand, der so dermassen für das Alter Subventioniert wird. Mir fallen da vergleichsweise nur Bundestagsabgeordnete ein.

Ich finde diese “Neiddebatte” wenig hilfreich. Wer von euch beiden würde freiwillig auf einen signifikanten Teil seiner Gesamtverguetung, und um nichts anderes handelt es sich bei einer Altersvorsorge, verzichten? Würdet ihr ohne Widerspruch eine Gehaltskürzung von 20% akzeptieren, mit der Begründung dass ihr mehr verdient als der Durchschnitt der Bevoelkerung und ihr euch nicht so anstellen sollt.

In vielen Grossunternehmen, und dazu gehoert die Lufthansa, ist eine leistungsstarker Pensionsplan Teil der vereinbarten Verguetung. Und wie ich aus eigener Erfahrung weiss, wird dieser Umstand bei der Einstellung auch als ein differenzierender Faktor herausgestellt. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber in Deutschland ist man zum Beispiel nach 35 Dienstjahren, wenn man einen “Altvertrag” hatte”, mit mehr als 60% der letzten Bezüge in Pension gegangen (auf Lebzeiten und alle 3 Jahre angepasst). Und dass die Gehälter in Großunternehmen meist hoeher sind, als bei Kleineren ist leider auch eine Tatsache. Das mag man “unfair” finden, gegenüber denjenigen, die das nicht bei ihrem Arbeitgeber bekommen, aber wie so oft gilt “Augen auf bei er Wahl des Arbeitgebers”.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.591
11.607
EU Ausgleich ist eine Holschuld.
In Deutschland.
Im Worlaut heisst es auch in der Deutschen Übersetzung (die ja in Brüssel, nicht in Berlin gemacht wurde) "Die Airline zahlt", nicht "Der Fluggast darf beantragen". Wird in Deutschland aber wie üblich behandelt, der Verbraucher ist immer selbst in der Pflicht. In anderen Ländern wird es als Bringschuld betrachtet.

Man zeige mir einen Berufsstand, der so dermassen für das Alter Subventioniert wird. Mir fallen da vergleichsweise nur Bundestagsabgeordnete ein.
Man zeige mir einen Berufsstand bei dem der Gesetzgeber ein maximales Arbeitsalter vorschreibt, dass unter dem Renteneintrittsalter liegt...
Und du hast immer das Risiko, deine Flugtauglichkeit noch früher zu verlieren, zwangsweise in Frührente zu müssen.
Polizeibeamte dürfen mit 63 in Pension, das ist auch so gesehen eine Subvention.

Ich möchte aber auch weder von einem 75 jährigen Polizisten beschützt noch von einem 75 jährigen Piloten geflogen werden, in einem Flugzeug das ein 75 jähriger Prüfer inspiziert hat...
(wobei ich erst kürzlich einem 90 jährigen Avioniker dabei zugeguckt habe, wie er ein 80 Jahre alten Höhenmesser nach einem 70 Jahre alten Handbuch mit 60 Jahre alten Meßgeräten kalibriert hat. Wenn Audits auf das wahre Leben treffen um Oldtimer legal in der Luft zu halten...)

Dafür gibt es doch sechsstellig Kohle bis zum Renteneintritt dachte ich?
Und alleine vom Arbeitgeber fast 1000 Euro pro Monat nur um für die Rente vorzusorgen.
Genau das ist wohl der Unterschied zu manch anderer Airline, da "gibt" es dieses Geld (da bekommt es der Pilot auf die Hand) und davon muss der Pilot eine Altersvorsorge seiner Wahl treffen. Bei LH "gibt" es das Geld aber eben nicht, da steckt es LH in ein Finanzprodukt ihrer Wahl, das offenbar sehr schlecht performt und die Inflation nicht ausgleicht. Wenn LH schlechte Entscheidungen trifft, ist es nur fair wenn sie die Differenz ausgleichen muss.


