24.03.2015: Germanwings Maschine (A320) auf dem Weg von BCN nach DUS abgestürzt

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rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.166
3.526
ZRH / MUC
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Das ist doch wurscht. Krankschreibung bedeutet ARBEITSUNFÄHIGKEIT.

Solange wir nicht wissen (dürfen) weswegen er krankgeschrieben war, wissen wir, dass wir nichts wissen. Es kann ja auch ein geschwollenes Knie von einem Sportunfall gewesen sein. Oder so.

Ich habe auch schon solche gelben Zettel fortgeworfen (vom Orthopäden), wenn es heisst "wenn Sie sich fühlen, gehen Sie ins Büro".

Momentan können wir nur spekulieren, wirklich helfen tut die aktuelle Information nicht.
 
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Anonym38428

Guest
Leider ist es in unserer Gesellschaft Usus, dass nach einer schrecklichen Tat mit juristischen Mitteln vorgegangen werden muss.
Eine Flugunfalluntersuchung ist ein eklatanter Unterschied - hier steht nicht die Frage nach einer Schuld im Raum die juristisch zu bewerten ist, sondern die Frage nach dem "Warum?", um daraus zu lernen und ähnliches für künftige Flüge zu verhindern oder die Wahrscheinlichkeit eines Eintretens zu verringern.
 
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Marc_HH

Erfahrenes Mitglied
08.07.2010
631
2
BER (TXL)
Natürlich hat den AG das zu interessieren, schon allein zur Beurteilung des Zeitraums der Entgeltfortzahlung...

Sorry, aber das ist nicht ganz korrekt. Aus dem Grund gibt es auf der AU für den AG die Angabe, ob es sich um eine Folgebescheinigung handelt oder nicht. Damit weiß der AG in der Regel, ab wann die Lohnfortzahlung endet und der AN Krankengeld durch die KV bezieht.
 

Mora

Erfahrenes Mitglied
22.10.2010
515
132
@Connie Da bin ich deiner Meinung - aber hier wird schon wieder seit 10 Seiten detailliert über eine "psychische" Erkrankung spekuliert (was natürlich bei jemandem der im Verdacht steht absichtlich ein Flugzeug vor die Wand geflogen zu haben auch nahe liegt). Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass jetzt eine schwerwiegende physische Erkrankung vorlag die eventuell ein Auslöser, etc war.
 

Daoane

Erfahrenes Mitglied
17.10.2011
1.124
49
MUC
Eine Flugunfalluntersuchung ist ein eklatanter Unterschied - hier steht nicht die Frage nach einer Schuld im Raum die juristisch zu bewerten ist, sondern die Frage nach dem "Warum?", um daraus zu lernen und ähnliches für künftige Flüge zu verhindern oder die Wahrscheinlichkeit eines Eintretens zu verringern.

Diese habe ich auch nicht gemeint, sondern das anschließende juristische Geplänkel.
 

Contest 31

Erfahrenes Mitglied
In der NYT steht, dass auf die Lufthansa sehr, sehr hohe Schadensklagen zukommen. Allein schon wegen der drei Toten US Amerikaner, aber auch von Franzosen, Deutschen, usw. Ob alles mit den Versicherungen abgedeckt ist? Ich bezweifel das. Eher sogar, dass die versicherungen versuchen, Geld von der LH zurückzubekommen. Gibt es für solche Summen Rückstellungen?
 

holgor2000

Aktives Mitglied
24.03.2013
177
21
Das ist doch wurscht. Krankschreibung bedeutet ARBEITSUNFÄHIGKEIT.
Dies bedeutet allerdings nicht, dass er ein Arbeitsverbot hatte.

Die Arbeitsunfähigkeit wurde in Deutschland attestiert, sonst hätten die Ermittler den Zettel nicht in der dortigen Wohnung finden können. Er war aber morgens in BCN gestartet. Daraus schließe ich, dass die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an einem oder schon mehrere Tage zuvor attestiert wurde. Dies bedeutet, dass er sich selbst wieder als gesund einstufen konnte um am Absturztag zur Arbeit zu gehen. Dadurch verliert man in Deutschland nicht mal seinen Versicherungsschutz. Das ist demnach alles rechtens so. Ob es auch sinnvoll und gut ist, ist ein anderes Thema...
 

economyflieger

Erfahrenes Mitglied
22.02.2010
4.977
1
Ostsee
In der NYT steht, dass auf die Lufthansa sehr, sehr hohe Schadensklagen zukommen. Allein schon wegen der drei Toten US Amerikaner, aber auch von Franzosen, Deutschen, usw. Ob alles mit den Versicherungen abgedeckt ist? Ich bezweifel das. Eher sogar, dass die versicherungen versuchen, Geld von der LH zurückzubekommen. Gibt es für solche Summen Rückstellungen?


