Wenn dir dein Travel Management nichtmal in der Lage ist, eigentändig Kalendereinträge zu setzen, die die Original Buchungsdaten beinhalten, dann tut es mir eher für deine Firma oder dich leid. Fakt ist; wäre er zur ursprünglich gebuchten Abflugzeit am Flughafen gewesen, hätte er das Problem nicht. Kannst du für Schwachsinn halten - OP ist halt nicht geflogen.
Ich glaube, dass du von der Realität einiger Vielflieger einfach sehr weit entfernt bist

Das ist ja weder schlimm noch müssen wir uns darüber streiten. Fakt ist für mich, als jemand, der während der letzten 3 Pandemie-Jahre viel geflogen ist, dass es da bei gefühlt 80% aller Flüge Zeitverschiebungen gab, auf die man sich einstellen musste. Wenn man da bei jedem Flug zur Abflugszeit der ursprünglichen Buchung am Flughafen gewesen wäre, hätte man so manchen Tag am Flughafen verbracht.... Weder erlaubt es mein Zeitplan, noch würde es dann Sinn ergeben, teure und flexible Tickets zu kaufen, wenn man nach deiner Logik dann oft 3 oder 4 Stunden vor Abflug am Flughafen sein müsste. Nicht umsonst weichen ja viele Vielflieger z.B. auf LCY aus, damit man erst 45 Minuten vor Abflug dort sein muss. Oder in Deutschland auf den Flieger, weil man in HAJ, BRE, LEJ usw. ohne Probleme 45 oder 60 Minuten vor Abflug dort sein muss. Sonst könnte man ja auch Bahn fahren...
Ich gebe dir aber natürlich Recht: Wenn man komplett planbare Termine hat, und dazu ein Büro/Assistenz, die sich dediziert um so etwas kümmern, dann würde man vielleicht nochmal anders vorgehen, wenn man davon ausgeht, dass solche Fehler passieren. Man würde also quasi die Arbeit der Lufthansa jederzeit kontrollieren müssen, damit sowas nicht passiert.
So ist das "Spiel" aber nicht gedacht, sondern es ist ja gerade so ausgelegt, dass es hier der "Job" der LH ist, mir die richtige Info zu geben. Da mir so ein Fehler fast noch nie passiert ist, würde ich es auch als absolute Zeitverschwendung ansehen, da jede Angabe zu hinterfragen.
Und - egal ob Anwalt mit Gerichtstermin oder Arzt mit unkalkulierbarer Operation - es gibt eben Fälle, wo man seine Termine nicht selbst festlegen kann von der Dauer her. Man checkt ein, wenn es passt, und wenn ein Termin länger dauert, bucht man seinen Flug auf einen späteren um (idealerweise im Checkin-Prozess). Für mich gibt es da keine Konstellation, wo ich während des Checkin-Prozesses nochmal die angezeigten Infos hinterfrage. Insbesondere nicht auf Strecken, wo es mehrere Flüge am Tag gibt, und ich einen Flug "pro forma" gebucht habe, um ihn notfalls auf einen anderen umzubuchen (wenige Stunden früher oder später). Gerade in so einer Situation ist für mich die angezeigte Abflugszeit das einzig entscheidene Kriterium. Es ist aber bei mir bisher auch immer gut gegangen.
Hier ist doch eigentlich offensichtlich, dass LH einfach wieder mal die IT nicht im Griff hatte. Die haben schlicht und ergreifend einen Programmierfehler gemacht und die falsche Zeit genommen. Peinlich ist das, verwunderlich (im Gesamtbild der LH-IT gegenüber dem Kunden) eigentlich nicht. Beschämend ist dann eher, dass man für den Fehler nicht einsteht, man hätte es ja leicht lösen können. Ich würde es mal der Bild-Zeitung schicken.
Und nochmal zur Sicherheit, damit wir uns nicht missverstehen: Wenn mir in der App angezeigt wird, dass ein Flug eine Verspätung (!) von z.B. aktuell 30 Minuten hat, dann bin ich soweit möglich natürlich zur ursprünglichen Zeit am Flughafen, denn eine Verspätung kann sich ja verschieben. Das ist für mich eben nur klar ein Unterschied zu einer explizit geänderten Abflugszeit. Keines von beiden ist hier aber der Fall, denn hier stand ja angeblich explizit, dass "18:30 on time", wo ich davon ausgegangen wäre, dass es eben ein Flug ist, der für 18:30 Uhr als reguläre Abflugszeit geplant war.