2020 - Unterwegs in Europe und einbisschen (oder "zweibisschen") Australien

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Batman

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18.11.2017
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Hamburg
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Der Titel ist an meinen Job und dem sehr geschätzten Mitforisten ChristianW (und seinen Reiseberichten) angelehnt.

Den Ehrgeiz sich mal an einem Reisebericht zu versuchen haben aber auch andere Mitforisten verursacht (Danke hierfür). Speziell nennen möchte ich hier noch: Exploris, Hene und MacGyver.

Bis vor ein paar Jahren widmete ich mich der Fotografie als Hobby deutlich mehr, als es zuletzt der Fall war. Nach dem es aus privaten und beruflichen Gründen zu kurz kam und ich noch ambivalent bin für den Ersatz meiner veralteten Nikon D40, werden die Fotos erstmal mit der alten Canon Powershot S110 und dem Iphone 7 herhalten müssen. Aber wie gesagt, die obigen Berichte ermutigten mich mal wieder zumindest mehr zu fotografieren.

Bis jetzt gestaltet sich das Jahr so:

01/2020 - Budapest
02/2020 - Livorno, Pisa und Florenz
03/2020 - Luxembourg
04/2020 - Brisbane, Surfers Paradise
05/2020 - Bukarest, vielleicht noch zusätzlich Oslo
06/2020 - Dubrovnik und ggf. Turku
09/2020 - Warna

10/2020 - Luxembourg. Wegen COVID-19
12/2020 - Noch "offen". "zweibisschen" Australien (?) könnte im letzten Quartal stattfinden - dann Melbourne

Die beruflichen Ziele versuche ich halt trotz vollem Programm immer noch zu erkunden. Nur Taxi, Flieger, Lounge, Hotel, Besprechungsraum ist einfach zu schade.
Bis auf die Standardtermine, die 3 Jahre im Voraus feststehen, ergeben sich viele berufliche Ziele zwischen 90 und 14 Tagen vorher. Daher wird das zweite Halbjahr erst nach und nach voller werden denke ich.

Für Australien gleich die Vorwarnung, dass es nicht wirklich touristisch (und viel) sein wird was ich hier zeigen könnte, da ich mich seit 20 Jahren in dem Falle eher in den selben "Ecke" herum treibe und nicht zum klassischen Urlaub hinfahre.

Vielleicht ist ja dennoch etwas für den einen oder anderen dabei.
 
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Batman

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01/2020 Budapest

Prolog

Schon zur Weihnachtszeit 2019 war Budapest beruflich eingeplant. Die einzigen Erinnerungen die ich von Budapest hatte, waren die dass wir damals vor etwa 25 Jahren mit einem extremst großen und unpraktischen Luxuscamper Wien – Budapest – Bratislava gemacht haben. Insofern reizte mich eine Stipvisite ungemein.

Aus meinem beruflichen “vorherigen Leben” hatte ich noch Bekannte / ehemalige Kollegen in Budapest. So entschloss ich mich, mal vorsichtig vorzutasten, wie es denn mit einem Abendessen ausschauen würde. Nach anfänglicher Zurückhaltung auf Grund der noch recht entfernten Eckdaten, sollte sich Anfang 2020 alles Fügen.

Ein Dienstag Ende Januar

Die Flugzeiten sollten recht angenehm sein. So begab ich mich entspannt zum Helmut Schmidt und stöberte ein bisschen im Heinemann Duty Free, bevor ich noch für ein kurzes Frühstück und etwas arbeiten in die Business Lounge ging.

Die Hansa sollte mich mit den Flügen LH2059 / LH 1676, bzw. Der D-AIBE und der D-AINR, nach Budapest bringen. Die Flüge waren unspektakulär und ich nutzte die Zeit in München für einen kurzen weiteren Lounge besuch und einem virtuellen Winken meiner Verwandten aus der Nähe von München. Hier bekam ich noch die Empfehlung die lokalen Bäder auszuprobieren. Falls dafür Zeit sein sollte. Ich bedankte mich und nahm mir vor, dies später nach zu schauen. Es sollte sich zeitlich nicht ausgehen.

In Budapest am Flughafen angekommen, kam mein Koffer recht zügig am Band an und ich machte mich auf den Weg in die Kälte. Für 900 HUF, oder knapp 3 Euro, ging es mit dem 100 E in die Innenstadt. Die Fahrt dauerte rund 30 Minuten. Ich stieg aus dem Bus aus und lief noch etwa 700 m zu meinem Quartier, dem MGallery Hotel Nemzeti Budapest.

Die Veranstaltung in den kommenden zwei Tagen war in einem anderem Hotel, aber ich bevorzuge es, nach vielem Sitzen in Besprechungen und Workshops, auch mal ein paar Schritte zu gehen. Zudem war der Komfort für nicht viel mehr Geld, deutlich höher. Ich checkte nach kurzer Wartezeit ein und ging kurz auf das Zimmer, es gab ein Superior statt einem Basic Zimmer um ein paar Sachen fertig zu machen.

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Danach machte ich einen kleinen Spaziergang an die Donau, wo unser Budapester Büro ist. Ich hatte mich selbst auf einen Kaffee eingeladen . Nach ein bisschen Smalltalk und einem Kaffee, bekam ich ein paar einfache Fahrten zu 300 HUF für die Öffis geschenkt. Sie sollten sich noch als praktisch erweisen.

Hatte ich schon erwähnt, dass es kalt war? Es war auch recht diesig. Da ich ja schon mal an der Donau war, machte ich mich auf um eine erste Runde an Sehenswürdigkeiten ab zu haken.

So ging es dann auf der Pest Seite (Innenstadt) am Marriott und InterContinental vorbei an der kleinen Prinzessin und diesem Kollegen:

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Über die Széchenyi Kettenbrücke ging es dann rechts vorbei an der Zahnradban den Berg hoch zur Fischereibastei und von dort zum Buda Castle.

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Weiter im nächsten Beitrag. Mehr Bilder gehen irgendwie nicht, bzw. die sind hier als Thumbnails im Beitrag :confused:.
 

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...Weiter gehts.

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Das Buda Castle ließ sich irgendwie nicht so schön fotografisch erfassen, so gibt es hier nur diese zwei Fotos.

Faszinierenderweise standen tatsächlich Leute oben und unten an, um mit der Zahnradbahn zu fahren. Über die Kosten für 3 Minuten Fahrzeit habe ich mich nicht informiert.
Es war zeimlich kalt und der Akku des Iphones zeigte 1 %. Hier war ich zum ersten Mal dankbar, dass mir die Kollegin die Einzelkarten gegeben hatte. Ich lief den knappen Kilometer entlang der “schöneren” Donauseite zur U-Bahn und fuhr 4 Stationen bis vor die Haustür meines Hotels.

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Ich ließ den Abend in der Bar des Hotels bei Caesar Salat und verschiedenen ungarischen Weinen ausklingen. Die Auswahl an Weinen war sehr gut und es gab nur ungarische Weine.

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Mittwoch, Ende Januar

Der Tag stand komplett im Zeichen der EU Veranstaltung und Workshops. Natürlich in einem Konferenzzimmer ohne Tageslicht und vernünftiger Sauerstoffversorgung . Die Kaffeepause wurde genutzt um frische Luft zu schnappen und beim Mittagssen gab es eine Kleinigkeit vom etwas gewöhnungsbedürftigen Buffet. Ich unterhielt mich noch mit den EU Kollegen aus Lille und ging dann noch kurz vor die Tür frische Luft schnappen, bis es zum zweiten Teil der Veranstaltung ging. Abends beim “Networking Cocktail” traf ich noch die Behörde und sprach bei zwei Gläsern Wein über die Arbeit. Dann verabschiedete ich mich.

Ich ging flott ins Hotel und zog mich um. Es sollte ins “Dzsungel Kávézó és Étterem” gehen. Ich machte mich auf dem Weg und lief die knapp 2 Kilometer zu Fuß. Ich sollte mich mit meinem Kollegen bei der U-Bahn Station in der Nähe treffen. Wir holten noch meine andere Kollegin ab und gingen zum Restaurant. Leider war es komplett ausgebucht. So gingen wir zum TGI Friday. Mein erstes Mal. Normalerweise kenne ich es nur vom vorbei gehen. Ich war positiv überrascht. Es gab viel ungarischen Schnaps und Rotwein und ein schönes Steak und nette Gespräche. Etwa zur Halbzeit kamen noch zwei Kolleginnen dazu. Die eine Kollegin kenne ich aus meinem alten Hamburger Büro und wie der Zufall so will, sollten wir zwei Tage später im selben Eurowingsflieger sitzen. Gegen 2330 verabschiedeten wir uns und ich ging wieder zum Hotel.

Donnerstag, Ende Januar

Das Frühstück fiel wie zuvor recht knapp aus. Das Angebot war nicht schlecht, es gab sogar ein “Eiermenü”. Dieses nutzte ich aber erst am Freitag.

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Die Nacht war kurz. Daher war ich froh, das der letzte Tag der Veranstaltung etwas später anfing. Ich ging wieder rüber zum Hotel und telefonierte noch eine weile mit einem Kollegen um ein paar Dinge zu besprechen und ging dann mit Kaffee, es sollte mehr davon geben an diesem Tag, in die Veranstaltung. Das Bufet war wieder fast das selbe wie am Vortag. Daher aß ich dieses Mal mehr Salat, aber dennoch gut gestärkt, damit ich nach der Veranstaltung gleich die restlichen Sehenswürdigkeiten abbummeln und einen Geocache für einen Kollegen ergattern kann.

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Natürlich war ich erst wieder beim zweiten Versuch und Geocache erfolgreich. Irgendwie gehe ich immer im Dunkeln nach den Dingern gucken…

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Die Kälte machte sich wieder bemerkbar und ich entschied Richtung Hotel zu gehen. Natürlich war das Telefon wieder bei 1% angekommen und ich hatte nur eine grobe Richtung für das Hotel im Kopf… Zum Glück habe ich einen recht guten Orientierungssinn. Den ursprünglichen Plan in einem hiesigen Lokal zu essen verwarf ich und aß wieder im Hotel. Dieses Mal gab es einen Burger und zwei Gläser Wein. Eines ging aufs Haus durch den Welcome Drink.

Freitag, Ende Januar

Eurowings sollte mich mittags direkt wieder zum Helmut Schmidt bringen. Daher wollte ich gemütlich frühstücken gehen und
ein Eggs Benedict von dem Eiermenü bestellen. Der Koch lies ausrichten, er kenne dies, gibt es aber nicht [emoji3]. …Ich bestellte stattdessen langweiliges Rührei.