Ich gehe davon aus das die Haftpflichtversicherung ausreichend hoch ist. Noch dazu wo es sich um einen Unfall in Europa gehandelt hat.
 
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Bartholomew

Neues Mitglied
15.10.2011
23
0
In der NYT steht, dass auf die Lufthansa sehr, sehr hohe Schadensklagen zukommen. Allein schon wegen der drei Toten US Amerikaner, aber auch von Franzosen, Deutschen, usw. Ob alles mit den Versicherungen abgedeckt ist? Ich bezweifel das. Eher sogar, dass die versicherungen versuchen, Geld von der LH zurückzubekommen. Gibt es für solche Summen Rückstellungen?

Nein, Rückstellungen dürfen nur gebildet werden, wenn nach kaufmännischer Einschätzung der Eintritt hinreichend wahrscheinlich erscheint, aber hinsichtlich zu erwartender Höhe noch ungewiss ist; der erweiterte Suizid eines Ersten Offiziers zählt dazu nicht.
 

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.065
10.752
Dahoam
Dies bedeutet allerdings nicht, dass er ein Arbeitsverbot hatte.

Die Arbeitsunfähigkeit wurde in Deutschland attestiert, sonst hätten die Ermittler den Zettel nicht in der dortigen Wohnung finden können. Er war aber morgens in BCN gestartet. Daraus schließe ich, dass die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an einem oder schon mehrere Tage zuvor attestiert wurde.

Ohne den Umlaufplan der Crew zu kennen gehe ich davon aus dass der Tagesumlauf in der früh in DUS begonnen hat bevor es auf dem ersten Leg DUS-BCN ging. Das Unglück ist dann erst auf dem Rückflug nach DUS passiert. Billigflieger wie 4U sparen ja in erster Linie auch an den Übernachtungen von Crews in der Ferne.
 

janetm

Erfahrenes Mitglied
11.02.2012
4.082
1.404
DUS, HAJ, PAD
Gilt hier für diesen Thread, ist für Deutschland, in anderen Ländern gibt es die Diagnose AUCH für den Arbeitgeber. Und in Österreich soll es auch Piloten geben. Finde ich für meinereiner besser, ein Arbeitgeber sollte schon Kenntnis haben von den Krankheiten seiner Angestellten, um Gefahren abwehren zu können.

Ob du, das auch noch so unterschreiben würdest wenn du Depressionen, STDs, Läuse, was weiß ich was hättest weiß ich nicht.

Der Umgang mit Krankendaten ist mit der sensibelste überhaupt und das mit recht. Das Arbeitgeber das interessant finden würden steht außer Frage, einen Nutzen für den Arbeitnehmer hätte es mit Sicherheit nicht.

Schwierig wird es wenn die Krankheit wie bei Piloten o.a. Berufskraftfahrer großen Einfluss auf die Arbeitssicherheit hat.

Ob ich hier depressiv am Notebook sitze ist dagegen nicht wirklich relevant, außer für mich.
 
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holgor2000

Aktives Mitglied
24.03.2013
177
21
Ohne den Umlaufplan der Crew zu kennen gehe ich davon aus dass der Tagesumlauf in der früh in DUS begonnen hat bevor es auf dem ersten Leg DUS-BCN ging. Das Unglück ist dann erst auf dem Rückflug nach DUS passiert. Billigflieger wie 4U sparen ja in erster Linie auch an den Übernachtungen von Crews in der Ferne.
Was es noch unwahrscheinlicher macht, dass er am gleichen Tag davor beim Arzt war, denn dafür war wohl keine Zeit.
 

