Aktuelle Situation auf Kuba?

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Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
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Ich war letzte Woche in Kirgistan.

Dort bauen chinesische Firmen Straßen.

Ein Großteil der körperlichen Arbeit wird von Indern/Sri Lankanern/Pakistani ausgeführt, weil die Löhne der Chinesen ziemlich hoch sind mittlerweile.
Das ist ja nichts neues. Für Apple, Foxconn, Konsorten ist China dennoch vorteilhaft. Aber ja, die Kolonne zieht weiter und hinterläßt eine Spur der Zerstörung.
 

Papua

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31.12.2025
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Das ist ja nichts neues. Für Apple, Foxconn, Konsorten ist China dennoch vorteilhaft. Aber ja, die Kolonne zieht weiter und hinterläßt eine Spur der Zerstörung.
Die Jobs bei Foxconn sind beliebt. Gute Bezahlung und günstiges Housing sowie Lebensmittel. Aber die wesentliche Presse berichtet von Selbstmorden wegen angeblich unmenschlicher Arbeitsbedingungen, wohl wissend das das bei einer Million Mitarbeitern in keinster Weise eine Häufung darstellt.

Wohin zieht sie weiter? Nachdem der löse Kapitalismus 700 Mio Menschen in eine Mittelschicjht katapultier hat schickt er sich an diesen Schrecken in anderen Dritte Welt Ländern zu wiederholen. Wie schrecklich dass die jetzt auch aufsteigen.
 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
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Wir müßten da jetzt mit dir weiter dran arbeiten. Dafür ist es jetzt zu spät, deshalb Fazit: Der Kapitalismus schafft erstmal große Probleme und löst diese dann durch massenhafte Produktion. Was an anderer Stelle wieder neue Probleme schafft. Wenn du dieses, am Beispiel der Wanderarbeiter und Hungerlöhner als Erfolg darstellen willst, bitte. Ich tu das nicht.
 

Papua

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31.12.2025
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Wir müßten da jetzt mit dir weiter dran arbeiten. Dafür ist es jetzt zu spät, deshalb Fazit: Der Kapitalismus schafft erstmal große Probleme und löst diese dann durch massenhafte Produktion. Was an anderer Stelle wieder neue Probleme schafft. Wenn du dieses, am Beispiel der Wanderarbeiter und Hungerlöhner als Erfolg darstellen willst, bitte. Ich tu das nicht.
Völlig ab jeder Realität. Das ist ein Vielflieger Forum, die meisten hier werden schon mal in China und Vietnam gewesen sein und den unglaublichen Aufstieg durch Marktwirtschaft miterlebt haben. Aber man muss dazu gar nicht so weit fahren - ein Blick über die Grenze nach Polen reicht. 1990 noch ein Hungerland, 2025 übersteigt das BIP pro Kopf das von Japan. Durch marktwirtschaftliche Reformen. Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte.
 
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Es ist auch immer toll, bequem von außen die Menschen in Diktaturen zum klaglosen Weitermachen mit dem Unterdrücktsein aufzufordern. Weil man das Experiment weiter beobachten will?
 

Papua

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31.12.2025
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Es ist auch immer toll, bequem von außen die Menschen in Diktaturen zum klaglosen Weitermachen mit dem Unterdrücktsein aufzufordern. Weil man das Experiment weiter beobachten will?
Das Experiment ist seit 40 Jahren gescheitert, da gibt es nichts zu beobachten. Geschobene wird das auf die angeblichen US Sanktionen (welche vor Trump II völlig problemlos via Mexiko über Jahrzehnte umgangen werden konnten) und nicht auf den so erfolgreichen Sozialismus.
 

juliuscaesar

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12.06.2014
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ein Blick über die Grenze nach Polen reicht. 1990 noch ein Hungerland, 2025 übersteigt das BIP pro Kopf das von Japan. Durch marktwirtschaftliche Reformen. Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte.
Die Polen sind unglaublich fleißig und haben unglaublich viel Unterstützung aus Westeuropa bekommen.

Für mich ist diese Erfolgsgeschichte eine logische Konsequenz.

Warst du mal in Rumänien oder Bulgarien, 35 Jahre nach Beginn der Marktwirtschaft?

Viele Ex-Sowjetstaaten stehen 2026 wirtschaftlich schlechter da, als 1985.
 