Dann packte ich meine sieben Sachen, ging zum Checkout und dann Richtung U-Bahn. Ich fuhr mit dem 100 E von einer anderen Station gen Budapest Ferenc Liszt International Airport. Ich war zu früh für den Checkin. In etwas Entfernung ging meine Bekannte vorbei und wir grüßten uns. Dann trank ich noch einen Kaffee um die Zeit tot zu schlagen.

Etwa 20 Minuten später ging ich wieder rüber zu den Schaltern. Leider gab es keinen Prio- / Business Schalter, so stand ich in der Economy Schlange. War ja kein Problem, nur die Geschwindigkeit der zwei Kollegen an den Schaltern waren zum einschläfern.

In der SiKo hieß es, Laptop in der Tasche lassen, dafür aber Gürtel ausziehen und Ringe usw. Abnehmen. Die unterschiedlichen SiKo Regeln soll mal einer verstehen. Für FTL gibt es keine Lounge, es sei denn man möchte 30 € für zwei Stunden zahlen, so trank ich eine Coke Zero im Café vor dem Gate und arbeitete noch etwas.

Nebel in Hamburg sorgte wohl für reduzierte Starts und Landungen und somit war unsere A319 D-ASTX 40 Minuten verspätet. Natürlich stand gefühlt die Hälfte der Passagiere die 40 Minuten vor dem Gate und wartete aufs Boarding. Ich beobachtete dies bei einem weiteren Getränk und bekam noch einen Anruf aus Australien. Während des Telefonats sollte es tatsächlich mit dem Boarding losgehen und dann stand auch wieder meine Bekannte neben mir. Sie hatte ein paar Gates weiter gearbeitet. Ich beendete das Telefonat und wir unterhielten uns noch eine Weile, da eine Handvoll Leute mit uns den zweiten Bus zum Flieger nehmen sollten - aber sich Zeit lies. Der Flieger stand aber nur gefühlt 200 Meter entfernt. Bis zur Flugzeugtür unterhielt ich mich noch mit meiner Bekannten und verabschiedete mich bis später, da ich vorne in der Eco saß und Sie hinten. Der Flug selbst war dann Eurowings üblich unspektakulär. Entgegen meiner normalen Einstellung zum Essen, bestellte ich mir eine 7 € Kombi und guckte eine Folge Treadstone auf dem Ipad an.

In Hamburg angekommen, hatte ich wie immer Glück. Ich traf meine Bekannte noch einmal und wir unterhielten uns ein paar Minuten, als dann nach kurzer Zeit Ihr Koffer kam. Ich wünschte Ihr noch ein schönes Wochenende und am darauf folgenden Montag einen guten Flug nach Singapur. Nur ein paar Minuten später kam mein Koffer. So war ich nach weniger als 20 Minuten auf dem Weg nach oben.

Ich ging zur Airport Plaza und bestellte über MyTaxi / Free Now ein Taxi und wurde prompt angerufen wo ich denn sei, worauf ich nur erwidern konnte, direkt hinter ihm. Er lud den Koffer ein und in knapp 15 Minuten war ich zu Hause. Nur noch Wäsche waschen und Couch stand an. In 10 Tagen sollte es ja schon wieder los gehen. Dann nach Italien.

Neuer Flughafen: BUD

Flüge 1 - 3 in 2020. Leider fehlen mir die meisten Flüge vor 2010. So sind es nach meinen vorhandenen Aufzeichnungen Flüge #199 - #201.
 
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Batman

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Am besten die Bilder auf Flickr (oder Konkurrenten) hochladen und dann verlinken.

Alternativ: https://www.vielfliegertreff.de/fotografie/19645-wie-kann-man-fotos-gross-einfuegen.html


Ah Danke. Ich hatte Bild einfügen, aber nicht per Link sondern als Datei. In Italien hatte ich meine Canon "Geschäftsreisekamera" dabei und auch auf Flickr hochgeladen.
Dann schaue ich mal am Wochenende, dass das mit Flickr Verlinkung besser geht :).

PS: In der Vielflieger Ipad Anwendung sehen die Bilder normal groß und ordentlich eingefügt aus :eek:.
 
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Batman

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02 - 2020 Italien: Livorno, Pisa und Florenz

Um das erhöhte Cashback für Accor bei Shoop noch mit zu nehmen, habe ich nun Luxemburg im März und Bukarest im Mai eingeloggt. Flüge werde ich dann die Tage buchen.

Prolog


Der anstehende Besuch von Livorno stand schon Jahre im Voraus fest, genauso wie die kommenden Besuche von Warna, Nantes und Monfalcone. Nur die Terminierung findet beim jeweils vorherigen Treffen statt und im Schnitt mit 6 Monaten Vorlauf.

Durch unsere Reiserichtlinie besteht die Möglichkeit den Rückflug zu einem späteren Zeitpunkt zu verlegen und die Route, so lange es für das Unternehmen und den Steuerzahler günstiger ist, oder die Kosten gleich bleiben. Theoretisch ist auch eine Differenz zahlbar durch uns möglich. Macht es aber nur unnötig kompliziert und musste von mir bis jetzt nicht wahrgenommen werden.

So ergab sich die Möglichkeit den Rückflug auf einen Sonntag zu legen und sich noch die Städte Pisa und Florenz anzusehen. Das Ticket war so sogar 20 Euro günstiger. Das Routing sollte dementsprechend HAM-MUC-PSA und FLR-FRA-HAM sein.

Dienstag, Anfang Februar

Am morgen packte ich, wie fast immer, meinen Koffer. Wenn ich gut vorbereitet bin, liegt alles am Vorabend bereit. Aus verschiedenen Gründen, war es diesmal nicht der Fall. Der Abflug vom Helmut Schmidt sollte aber erst mittags sein. Insofern, kein Problem.

Free Now bescherte mir wieder kurzfristig ein Taxi, welches mich dann auch flott zum Flughafen fuhr. Hier ging es dann wieder zum Business Schalter der Hansa, Koffer abgeben (irgendwie immer voll, aber nie schwerer als 15 Kg bei Geschäftsreisen), Bordkarten für die Dokumentation nochmal geben lassen und dann ab durch die Sicherheitskontrolle. Wie immer kurz und schmerzlos.

Auf der anderen Seite angekommen ging ich mal wieder zu Heinemann. Letztes Mal auf dem Weg nach Budapest war mein Gutschein noch nicht erfasst und ich hatte erst die Preise verglichen. Nun lohnte es mit dem Gutschein. So kaufte ich etwas und ging zur Business Lounge, wo ich dann noch etwas frühstückte und arbeitete. Auf dem Weg nach draußen nahm ich noch eine Zeitung und ein Franzbrötchen mit.

Vor dem Gate C16 stand der A321 mit der Flugnummer LH2067, die D-AIRC, schon bereit und die ersten nutzten das Wilma Boarding. Da ich wie immer Gang in der Economy hatte, war ich in Gruppe 5. Also viel Zeit. Ich traf einen Kollegen und unterhielt mich ein paar Minuten, bis wir dann zu den quick boarding gates gingen. Im Flieger nahm ich dann auf 14D platz und nickte noch den Kollegen der Behörde zu, die in Reihe 16 und 18 saßen. Sitzend stellte ich fest, dass die Bestuhlung mal wieder nett eng ist. Ich nahm mein Ipad raus “quetschte” meine Leidertasche in die Overhead Bins. Hier bin ich immer wieder froh, das es nur die kleine Tasche ist und ich die immer irgendwie unterkriege. Einen Handgepäckkoffer zu den Füßen, bei der schon vorhandenen Enge, ist nicht gerade ein Traum.

Die D-AIRC
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Hinter mir saß eine junge Familie mit 0,5. Das Kind schrie etwas am Anfang. Es stellte sich heraus dass es seinen ersten Flug hatte. Dafür fand ich es recht entspannt. Ich habe mir sagen lassen, ich sei nicht so entspannt gewesen als Kleinkind :censored:. Die Crew verteilte Kitkat als “Snack”. Ich lehnte ab und nahm stattdessen Coke Zero und Kaffee mit Milch. Meine Standart Koffein Dosis auf Geschäftsreisen. Ansonsten war der Flug ereignislos. Am Gate in München einparkend, konnten wir schon unseren Air Dolomiti (aus irgendeinem Grund will ich immer Adria Airways schreiben) Flieger sehen.

In München angekommen wartete ich draußen auf die 3 Kollegen und wies auf das nächste Gate hin, 8 weiter Richtung ende des Terminals, um dann noch mal in die Lounge zu gehen und nach einer Weißwurst ausschau zu halten. Gab es leider dieses Mal nicht. Es wurden stattdessen 3 weitere 0,4 L Gläser Coke Zero und einer Käselaugenbrezel. Nach kurzem Telefon aufladen und Zwischenstop auf dem Weg nach draußen, bummelte ich kurz noch und guckte nach einem Geldautomaten der Cashgroup. Erfolglos. Egal.

Air Dolomiti
MUC-PSA.jpg

Vor dem Gate saßen die Kollegen und laßen Zeitung und sprachen über die bevorstehende Wahl (morgen wird in Hamburg gewählt). Das Boarding war leicht verzögert, obwohl der E195 mit der Flugnummer EN8292 und Kennung I-ADJX ja schon seit gut 60 Minuten dort stand.

Als wir dann einstiegen, gab es leichten Schneeregen. Ich nahm in Reihe 4 platz und merkte gleich, dass es mehr Platz gab als im vorherigen Flieger. Der Pilot sagte noch das wir ein neues Slot bekämen auf Grund der leichten Verspätung und rollte dann schon richtung Startbahn. In Pisa sollten 17 Grad sein und der Flug sollte von relativ vielen Turbulenzen begleitet werden.

Kurze Zeit später kamen wir bei der Startbahn an, wo es hieß, das wir noch 10 Minuten wegen Verkehr warten müssten. Neben uns stand die A6-EE0, die wohl kurz vorher enteist wurde, zumindest fuhr gerade ein solches Fahrzeug weg. Wir warteten auf ein landendes Flugzeug und dann war der Emirates Flieger drann. Von unserer Position bei der Markierung CAT II / II, B13 konnten wir sehen wie der A380 orentlich Feuchtigkeit der Startbahn aufwirbelte. Diesen Wal smit seinen riesigen Flügeln tarten zu sehen, finde ich immer wieder faszinierend. Nach dem noch eine Lufthansa Cityline landete und ein A320 der Hansa startete, waren wir endlich dran.

