24.04.2026 | CPT-ADD-FCO | Der Niedergang
Nach dem Frühstück machte ich mich am späten Vormittag auf den Weg zum CPT Im Hotel hatte ich vorher einen late check out vereinbart, der für die anderen beiden ganz passend für den DE Flug sein würde.
Kurz vorm CPT gab es nochmal krasse townships.
Bei Sixt gab es keine Beanstandungen und nach 1.312 Kilometern war immerhin der Verbrauch der Karre doch ganz gut. Zudem stellte ich fest, dass ich dieses Jahr, inkl. Australien, wahrscheinlich mehr Linksverkehr als rechts gefahren bin. Zu Hause fahre ich eigentlich nur einmal pro Woche überhaupt.
Am CI gab es noch ein kleines Problem, weil mein Ticket offenbar nach einer zwischenzeitlichen automatischen Umbuchung erst noch ein bisschen bearbeitet werden musste. Beim OLCI konnte ich bereits sehen, dass zumindest für CPT-ADD eine B789 in 1-2-1 Konfiguration vorgesehen war.
Nachdem alles geklärt war durchschritt ich SiKo und Ausreise recht zügig.
Die kleine Lounge war ziemlich voll und hatte kaum mehr freie Plätze.
Zur Erinnerung: Mama und Schwester sollten heute Abend DE nach FRA bzw,. MUC via FRA fliegen.
Hier ergab sich eine neue Dynamik. Eine SMS von DE, da ich meine Nummer bei den Buchungen angegeben hatte. Es wurde eine Verspätung angekündigt. Auf morgen.
Nach schneller Eruierung aller Möglichkeiten durch mich rief ich meine Mutter via WhatsApp an um die Optionen zu besprechen. Zwischendurch konnte ich durch Kontakte noch herausfinden, dass es definitiv technical war. Ebenfalls konnte ich durch Kontakte die reale Auslastung der Alternativen eruieren. Das alles in wenigen Minuten.
Aus meiner Sicht waren die Optionen entweder LH am Abend, oder echt einfach DE am nächsten Tag. Da mir bis zum boarding auch etwas die Zeit davon lief präferierte ich für die beiden die DE Option am nächsten Tag. So wurde das Hotel um nen Tag verlängert, wenngleich sich DE darum (später) auch gekümmert hätte.
LH hatte keine Plätze mehr in C oder Y+, sondern nur noch zwei in Eco. Das gepaart mit einer Buchung nach FRA und einer via FRA nach MUC hätte meinerseits zwei Buchungen erfordert. Zudem hätte ich DE ja zunächst auffordern müssen umzubuchen. Das war mir zeitlich nun alles nicht möglich. Also dann morgen DE und ne Nacht länger in Kapstadt.
Nachdem das geklärt war konnte ich dann direkt daran anschließend meine B789 nach ADD erklimmen.
Im Hintergrund die DE Kiste
Der turnaround ist hier mit 45 Minuten extrem kurz und heute war es auch zu kurz.
Es begann doch überraschend vielversprechend.
Mit einiger Verspätung ging es schließlich los.
Wifi funktionierte immerhin. Das war dann auch das Highlight.
Service war wirklich eine absolute Katastrophe. Es sind immerhin sechs Stunden Flug und es gab genau ein Getränk vorm Essen, welches dann auch während des Essens nicht aufgefüllt wurde. Erst auf explizite Nachfrage erfolgte das.
Vom Essen hab es die Hälfte die auf der Karte stand nicht, stattdessen irgendwas anderes. Das Hauptgericht war kaum bis nicht essbar.
Dazu eine Präsentation wie in einer drittklassigen Jugendherberge.
Der starter ist noch ganz ok ...
Aber wirklich - was ist das denn?
Ich will eigentlich gar nicht haten, aber es es war wirklich nicht gut.
Geschmacklich auch nicht.
Mehrfach fragte ich mich warum ich immer wieder so einen quatsch mache.
Ok, für den Meilenpreis und die S&G war es ok, aber sonst werde ich mir das zukünftig doch sehr genau überlegen.
Später fand ich heraus, dass die Crews wohl einfach sehr unsicher sind, und Angst haben Fehler zu machen.
Deshalb gilt wohl die Devise: „Was ich gar nicht mache, kann auch nicht schief gehen.“
Das ist auch hier kein Einzelfall gewesen.
Das absolute Highlight gab es dann in ADD.
Nach ein paar holdings, angeblich wegen Wetter, kamen wir ne Stunde zu spät in ADD an.
Dazu verweilten wir ne ganze Zeit noch auf einem taxiway.
Hier standen etliche Leute auf und öffneten die Bins, wahrscheinlich in der Annahme an der finalen Position eingetroffen zu sein. Weder hier noch beim späteren Losrollen unternahm die Crew auch nur irgendwas. Ich weiß auch nicht was schlimmer wäre.
Ignorieren der Situation, oder gar nicht merken.
Wenn man das Verhalten auf kritische Situationen projiziert, kann man sich vielleicht vorstellen in welchem Chaos diese enden würden.
