LH Streik 2025

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Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
12.025
11.487
LEJ
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Heute vom LEJ nach PMI geflogen. Die meisten Flüge ab LEJ waren gestrichen.
Unserer nicht. Es war MARABU mit Condor Buchung. Alles lief planmässig mit 10 Min Verspätung.
Der olci öffnete bereits 48 Stunden vorher.
Kofferabgabe dauerte drei Minuten.
Länger als drei Stunden sollte ein Flug mit denen nicht dauern, denn es ist eng, aber nicht enger als bei den meisten anderen.

LH also nur, wenn es sich nicht verhindern lässt.
 
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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
4.166
5.902
Das ist sehr wahr. Aber meines Erachtens auch einfach nur ein Symptom für das Wirtschaftssystem in dem wir momentan gelandet sind. Alle machen es so und wer nicht mitmacht, wird gefressen. Vernünftiger Kapitalismus, der es ermöglicht, dass alle Stakeholder eines Unternehmens profitieren, war einmal.
Tja - warum ist da so?

Sind ja immer nur die anderen, die 'vernünftig' sein sollen - die Unternehmen, die Angestellten, die Inhaber,... wer auch immer.
Aber man selbst - da steht einem immer alles zu und man wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, auf irgendwas zu verzichten.

Auch könnte das halbe (mehr?) Forum entfallen, wenn es nicht mehr darum geht soll(te), wie man das Optimum und noch ein Sahnehäubchen oben drauf rausholen kann...
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
12.025
11.487
LEJ
Es gibt Airlines, da riskiere ich lieber einen Streik, bevor ich mich da reinsetze 😉.

Dir in jedem Falle aber eine schöne sonnige Zeit auf Palma. 👍
Es iss aber ein bisschen viel Streik und immer zu Lasten der Buchenden.
Wenn dir die Neben oder Folgekosten und der Ärger bei einem Flugausfall wegen Streik nichts ausmachen, dann buche doch LH samt Töchter weiter.
Danke, die Woche jetzt lasse ich mir es gutgehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

DUSZRH

Erfahrenes Mitglied
04.11.2018
2.293
1.746
Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Bei LH (und nicht nur da) werden Mitarbeiter von der Manager Kaste schon länger nur noch als absolut notwendiges Übel und nicht mehr als Asset betrachtet, was man so klein wie möglich halten muss, damit die Zahlen noch besser aussehen und man noch mehr Boni einstreicht.
Das ist aber eine beidseitige Hassliebe. Die Piloten sehen nicht ihr deutlich über dem Marktstandard liegendes Gehalt ( also zB im Vergleich mit BA/KL/LX/OS/DE), sondern vergleichen sich mit den US Anbietern oder mit den ME3 (Netto, Brutto ist ähnlich), sehen aber nicht die ganzen Lohnnebenkosten, Pensionskasse etc., oder bei den ME3 die mieseren Arbeitsregeln (und Kündigungsschutz etc.)

Man pickt sich überall das zusammen, was besser wäre und lebt in einer Traumwelt.

Während man auf der Arbeitgeberseite aufgegeben hat mit dem Cockpit Kompromisse zu suchen und jetzt einfach hart die Verlagerung auf andere AOCs durchzieht.

Wie man da je wieder rauskommen soll? Die Positionen sind ja Mega weit weg. VC fordert 50k mehr pro Kopf für die Pensionskasse. Worauf sollte man sich einigen? 5k? 25k? Alles nicht so wirklich realistisch, dafür stimmen nicht die Zahlen. (Ein Großteil aber auch durch Personalüberhang / Produktivität (man hat zu früh auf 787 umgeschult), alte Flieger, etc. verschuldet).
 

longhaulgiant

Erfahrenes Mitglied
22.02.2015
10.657
10.439
Das ist aber eine beidseitige Hassliebe.
Das sehe ich durchaus. Das hatte ich mit den überzogenen Forderungen ja bereits adressiert.

Die Piloten sehen nicht ihr deutlich über dem Marktstandard liegendes Gehalt ( also zB im Vergleich mit BA/KL/LX/OS/DE), sondern vergleichen sich mit den US Anbietern oder mit den ME3 (Netto, Brutto ist ähnlich), sehen aber nicht die ganzen Lohnnebenkosten, Pensionskasse etc., oder bei den ME3 die mieseren Arbeitsregeln (und Kündigungsschutz etc.)
Die Arbeitgeberseite rechnet sich das allerdings genauso schön. Da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Der korrekte Weg wäre den Kompromiss zu suchen.