Wie angekündigt, kamen die Turbulenzen. Schon faszinierend. Trotz klarem Himmel über den Wolen wird man, wie aus dem Nichts durchgeschüttelt. Nach 40 Minuten hieß es dann das der Service auf Grund der Turbulenzen nicht statt finden würde. Für mich waren weder die Turbulenzen, noch der Wegfall des Services tragisch. Im Landeanflug wurden wir dann doch noch etwas kräftiger durchgeschüttelt. Dies ist aber nicht verwunderlich, da man einen wunderschönen Anflug über die Bergkette, dann aufs Meer hinaus fliegt und dann wieder in Richtung Land dreht. So fühlte es sich fast wie ein Rundflug an. Ich habe es sehr genossen. Man merkte aber, das die weniger oft Flieger, oder nicht so begeisterten, den festen Boden doch langsam herbei sehnten.

Dann ging alles wieder recht flott. Ist ein kleiner Flughafen. Wir machten alle noch einen Pitstop und dann waren auch schon unsere Koffer da. Wir folgten der gelben Linie zum “Pisa Mover” und lösten ein Ticket. Oder versuchten es. Meine MasterCard wollte er nicht. Ich fand die Handhabung, trotz der multilingualen Menüführung nicht intuitiv. Am Ende fuhr der erste Zug weg und ich nahm den Automaten daneben. Hier ging es sofort… 5 Euro ärmer ging es dann durch die Schranke zum Bahnsteig. Kurze Zeit später kam der Zug. Erinnert etwas an die Bahn in Frankfurt oder in Zürich. Innerhalb von ein paar Minuten ist man am Parkplatz und dann am Pisa Hauptbahnhof.

Dort mussten wir wieder ein neues Ticket lösen. Trenitalia dieses Mal. Da die Kollegen unbedingt den nächsten Zug erwischen wollten und wir noch eine Besprechung abends hatten, vor der wir noch ins Hotel wollten usw., löste ich 4 Tickets a 10,50 Euro. Die Bedienung war wieder in Deutsch möglich, aber auch nicht intuitiv und langsam.

Bei den Schnellzügen wird automatisch ein Sitzplatz vergeben, den man auch einnehmen sollte. Der Zug nach Rom war leicht verspätet. Also umsonst beeilt. Aber, wie das in Gruppen so ist, muss man ja auch immer gucken das man alle Schäffchen beisammen hat. Dann kam der Zug und natürlich war unser Wagen der erste. Wir liefen also über den halben Bahnsteig und fanden dann unsere Plätze. Bis wir alles verstaut hatten und jeder seinen Platz hatte, war gefühlt die Hälfte der 15 Minuten Fahrt schon vorbei.

In Livorno am Hauptbahnhof angekommen, mussten wir vor der Tür die LAM Blu Linie nehmen. Alle zu einer anderen Station. Ich hatte gefühlt die Endstation. Aber für 1,50 kann man nicht meckern. Nur der Verkehr am Abend war eine Katastrophe. Nach und nach stiegen die Kollegen aus und dann war ich auch irgendwann am Mgallery Hotel Grand Palazzo Livorno.

Ich checkte ein. Man bekam einen albernen Muffin als Willkommensgruß. Ich hatte ein Upgrade bekommen und Meerblick. Das Hotel ist recht abgewohnt. Aber das einzige 5* Hotel in Livorno. Ein anderer Kollege war schon dort, da er über Florenz reingeflogen kam und aus dem Pott kommt. Er wartete auf mich und wir trafen uns nach 5 Minuten.

Das Hotel:
Livorno 2020 by Batman, auf Flickr

Wir liefen zum Restaurant, wo wir eine Vorbesprechung angesetzt hatten. Hier trafen wir die Kollegen von der Behörde wieder und später stieß der andere Kollege aus Hamburg auch hinzu. Nur die restlichen Kollegen nicht. Es stellte sich heraus, dass der Gastgeber die Agenda geändert hatte und den Punkt der Vorbesprechung gestrichen hatte. Okay.

Das Restaurant Cantina Senese war sehr urig und ein Nachbarschaftstreff. Es hieß später, das es in Livorno auch einen guten Ruf hatte. Wir mussten ja noch die Stunde bis zum eigentlichen Essen überbrücken, hatten aber hunger. Also bestellten wir Hauswein und Antipasti. Sehr lecker.

Dann kamen die anderen Kollegen und nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen der vielen Auswahlmöglichkeiten und der Eigenheit bis zu vier verschiedene Gänge zu essen, aßen wir sehr lecker. Es gab Antipasti, Muscheln, gebratenen Fisch und Krabben. Und mehr Rotwein und Wasser gab es auch. Am Ende teilten wir die Rechnung und wir hatten exzellent gegessen und getrunken und unter 25 Euro bezahlt. Dann liefen wir wieder zum Hotel.

Im Hotel angekommen, machten wir beide die Bekanntschaft mit einer Klimaanlage die nicht unter 24 Grad gestellt werden wollte. So stellte sich am nächsten Morgen heraus, dass wir beide mit offenem Fenster zum Meer schliefen. Eine Seite wohl temperiert, die andere gefühlt gegrillt.

Livorno - 41.jpg

Mittwoch, Anfang Februar

Es sollte ein langer Tag werden… Der Kollege und ich tranken Cappuccino beim Frühstück und aßen beide ein Müsli. Wir waren beide noch gut satt vom vorabend. Wir gingen dann beide noch kurz auf unser Zimmer und holten unsere Taschen. Dann liefen wir gut 4500 Schritte zum Veranstaltungsort.

Wie immer dauerten die Präsentationen länger als gedacht. Kaffeepausen wurden gekürzt und so schaften wir es halbwegs pünktlich in die Mittagspause. Alle gingen vor die Tür um ein bisschen Sonne zu genießen. Ist ja in Hamburg derzeit noch Mangelware. Nach italienischen Speisen vom Buffet ging die Besprechung weiter. Verschiedene italienische Stakeholder, wie es so schön neudeutsch heißt, stellten Ihre Themen vor. Leider überwiegend auf italienisch und ein extra organisierter Übersetzer durfte dann immer alles auf Englisch wieder geben. Lustiger Weise waren die Hälfte der Präsentationen an der Wand in Englisch. Egal. Der Übersetzer hatte sich sein Einkommen auf jedem Falle redlich verdient. Sauerstoff wurde knapp, Kaffeepausen gekürzt und das Treffen mit einer Stunde Verspätung um 18 Uhr beendet. Wir waren alle recht geschaft.

Wir hatten noch zwei Stunden bis zum Abendessen. Also liefen wir wieder zum Hotel zurück, packten unsere Sachen ins Zimmer und gingen ins Hotel Restaurant auf dem Dach. Wir tranken ein Bier und knabberten ein paar Snacks, bis wir dann wieder in die Stadt zum “Gala Dinner” gingen.

Im Ristorante L’ Ancora gab es dann wieder mehrere Gänge wirklich leckerem Essens und diesmal weißem Hauswein. Gegen 23 Uhr wurden wir höfflich rausgeschmissen und ein paar von uns gingen noch in die Kneipe neben an. Dort gab es noch ein paar “Kurze” und Bier. Um 0130 Uhr gingen wir wieder die 4500 Schritte zu unerem Hotel und um 7 stand ich dann auch schon wieder auf. Ich traf mich wieder zum Frühstück mit dem Kollegen und es gab wieder Kaffee und Müsli. Danach packte der Kollege seinen Koffer und ich ging auch kurz auf das Zimmer.

Wir nahmen seinen Mietwagen und fuhren zum Veranstaltungsort. Dort ging es dann mit dem Bus in den Hafen, wo wir uns 2 Terminals anschauten und gestern vorgestellte Themen Vorort erörterten.

Livorno - Site Visit -6.jpg

Alles mit italienischer Gelassenheit. Da Trenitalia mal wieder streikte, verabschiedeten Sich die Kollegen aus Warna früher, um Ihren Flieger noch zu bekommen. Dann ging es für die anderen noch weiter zum Intermodal Terminal und GVZ in der Nähe, wo wir uns dies dann auch noch anschauten. Die Veranstaltung endete, wie soll es anders sein, wieder mit einem Essen und Wein. Auch hier wieder mehrere Gänge und alles leckere italienische Spezialitäten. Dannach fuhr uns der Bus wieder zum Ausgangspunkt und man verabschiedete sich. Nur ein kleiner Kern war noch auf einen kleinen Stadtrundgang und einen Kaffee mit der Leitung einer der lokalen Behörden zurück geblieben. Für mich gab es doppelten Espresso. Die Italiener nahmen eine lokale Spezialität. Kaffee und Rum bei gefühlt 50/50 Mischung. Matürlich fuhr man noch Auto danach :).

Eine Italienerin nahm meinen einen Behörden Kollegen noch mit nach Pisa, von wo er weiter nach Lucca wollte. Mein anderer Kollege musste nach Florenz. Er flog dort am nächsten Morgen heim. Die andere Kollegin aus der Behörde und ich wollten noch ein bisschen spazieren gehen und früh ins Bett.

Ich ging noch etwas umher um wenigstens ein paar Eindrücke von der Stadt zu gewinnen. Es ist jetzt nicht die schönste Stadt. Aber wie jede Stadt, hat auch Livorno seine schönen Ecken. Auf dem Weg ins Hotel holte ich mir noch eine Coke Zero und ein paar Weingummi.

Livorno 2020 by Batman, auf Flickr

Livorno 2020 by Batman, auf Flickr

Livorno 2020 by Batman, auf Flickr

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Livorno 2020 by Batman, auf Flickr

Livorno 2020 by Batman, auf Flickr

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Livorno 2020 by Batman, auf Flickr

Livorno 2020 by Batman, auf Flickr

Livorno 2020 by Batman, auf Flickr

Ich ruhte mich etwas aus und ging dann noch hoch ins Restaurant um meinen Gutschein einzulösen und wenigstens mal die Terasse und den Pool zu sehen. Im Sommer bestimmt nett, so aber recht kühl und es war eh schon dunkel.

Livorno - 42.jpg Livorno - 43.jpg
 
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Teil 2, Pisa und Florenz

Freitag, Anfang Februar

Ich versuchte mal wieder Eier Benedikt beim Frühstück zu bestellen. Ich geb ja nicht auf. Was soll ich sagen, gibt es nicht. Aber man bot mir an ein Omlett zu machen. Sollte schlappe 9 Euro kosten. So viel kostete das ganze Frühstück. Nein danke. Ich wartete noch 5 Minuten auf einen Kaffee, trank ihn aus und dann ging ich aufs Zimmer packen.

Um 9 Uhr ging es zum auschecken. Auch hier wieder, italienische Gelassenheit. Zum Glück hatte ich keinen Zeitdruck. Es sollte für mich ja weiter nach Pisa gehen und dann nach Florenz. Ich hatte gesehen, das Trenitalia immer noch streikt und meinen Kollegen eine E-Mail gemacht.

