Nooh einmal zur Sinnhaftigkeit des Leerverkaufs aus anderer Perspektive: Wenn man dem Prinzip der Äquivalenz von Ware und Geld folgt, wobei das Geld nur "Ware" mit Universaltauscheigenschaft ist, dann ist der Leerverkauf von Aktien (Waren), die einem nicht gehören und nur geliehen sind, nichts anderes als die Hergabe von Geld (als "Universalware"), das einem nicht gehört und nur geliehen ist, gegen Ware.
Und ich hoffe, alle, die gegen Leerverkäufe sind, haben noch nie jemals etwas mit geliehenem Geld bezahlt.
Und wenn man weiß, daß die Bank gewissermaßen mit einem Klick ein Darlehen eines Kunden erzeugt (und noch eins und noch eins ... quasi unbegrenzt), kann auch verstehen, daß mehr Aktien leerverkauft sein können, als vorhanden sind, ebenso wie mehr Geld vorhanden sein kann als Ware.