Habeck war fachlich die schlechteste Wahl seit Generationen. Der ist ideologiegetrieben und versteht Wirtschaft gar nicht
Wenn "Wirtschaft verstehen" so Dinge wie CumEx, Maskendeals, PorscheGate uvam sind, dann gebe ich Dir Recht.
Von dem damaligen Dreigestirn war Habeck aber der, der seine Entscheidungen am ehesten begründet hat, der medial präsenter war als Scholz aber weniger selbst präsentierend als Lindner. Der, der sich für fachliche Fehler beim Heizungsirgendwasgesetz auch mal entschuldigt hat, und der in einer Krisenlage auch Entscheidungen getroffen hat, die eben nicht seiner Ideologie entsprachen, ihm aber sinnvoll für das Land erschienen.
Man muss seine Politik nicht gut finden (das hat die Parteienlandschaft so an sich), aber in einer Zeit in der der Kanzler gar nix gemacht hat, Lindner sich zum Affen, Merz mit seinem Schuldenbremse-Neuwahlen-Schuldenhaufen-Trick Chaos angestiftet und für erstmal Stillstand gesorgt hat, wüsste ich im Moment keinen Spitzenpolitiker, der eine bessere Figur abgegeben hätte.
Ja, ein grüner Politiker wird immer auch grüne Politik bei seinen Entscheidungen im Kopf haben. Wäre schlimm wenn nicht. Außer der SPD (bei denen gilt ja inzwischen nur noch "dabei sein ist alles") haben die bürgerlichen Parteien alle ihre Klientel, nach deren Bedürfnissen sie ihre Politik ausrichten. Kann man gut finden, kann man schlecht finden (da ich nicht zur "Mittelschicht" in Merz' Definition gehöre, finde ich das rein egoistisch betrachtet aktuell auch nicht gut), ist aber Teil unseres Parteiensystems.
Und nur der Vollständigkeit halber: dass es der Wirtschaft besser geht, seit wir eine neue Regierung haben, kann ich nicht wirklich erkennen.