Ich lief mit Sack und Pack zum Hotel, wo die beiden Kollegen von der Behörde übernachtet hatten. Da ich zu früh war, trank ich noch einen doppelten Espresso um die Ecke. Dann wartete ich noch ein paar Minuten in der Sonne, bis die Kollegen da waren. Wir gingen zusammen zur LAM Blu und fuhren zum Hauptbahnhof. Diesmal für 2,50 €. Warum, konnten wir nicht wirklich klären, da wir den Betrieb aufhielten und die alten Damen hinter uns schon nervös wurden.

Am Bahnhof angekommen, hatten wir den Zug den die beiden benötigten, um ein paar Minuten verpasst. Letztendlich verabschiedete ich mich von den Kollegen und Sie fuhren mit dem Taxi zum Flughafen. 50 Euro sollte der Spaß kosten. Ich sollte am Dienstag darauf erfahren, das Flüge gestrichen wurden und ein Kollege für weitere 250 Euro von Pisa weiter nach Genoa fahren musste, um überhaupt noch nach Hause zu kommen.

Dann ging ich mir ein Ticket für die Regionalbahn ziehen. 2,60 € kostete dies. Die Italiener hatten sich wohl schon auf den Streik eingestellt. Es ging alles recht gesittet zu und die Bahn war nicht sehr voll. Nach etwa 15 Minuten war ich in Pisa angekommen.

Noch immer mit Koffer und Laptop und Co im Schlepptau, lief ich quer durch Pisa. Auch Pisa empfand ich nicht so pittoresk und war froh mich gegen eine Übernachtung hier entschieden zu haben.

Pisa 2020 by Batman, auf Flickr

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Pisa 2020 by Batman, auf Flickr

Pisa 2020 by Batman, auf Flickr

Letztendlich war ich nur auf dem Gelände des Turms. Es war wirklich nett, aber trotz neben Saison schon gut was los. Ich ging nicht auf den Turm, obwohl es wohl Schließfächer gibt und es bestimmt auch witzig ist so in Schieflage umher zu gehen. Dann ging ich schon wieder zurück zum Hauptbahnhof von Pisa.

Da ich noch 45 Minuten Zeit hatte, ging ich zum Maccas und probierte eine lokale Burger Variante mit Käsepommes. Naja, Pommes in Käsesauce aus der Tube.

Für 8,70 € ging es dann in etwa 1 Stunde 15 Minuten nach Florenz. In Florenz kam ich gegen 15 Uhr an und ging dann zum Hotel MGallery Ciretanni Firence. Man sagte mir ich hätte eine Upgrade bekommen. Erst wieder zuhause wurde mir bewusst, dass das Upgrade von einem Einzelbett auf ein Doppelbett war… Das Willkommensgeschenk war ein MGallery Plastikkulli in eine Schleife gebunden :eek:.

Das Zimmer war im 4. Stock und sehr modern. Hier funktionierte die Klimaanlage auch wie sie sollte. Das Frühstück sollte 22€ pro Tag kosten. Das hatte ich nicht eingesehen und nicht dazu gebucht. Gibt es doch überall guten Kaffee und kleine Frühstückslokalitäten. Da ich schon 16000 Schritte hinter mir hatte, machte ich eine kurze Pause. Auf Grund der begrenzten Zeit Vorort, wollte ich aber noch einmal los.

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Ich ging zu Buca Mario, es sollte laut Internet gut sein, es war jedoch noch geschlossen. So irrte ich etwas umher und fand schlussendlich eine enoteka wo ich ein Glas Rot- und ein Glas Weißwein trank und Black Angus Carpaccio aß. Auch hier habe ich mal wieder das Talent mich für die teuren schönen Dinge des Lebens zu erhaschen und lies mir einen guten, aber recht teuren Rotwein empfehlen. Der Weißwein war auch nicht schlecht. Alles aus der Toskana. Das Essen war auch sehr lecker. Dazu gab es natürlich das in der Toskana recht geschmacksarme Weißbrot mit Olivenöl und Salz.

Florenz - 289.jpg

Dann ging es über Umwege ins Hotel zurück. Ich wollte mir erst noch die Ponte Veccio Brücke angucken und den Platz bei den Uffizien. Am Ende hatte ich knapp 20000 Schritte zusammen.

Florenz 2020 by Batman, auf Flickr

Florenz 2020 by Bartman, auf Flickr

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Florenz 2020 by Batman, auf Flickr

Florenz 2020 by Batman, auf Flickr

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Batman

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18.11.2017
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Hamburg
Samstag, Anfang Februar

Ich bin nicht fürs Ausschlafen bekannt. Insofern ging es schon früh los. Um 7 Uhr machte ich mir einen Espresso und arbeitete noch eine knappe Stunde, da ich am Vorabend zu müde war. Dann machte ich mich fertig.

Ich hatte mir vorher auf dem Stadtplan, den es beim Empfang gab, einen Schlachtplan entwickelt. So ging es als erstes zur Cappelle Medicee:

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Vorbei an der Basilica s. Lorenzo:

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um dann weiter zum San Lorenzo Market (Mercato Centrale Firenze) zu gehen. Wo ich mir dann auch einen doppelten Espresso und ein belegtes Foccia holte. Auch hier, wie die vorherigen Tage das Bild von Italienern die sich einen Kaffee "zogen", in der ausgelegten Zeitung blätterten und ein bisschen Klön Schnack betrieben. Ich fragte den Verkäufer ob der Streik von Trenitalia den ein Thema in der Zeitung wäre. Worauf er nur antwortete, dass das keinen Interessiere. Die streiken so oft, da wird es erst ein Thema wenn man tatsächlich betroffen wäre.

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Nach dem Frühstück für 5 Euro ging esweiter zum Palazzo Medici Riccardi:

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Das eigentliche Ziel war aber die Galleria dell' Accademia. Hier "wohnt" David. Ich hab mich wie immer nicht wirklich vorbereitet, so zahlte ich 12 Euro Eintritt. Es war vor 10 Uhr und noch recht wenig los. Aber auch hier lohnt es sich vorher ein Ticket zu ziehen, für dann nur noch 4 Euro und einer anderen Schlange. Selbiges gilt für die Uffizien, hierzu später mehr.

Seit ein paar Jahren ist es nun erlaubt zu fotografieren. Für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch und "Bildungscharakter". Stichwort Decree 83/2014.

Es ging vorbei an Michelangelo's 4 Prigione:

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und anderer schöner Werke wie z. B.: Francesco Granacci, Madonna and Child with Saints Francis and Zenobius, 1508

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Man läuft dann direkt auf das wohl bekannteste Ausstellungsstück zu: David

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Die Detailtreue der Anatomie ist schon beeindruckend:

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Dann ging es weiter zu den anderen Werken verschiedener Künstler und Maßstabswerke für die woanders dann zu erstellenden Werke:

Bartolini für Adam Albrecht Adalbert 1829-1841:
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Bruneleschi Model von Pampaloni:
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Markierungen für die maßstabgetreue Nachbildung:
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Im ersten Stock gab es noch sehr viel mehr zu begucken. Vorallem "Altarbauten":

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Sowie einen Teppich, der zu groß war um ihn im Detail auf ein Foto zu bekommen:

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Es gab allein hier schon genug zu sehen um sich mehrere Stunden aufzuhalten. Je nach dem wie interessiert man ist und wie viel man aufnehmen kann. Ich war nach einer Stunde "durch" und wollte weiter. Es ging zur Basilica della Santissima Annunziata:

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Es fand gerade ein Gottesdienst statt, insofern war der Zugang verwehrt und auch kein Interesse die Leute zu stören. Es gab auch hier Führungen und Besichtigungsmöglichkeiten. Aber dafür war einfach nicht genügend Zeit. Ich ging also weiter.

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Querfeldein an Streetart / Grafitti vorbei:

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Piazza della Basilica di Santa Croce:
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Basilica di Santa Croce:
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Nun sollte es Richtung Piazzale Michelangelo gehen:

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Das ist irgendwie Toskana pur für mich:

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Freunde von uns hatten ein Haus in der Toskana, wo wir als Kinder ein paar Mal waren. So ungefähr hatte ich die Farben, Flora und Fauna in Erinnerung.

Der Blick über Florenz vom Piazzale Michelangelo. Definitiv dem recht steilen Aufstieg wert:

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Das Zentrum des Platzes:

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weiter im nächsten Beitrag.
 

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Dann ging es noch ein bisschen höher zur Basilica di San Miniato al Monte:

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Wo wohl gerade eine Beerdigung stattfand. Ich hörte die Glocken auf dem Weg dorthin, dachte aber erst es sei ein weiterer Gottesdienst. In Florenz stirbt man mit Stil (Maserati):

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Auch von hier ein wunderschöner Blick:

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Es ist gar nicht so einfach in Florenz Fotos zu machen, ohne jemanden mit abzulichten. Was ich generell bevorzuge. Sowohl Datenschutz technisch als auch optisch.

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Dann ging es erst bergab, um dann wieder bergauf zum Forte Belvedere zu gehen. Man parkte recht einfallsreich und mit etwas klettern verbunden:

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Die Besichtigung des Fortes und des Gartens sollte auch 6 Euro kosten. Die ich mir dann ersparte:

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Es sollte wieder bergab gehen. Richtung Galileo Gallilei's Wohnung und dem Palazzo Pitti.

Casa di Galileo Galilei

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Wohnungen auf der anderen Seite. Ich fand die Anordnung dem Berg hinab amüsant:

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Im Pitti war ich nicht drin. Auch dies konnte man kostenpflichtig besichtigen.

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Von dort ging es wieder über die berühnte Brücke zum Platz vor der Galleria degli Uffizi:

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Ich suchte mir noch einen netten Platz in der Sonne. Es war zwar bis zu 14 Grad, aber im Schatten dann doch recht frisch. Natürlich hatte ich nicht auf die touristischen Preise geachtet. Also gab es am Ende für 50 Euro (und der Kellner meckerte noch, das würde ja nicht das Trinkgeld beinhalten), eine allerwelt Pizza, 2 Bier, eine Flasche Wasser (ich wollte eigentlich nur ein Glas...) und einen doppelten Espresso. Für das Geld dachte ich mir, kann ich mich ja auch etwas länger sonnen und hielt es eine Weile an meinem Platz mit Blick aus.

Es ist schon ein ziemliches Programm für knapp 30 Stunden und viel visuell zu "verarbeiten". Aber es lohnt sich alle mal. Danach sollte es in die Ufizzien gehen. Das Museum hatte ich vor lauter Müdigkeit nach dem vielen Laufen und Sehenswürdigkeiten fast vergessen. Dies verdient aber einen weiteren Beitrag um die Bildanzahl von 40 Bildern pro Beitrag besser einhalten zu können.
 