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Papua

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31.12.2025
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Warst du mal in Rumänien oder Bulgarien, 35 Jahre nach Beginn der Marktwirtschaft?
Ja 1995 das erste Mal in Rumänen. Damals Hungerland, unglaublich arm. Der wirtschaftliche Aufstieg ist sogar noch viel extremer als in Polen, nur von einer sehr viel niedrigeren Basis. Im übrigen gibt ed keinen einzigen Ostblockstaat mit Ausnahme der Ukraine/Moldawien der im Realeinkommen schlechter da steht wie 1985. bei den meisten hunderte % besser.
 
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juliuscaesar

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12.06.2014
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Ja 1995 das erste Mal in Rumänen. Damals Hungerland, unglaublich arm. Der wirtschaftliche Aufstieg ist sogar noch viel extremer als in Polen, nur von einer sehr viel niedrigeren Basis. Im übrigen gibt ed keinen einzigen Ostblockstaat mit Ausnahme der Ukraine/Moldawien der im Realeinkommen schlechter da steht wie 1985. bei den meisten hunderte % besser.
2026 liegen mehrere Ex‑Sowjetstaaten wirtschaftlich noch immer unter ihrem Niveau von 1990, vor allem jene, die in den 1990ern besonders stark eingebrochen sind. Dazu gehören Ukraine, Moldau, Georgien, Armenien, Kirgisistan und Tadschikistan.
 
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Die müssten doch aber mittlerweile selbst für ihre exportierten Rohstoffe kassieren? Als Gesamtsaldo kann ich mir das nicht vorstellen.Dass diese Gewinne sehr ungerecht verteilt werden, und nicht beim Pro-Kopf-Einkommen ankommen, dagegen schon.
 

juliuscaesar

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12.06.2014
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„Armut“ „Lohn“ und „Gesamtwirtschaft“ sind drei Themen, die nicht vollständig zusammenhängen.

Auf Kuba z.B. würde nach einem Systemwechsel m.M.n.:

•die Armut drastisch sinken
•die Leistung der Gesamtwirtschaft drastisch steigen
•nur ein Bruchteil des Aufschwungs (Kasinos, Bordelle, Resorts, Restaurants) in Form von Lohnsteigerungen bei der Bevölkerung ankommen
 

Luftikus

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08.01.2010
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Tourismus wäre eine Einnahmequelle, eine Mallorcisierung. Vorher sind riesige Investitionen nötig in Straßen, Häuser, Infrastruktur und auch Bildung nötig. Etwa beim Justizsystem. In Kuba können sich Entwicklungshelfer schon mal günstig eine Villa kaufen. Sofort riesig sparen kann man an Stasi, Armee und Partei.
 
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globetrotter11

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07.10.2015
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CPT / DTM
Der Rückzug der Hotelketten aus Kuba - Vermeidung von Sanktionen durch die USA.

Nach der Androhung von Sanktionen durch die US-Regierung verliert der mächtige kubanische Militärkonzern Gaesa internationale Geschäftspartner in der Hotelbranche auf der Karibikinsel. Die sozialistische Regierung Kubas bezeichnete die US-Maßnahmen als die bisher «größte, übermäßigste und gefährlichste Eskalation» der Spannungen mit Washington.

Hotelketten wie Iberostar aus Spanien, Royalton aus Kanada (früher Blue Diamond) und Archipelago International aus Indonesien haben Medienberichten zufolge begonnen, sich teilweise aus Kuba zurückzuziehen.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Mai neue Sanktionen gegen Gaesa verhängt. Ziel sei es, der kommunistischen Militärführung und den Eliten des Landes den Zugang zu Vermögenswerten zu entziehen. Auch ausländischen Banken und Unternehmen drohen ab dem 5. Juni Sanktionen, falls sie weiterhin mit dem Konzern zusammenarbeiten. Schätzungen zufolge kontrolliert Gaesa mindestens 40 Prozent der kubanischen Wirtschaft in verschiedenen Bereichen.