Niemand wird gezwungen, aber genau dafür ist der Rechtsweg da, um gerichtlich festzustellen ob sich die andere Partei an geltendes Recht haelt oder nicht. Ich brauchte den Rechtsweg bisher nur bei SAS (und das erfolgreich).
Die Situation ist ja meist völlig klar, das Gericht braucht nicht festzustellen ob die Airline zahlen muss, es muss die formalen Schritte einleiten damit du das Geld eintreiben lassen kannst, was dir unzweifelhaft zusteht. Und bisweilen muss das Gericht festlegen wieviel dir zusteht, wenn dich die Airline völlig allein gelassen hat und du selbst Entscheidungen treffen musstest (Hotel buchen, Flug buchen), die eventuell nicht weise waren und nirgens klar festgelegt sind. Dabei ist man bisweilen völlig in Gottes Hand, da kommt es auf die Tagesform des Richters an welche Wege zu einem preiswerteren Hotel er noch für zumutbar hält oder welche Buchungsklasse der anderen Airline er für vergleichbar mit der ursprünglich gebuchten hält. Ob er dir z.B. zugesteht bei FR ein 10kg Handgepäckstück zuzubuchen, weil in deinem LH Flug ein 7kg Handgepäckstück includiert war, oder ob du dann nur 70% der Gepäckgebühr zurückbekommst.
Ob die Airline dabei Recht gebrochen hat ist in so einem Prozess völlig unwichtig, ihr droht keine Strafe falls dies festgestellt wird.

Kunden klagen auf Schaden(s)ersatz, nicht wegen Rechtsbruch. Kein Kunde würde LH verklagen weil sie ihrer Pflicht auf Information über die Fluggastrechte "nicht" nachgekommen ist, indem sie dich explizit (falsch) informiert hat, dass du bei Streik keine Rechte hast. Wegen solchen Praktiken müsste der Staat klagen, oder Verbraucherschutzorganisationen.
Nach vielen Jahren übrigens endlich korrigiert (y)
Allerdings haben Sie keinen Anspruch auf eine Entschädigung gemäß der EU-Verordnung, wenn für den Vorfall außergewöhnliche Umstände verantwortlich sind, die sich auch unter Anwendung aller angemessenen Maßnahmen nicht hätten vermeiden lassen. Dazu zählen beispielsweise schlechte Wetterbedingungen, politische Unruhen, Streiks durch Dritte, Sicherheitsrisiken und unerwartete Mängel im Bereich der Flugsicherheit.
Ein bisschen pfuschen sie immer noch wenn sie von "Entschädigung" sprechen, die gibt es nämlich so oder so nicht.
Es gibt Ausgleichszahlungen (auf die man tatsächlich manchmal keinen Anspruch hat) und Betreuungsleistungen (Essen, Hotel) auf die man immer Anspruch hat.
Sie suggerieren also immer noch, dir stünde bei Streiks durch Dritte keine Erstattung der Hotelkosten zu.
 

airliner79

Aktives Mitglied
15.06.2011
223
10
EDDP
Ich finde diese “Neiddebatte” wenig hilfreich. Wer von euch beiden würde freiwillig auf einen signifikanten Teil seiner Gesamtverguetung, und um nichts anderes handelt es sich bei einer Altersvorsorge, verzichten? Würdet ihr ohne Widerspruch eine Gehaltskürzung von 20% akzeptieren, mit der Begründung dass ihr mehr verdient als der Durchschnitt der Bevoelkerung und ihr euch nicht so anstellen sollt.