Andy386

Aktives Mitglied
05.12.2010
128
0
Dann sind wir aber wieder beim Thema, dass Terroristen diese Person/en bedrohen würden um den Zugang zu erzwingen. Ich glaube kaum, dass dann sämtliche bedrohte Personen mit dem sicheren Tod vor Augen schweigen würden. Leider wird das Ganze hier wohl als tragischer Einzelfall abgestempelt werden und sich womöglich Nichts ändern. Vergleich doch mal Bodenkontrollen nach einem versuchten oder gar geglückten Attentat. Ein marginale Zeitspanne später wird längst nicht mehr so penibel kontrolliert. Auch das wird man leider nie ändern können, da der Risikofaktor Mensch größtenteils so tickt.
Wahrscheinlich wäre das Schlimmste vermeidbar gewesen, wenn die Tür nicht gelockt wäre.
Dass beim Wegfall des Locks wieder Schreckensfantasien (TERROR!) hochkommen wurde ja auch schon gesagt. Wäre es aber bspw. technisch möglich, den Lock durch Codeeingabe UND Freigabe durch die Bodenstation zu öffnen?
D.h. im unwahrscheinlichen Entführungsfall können die Erpressten den Code eingeben, kommen aber dennoch nicht rein. Im Falle wie hier könnte durch Freigabe der Lock aufgehoben werden.
 

DirtyDancer

Erfahrenes Mitglied
26.01.2014
455
25
STR
Was es noch unwahrscheinlicher macht, dass er am gleichen Tag davor beim Arzt war, denn dafür war wohl keine Zeit.

In der PM der Staatsanwaltschaft steht, dass "auch den Tattag umfassende Krankschreibungen" gefunden wurden, also kann es sein, dass er z.B. Montag für die komplette Woche krankgeschrieben wurde.
 

Mora

Erfahrenes Mitglied
22.10.2010
515
132
Ja oder das er vor einer Woche bis einschließlich dem 24. krankgeschrieben wurde - alles pure Spekulation...
 

Alligator

Erfahrenes Mitglied
11.07.2011
1.712
6
FRA
Wahrscheinlich wäre das Schlimmste vermeidbar gewesen, wenn die Tür nicht gelockt wäre.
Dass beim Wegfall des Locks wieder Schreckensfantasien (TERROR!) hochkommen wurde ja auch schon gesagt. Wäre es aber bspw. technisch möglich, den Lock durch Codeeingabe UND Freigabe durch die Bodenstation zu öffnen?
D.h. im unwahrscheinlichen Entführungsfall können die Erpressten den Code eingeben, kommen aber dennoch nicht rein. Im Falle wie hier könnte durch Freigabe der Lock aufgehoben werden.

wie soll die "Bodenstation" - was immer das konkret sein mag (Houston?) - davon erfahren, wenn Funkmöglichkeiten nur aus dem Cockpit bestehen?
 

thebusychris

Aktives Mitglied
16.10.2009
176
0
15.30 Uhr: ...
Nach Informationen des "Tagesspiegels" war L. in der Uniklinik Düsseldorf wegen Depressionen in Behandlung. Das dementierte eine Sprecherin der Klinik: "Meldungen, wonach Andreas L. wegen Depressionen in unserem Haus in Behandlung gewesen sei, sind unzutreffend." Auskünfte über eventuelle Krankheiten des Mannes machte die Klinik nicht, auch nicht, in welcher Abteilung er Patient war. Der Copilot sei erstmals im Februar 2015 und zuletzt am 10. März als Patient am Uni-Klinikum vorstellig geworden. "Es handelte sich um diagnostische Abklärungen", teilte die Klinik mit. Einzelheiten unterlägen der ärztlichen Schweigepflicht. Die Krankenakten würden noch am Freitag der ermittelnden Staatsanwaltschaft Düsseldorf übergeben. Die Klinik werde die Ermittlungen nachdrücklich und vorbehaltlos unterstützen, sagte der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Prof. Klaus Höffken.

