Bahn-Sammelthread

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Hammett

Erfahrenes Mitglied
06.02.2010
1.155
570
CGN
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Mal was anderes.
Seit einem der letzten DB-App Updates kann ich zu einer bestimmten Reise keine Entschädigung mehr beantragen, die Option fehlt dann einfach. Hat das noch jemand?
Bei einer Reise die morgen beginnt sowie bei vergangenenReisen ist es möglich. Bei Reisen die erst im Juni stattfinden nicht.
 

CGNFlyer

Erfahrenes Mitglied
23.05.2012
5.356
1.937
Mal was anderes.
Seit einem der letzten DB-App Updates kann ich zu einer bestimmten Reise keine Entschädigung mehr beantragen, die Option fehlt dann einfach. Hat das noch jemand?

Anhang anzeigen 332490
Ich habe auch so einen Fall wo es weder in der App noch auf der Website geht. Da ich meine Fahrgastrechte trotzdem wahrnehmen möchte (sind nicht nur 5,50€) habe ich denen jetzt das Papierformular zugeschickt.
 

jpdx

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
592
1.116
Portland/Starnberg
Habe mal ein Schmankerl für die Bahngeplagten. Saß heute Nachmittag in einem Shinkansen, der DB-mäßige Verspätung hatte (+35). Wir standen in Shin-Kobe und es gab Durchsagen "overhead line check between Kyoto und Maibara." Einer dieser in Japan üblichen etwas undurchsichtigen Verspätungs-Euphemismen. Zwischen Kyoto und Maibara standen lt. Website einige Züge mit über einer Stunde Verspätung.

Man muss ganz klar sagen, dass sowas extrem selten vorkommt (ich hatte beim Shinkansen bis heute in hunderten Reisen einmal +16). Aber wenn es passiert, dann haut es richtig rein. Auch jetzt (4 Stunden später) sind noch viele Züge mit +10-25 unterwegs, in beide Richtungen (nehme mal an, dass bei +40-80 die Bereitstellung durcheinander kommt). Es gibt nicht wie bei uns Regelungen, dass man ab +20 einfach in den nächsten Zug einsteigt. Die armen Japaner haben jeweils brav auf ihrem gebuchten Zug gewartet, es war auf den Bahnsteigen und der Station totales Chaos. Die Anschlusszüge sind natürlich weg, falls jemand auf einen Limited Express umsteigen muss. Da darf man sich dann stundenlang im Reisezentrum anstellen, wenn man eine neue Reservierung will (oder sein Glück in den Unreserved Abteilen versuchen). Per Google geht das Umbuchen auch mit Smart Ex, aber mir wurde da nichts angeboten. Man kann auch nicht einfach durch das Gate, ein Paar Stationen mit einer nicht-JR Linie fahren, und dann wieder umsteigen. Erstattung gibt es wohl ab 2 Stunden Verspätung, aber es klingt jetzt nicht, als wäre es sonderlich kundenfreundlich.

IMG_8327.png

 

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.405
11.645
Dahoam
So ein Chaos hatte ich im Januar auch in Osaka/Kyoto.. Da gab es in der früh eine "Person-vehicle collision" laut Anzeigen. Der Bereich Hiroshima-Hakata war gestoppt. Die Folge waren Verspätungen bis zu 45 Minuten in Osaka Richtung Tokyo. Manche Züge die in dem nicht gestörten Bereich verkehrten waren mehr oder weniger pünktlich, andere (meist die bis Hakata durchgehenden Nozomi) richtig verspätet und entsprechend haben am Bahnsteig überall die Leute auf ihre Züge gewartet. Und selbst Stunden später gegen Mittag waren noch Verspätungen im System.