Batman

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18.11.2017
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Wie schon erwähnt kostet es auch für die Uffizien 12 Euro, wenn man nicht vorher gebucht hat. Dann 4 Euro. Auch hier gab es wieder Sicherheitskontrollen. Dann erst nach oben, um dann sich durch die Räume schlängelnd wieder nach unten zu kommen. Ein Teil relativ am Ende der Ausstellung wurde gerade überarbeitet, die Ausstellungsstücke wieder hergerichtet.

Die Fülle der Ausstellungstücke ist fast erschlagend gewesen und wahrscheinlich hätte man sich mehr Zeit nehmen müssen. Obwohl keine Saison, waren doch international alles vertretende Gruppen anwesend und so schlängelte ich mich etwas durch. Menschenmassen sind nicht so meins.


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Filipeppi, detto Botticelli, Madonna of the Rosegarden, ca. 1470
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Alessandro Filipepi, detto Botticelli, Spring, ca 1480

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Hans Memling, St. Benedict, 1487

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Adonisstatue, seit 1787 in den Uffizien:

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Es wurde dort sehr viel römische Kunst und entsprechend viele Büsten u. ä. ausgestellt. Aber wie auch die Altargegenstände im vorherigen Beitrag, spielt die Madonna eine große Rolle in der ausgestellten Kunst.

Cima Giovanni Battista detto Cima da Conegliano, Madonna and Child, ca. 1504


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Camillo Boccaccino, Head of Old Man, 1525 - 1530

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Dieses Bild von Botticelli ist wohl mit eines der berühmtesten Ausstellungstücke:
Allesandro Filipepi, detto Botticelli, Birth of Venus, ca. 1485

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Wie gesagt, egal wo man hinguckte - es gab Kunst auf die eine oder andere Art zu bestaunen:

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Auf jeder Etage war es auch möglich wieder die Brücke zu bestaunen:

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Piero Di Cosimo, Piero di Lorenzo, detto, Perseus Freeing Andromeda, ca. 1510-15


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Doryphoros Torso, In Uffizi since 1783

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Auch griechische Portraits durften nicht fehlen, geführt unter römische Kunst: Sophocles, in Uffizi since 1780

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Socrates

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Auch Cupid durfte nicht fehlen:

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Als nächstes ging es zu Da Vinci: Andrea Del Verrocchio / Leonardo Da Vinci, The Baptism of Christ, ca. 1475

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Leonardo Da Vinci, Annunciation (Archangel Gabriel's annunciato to Mary), ca. 1472-5

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Darauf hin ging es weiter zum Niobe Room, fertig gestellt 1779:

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Auch Albrecht Dürer war vertreten: Adoration of the Magi, 1504.

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Portrait of his father, 1490

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Wer schon mal in Nürnberg in seinem Haus war, wird parallelen zu der Ausstellung hier ziehen können.


Agostino Busti, detto il Bambaia, St Francis, St Catherine, Fame, ca. 1516-7


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Giovanni Bellini, St Jerome in the Desert, ca. 1480-5

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Giorgio da Castelfranco detto Giorgione, The judgment of Solomon 1496 - 1499

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Bartolomeo Ammannati, Mars Gradivus, 1559 bronze

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Jacopo Del Duca, ca. 1604, Silenus and the Young Bacchus


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Rembrandt Harmenszoon van Rijn, Sold-Portrait ca. 1669

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Wie gesagt, man wusste fast gar nicht wo man hingucken sollte und ich habe hier schon sehr gefiltert. Wirklich ein Besuch wert. Aber in der Saison Juni bis September möchte ich nicht wissen wie das in Florenz zugeht. Das muss furchtbar voll sein.

Der Palazzo Vecchio behaust auch noch ein Museum. Ich war fertig von den ganzen visuellen eindrücken und hatte daher nur noch ein paar Fotos vom Gebäude und den Werken darin bzw. davor gemacht:

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Danach ging es müde aber sehr zufrieden in mein Hotel.

Gegen 19:30 Uhr ging ich noch mal los und irrte mal wieder etwas umher. Gegenüber das Hard Rock Cafe's fand ich dann La Ghiottina. Ich mochte die offene Küche. Das Essen war nicht zu teuer und war sehr lecker. Auch hier gab es Wein, bzw. Desertwein und Wasser dazu.

Florenz - 295.jpg Florenz - 296.jpg Florenz - 297.jpg

Auf dem Weg zurück ins Hotel holte ich mir noch eine Coke Zero .

Im Hotel angekommen wollte ich noch meinen Getränkegutschein nutzen. Ich sah ein etwas lieblos aufgebautes Buffet an Antipasti und Snacks für die Bargäste und kein Personal. Nach dem ich gefühlt 10 Minuten wartete, kam jemand und entschuldigte sich vielmals. Muss wohl auch den Zimmerservice mit machen. Nicht weiter tragisch. Die Bar war leer und nicht so einladend. Ich bestellte einen Weißwein, der leider mit denen der letzten Tage nicht mithalten konnte. So trank ich flott aus und ging auf mein Zimmer.

Dort schaute ich dann noch recht lange fernsehen. Wahrscheinlich die 24000 Schritte und "Reizüberflutung". Der Fernseher war wohl dann nicht zwingend die beste Ablenkung.

Theoretisch sollte es ja am nächsten Mittag Heim gehen. Insofern war spätes einschlafen kein Problem. Mehr dazu im Folgebeitrag.
 
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18.11.2017
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Sonntag, Anfang Februar

Ich war früh wach und trank einen Espresso auf dem Zimmer. Gegen 9 Uhr packte ich meine sieben Sachen und checkte aus. Ich parkte meinen Koffer und wollte noch einen Geocache für den Kollegen suchen. Diesmal bei Tageslicht, aber dennoch konnte ich den "Mozart" Cache nicht finden. Ich versuchte es bei einem anderen in der Nähe.

Basilica di San Lorenzo Florenz 2020 by Batman, auf Flickr

Anhang anzeigen 136218

Nun ging es ans Frühstücken. Ich irrte etwas unentschloßen hin und her und landete schlussendlich im Konnubio. Das Buffet sollte 12 Euro kosten. Ich hatte aber gar nicht so viel hunger. Man bot mir an, mich am Buffet zu bedienen und dann würde einzeln abgerechnet. Ich trank einen doppelten Espresso, hatte eine kleine Brotscheibe mit Aufschnitt und ein bisschen Rührei. Man wurde in eine separate Ecke gesetzt, die nicht sehr gemütlich war. So ging ich recht zügig zahlen. 3,50 € sollte es kosten. Schnapper. Dann ging ich zurük zum Hotel und holte meinen Koffer. Gleich um die Ecke fährt die Tram T2 direkt zum Flughafen Firenze-Peretola Amerigo Vespucci. Nach einer knappen halben Stunde kam ich am Flughafen an und checkte meinen Koffer ein. Es war nichts los. Ich scherzte noch, dass ich gar nicht damit gerechnet hätte weg zu kommen, wegen "Sabine" und so. Die Dame am Schalter meinte noch, nein - sieht alles gut aus....Durch die Sicherheitskontrolle kam ich auch schnell. Das Personal wirkte gelangweilt. Der Flughafen ist recht übersichtlich. Was soll ich sagen. Kaum in der Nähe der Gates angekommen, bekam ich eine SMS und Push Mitteilung von Lufthansa. Flug LH28 FRA-HAM ist gestrichen.

FRA - Sturm Sabine - 1.jpg

Kurze Zeit später neue SMS und Push Nachricht. Jetzt umgebucht auf den Folgetag. Sofort bei Booking.com in der App geguckt. 260 Euro aufwärts für Marriott und Sheraton am T1. Ich wählte für 157 Euro (ggü. der üblichen maximal 70 Euro) das Moxy Businesszimmer.Die 24 Stundenhotline meines Reisebüros rief ich dann an um mitzuteilen, dass ich schon umgebucht bin und auch schon mal ein Hotel gesichert hatte. Immerhin sollte ich erst in knapp 5 Stunden in Frankfurt ankommen. Ich harrte der Dinge und schaute auf das Rollfeld. Hier kam eine LG Walter Sonderbemalung an.

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Mir gegenüber nahm ein nettes älteres Ehepaar aus der Nähe von CGN und wir kamen ins Gespräch. Sie flogen mit Swiss über Zürich und dann Eurowings und wussten noch nicht ob sie nach Hause kommen. Kurz bevor ich dann den Flieger betrat, eine E195 Flugnummer EN8855 und Registrierung I-ADJY, bekam ich eine neue SMS und Push Nachricht. LH002 ist auch gestrichen... Na toll :p. Ich schrieb meinen Kollegen eine E-Mail dass ich dann wohl Home Office machen werde...Der Flug von Florenz nach Frankfurt verlief dann aber wieder relativ ereignislos. es gab eine schöne Aussicht und die anders farbig, aber sehr an LH Schnitte erinnernde Verpflegung wurde ausgeteilt. War wohl mit einer Art Farmersalat (?). Konnte man essen, aber jetzt kein 5 * Snack.

FLR-FRA-Gebirge.jpg FLR-FRA-Snack.jpg

Bei der Landung in Frankfurt merkte man dann, dass der Wind ordentlich pustete und "Sabine" im Anmarsch war. Spätestens dann, als man auf dem Vorfeld in den Bus wechselte merkte man den Wind. Nach etwa 5 Minuten kamen wir bei den Gates in der Nähe von A5 an. Den Serviceschalter der LH bei A14 hatte ich nur zu gut in Erinnerung, als ich vor ein paar Jahren aus Australien kommend in den Streik der Hansa geriet und am Ende mit der Bahn nach Hause fahren musste. War kein Spaß. Daher dachte ich, ich versuche mal wieder die Reisebüro-hotline anzurufen, da die Schlange schon sicherlich 100 Leute lang war. Ich lief immer mal wieder Richtung Serviceschalter um die Schlange zu beobachten, um dann nach 30 Minten Warteschleife das Telefonat zu beenden. Just in dem Moment kam ein Lufthansa Mitarbeiter und rief nach Hamburg und Brüssel Gästen. Er schläuste uns durch eine Sicherheitszone in den Landside Bereich, wo eine Kollegin uns übernahm und wir dann an die Schalter im 300er Bereich (?) gelotst wurden, wo sonst eingecheckt wird. Kurzerhand wurden diese für Umbuchungen umfunktioniert. Ich stand mit ein paar Jungen Engländern in einer Schlange, die schon seit dem Vortag in Frankfurt gestrandet waren und wegen "Ciara" wie er bei Ihnen hieß, wohl erst am Dienstag wieder fliegen konnten. Erstaunlich schnell, nach 30 Minuten max hatte ich dann einen netten Lufthansa Kollegen der mir 22 Euro in Verpflegungsvoucher ausstellte und mir sagte ich sollte doch die Bahn versuchen. Just in dem Moment meldete die Tagesschau App, dass die Bahn den Verkehr in NRW einstellt. Also wurde ich dann auf LH20 um 15 Uhr umgebucht. Ich versuchte unten im Gepäckannahmebereich, es gibt eine Sicherheitsschleuse durch die man gehen kann, um zu sehen ob mein Koffer dort da ist. Ein anderer netter Kollege meinte, es könnte ein paar Stunden dauern, da die Koffer während des laufenden Betriebs aussortiert wurden. Ich guckte noch etwas 45 Minuten und ging dann mit der Koffer ID zum Gepäckverlustschalter, wo man mir sagte, ne ne der wird durch gecheckt...Also raus gegangen und versucht ein paar Klamotten und Hygieneartikel zu finden. Gar nicht so einfach. Bei Rossmann und Marco Polo dann irgendwann eingedeckt. Dann ging ich etwas essen:

FRA - Sturm Sabine - 4.jpg

Danach nahm ich die Bahn von T1 zu T2 und suchte kurz verwirrt und leicht übermüdet den Ausgang. Als ich ihn endlich gefunden hatte, ging ich die 1200 m zum Hotel. Ich hatte nicht auf die Navigation gehört und eine andere Fußgängerampel genommen und die Quittung kam prompt. Weiter die Straße runter war Baustelle. Sackgasse. Ich ging illegal über 3x3 Spuren auf die andere Seite und entlang einer Reihe von Hilton, Radisson, Holiday Inn hotels um dann beim Moxy anzukommen. Das ganze ist ein kompletter Neubaubereich, wo auch noch kräftig Apartments usw. für Geschäftsleute und Flugreisende gebaut werden. Ich ging ins Hotel und suchte erstmal verwirrt den Empfang. Gibt es nicht. Die Bar ist der Empfang. beim einchecken gibt es dafür einen kostenlosen Cocktail. Das ganze ist an Young Professionals ausgerichtet. Meiner Meinung nach. Es wird wohl die erste und letzte Übernachtung in einem Moxy sein, sollte ich andere Optionen haben. Die Zimmer erinnern stark an Motel One. Wobei letzteres mir mehr zusagt und m. E. ein besseres Preis- Leistungsverhältnis bietet.

FRA - Sturm Sabine - 5.jpg

Wie man auf dem Tablett arbeiten soll, keine Ahnung. Ich wurde beim Fernseher auch als erstes nach Streaming gefragt. Deutlicher konnte man mir nicht sagen, ich bin die falsche Zielgruppe :D. Ich wollte eh nur duschen und ins Bett. Ich schaute noch etwas fern und trank noch eine Coke Zero die ich mir vorher noch am Terminal gekauft hatte und versuchte die Klimaanlage runter zu drehen. Kommt mir doch irgendwie bekannt vor? Angeblich arbeitet diese am besten auf Automatik. Dumm nur, dass das 21,5 Grad bedeutete. Das Fenster konnte ich nicht kippen, da der Wind es immer wieder zu schlug.

Montag, Anfang Februar

Ich wachte vor dem Wecker auf und machte mir Instant Kaffee. Das gehört wohl zum "Business" Zimmer dazu. Gegen 9 Uhr machte ich mich fertig und arbeitete mit dem Laptop auf dem Schoß. Es war möglich etwas zu "spottern":

FRA - Sturm Sabine - 10.jpg

Gegen 1030 ging ich auschecken.Beim Rewe nebenan holte ich mir noch eine Kleinigkeit zum Frühstück und ging dann die 1200 m wieder zurück. Es war doch ganz schön windig. Bei der Sicherheitskontrolle wurden die Leute so verteilt, dass ich in der "Priority" Schlange landete und so nur 25 Minuten brauchte. Nach dem was man hier und in den Medien liest, ist das ja schon fast schnell. Ich ging zur Lounge bei A26, da mir die Dame an der Lounge in der Nähe von A14 sagte dass diese schon sehr voll sei.

D-ABYH Thüringen, leicht verspätet auf dem Weg nach New York.

FRA - Sturm Sabine - 13.jpg

Gute Entscheidung. Die andere war recht leer und ich arbeitete dort noch und führte ein paar Telefonate. Das Wetter wusste nicht so recht was es wollte.

FRA - Sturm Sabine - 16.jpg

Ich machte mich pünktlich auf dem Weg. Nur um dann warten zu müssen. Es stellte sich heraus, dass der Flieger nicht für Hamburg geplant war und "Sturmbetankt" war. Dementsprechend dauerte es knapp 2 Stunden um 20 bis 30 freiwillige zu finden, die für 250 Euro den 18 Uhr Flieger LH28 nahmen. Ich war nicht motiviert das Angebot anzunehmen. Wollte ja nur noch nach Hause.So nah und doch so fern:

Frankfurt 2020 by Batman, auf Flickr

Als es dann endlich so weit war, war der Flieger recht leer und die Crew war schon 2 Stunden drüber. Die Crew für den Rückflug saß um mich rum verteilt. Der A321, die D-AIDL brauchte ganz schön Startbahn. Währenddessen hatten wir einen skandinavischen Flugbegleiter der uns eine Sicherheitsdemonstration bot, die ich so schnell nicht vergessen werde. A la Southwest / West Jet. Wir haben herzlich gelacht und dann auch applaudiert. Man merkte das wir voll getankt waren. In der Luft merkten wir sofort das Wetter und wir wurden sanft durchgerüttelt. Auch während des Fluges war der Herr gut gelaunt und machte seine Spässchen mit den Kollegen und den überschaubaren Passagieren an Bord. Einfach schön, wenn man aus der Situation so das Beste macht.

FRA - Sturm Sabine - 19.jpg

Wir wurden dann trotz herrlichem Himmel während des Fluges, bei der Landung noch ordentlich durchgeschüttelt. Mit weniger Treibstoff wären wir sicher nicht so in der Luft gelegen und stärker durchgeschüttelt worden.

Dann ging alles wie immer. Mein Koffer kam, kurz nach dem ich austreten war als einer der ersten. Ich ging hoch, bestellte per Free Now ein Taxi und fuhr nach Hause. Gut, das war der erste Taxifahrer der mit der App Probleme hatte und es auf eine Aktualisierung schub. So fuhren wir eine eher "unkonventionelle" Route. War mir egal. Zu Hause packte ich nur noch die Sachen aus und ab auf die Couch.

Epilog

Ich muss hier mal eine Lanze für Lufthansa brechen. Ich habe durchaus auch schon andere Erfahrungen gemacht und Frankfurt meiden wir eigentlich als Umsteigepunkt. Aber die Handhabung der "Sabine" war sehr gut gelaufen und trotz der vielen gestressten Menschen, hatte ich nur freundliche Lufthansa Kollegen. Ich hatte gleich am nächsten Tag vom Büro aus meine Kosten eingereicht und nach nur einer Woche bekam ich einen Anruf das man leider nur die Hotelkosten übernehmen könne und das man sich für die konstruktive Kritik (hatte noch als PS und PPS etwas angefügt), sowohl die netten Worte bedankt. Die Überweisung könne etwas dauern. Tatsächlich waren es nur 3 weitere Tage.

Ich kann Florenz nur empfehlen. Nicht nur Mode und Essen, auch Kultur hat die Stadt auf engstem Raum zu bieten. Vielleicht sollte man mehr als 30 Stunden investieren :). Ich würde das Hotel wieder nehmen. Es gab auch Marriott Hotels am Wasser. Aber die Preise waren abstrus. Und das außerhalb der Saison. Februar oder März erscheinen aber eine gute Reisezeit zwecks Wärme- und Menschenmassenoptimieren.

Ich hoffe ich konnte ein paar Anregungen bieten. Ist ja doch aufwendiger als gedacht so ein Reisebericht. Schönen Sonntag Abend!

Flug #202 bis #205
Neue Flughäfen: FLR, PSA
Neue Fluggesellschaft: Air Dolomiti

Als nächstes kommt dann Luxemburg, bevor es zur Familie Down under geht.
 
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18.11.2017
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So, zumindestens einen "Teaser" kann man hier ja schon mal platzieren.

Das Ticket nach Luxemburg war recht stabil im Preis, nach Bukarest zog der Preis innerhalb einer Woche um 25% an.
So habe ich mir dann jetzt auch bei den ohnehin recht hohen Flugkosten, ein C Ticket gegönnt. Es scheint auch, als ob ich den frisch getauften LX A320 Neo Engelberg HB-JDA "erlegen" kann. Zusammen mit einer E190 E2.

Für 03-05/2020 sind bis jetzt gebucht:

Flug NrVonNachFlugnummerFlugzeugKlasse
8 (206)
12 (210)HAMARNEW7218A320C
13 (211)ARNDMESQ361A350-900C
14 (212)DMESINSQ361A350-900C
15 (213)SINBNESQ265A350-900C
16 (214)BNESINSQ256A350-900C
17 (215)SINCPHSQ352A350-900C
18 (216)CPHARNSK1416A321C
19 (217)ARNHAMEW7219A320C
20 (218)HAMVIEOS174A320C
21 (219)VIEOTPOS787A319C
22 (220)OTPVIEOS792A320C
23 (221)VIEHAMOS167A319C

[TD]HAM[/TD]
[TD]ZRH[/TD]
[TD]LX1057[/TD]
[TD]A320 NEO[/TD]
[TD]Y[/TD]

[TR]
[TD]9 (207)[/TD]
[TD]ZRH[/TD]
[TD]LUX[/TD]
[TD]LX758[/TD]
[TD]E190 E2[/TD]
[TD]Y[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]10 (208)[/TD]
[TD]LUX[/TD]
[TD]VIE[/TD]
[TD]LG8853[/TD]
[TD]DHC 8-400[/TD]
[TD]Y[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]11 (209)[/TD]
[TD]VIE[/TD]
[TD]HAM[/TD]
[TD]OS171[/TD]
[TD]A321[/TD]
[TD]Y
[/TD]
[/TR]


Innereuropäisch finde ich normalerweise das Economy völlig ausreicht, wenn man einen Gangplatz, idealerweise einen Platz am Notausgang hat. Allerdings ist es schon auffällig, dass die Dichte der Sitze in Fliegern zu nimmt. Im hier in einen anderen Faden genannten englischsprachigem Forum wird ja der neue A320 NEO von LX gezeigt. Das ist schon recht eng gestaltet. Da überlege ich dann im Urlaub doch öfter, in C zu buchen. So ist es ja jetzt auch mit Bukarest geschehen.

06/2020 Turku ist noch offen, für
10/2020 scheint sich Brüssel zumindest schon mal heraus zu kristallisieren.
 