Quelle: Focus
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Also doch eventuell die Diagnose einer lebensbedrohlichen oder zumindest zum Verlust der Lizenz führenden körperlichen Erkrankung? Wenn er tatsächlich so "versessen" aufs Fliegen war, wie von einigen aus seinem Umfeld behauptet, dürfte für ihn wohl eine Welt untergegangen sein.
 

holgor2000

Aktives Mitglied
24.03.2013
177
21
In der PM der Staatsanwaltschaft steht, dass "auch den Tattag umfassende Krankschreibungen" gefunden wurden, also kann es sein, dass er z.B. Montag für die komplette Woche krankgeschrieben wurde.
Und was willst Du damit sagen?
Wie gesagt: Das ist kein Arbeitsverbot. Beispiel: Du wirst am Montag für die komplette Woche krankgeschrieben weil Du Dir den Knöchel verdreht hast. Am Dienstag fühlst Du Dich schon besser und gehst wieder arbeiten: Alles okay nach dt. Arbeitsrecht.
 
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pin15399

Guest
Oder doch Angst davor schon nach einem Krankenstand versetzt oder gekündigt zu werden. Der Druck auf die Belegschaften steigt ja ständig.
 

DirtyDancer

Erfahrenes Mitglied
26.01.2014
455
25
STR
Und was willst Du damit sagen?
Wie gesagt: Das ist kein Arbeitsverbot. Beispiel: Du wirst am Montag für die komplette Woche krankgeschrieben weil Du Dir den Knöchel verdreht hast. Am Dienstag fühlst Du Dich schon besser und gehst wieder arbeiten: Alles okay nach dt. Arbeitsrecht.

War nur ein Reply auf Deine Aussage, dass er schlechterdings am Dienstag vor seinem Flug zum Doc hätte gehen können.
 

scoffer

Aktives Mitglied
03.10.2012
109
0
Also doch eventuell die Diagnose einer lebensbedrohlichen oder zumindest zum Verlust der Lizenz führenden körperlichen Erkrankung? Wenn er tatsächlich so "versessen" aufs Fliegen war, wie von einigen aus seinem Umfeld behauptet, dürfte für ihn wohl eine Welt untergegangen sein.

Ist es aber nicht auch eine Art psychische Krankheit, wenn man sich so stark an ein einzigen Berufsfeld anknüpft, sodass man nicht mehr vorstellen kann im fall der Falle irgendwas anders zu tun?

Ich würde gerne auch fliegen (privat), der Sehkraft lag aber bei medizinischer Untersuchung leider knapp unter dem Mindestwert. Shit happens, life goes on. Besonders mit 27, als die allermeisten Bildungsbürger ganz am Anfang der Karriere stehen. So zu reagieren, auch auf die schlechtesten Nachrichten, macht man in meinen Augen doch psychisch krank.
 

Marco159

Erfahrenes Mitglied
15.05.2011
1.234
2
was sagt ihr dazu?

Kampfjet stieg zum Germanwings-Flugzeug auf – Rätselhafte Äußerung von Lufthansa-Vizepräsidentin (Nachtrag) | PRAVDA TV – Lebe die Rebellion

http://de.euronews.com/2015/03/24/ratselhafte-auaeerung-von-lufthansa-vizeprasidentin-zu-unglucksflug-4u9525/

Rätselhafte Äußerung von Lufthansa-Vizepräsidentin zu Unglücksflug 4U9525

Eine leitende Lufthansa-Managerin hat mit einer Bemerkung während einer Pressekonferenz in Barcelona Spekulationen über den Unglücksflug 4U9252 ausgelöst.

Heike Birlenbach, Vizepräsidentin für Vertrieb und Marketing Europa, wurde von einer Journalistin mit offenbar spanischem Akzent auf Englisch gebeten, Informationen über das Flugzeug zu wiederholen, die auf einer Pressekonferenz von Germanwings gegeben worden waren. Ihre erste Antwort lautete „Beg your pardon?“ („Entschuldigen Sie bitte!“) Das kann sich auf die Akustik bezogen haben. Nachdem die Bitte um Informationen über das Flugzeug wiederholt wurde, antwortet sie: „I cannot comment on this“ (“Dazu kann ich keinen Kommentar abgeben”) und wandte sich an ihren Assistenten.
Offenbar ohne zu bedenken, dass die Pressekonferenz aufgezeichnet wurde, sagte sie zu ihm: „Das war das, was er nicht sagen sollte!“

Welche Information wurde also von Germanwings veröffentlicht, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war? Oder: was befürchtet Lufthansa, könnte an die Öffentlichkeit gelangt sein, was besser nicht bekannt werden soll?
 
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pin15399

Guest
Ist nicht genau das gefordert, dass man sich 100% in seinen Beruf investiert?