Man sollte nie vergessen, dass die Lufthansa ein Wirtschaftsunternehmen ist, welches gegenüber seinen Aktionären verantwortlich ist.
Und das rechtfertigt geltendes Recht zu brechen, den Kunden zum Rechtsweg zu zwingen, eine große Quote Rechtsbruch einzuplanen?
Sorry, kein Aktionär kann erwarten dass eine Firma Gewinne mit Rechtsbruch erwirtschaftet.
Und im vielen Ländern der Welt mit strengen Verbraucherschutzgesetzen
und Behörden die die auch durchsetzen, erwarten das Aktionäre auch nicht. Da kann das nämlich auch ganz schnell ganz teuer werden, bis hin zur Pleite der Firma = Totalverlust der Aktionäre.
die Öffentlichkeit hinterfragt, ob der Streik gerechtfertigt ist.
Die Öffentlichkeit kann vieles hinterfragen, Tariffragen gehen aber nur zwei Parteien was an (ggfs. auch deren offizielle Vertreter).
Die Öffentlichkeit kann nicht entscheiden in welchen Firmen welches Tarifrecht gilt, und welche Entscheidungen Tarifparteien treffen.
Schon gar nicht in Bezug auf Altersbezüge, wenn das luftrechtlich vorgeschriebene und das rentenrechtliche Eintrittsalter differieren.
Was natürlich für die öffentlichkeit immer doof ist, ist wenn ihre Illusionen zerstört weren und sie merken muss, das da doch gewisse Monopole existieren, ein Streik in einer einzigen Firma ein ganzes Land stillegen kann... Mit einem freien Markt und dutzenden Anbietern würde das nicht passieren.
Und staatliche Monopolfirmen mit Streikverbot haben wir ja ganz bewusst abgeschafft. Angeblich im Interesse der Verbraucher.
DU weisst aber schon, dass die Piloten vor rund 10 Jahren das letzte Mal gestreikt haben?
Jetzt komm hier nicht mit Fakten, wir hatten doch gerade so eine schöne emmotionale Diskussion...
Ich vermute, die Damen und Herren im Management sind nicht dämlich.
Die dürfen aber bis 67 arbeiten, und brauchen deshalb keine Sonderregelung.
Allerdings wirst du dort kaum jemanden finden, der das auch macht.