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Batman

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18.11.2017
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Nicht wirklich Reisebericht, aber dennoch Teil dieses ganzen. Durch Covid-19 ist das Wochenende in Luxembourg jetzt ersteinmal verschoben. Accor Hotels hat leider bei frühbucher Raten nur eine kostenlose Umbuchung zugelassen. Ich habe diese jetzt auf Anfang Oktober gelegt. Danach bin ich eigentlich in Brüssel. Nun gut, spiel ich etwas Ping-Pong. Ich hoffe das sich bis dahin alles etwas normalisiert hat.

Ich muss an dieser Stelle mal Lufthansa loben. In der FTL Hotline ganze 4 Minuten gebraucht und einen netten Herren am Aparat gehabt. Buchung kostenlos storniert und Geld wird in den nächsten Tagen zurück gebucht. E-Mail Bestätigung des Stornos kam innerhalb einer Stunde.

Meine Reise nach Australien wird wohl auch dann demnächst storniert. Noch fliegt Singapur Airlines Stockholm an und das Reisebüro wird sicherlich überlastet sein. Daher werde ich mich vor Anfang April nicht kümmern. Eurowings lässt nur eine Umbuchung zu. Schlimmsten Falls gibt es hier dann einen Extrabericht zu einem Wochenende in Stockholm im letzten Quartal 2020...

Bleibt gesund und lasst Euch nicht von der Hysterie Gaga machen. Ich habe noch nicht die Not gesehen 20 Kilo Mehl und 50 Rollen Klopapier zu kaufen, obwohl wir auf unbestimmte Zeit in Heimarbeit geschickt wurden und per Whatsapp und Co Weltuntergangszenarien prophezeit werden. Wenn wir alle mal nicht nur an uns selber denken, dann wird das sich hier hoffentlich bald alles wieder etwas normalisieren und durch unsere Konsumgesellschaft bestimmt die Rezession aufgefangen.
 

Batman

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18.11.2017
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Tja, eigentlich würde ich jetzt schon in Queensland verweilen. Diese Jahr ist alles anders und obige Planung ist wohl mehr oder minder hinfällig.

ChristianW hat hier ja schon ein paar schöne Eindrücke von Australien gegeben. In Anlehnung an User Skyman, könnte ich anbieten ein paar Eindrücke aus - Queensland, Sydney, Blue Mountains, Melbourne - aus vergangenen Reisen nach und nach ins Forum zu stellen. Wahrscheinlich aber dann eher in einem neuen Faden. Das ist natürlich etwas Arbeit. Aber ich denke, es würde den einen oder anderen vielleicht dennoch interessieren?

Es wird dann natürlich kein richtiger "Reisebericht", würde aber diese Serie etwas "überbrücken". Zumindest in Europa hoffe ich ja im Oktober weiter machen zu können...
 

Batman

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18.11.2017
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Hamburg
Luxembourg in Zeiten von COVID-19

Prolog


Reisen zu Coronazeiten. Es sollte eigentlich schon im März dieses Jahres nach Luxembourg gehen. Dann kam die Pandemie und die tolle Pandemie Kundenfreundlichkeit von Accor (achtung Sarkasmus), sah nur ein verschieben vor bei Vorkasseraten. Damals also naiive in den Oktober geschoben. Nun, hier sind wir und wir sind immer noch mitten drin in der Pandemie.


Leider sollte der neue Termin aus mehrfacher Sicht weiterhin ungünstig sein. Es hilft ja nichts. Zum Glück gibt es Whatsapp und Facetime für die Familie und zum Glück kann ich überall arbeiten. Mein Arbeitgeber muss nur über das Risikogebiet informiert werden. Nach dem Wochenende habe ich dann eine Woche von zuhause aus zu arbeiten (egal welches Testergebnis aus dem Rückkehrertest erfolgt). Dann wird weiter gesehen, ob noch eine weitere Woche zuhause bleiben nötig ist. Essentiell bedeutet dies für mich eh "nur" 2 oder 4 Bürotage. Und ob ich nun Familienangehörige in München besuche oder woanders hinfliege ist Quarantäne technisch mittlerer Weile ja fast egal.


Ursprünglich wollte ich mit der Swiss in Business nachmittags mit dem neuen Neo und der A220 fliegen. Netter Nebeneffekt wäre eine zeitige Ankunft in Luxembourg gewesen. Pustekuchen. Streichkonzert. Also, erst weniger als 4 Wochen vorher direkt bei Lux Air gebucht. Jetzt halt neue Fluggesellschaft und DHC4-8 mit neuem Flughafen Saarbrücken.


Anreise


Wie zuvor kurz genannt, war der Zeitpunkt aus mehrfacher Sicht ungünstig. So war einer der Gründe auch, warum ich mal wieder schlecht schlief und schon um 530 wach war. Nach einem recht entspannten kurzen Arbeitstag mit Filmarbeiten im Hafen für ein Video dass nächste Woche im Rahmen einer, nun Onlineveranstaltung, platziert werden soll. Eigentlich wäre ich hierfür nächste Woche mit 6000 Anderen in Brüssel gewesen.


Nun gut. Um 16 Uhr war ich wieder zu Hause und packte meinen kleinen Handgepäckkoffer und die Laptoptasche. Egal was der Vielfliegerstatus ist, im Moment ist ja offiziell nur ein Handgepäck + Laptoptasche erlaubt. Ich hätte zwar auch den Minikoffer aufgeben können, aber da ich nun erst um 22:30 in Luxembourg landen sollte, wollte ich nur noch schnell raus aus dem Flughafen können und ins Hotel.


Ich war extra früh um 18 Uhr am Flughafen. hatte aber laut der Dame an der Sicherheitskontrolle Glück, denn es war gerade leer und ich war nach zweifachem Scan des Koffers (auch nach 6 Monaten ohne Flug hat der Computer mich zuerst natürlich für einen Sprengstofftest aussortiert gehabt, dann aber nicht mehr haben wollen) innerhalb von 10 Minuten durch.

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Dannach ging es in die Lufthansa Lounge. Durch Corona ist die Business Lounge geschlossen und ich kam das erste Mal in das Vergnügen der Senator Lounge. Bevor man jedoch Zutritt bekommt, muss für die Behörden ein Zettel ausgefüllt werden. Danach erhaschte ich einen Sitz am Fenster mit Blick auf das erschreckend leere Vorfeld (gut der Weg zur Lounge war schon bedrückend mangels tummelnder PAX). Der Service war sehr zuvorkommend und durch die Corona Regularien persönliche Ausgabe von Getränken. Es gab Obstsalat im Glas, Brezeln, Käsekräcker, Müsliriegel und zweierlei Sandwiches. Ich fand das Angebot der Situation bedingt gut und ausreichend. Ich verbrachte noch ca 90 Minuten dort und ging dann Richtung A39. A21-A26 ist geschlossen. Sonst häufig ein Ausgangspunkt für mich in Hamburg...

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Vor dem Gate wartete ich dann noch etwa 15 Minuten und beobachtete wie das Ryanair Boarding für Palma vonstatten ging. Der Flug war recht gut gebucht. Ich glaube die Dame vom Gate meldete etwas von 70 Eco Pax. Alle mussten den QR Code bereit halten und die Polizei stand am Gate und kontrollierte die Dokumente. Bei einer Familie wurde sogar nachgefragt. Stellte sich heraus, dass es eine größere Familie war die am Freitag und Samstag flogen. Das reichte den Polizisten und sie zogen von dannen. LG9564 via Saarbrücken nach Luxembourg war nach meiner Schätzung mit maximal zwei Dutzend PAX auf einer DHC8-400 gebucht und saßen mit mir zusammen verteilt vor dem Gate. Der Gateagent sagte kurze Zeit später, 25 PAX. Gut geschätzt. Ein trauriges Bild war auch, dass es Freitag Abend nur noch 4 Flüge nach unserem um 20 Uhr gab. München, Köln, London Gatwick und Kiew.


Kurze Zeit später war das Boarding vom Ryanair Flieger nach Palma durch und eine gespenstische Ruhe kehrte bis zum Aufruf des Boardings für unseren Flug in den Endteil des Terminals ein. Mein Köfferchen wurde mit einem Tag am Gate versehen und musste dann am Flieger abgegeben werden. Das Boarding war so schnell durch, dass wir 10 Minuten zu früh den Pushback hatten. Danach konnte ich im Dunkeln das neue Terminalleitsystem beobachten, jetzt wo die Vorfeldsanierung abgeschlossen ist.


Das Flugzeug war so leicht, dass wir gefühlt nach 50 m schon in der Luft waren. Die Crew war sehr freundlich. Der Flug nach Saarbrücken sollte 1 Stunde 10 Minuten dauern. Man wurde gebeten die Maske beim Snack und Getränk maximal 15 Minuten abzunehmen und die Lüftungsventile geschlossen zu halten (Fun Fact, bei Singapore Airlines im A350 sind diese abgeklebt). Die Toilette mögen man besuchen und sich vorher und nachher die Hände desinfizieren. Keine Schlangen zum Warten wären erlaubt. Dann bekamen wir eine Studentennussmischung, Wasser und ich nahm einen Crémant Poll-Fabaire Brut und ein Wasser. Es gab aber auch Bier, Kaffee, Tee. Danach suchte ich mal die Toilette auf. Ich hatte vergessen wie klein diese in den DHC8 sind. Ich konnte mich gerade um meine eigene Achse drehen und aufrecht stehen Selbst das Waschbecken reichte für zwei Finger unterm Hahn und einen drauf um den Wasserfluss zu gewährleisten :eek:.

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Danach gingen die Damen durch und verteilten Covid-19 Racing Zettel. Eine Dame zwei Reihen vor mir fing an zu diskutieren. Man fliege ja nur bis Saarbrücken. Aber der Luxembourgische Staat sieht vor, alle PAX zu erfassen. Macht ja auch sinn. Nun gut. Sie fügte sich kurze Zeit später und tat was alle taten. Sie füllte den Zettel aus…Kurze Zeit später wurde das A4 Blatt eingesammelt. Lustigerweise wurden zum Ausfüllen Bleistifte verteilt :idea:.

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Der Kapitän meldete sich und berichtete das wir wohl gerade über Frankfurt wären und 22000 Fuß Reiseflughöhe hätten. Es seien noch 20 Minuten bis nach Saarbrücken und es gäbe einen 15 minütigen Zwischenstopp, bei dem die nach Luxembourg gebuchten bitte sitzen bleiben mögen. Als wir dann in Saarbrücken gelandet waren, verblieben letztendlich nur noch 9 PAX im Flieger. Keiner ist hinzugekommen. Dann ging es wieder auf die Startbahn um erneut nach gefühlt 50 m in der Luft zu sein. Beim Abflug fielen mir dann erneut eine ganze Reihe an Fliegern auf. Es sah aus, wie Flybe lackierte Maschinen. Muss ich nochmal recherchieren.