Während man auf der Arbeitgeberseite aufgegeben hat mit dem Cockpit Kompromisse zu suchen und jetzt einfach hart die Verlagerung auf andere AOCs durchzieht.
Das tut man seit Jahren und ist damit lediglich mäßig erfolgreich. Die Mitarbeiter sind ja (entgegen der Einschätzung der Chefetage) weder blind noch blöd. Die merken ganz genau, dass Personalpolitik gegen sie und nicht mit ihnen gemacht wird. Das schlägt sich dann auch im soft product nieder. Da ist quasi niemand mehr bereit über Dienst nach Vorschrift hinauszugehen.

Wie man da je wieder rauskommen soll? Die Positionen sind ja Mega weit weg. VC fordert 50k mehr pro Kopf für die Pensionskasse. Worauf sollte man sich einigen? 5k? 25k? Alles nicht so wirklich realistisch, dafür stimmen nicht die Zahlen. (Ein Großteil aber auch durch Personalüberhang / Produktivität (man hat zu früh auf 787 umgeschult), alte Flieger, etc. verschuldet).
In anderen Worten: weil das Top Management eine Fehlentscheidung nach der anderen trifft und dafür auch noch mit Boni belohnt wird (es wurden ja Ziele erreicht…) soll die Belegschaft verzichten. So funktioniert es halt nicht. Der Fisch stinkt vom Kopfe her. Wenn man von den Mitarbeitern Verzicht bzw. Zurückhaltung fordert, muss man demonstrativ vorangehen und selbst ebenfalls etwas opfern. Das fällt ihnen aber im Traum nicht ein.

Das ist wie man da wieder herauskommt. Es braucht eine Führungsetage, die fähig ist, nicht nur auf Kennzahlen glotzt und mit den Mitarbeitern auf Augenhöhe umgeht statt sie als lästig von oben herab zu behandeln. Die Gegenseite muss ebenso anerkennen, dass nur verteilt werden kann was da ist. Das fällt allerdings deutlich leichter wenn die vorher genannten Punkte zutreffen.
 

SF340

Erfahrenes Mitglied
16.12.2023
806
1.503
Das sehe ich durchaus. Das hatte ich mit den überzogenen Forderungen ja bereits adressiert.


Die Arbeitgeberseite rechnet sich das allerdings genauso schön. Da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Der korrekte Weg wäre den Kompromiss zu suchen.


Das tut man seit Jahren und ist damit lediglich mäßig erfolgreich. Die Mitarbeiter sind ja (entgegen der Einschätzung der Chefetage) weder blind noch blöd. Die merken ganz genau, dass Personalpolitik gegen sie und nicht mit ihnen gemacht wird. Das schlägt sich dann auch im soft product nieder. Da ist quasi niemand mehr bereit über Dienst nach Vorschrift hinauszugehen.


In anderen Worten: weil das Top Management eine Fehlentscheidung nach der anderen trifft und dafür auch noch mit Boni belohnt wird (es wurden ja Ziele erreicht…) soll die Belegschaft verzichten. So funktioniert es halt nicht. Der Fisch stinkt vom Kopfe her. Wenn man von den Mitarbeitern Verzicht bzw. Zurückhaltung fordert, muss man demonstrativ vorangehen und selbst ebenfalls etwas opfern. Das fällt ihnen aber im Traum nicht ein.

Das ist wie man da wieder herauskommt. Es braucht eine Führungsetage, die fähig ist, nicht nur auf Kennzahlen glotzt und mit den Mitarbeitern auf Augenhöhe umgeht statt sie als lästig von oben herab zu behandeln.

Viele leere Worthülsen.

Die Gegenseite muss ebenso anerkennen, dass nur verteilt werden kann was da ist. Das fällt allerdings deutlich leichter wenn die vorher genannten Punkte zutreffen.

Richtige Erkenntnis, es gibt bei einer Marge von unter 0 bis 1% in den letzten Jahren schlicht nichts zum Verteilen. Und selbst wenn das Top Management gar kein gehalt mehr bekäme ändert das nichts an der Tatsache dass eine LHA ein wirtschaftliches Auslaufmodell ist.
 
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longhaulgiant

Erfahrenes Mitglied
22.02.2015
10.657
10.439
Viele leere Worthülsen.
Gutes Argument. Sauber herausgearbeitet. Und macht sich so gut als Diskussionsgrundlage.