 
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Papua

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2026 liegen mehrere Ex‑Sowjetstaaten wirtschaftlich noch immer unter ihrem Niveau von 1990, vor allem jene, die in den 1990ern besonders stark eingebrochen sind. Dazu gehören Ukraine, Moldau, Georgien, Armenien, Kirgisistan und Tadschikistan.
Von den 24 Ostblockstaaten (wenn man Jugoslawien dazu zähl) hatten also 6 negative Entwicklungen (in 3 davon wegen Kriegen)…und das ist die Erfolgsgeschichte des Sozialismus? Diese Ideologie hat hunderte von Millionen Menschen das Leben gekostet, aufgrund von Misswirtschaft und Terror.
 

juliuscaesar

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12.06.2014
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Von den 24 Ostblockstaaten (wenn man Jugoslawien dazu zähl) hatten also 6 negative Entwicklungen (in 3 davon wegen Kriegen)…und das ist die Erfolgsgeschichte des Sozialismus? Diese Ideologie hat hunderte von Millionen Menschen das Leben gekostet, aufgrund von Misswirtschaft und Terror.
Du würfelst einiges durcheinander.
 

Karl Langflug

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22.05.2016
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Haiti ist ein Failed State.

Ich war mehrmals in beiden Ländern und Haiti war schon arm und perspektivlos, bevor das Erdbeben den Anfang endloser Katastrophenjahre machte. Mal halfen die Amis, mal bestraften sie Haiti, dann schickten sie wieder Militär, Entwicklungshilfe und Geld, Sanktionen, das Resultat war immer dasselbe. Haiti blieb mausarm - trotz Kapitalismus, bester Lage und wunderschöner Küste. Wer garantiert dir, dass Kuba nicht den gleichen Weg gehen wird?

Wer garantiert dir, dass Kuba kein failed state wird? Wenn das Regime kollabiert, was ist dann? In welchem Land hat der nahtlose Übergang von einer langen Diktator in eine freiheitliche Gesellschaft funktioniert? Wenn der Castro weg ist, interessiert sich der Trump nicht mehr für Kuba. Siehe Venezuela, ein übler Diktator wurde durch eine üble Diktatorin ersetzt. Oder erlebt Kuba danach Phasen von Instabilität, bis sich wieder ein "starker" Mann durchsetzt?

Wer garantiert den Kubanern, dass die Exilkubaner mit ihrer Dollarmacht nicht einfach das Land aufkaufen und die Kubaner als Bürger zweiter Klasse für sie für wenige Dollar schuften lassen? Wäre nicht das erste Land in der Geschichte, dass vom Regen in die Traufe geht.

Verlässt die ganze kubanische Jugend ihre Insel, wenn sie es können? Oder geht es dann wunderbar aufwärts? Wir wissen es nicht, aber man sollte nicht naiv sein.

Kuba ist schon das übelste und perspektivloseste Land in dem ich je war.

Auch wenn du es immer wieder wiederholst, es ändert nichts daran, dass du die richtig üblen Ecken der Welt noch nicht gesehen hast und davon gibt es viele. Am schlimmsten fand ich es in den Ländern, wo es kein "Sicherheitsmonopol" gab. Weder für mich als "Westler" aber noch weniger für die Einheimischen. Und das trifft auf eine Vielzahl von Ländern oder Regionen zu.

Völlig ab jeder Realität. Das ist ein Vielflieger Forum, die meisten hier werden schon mal in China und Vietnam gewesen sein und den unglaublichen Aufstieg durch Marktwirtschaft miterlebt haben. Aber man muss dazu gar nicht so weit fahren - ein Blick über die Grenze nach Polen reicht. 1990 noch ein Hungerland, 2025 übersteigt das BIP pro Kopf das von Japan. Durch marktwirtschaftliche Reformen. Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte.
Ich kann dir genauso viele Länder aufzählen, bei denen kapitalistische Reformen an der Armut nichts änderten oder verschärften, zu tiefen Wirtschaftskrisen führten. Welchen Weg Kuba gehen wird, ist völlig offen. Die EU-Staaten schaffen das, weil sie mit sehr sehr viel Geld gefördert werden. (Geld, das Deutschland gut selber brauchen könnte). Wer wird Kuba mit viel Geld für Reformen belohnen? Menschen, die ihr ganzen Leben keinerlei Eigeninitiative entwickeln durften, sollen plötzlich kapitalistisch denken? Ich tippe eher auf den Ausverkauf, die Infrastruktur ausserhalb der "interessanten" Gebiete wird niemanden interessieren. Der nächsten Generation könnte es besser gehen, wenn heute richtige Entscheide gefällt werden.
 