In Luxembourg mussten wir dann erneut 5 Minuten warten, bis die Tür aufging. Erst sollte der Wagen mit den Handgepäckstücken positioniert werden. Dann ging es recht flott. Nun ja, waren ja nur noch 9 PAX. Drei Koffer warteten darauf abgeholt zu werden und dann ging es über das Vorfeld hoch in die erste Ebene des Terminals und quer durch den Flughafen. Dann wieder runter, raus aus dem Sicherheitsbereich und wieder hoch zu den Taxen. Ich hatte im Internet etwas von ca 25 euro für die Fahrt recherchiert. Ich lief zum ersten Taxi in der Schlange. In meiner Müdigkeit sagte ich, ich muss noch kurz gucken welches der zwei Softies mein Ziel sein sollte. Da hatte der Fahrer wohl seine Chance gewittert und peste los. Schön über die Autobahn und mit 3 Kilometer Umweg. Am Hotel wollte er dann knapp 50 Euro haben. Ich hatte aber nur 40 Euro in bar und Kartenzahlung ging nicht. Er gab mir den Beleg und nahm mürrisch die 40 Euro und zog von dannen. Nach fast 18 Stunden auf den Beinen war mir nicht mehr nach diskutieren. An deren Fenstern stehen irgendwelche Tarife. War zu müde um es genau zu lesen. Bei ihm war was von 44 euro genannt, ich sah aber auch Taxis die nur die Hälfte nannten… Hinterher ist man immer schlauer und es gibt auch Bus und Bahn. Aber das war mir um die Uhrzeit zu müßig und ich wollte nur noch einchecken und ins Bett.


Netter Nebeneffekt beim Check-In. Ich stellte fest, dass ich damals mit Frühstück gebucht hatte. Ich war mir nicht mehr sicher und hatte auf der Webseite 30 Euro für Frühstück gesehen. Das hätte ich definitiv nachträglich nicht hinzu gebucht. Es gab ein erhofftes Upgrade auf Zimmer mit Blick und den Getränke Voucher und ich füllte den Zettel für das morgige Frühstück schon mal aus. Zu müde um es im Detail zu lesen, so stellte sich am nächsten Morgen heraus, dass ich ein paar Kreuze zu wenig gemacht hatte :). Man kann im Restaurant mit Blick frühstücken, oder auf dem Zimmer. Wegen Corona halt alles etwas anders. Dann hieß es im Zimmer nur noch kurz das gröbste auspacken, duschen, etwas fernsehen und nach knapp 19 Stunden auf den Beinen endlich schlafen.
 

Petz

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08.11.2009
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2020 - Unterwegs in Europe und einbisschen (oder "zweibisschen") Australien

18 flybe Dash 8 stehen am SCN bei der Contact Air Technik, werden dort lufttüchtig gehalten und warten auf einen neuen Abnehmer... irgendwann vielleicht.
 
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Batman

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18.11.2017
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Samstag


Nach dem ich ein paar Mal wach war, stand ich um 8 Uhr auf und schmiss erstmal die Illy Espresso Maschine an. Klingt verrückt, aber auf Reisen schätze ich mittlerer Weile sehr, wenn es Wasser und Espressomaschine auf dem Zimmer gibt.

Ich schaute Nachrichten und duschte etwas später. Dann war noch Zeit um mit der Familie ein bisschen via Facetime zu telefonieren. Leider gab es nicht so gute Nachrichten und es war wohl eine Nacht mit wenig Schlaf für einen Teil meiner Familie. Sogar eine Umbuchung des Rückflugs war versucht worden. Der nächste freie Business Sitz nach Australien war aber erst wieder in 6 Wochen, also Mitte Dezember, verfügbar. Zeitgleich bieten aber alle möglichen OTAs und Fluggesellschaften noch Flüge im Internet an, die es gar nicht gibt. Finde ich eine Unverschämtheit. So bindet man vielleicht Kapital, aber keine Kunden.

Um 9:30 Uhr ging es dann zum Frühstück. Das Restaurant und die Bar hat einen sehr schönen Blick aufs Tal. Das Frühstück war auch sehr lecker und mehr, als es auf dem ersten Blick aussah.

Luxembourg - Oktober - Tag 1 - 2020 - 55 by Batman, auf Flickr

Danach ging es wieder aufs Zimmer. Zähneputzen, Gedöns einpacken und schonmal die Anreise formulieren für das spätere Einstellen in das Forum und für mich, um es möglichst flüssig nieder schreiben zu können. Plötzlich stand die Reinigungskraft in der Tür :). Ich bat um 30 Minuten und Sie entschuldigte sich vielmals. In Luxembourg ist es Corona technisch, tatsächlich alles noch entspannter als in Deutschland.

Gegen 11 Uhr machte ich mich dann auf den Weg zur Tourismuszentrale. Der Weg führt über eine der Brücken, die man beim Rundgang später auch noch aus dem Tal heraus begucken kann. Bei der Tourismuszentral angekommen, musste ich warten. Es dürfen nur 3 Personen gleichzeigit im Raum sein. Kein Problem. Ich nutzte die Zeit für ein paar Telefonate, um meiner Familie logistisch etwas zu helfen um die am morgen gehörte Situation etwas zu entspannen. Zumindest, die der Angehörigen. Dann ging es an den Schalter und eine Dame sprach mich nett auf Deutsch an. Die Tour soll so 2 bis 2,5 Stunden durch die Stadt dauern und leide seien die Kasematten derzeit geschlossen.

Noch etwas abgelenkt, ob der familärlichen Situation, lief ich drei Mal im Kreis und über den netten kleinen Wochenmarkt (hier Maskenpflicht). Nur um dann festzustellen, dass die ersten Sehenswürdigkeiten von Marktständen, oder Baustellen verdeckt waren (Michel Radange-Denkmal "De Fiischen", Reiterstandbild Wilhelm II und Rathaus). So richtig verpasst hat man mMn aber nicht, wenn man dies nicht im Detail betrachtet hat. Der Wochenmarkt war ganz nett und es gab unter anderem viele Köstlichkeiten zu kaufen.

Weiter ging es zum Großherzöglichen Palais und der daneben liegenden Abgeordnetenkammer. Leider habe ich nur meine Powershot S110 dabei. Daher drei Bilder. Aber es passt auch ganz gut, da der alte Teil zwischen denzwei Türmen im Renaissance-Stil (1572) erbaut ist, mittlere Teil (1741-1743) im Barock-Stil (genannt Waage) und 1890 im Renaissance-Stil umgebaut. 1992-1995 wurde umfangreich restauriert. Die Abgeordnetenkammer wurde 1859 angebaut. Der Architekt war Antoine Hartmann. Hier sitzen die 60 Abgeordneten.

Luxembourg - Oktober - Tag 1 - 2020 - 8 by Batman, auf Flickr

Luxembourg - Oktober - Tag 1 - 2020 - 9 by Batman, auf Flickr

Luxembourg - Oktober - Tag 1 - 2020 - 11 by Batman, auf Flickr

Luxembourg - Oktober - Tag 1 - 2020 - 10 by Batman, auf Flickr

Von dort ging es in einer Schleife weiter zum Verwaltungsgebäude Cerlce cité am Place d'Armes. Dieser Platz wird auch "Salon der Stadt" genannt. Er wurde 1671 erbaut und 1986 neuangelegt. Hier war auch recht viel los. Im Sommer kann man hier bestimmt gut sitzen.

Luxembourg - Oktober - Tag 1 - 2020 - 19 by Batman, auf Flickr

Auf der anderen Seite des Platzes, gegenüber des Verwaltungsgebäudes, ist das Dicks-Lentz-Denkmal. Es wurde 1930 zu Ehren der Nationaldichter Dicks und Lentz errichtet.

Luxembourg - Oktober - Tag 1 - 2020 - 21 by Batman, auf Flickr

Nun ging es aus der Innenstadt heraus, in Richtung Petrustal. Hier befindet sich der "Place de la Constitution", welcher auf der alten Bastion Beck (1644, 1685) angelgt ist. Von hier hat man auch einen schönen Blick auf das Petrustal und die Adolphe-Brücke. Direkt daneben ist die "Gëlle Fra" /Goldene Frau). Erbaut 1923 zum Gedenken an die gefallenen Luxembourger Soldaten in den Weltkriegen und Koreakrieg. Heute steht es auch für Freiheit und Wiederstand der Luxembourger. Wiederum neben an, sind die Petruss-Kassematten. Aber wie zuvor erwähnt waren die Kassematten geschlossen. Ich nehme an, wegen Covid-19. es handelt sich hierbei um unterirdische Befestigungensgänge, die unter spanischer, französischer und österreichischer Herrschafft erbaut wurden.


Luxembourg - Oktober - Tag 1 - 2020 - 23 by Batman, auf Flickr


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Nun ging es vorbei an der Nationalbibliothek und der Kathedrale (1870 zu Kathedrale erhoben) "Unsere Lieben Frau", erbaut 1606-1611.


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Von hier geht es an der Kongregationskirche, weiter zum Place Clairefontaine. Dieser liegt inmitten des Regierungsviertels. Auf dem Platz befindet sich das Denkmal für die Großherzogin Charlotte. Entworfen von Jean Cardot.


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Nun geht es Richtung Tal und vorbei am Nationalarchiv, dem ehemaligen preußischen Kriegslazarett (1862). Man macht hier zuerst einen Spaziergang auf der Festungsmauer, der Corniche. Auch genannt "schönster Balkon Europas". Man hat tatsächlich einen sehr schönen Ausblick.

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Anstatt ins Tal herunter zu gehen, begibt man sich erst auf den Bockfelsen. Die Wiege der Stadt Luxembourg. Der Felsen ist durch die Schlossbrücke (1735) verbunden. Die untere Etage ist im Originalzustand. Es gibt fünf verschiedene Überquerungsmöglichkeiten. Man sieht auf dem Felsen die Reste des alten Schlosses. Es gab drei Tore, jeweils auf dem unteren-, mittleren-, und großen Bock. Dann kam die Schlossbrücke und das Schlosstor mit der Schlossbastion. Die Spanier bauten 1649 den Bockfelsen in ein vorgeschobenes Festungswerk um zum Schutz des Schlosses. 1684 zerstörrten die Franzosen die Befestigungen. Sie wurden danach von Vauban wieder aufgebaut. 1737 bis 1746 bauten die Österreicher wieder... Diese drei Nationalitäten und deren Aktivitäten finden sich in Luxembourg immer wieder. Die Krypta war wegen Covid-19 wohl auch geschlossen.

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