Richtige Erkenntnis, es gibt bei einer Marge von unter 0 bis 1% in den letzten Jahren schlicht nichts zum Verteilen. Und selbst wenn das Top Management gar kein gehalt mehr bekäme ändert das nichts an der Tatsache dass eine LHA ein wirtschaftliches Auslaufmodell ist.
Die vergangenen Jahre lag die operative Marge zwischen 2 und 4%. Für die kommenden Jahre wird sie vom Management bei 4 bis 6% ausgewiesen. Einzig im aktuellen Jahr liegt sie sogar bei unter 0%. Bei den aktuellen Marktverwerfungen wenig verwunderlich. Für ne Dividende reichts trotzdem. Passt wie zusammen?

Und beim Verzicht des Managements geht es um Signalwirkung und nicht um Zahlen. Das verstehen Kennzahlenreiter aber nicht.
 

StefanR

Erfahrenes Mitglied
17.07.2016
599
412
Planet Earth
Frage an die Weisheit der vielen. Ich hab hier und bei LH nichts gefunden und habe auch (noch) keinen Zugriff auf die Buchung.

FRA-SVQ morgen. Eine Buchung in C, zwei Passagiere. Findet statt. Status: Kulanzregelung bei Umbuchung.
Kann ich in diesem Rahmen einen der beiden Passagiere auf einen anderen Hinflug umbuchen, den anderen so lassen?
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
18.281
17.224
IAH & HAM
Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Bei LH (und nicht nur da) werden Mitarbeiter von der Manager Kaste schon länger nur noch als absolut notwendiges Übel und nicht mehr als Asset betrachtet, was man so klein wie möglich halten muss, damit die Zahlen noch besser aussehen und man noch mehr Boni einstreicht. Der Aufsichtsrat und die Eigentümer sind zu mindestens gleichen Teilen daran schuld, weil sie dieses Verhalten goutieren.
Ich verstehe dabei durchaus, dass bestimmte Forderungen überzogen sind. Ich verstehe, dass man nicht zu allem ja und Amen sagt, sagen kann (und will). Aber die Verhandler aufseiten der LH verhalten sich seit Jahren wie der Elefant im Porzellanladen und lassen keine Gelegenheit aus den „Sozialpartner“ zu denunzieren, zu demütigen und die Verachtung für sie spüren zu lassen. Dass die Gegenseite dann so reagiert, wie wir es diese Woche eindrucksvoll sehen, kann echt niemanden überraschen.

Ich hoffe wirklich sehr, dass das nach der Ära Spohr endlich mal wieder besser werden wird.

Ich wuerde beide Positonen nicht als Widerspruch sehen. Man kann ein Unternehmen kosteneffizient aufstellen, und trotzdem die Mitarbeiter als Asset anshehen, die eine hohe Bindung zum Unternehmen haben. Das Problem bei Lufthana ist nach meinen Beobachtung eher, dass man dort (zumindest so sieht es von aussen so aus) Labor Relations als den Event der Verhandlung ansieht und nicht die Zeit zwischen den Verhandlungen. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Wenn man seine Labor Strategie immer nur direkt vor den Verhandlungen abstaubt und auf das Beste hofft, dann kommt man zu dem Ergebnis das wir sehen. Wenn man aber die Zeit des Friendes nutzt um die Bindung zu den Mitarbeitern zu erhöhen, tragfaehige Unternehmensstrkturen aufbaut, den notwendigen Wandel proaktiv begleitet, die Mitarbeiter mitimmt, bei Umstrukturierungen im Voraus antizipiert was diese für die naechsten Verahndlungen bedeuten, dann sind auch die eigentlichen Verhandlungen nicht mehr als ein taktoischer Event.
 

tubiaskurz

Erfahrenes Mitglied
17.05.2019
478
569
Frage an die Weisheit der vielen. Ich hab hier und bei LH nichts gefunden und habe auch (noch) keinen Zugriff auf die Buchung.

FRA-SVQ morgen. Eine Buchung in C, zwei Passagiere. Findet statt. Status: Kulanzregelung bei Umbuchung.
Kann ich in diesem Rahmen einen der beiden Passagiere auf einen anderen Hinflug umbuchen, den anderen so lassen?
Ticket splitten lassen und anschließend den einen Hinflug umbuchen sollte problemlos möglich sein.
 
