Man sollte bei einem neuen Flugzeug eigentlich davon ausgehen, dass alle aktuellen SBs angewandt wurden.
Bei einem neuen Flugzeug sind alle vorgeschriebenen SBs eingerüstet, und alle optionalen die bestellt und bezahlt wurden.
woher weißt du, dass es ohne bestellt wurde?
Habe ich ja nie behauptet, nur gesagt dass
wenn es ohne bestellt wurde, man nicht die Schuld auf den Flugzeughersteller schieben sollte.
Ich habe nur die "Boeing ist schuld" Aussage relativiert.
Mal abgesehen davon kommt das 787 Fahrwerk aus Frankreich...
Das einzige was man LH wirklich nicht vorwerfen kann sind Sparmaßnahmen zulasten der Sicherheit.
Das ist eine typische Marketing-Nicht-Aussage. Kommt halt ganz darauf an, was man unter Sicherheit versteht.
Wenn man ein Fluzeug als "sicher" einstuft sobald es 100% der behördlichen Auflagen erfüllt, ist die Aussage trivial, denn da kann man gar nicht sparen. Ein entsprechender Vorwurf ist daher per Definition unsinnig.
Wieviel man macht um die Sicherheit darüberhinaus weiter zu steigern ist jeder Airline selbst überlassen, und was man so aus internen LH Kreisen hört, wird da heute längst nicht mehr soviel gemacht, wie früher. Zu seligen 727 Zeiten wurde angeblich jedes SB sofort eingerüstet, heute wird sorgfältig geprüft welche sich wirklich lohnen, auf welche man verzichtet. So jedenfalls die Aussage eines ehemaligen 727 LH Mechanikers der jetzt ein paar Jahre im Ruhestand ist und immer noch gute Kontakte zum laufenden Betrieb hat.
Das kann man je nach Einstellung als "Sparmaßnahmen zulasten der Sicherheit" bezeichnen, oder als "keine unserer Sparmaßnahmen rüttelt am behördlich vorgeschriebenen Sicherheitsniveau".
Ist halt eine Einstellungsfrage, ob man sagt mehr Sicherheit geht immer, oder weniger als Null Unfälle die letzten 10 Jahre geht nicht.
Falsche Verdächtigungen sollten wir uns genauso verkneifen, wie unangemessene Glorifizierung.
Und Schadenfreude muss man sich auch erstmal verdienen. Ein Flieger weniger auf der Langstrecke ist ziemlich sicher für keinen LH Kunden ein Grund zur Freude.