Eine zweite Störung habe ich in Akita mitbekommen. Da war der Betrieb des Akita-Shinkansen zwischen Morioka und Akita am Abend für einige Stunden wegen eines durch starke Schneefälle umgestürzten Baums unterbrochen. Vorbildlich war die Informationspoltik. Über die JR East Homepage konnte man beständig den aktuellen Status der Störung erfahren. Dort auch alles auf Englisch. Sobald die Strecke wieder frei war wurde das auch auf Statusseite mitgeteilt. Auch wurde genau geschrieben dass eben ein umgefallener Baum der Grund war.

Bei einer anderen Störung eines Nahverkehrszugs zwischen Aomori und Akita bin ich mal unterwegs in einem Bahnhof eine halbe Stunde rumgestanden. Auch hier ein Blick auf die Statusseite der JR East und es war klar das es eine Weicheninspektion ein paar Station weiter gab. Zuerst wurde geschrieben dass es nicht klar ist wann es weiter geht und dann wurde sofort aktualisiert als klar war wann der Betrieb wieder läuft. So musste ich mir erstmal keine Gedanken über die japanischen Durchsagen im Zug machen, die haben sicher auch nicht mehr ausgesagt als was ich online gesehen habe.
 
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juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
24.760
22.938
FRA
Schnieder: Zustand der Bahn geht Richtung „demokratiegefährdend“:

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sieht im Zustand der Deutschen Bahn eine mögliche Gefahr für die Demokratie. „Das geht schon in eine demokratiegefährdende Richtung“, sagte der CDU-Politiker der Funke Mediengruppe auf eine entsprechende Frage. „Wir dürfen nicht einreißen lassen, dass die Menschen glauben, der Staat bekommt Probleme wie marode Brücken oder notorisch verspätete Züge nicht in den Griff. Wir müssen zeigen, dass wir handlungsfähig sind.“

Das Pünktlichkeitsziel des Ministers für 2029 liegt seinen Worten zufolge bei 70 Prozent aller Züge. Das Ziel des vorherigen Bahnvorstands, bis 2027 zu erreichen, dass 75 bis 80 Prozent der Züge pünktlich seien, nannte Schnieder ein „Wolkenkuckucksheim“. Er erklärte: „Wir müssen das realistisch bewerten, sonst sind die Menschen noch viel enttäuschter, wenn das nicht annähernd erreicht wird. Es ist brandgefährlich, wenn immer mehr Menschen den Eindruck bekommen, dass der Staat nicht funktioniert. Das dürfen wir nicht befeuern.“

Im vergangenen Jahr waren lediglich etwa 60 Prozent der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Mit Blick auf die überalterte und überlastete Infrastruktur stellt Bahn-Chefin Evelyn Palla keine Verbesserung in Aussicht. In diesem Jahr soll die Pünktlichkeitsquote im Vergleich zu 2025 lediglich stabil bleiben:


 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
677
1.077
Schnieder: Zustand der Bahn geht Richtung „demokratiegefährdend“:
Das ist richtig - als Bahnvielfahrer (Bahn-Bonus Gold) erlebe ich -sofern ich im Lande bin - fast jede Woche, wie Kunden, (die Politik) leise (ver)fluchend, ihr Gepäck trotz nicht funktionierender Rolltreppen auf Berliner Bahnsteige (Hbf & Südkreuz) wuchten, die Tageswanderung aus der Stuttgarter Dauerbahnhofsruine zum Ausgang derselben unternehmen etc. pp.

Dazu die Verspätungen (in einem Bahnjahr komme ich locker auf einen mittleren bis hohen dreistelligen Betrag an Kompensationen), die unzähligen Langsamfahrstellen, all das ist bekannt und vieler Hinsicht ist die Bahn das Spiegelbild für den schlechten und krisenhaften Zustand dieses Landes.

Viel wichtiger wäre darum aber die Auskunft, was denn der Herr Minister gegen diese demokratiegefährdenden Zustände konkret zu tun gedenkt.
 