Papua

Aktives Mitglied
31.12.2025
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Wer garantiert dir, dass Kuba kein failed state wird? Wenn das Regime kollabiert, was ist dann? In welchem Land hat der nahtlose Übergang von einer langen Diktator in eine freiheitliche Gesellschaft funktioniert?
Na zum Beispiel in Deutschland, Italien, Japan,..die Liste ist fast endlos.
Wer garantiert den Kubanern, dass die Exilkubaner mit ihrer Dollarmacht nicht einfach das Land aufkaufen und die Kubaner als Bürger zweiter Klasse für sie für wenige Dollar schuften lassen?

und warum passiert genau das nicht im
Rest der Karibik? Warum sollten die Amerikaner das tun? In so ein abgefucktes Land investiert erst mal keiner. Investieren werden vor allem die Exil Kubaner und das nicht zu knapp.
Wer wird Kuba mit viel Geld für Reformen belohnen? Menschen, die ihr ganzen Leben keinerlei Eigeninitiative entwickeln durften, sollen plötzlich kapitalistisch denken?
das tun sie bereits sehr erfolgreich. Noch nirgendwo hab ich mich so als wandelnder Geldsack gefühlt wie auf Kuba.
In Vietnam hat die geistige Abkehr vom Sozialismus in einer Woche geschafft. Gut ablesen kann man es an der Reis-Produktion. Von einem der größten Importeure und Hungerstaat zu einem der größten Exporteure in nur 3 Jahren. Und dazu brauchte es nur eines - Ende des Sozialismus, Ende der Preiskontrollen und Landwirtschaft mit Gewinnerziehlungsabsicht.

Ich tippe bei Kuba auf: Einigung mit der USA, Führungsverbrecher werden abgelöst, Partei bleibt in Amt und Würden nur ohne Sozialmus der innerhalb von 3-5 Jahren endgültig beerdigt wird. Haben alle anderen Länder ja auch gemacht, sogar Nordkorea beerdigt diesen Quatsch gerade.
 

Piw

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15.10.2015
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Haiti blieb mausarm - trotz Kapitalismus, bester Lage und wunderschöner Küste.

Nicht jedes Land, wo keine kommunistische Einparteiendiktatur an der Spitze steht ist automatisch kapitalistisch. Gerade Gesellschaften in der Dritten Welt sind einem kommunistischen Ideal näher als es sich Lifestyle-Sozialisten in der Ersten Welt je erträumen könnten. In Subsahara-Afrika gibt es nicht nur an Produktionsmittel kein Privateigentum, sondern selbst an Konsumgütern nicht. Wenn eine Familie ein Kilo Reis kauft, der Tagesbedarf aber nur ein halbes Kilo beträgt, dann wird der Rest sofort umverteilt. Dafür braucht es aber nicht den Staat oder sonstige Apparatschiks mit augeklügelten Formeln, das regeln die nahen Verwandten und Nachbarn ganz unbürokratisch selbst und bedienen sich beim "Eigentümer" bis dieser nichts mehr hat. Alles was über den Eigenbedarf hinausgeht ist im Grunde Gemeingut. Das ist selbstverständlich, denn letztlich gibt es keine Sozialversicherungen und auch andere staatliche Institutionen sind nur rudimentär ausgeprägt. Das soziale Netz ist das soziale Umfeld, und verfängt nur, wenn auch alle bereit sind jeden Überschuss zu teilen. Wenn hier also User berichten, das ein hohes Geldgeschenk direkt verkonsumiert wurde, dann ist dies nicht dumm, sondern nur konsequent. Haut man das Geld nicht selbst auf den Kopf, dann kann man es mit der Familie teilen, haut diese es nicht auch auf den Kopf, dann freuen sich auch die Nachbarn mit. Das Resultat ist aber immer gleich, das Geld ist sofort weg. Und genau das ist der Grund, warum die meisten Dritte-Welt-Länder wirtschaftlich nicht vom Fleck kommen. Alles wird sofort verkonsumiert, an Sparen oder gar Investitionen ist nicht zu denken. Ein ausgebautes Bank- und Kreditwesen, das Investionen auf Pump erlauben würde, gibt es auch nicht. Denn wer überschüssiges Geld zum Verleihen hat, der hat im Grunde schon zu viel, also braucht man ihm das Geld auch nicht zurückzahlen. Diese Form des Urkommunismus, die die Jahrtausende überdauert hat, mag ja einen gewissen Charme haben, aber letztendlich kommt da auch nicht mehr als Subsistenzwirtschaft bei rum.