In vielen Grossunternehmen, und dazu gehoert die Lufthansa, ist eine leistungsstarker Pensionsplan Teil der vereinbarten Verguetung. Und wie ich aus eigener Erfahrung weiss, wird dieser Umstand bei der Einstellung auch als ein differenzierender Faktor herausgestellt. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber in Deutschland ist man zum Beispiel nach 35 Dienstjahren, wenn man einen “Altvertrag” hatte”, mit mehr als 60% der letzten Bezüge in Pension gegangen (auf Lebzeiten und alle 3 Jahre angepasst). Und dass die Gehälter in Großunternehmen meist hoeher sind, als bei Kleineren ist leider auch eine Tatsache. Das mag man “unfair” finden, gegenüber denjenigen, die das nicht bei ihrem Arbeitgeber bekommen, aber wie so oft gilt “Augen auf bei er Wahl des Arbeitgebers”.
Die Anpassung des Systems bei der Altersvorsorge war entspringt einer Einigung zwischen AG und AN -vertretung). Die geschätzten Kutscher haben das gleiche System wie die anderen in D angestellten Arbeitnehmer. Jetzt nimmt man das Thema, um bei nicht streikfähigen Fragen Druck aufzubauen. Im Rest des Ladens versucht man verkrampft Einsparungen zu erzielen und die Mitarbeiter in Reihe 0 machen das mit einer utopischen Forderung quasi zunichte (wenn es so käme). Interessant ist, dass diejenigen die ihr Biotop LH-Cockpit/VC verlassen und in eine Managementfunktion wechseln, plötzlich feststellen, wie komplex und teuer der Bereich ist woher sie kommen und versuchen (mit mäßigem Erfolg) die Teuerung in Grenzen zu halten und wenigstens die Produktivität zu steigern. Dabei fällt auf, dass LH selbst seit Jahren nicht wächst, das geschieht wenn, dann drumherum im Konzern. Insofern würde ich meinen, dass die "Siege" der VC (und auch der UFO) langfristig eher als Sargnagel zur "LH Classic" sind. Spannend ist allgemein auch, dass man bei LH auf seiner jeweiligen Verwendung im Vergleich mit anderen Unternehmen (große wie kleine) ein gutes Einkommen hat. Das merkt man in seiner Blase erst, wenn sie platzt.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.591
11.607
Die geschätzten Kutscher haben das gleiche System wie die anderen in D angestellten Arbeitnehmer.
Bei einer völlig anderen Situation (z.B. Überbrücken der Jahre zwischen gesetzlich vorgeschriebenem Dienstende und Renteneintritt) haben sie das gleiche System wie alle anderen Arbeitnehmer? Das ist definitiv mal ein guter Streikgrund!

Die Anpassung des Systems bei der Altersvorsorge war entspringt einer Einigung zwischen AG und AN -vertretung)
Auf Basis von Zusagen durch den AG was das neue System bringen wird, die jetzt aber bei weitem nicht eingehalten werden.

Dabei fällt auf, dass LH selbst seit Jahren nicht wächst,
Während die Natur beschlossen hat, das Discover, Eurowings oder City Airlines sehr wohl wachsen.
Da musste das Management das an dieser Situation bisher vööööllllig unbeteiligt war natürlich reagieren.

Wenn LH für Piloten unattraktiv wird, während weltweit der Mangel an Piloten steigt, garantiert das bestimmt jetzt ein Wachstum bei LH.
Worldwide Pilot Shortage Deepens as Airlines Raise Pay and Delay Retirements
Boeing forecasts an even larger demand: 660,000 new commercial pilots worldwide by 2044.
oder im Detail weil die Zahlen ziemlich interessant sind.
Eine Million Flugbegleiter und 710.000 Mechaniker sind auch echte Hausnummern. Das sind fast 40.000 neue Mechaniker jedes Jahr.
Da wird noch so mancher bereuen, die Arbeitsbedingungen so schlecht gemacht zu haben. Stell dir vor es ist Lufthansa und keiner geht hin...
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.792
16.332
IAH & HAM
In Deutschland.
Im Worlaut heisst es auch in der Deutschen Übersetzung (die ja in Brüssel, nicht in Berlin gemacht wurde) "Die Airline zahlt", nicht "Der Fluggast darf beantragen". Wird in Deutschland aber wie üblich behandelt, der Verbraucher ist immer selbst in der Pflicht. In anderen Ländern wird es als Bringschuld betrachtet.

Und das ist Lufthansa’s Problem?

Die Situation ist ja meist völlig klar, das Gericht braucht nicht festzustellen ob die Airline zahlen muss, es muss die formalen Schritte einleiten damit du das Geld eintreiben lassen kannst, was dir unzweifelhaft zusteht.