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Jackson0815

Erfahrenes Mitglied
11.02.2023
547
744
Bei mir noch nie. Das ging maximal über M&M und die suchen erstmal freie Buchungsklassen auf Awards. Da hilft nur penetrant sein.
Ohje, hatte ich nicht auf dem Schirm. Das wird ja was. Dann warte ich jetzt bis der Flug annulliert wird und rufe dann M&M an. Hatte gehofft dass ich auch mittels Bot eine Auswahl als Alternative erhalte.
 

SF340

Erfahrenes Mitglied
16.12.2023
806
1.503
Gutes Argument. Sauber herausgearbeitet. Und macht sich so gut als Diskussionsgrundlage.
Naja, du scheinst noch nicht einmal die Zahlen zu kennen, oder den Unterschied zwischen LHG und LHA.
Die vergangenen Jahre lag die operative Marge zwischen 2 und 4%. Für die kommenden Jahre wird sie vom Management bei 4 bis 6% ausgewiesen. Einzig im aktuellen Jahr liegt sie sogar bei unter 0%. Bei den aktuellen Marktverwerfungen wenig verwunderlich. Für ne Dividende reichts trotzdem. Passt wie zusammen?

Und beim Verzicht des Managements geht es um Signalwirkung und nicht um Zahlen. Das verstehen Kennzahlenreiter aber nicht.
Schau dir mal die Margen der LHA an, bei der aktuellen Diskussion ist es schwachsinnig sich auf Konzernergebnisse zu beziehen, die zum grössten Teil durch die LX, Cargo und Technik erwirtschaftet werden.
Oder ist deine Vorstellung dass man dort für die LH Piloten mit verdienen soll? Glaube das hilft dem Unternehmensfrieden eher nicht.
 
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alinakl

Erfahrenes Mitglied
15.07.2016
6.082
3.343
Ist der Streik am Freitag den 17. jetzt eigentlich endgültig beschlossen?

Auf der LH Website steht noch nichts davon, aber es wäre ein Unding wenn mein nächster Flug ohne Streikauswirkungen statt finden würde.
 
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mbraun

Erfahrenes Mitglied
09.07.2011
2.653
4.023
Schau dir mal die Margen der LHA an, bei der aktuellen Diskussion ist es schwachsinnig sich auf Konzernergebnisse zu beziehen, die zum grössten Teil durch die LX, Cargo und Technik erwirtschaftet werden
LH-Cargo und LH-Airline sollte doch der gleiche Tarifvertrag sein?
 

Gulliver

Erfahrenes Mitglied
10.11.2009
1.663
99
Kerkrade (NL)
www.kuhnert.nl
Tja - warum ist da so?

Sind ja immer nur die anderen, die 'vernünftig' sein sollen - die Unternehmen, die Angestellten, die Inhaber,... wer auch immer.
Aber man selbst - da steht einem immer alles zu und man wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, auf irgendwas zu verzichten.

Auch könnte das halbe (mehr?) Forum entfallen, wenn es nicht mehr darum geht soll(te), wie man das Optimum und noch ein Sahnehäubchen oben drauf rausholen kann...
Genau. Und weil jeder das Optimum und noch ein Sahnehäubchen oben drauf rausholen mag, sind die Fronten so verhärtet. Dann sollte man sich aber auch weder über die eine noch über die andere Seite aufregen, weil sie ja beide gleich sind und gerade ihr Sahnehäubchen rausholen möchten. Schlimm ist es nur für diejenigen, die noch weit von ihrem Sahnehäubchen weg sind.
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
2.410
1.176
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300x250
Genau. Und weil jeder das Optimum und noch ein Sahnehäubchen oben drauf rausholen mag, sind die Fronten so verhärtet. Dann sollte man sich aber auch weder über die eine noch über die andere Seite aufregen, weil sie ja beide gleich sind und gerade ihr Sahnehäubchen rausholen möchten. Schlimm ist es nur für diejenigen, die noch weit von ihrem Sahnehäubchen weg sind.
Die, die noch weit weg sind von den Sahnehäubchen regen sich auch nur lediglich lautstark in solchen Zeiten auf, und auch nur deswegen weil sie selber betroffen sind.
Also rein egoistische Gründe.

In den vielen ruhigeren Zeiten dazwischen, hört und sieht man nix von ihnen, da legen sie sich weitesgehend schlafen

man muss also nicht zuviel Mitleid mit dieser nur zu ganz bestimmten Zeiten ausgesuchten und ausgegrabenen Opferrolle haben