Das brach dann nach der Landung ebenfalls aus. Vermutlich hatten fast alle (knappe) connections, die durch den delay nicht besser geworden sein dürften. Das toppt bisher wirklich alles bisher erlebte. Und es sind knapp 500 Flüge. Ähnliche Situationen gab es natürlich, aber nie so ein absolutes Chaos.
Ankunft immerhin an einer Gate Position direkt gegenüber der obligatorischen Transfersiko.
Hier hab es einen Business Track, sodass es doch recht schnell ging.
Allerdings gleichermaßen unnötig, weil mehr als halbherzig.
Zu meiner Freude reicht bei USA und Kanda Flügen eine Transfersiko offenbar nicht.
Hier gab es vor den Gates noch eine weitere. Zudem wurde insgesamt vier mal der RP gecheckt.
Umstieg in ADD damit bei gut 200 besuchten Airports ziemlich weit vorne dabei im absoluten Chaos ranking. Mit dem neuen ADD kann das alles nur besser werden.
Zumal ich ja nun bei beiden Flügen ne Gateposition hatte. Sonst wäre der Anschluss garantiert nix geworden. Auch dafür hatte ich vorher schon überlegt welche EU Flüge ex ADD die besten Alternativen wären, die dann einigermaßen passende Flüge nach YYZ geboten hätten.
So gab es nun A359 in der üblichen 2-2-2 Konfiguration. Insgesamt ist das ein weiterer Kritikpunkt an ET. Es ist absolutes Roulette was eingesetzt wird.
Aufgrund der Höhe von ADD sind die Flüge nach Nordamerika mit fuel stop in FCO. Das war wohl auch mal in DUB, wäre mir auch lieber gewesen. Vor allem aufgrund der doch recht kurzen Flugzeit von ADD nach FCO. Es gibt auch noch was via Lome, um noch weitere PAX mit ASKY zu feedern.
Insgesamt ist das Produkt ET und die Funktion und Anbindung schon spannend.
Vor allem auch mit den etlichen 5th freedom Flügen sind ops- und Crewplanung glaube ich auch einfach komplett wild.
Der Sitz an sich war sogar erstmal in Ordnung. Neben mir saß eine Kanadierin, die eine Freundin in Kenya besuchte.
Tatsächlich scheint ET oft auch einfach die beste Option zu sein, weil bei den Nischenrouten die Alternativen einfach nicht gut sind.
Die Crew war hier ein bisschen besser, aber insgesamt war das hier auch alles kein Highlight. Vor allem die Geschwindigkeit war ausbaufähig.
Ebenso erneut die Qualität des Essens. It is what it is.
Danach ging es so zeitig wie möglich schlafen, was mit auch ganz gut gelang.
Mit Landung um 04:35 Uhr war die Schlafzeit natürlich nicht allzu üppig.
Im Gegensatz zu gefühlt jeder anderer ET Route ist hier nur ein fuel stop und crew change und es gibt keine 5th freedom Rechte.
Der Start nach YYZ erfolgte schließlich um 06:15 Uhr. Also echt keine angenehme Unterbrechung der Nacht.
25.04.2026 | FCO-YYZ
Ab hier ließ sich der Sitz der Kanadierin neben mir auch nicht mehr verstellen. Dank voller C konnte sie sich aber auch nicht umsetzen. Trotzdem vergab sie in der Befragung im IFE, auf die sehr sehr eindringlich hingewiesen wird, eine ziemlich gute Punktzahl und kam am Ende auf 4/5 Sterne insgesamt.
Vermutlich hat sie keinen Vergleich, aber ich sehe overall nicht mehr als 2/5.
Würden überall die neuen 1-2-1 Konfigurationen eingesetzt wäre das Hardprodukt ja gut, aber alles andere ist mehr als ausbaufähig.
Immerhin funktionierte auch hier die gratis wifi. Der individuelle Code muss übrigens von den FAs handschriftlich (!) auf eine entsprechende Karte geschrieben werden.
Ob der frühen Uhrzeit und auch der frühen Landung in Kanada wollte ich doch nochmal etwas schlafen.
Dann gab es nochmal Essen - erneut maximal ok.
Nach insgesamt gut 20 Stunden reiner Flugzeit erfolgte die Landung in YYZ um 08:35 Uhr lcl.
Schon wild. Und insgesamt wirklich der schlechteste Flug jemals. Zumindest ganz sicher in Business. Ich müsste nachschauen, aber in den letzten vier Jahren sind es sicher über 30 Business longhauls gewesen, eventuell auch knapp 40. Aber ich würde nun wirklich darüber nachdenken wie günstig ET im Vergleich muss.
Diese Meinung habe ich nicht alleine. Es gibt sowohl hier ein paar die das Routing geflogen sind, als auch Leute die ich persönlich kenne. Es ist so also die Regel und nicht die Ausnahme. Wenn ET eine globale Airline sein will, dann muss man sich auch an den Maßstäben orientieren.