In klaren Situationen zahlt Lufthansa nach meiner Erfahrung ja auch schnell und problemlos. Keine Ahnung warum das bei Dir anders sein sollte...

Und bisweilen muss das Gericht festlegen wieviel dir zusteht, wenn dich die Airline völlig allein gelassen hat und du selbst Entscheidungen treffen musstest (Hotel buchen, Flug buchen), die eventuell nicht weise waren und nirgens klar festgelegt sind. Dabei ist man bisweilen völlig in Gottes Hand, da kommt es auf die Tagesform des Richters an welche Wege zu einem preiswerteren Hotel er noch für zumutbar hält oder welche Buchungsklasse der anderen Airline er für vergleichbar mit der ursprünglich gebuchten hält. Ob er dir z.B. zugesteht bei FR ein 10kg Handgepäckstück zuzubuchen, weil in deinem LH Flug ein 7kg Handgepäckstück includiert war, oder ob du dann nur 70% der Gepäckgebühr zurückbekommst.

Das Leben ist halt manchmal komplex.

Ob die Airline dabei Recht gebrochen hat ist in so einem Prozess völlig unwichtig, ihr droht keine Strafe falls dies festgestellt wird.

Und?
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.792
16.332
IAH & HAM
Die Anpassung des Systems bei der Altersvorsorge war entspringt einer Einigung zwischen AG und AN -vertretung). Die geschätzten Kutscher haben das gleiche System wie die anderen in D angestellten Arbeitnehmer. Jetzt nimmt man das Thema, um bei nicht streikfähigen Fragen Druck aufzubauen.

Und in 2017 wurde im neunen DC Plan ein zu hohes income replacement Niveau von Lufthansa unterstellt. Das hat sich nun leider als falsch herausgestellt.

Im Rest des Ladens versucht man verkrampft Einsparungen zu erzielen und die Mitarbeiter in Reihe 0 machen das mit einer utopischen Forderung quasi zunichte (wenn es so käme).

Ich habe nicht gelesen, dass Herr Spohr auf einen Teil seiner Vergütung verzichtet hat.

Interessant ist, dass diejenigen die ihr Biotop LH-Cockpit/VC verlassen und in eine Managementfunktion wechseln, plötzlich feststellen, wie komplex und teuer der Bereich ist woher sie kommen und versuchen (mit mäßigem Erfolg) die Teuerung in Grenzen zu halten und wenigstens die Produktivität zu steigern. Dabei fällt auf, dass LH selbst seit Jahren nicht wächst, das geschieht wenn, dann drumherum im Konzern. Insofern würde ich meinen, dass die "Siege" der VC (und auch der UFO) langfristig eher als Sargnagel zur "LH Classic" sind.

Ein Trend der vermutlich nicht aufzuhalten ist

Spannend ist allgemein auch, dass man bei LH auf seiner jeweiligen Verwendung im Vergleich mit anderen Unternehmen (große wie kleine) ein gutes Einkommen hat. Das merkt man in seiner Blase erst, wenn sie platzt.

Die Gehälter sind bei LH im Vergleich zu anderen Deutschen Großunternehmen relativ gering, die Bbenefits / AFP hingegen gut
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Man könnte als Pilot ja mal sehen, dass man vielleicht einen der ihrigen in den Vorstand...oh, warte...
Spohr hat nie als Pilot für die LH gearbeitet
 

airliner79

Aktives Mitglied
15.06.2011
223
10
EDDP
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Nun, dann präzisiere ich: die Altersvorsorge ist für alle Tarifmitarbeiter dahingehend harmonisiert, dass alle eine Beitrags- nicht Auszahlungszusage haben.

Davon abgesehen ist es vermutlich schwierig Gehälter gut zu vergleichen: ich spreche von tatsächlichen Vergleichen mit echten Zahlen, nicht Hochrechnungen und Auswertungen von Dritten. Die Nebenleistungen dürfen aber so oder so ins Gesamtpaket eingebracht werden.
 
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