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schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
26
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2. Klasse ist die Vorhölle. In der Reihe vor mir frisst eine Alte und 8 Uhr morgens Chips, in der Reihe hinter mir kruschpelt ein Kid seit geschlagenen 70 min mit einer Papiertüte. Ein paar Reihen weiter vorne betrachtet jedamd ein chinesisches YouTube Äquivalent ohne Kopfhörer mbDa nehme ich die Businesskasper in der 1. any time.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
677
1.077
2. Klasse ist die Vorhölle. In der Reihe vor mir frisst eine Alte und 8 Uhr morgens Chips, in der Reihe hinter mir kruschpelt ein Kid seit geschlagenen 70 min mit einer Papiertüte. Ein paar Reihen weiter vorne betrachtet jedamd ein chinesisches YouTube Äquivalent ohne Kopfhörer mbDa nehme ich die Businesskasper in der 1. any time.
Im Prinzip hast Du Recht und ich (Vielfahrer) benutze eigentlich auch immer 1. Klasse bei der Bahn. Aber leider ist die 1. Klasse allzu häufig auch nicht immer mehr das, was sie sie mal war. Über die BC kann man sich andererseits aufregen (was ich ebenfalls tue), aber wenn man selbst mal gezwungen ist, aus der Bahn an einem Zoom-Meeting teilzunehmen, sieht man die Dinge acuh von der anderen Seite.

Und schließlich: Neulich war ich gezwungen, eine längere Fahrt in der 2. Klasse zu unternehmen (hatte verschlafen, mein bereits gebuchtes Ticket perdu :mad: und Flex derartig teuer, dass ich dann doch beim Kauf einer neuen Fahrkarte die 2. vorgezogen habe) und es war eine der zivilisiertesten Fahrten seit langem, angenehme Leute in der Umgebung, ruhig, ich konnte gut arbeiten undkam sogar noch in ein kurzes aber nettes Gespräch. Was will man mehr - sogar der Zug war pünktlich.
 
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cockpitvisit

Erfahrenes Mitglied
04.12.2009
5.520
3.879
FRA
Über die BC kann man sich andererseits aufregen (was ich ebenfalls tue), aber wenn man selbst mal gezwungen ist, aus der Bahn an einem Zoom-Meeting teilzunehmen, sieht man die Dinge acuh von der anderen Seite.
Kopfhörer an, und leise sprechen.

Das "leise sprechen" ist für viele Leute ein Problem (mich eingeschlossen), da fehlt echt eine Mikrofon-Einstellung, um dem Sprechenden ein Zeichen zu geben, wenn er zu laut ist (für Menschen in seiner Umgebung, nicht für andere Zoom-Teilnehmer).
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
14.912
8.811
Gegen normales Sprechen in ein Headset kann außerhalb des Ruhebereichs eigentlich niemand was sagen, finde ich.
Schlimm hingegen finde ich Zeitgenossen, die im öffentlichen Raum (z.B. Bahn einschl. ÖPNV) meinen, mit Lautsprecher auf ihrem Tamagotchi telefonieren oder Medien mit Audioanteil konsumieren zu müssen.
 
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geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
14.912
8.811
Gestiegene Spritpreise scheinen doch bei manchen Konsumenten eine Auswirkung zu haben:

Billig ist die Bahn im Fernverkehr allerdings auch nicht, und auch Flixtrain betreibt entsprechendes Yield-Management.
 
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HLX4U

Erfahrenes Mitglied
05.03.2012
3.607
2.449
Gestiegene Spritpreise scheinen doch bei manchen Konsumenten eine Auswirkung zu haben:

Billig ist die Bahn im Fernverkehr allerdings auch nicht, und auch Flixtrain betreibt entsprechendes Yield-Management.
Ist allerdings eine Standart-PM der letzten Jahre..egal ob Ostern, Weihnachten oder Sommerferienstart..immer "alles voll" ;-).
Wenn man vorher den FV gut ausdünnt, kommt das vielleicht sogar hin. Geld verdienen se trotzdem nicht.
 
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