Nach Klageerhebung wurde das von LH mitbezahlt. Ich fahre doch nicht für LH noch 60 Minuten in die City und den gleichen Weg morgens zurück.
Aber du fährst 60 Minuten zum Anwalt und zum Gericht...
In meinem Umfeld / erweiterten Bekanntenkreis liegt es weniger daran, sondern eher daran dass die Menschen nicht den Mut haben, es den erfahrenen Anwalt machen zu lassen.
Es braucht keinen Mut einen Abwalt einzuschalten, es ist einfach lästig.
Vor allem wenn man nicht täglich mit Anwälten zu tun hat, viele haben nämlich auch überhaupt keine Lust sich mit so Lapalien rumzuschlagen, und lehnen dich schlicht ab. Nach spätestens dem zweiten Anruf schenkt man sich dann den ganzen Sch***.
Vorurteile sind ja nicht generell schlecht. Es hat sich schon beim Neandertaler bewährt, das Vorurteil zu haben Säbelzahntiger seien böse...
aber wie will irgendjemand nachweisen können, dass es das Intercity für 200€ gegeben hat zum exakten Buchungszeitraum.. so gut wie unmöglich
Es gibt durchaus Hotels mit Preislisten und klaren Obergrenzen.
Es geht nicht darum, dass sie ihre Rechte durchsetzt. Dagegen ist nichts zu sagen.
Es ist langweilig!
Vor allem wenn immer nur Anwalt und Gericht als Lösung dabei rauskommt...
Für mich bedeutet „angemessen“ auch primär, dass ich in Fällen, wo ich irgendwann spätabends lande und frühmorgens weiterfliege, nicht noch lange Fahrten vom / zum Hotel habe (so dass es sich praktisch nicht mehr lohnt). Und wenn es am Flughafen nur irgendwelche Luxushotels gibt (deren „Luxus“ ich gar nicht nutzen kann), ist das ja nicht meine Schuld. Haupt-Kriterium ist hier für mich die Lage möglichst direkt am Flughafen.
Für mich auch, ist nur die Frage ob das der Richter genauso sieht...
€350 für 4 Stunden Bett, eine Dusche und sonst nichts sind objektiv nicht angemessen. Ob du nun das Recht darauf hast, ist eine andere Frage.
Was einen zu der viel interessanteren Frage bezüglich LH führt, warum zum Teufel befolgen sie nicht einfach due EU261 und lassen dem Kunden die Wahl? Wenn sie mich zwangsweise auf einen Frühflug umbuchen für den ich schon um 5 wieder am Flughafen sein muss, wenn ich nach Mitternacht strande, ist praktisch jedes Hotel sinnlos. Und nach Mitternacht noch jemanden ans Rohr zu bekommen der einen auf den 9:00 Flug umbucht ist ein Ding der Unmöglichkeit. Und es ist auch nicht zielführend erstmal bis 2:00 zu telefonieren, um am Ende doch 3 Stunden später auf der Matte stehen zu müssen.
Lufthansa soll endlich mal Kundenservice hinbekommen, genug Ressourcen bereitstellen um Kunden gegenüber denen sie verstragsbrüchig geworden sind schnell und zielgerichtet zu helfen. Und zwar im Dialog, nicht eigenmächtig und proaktiv unverrückbare Fakten schaffen. Die Rechte die sie dir gewähren müssen sind glasklar, wie es in einem Rechtsstaat sein kann, das LH seit über 20 Jahren damit bis auf eine kleine Zahl von Einzelfällen durchkommt ist ausgesprochen ernüchternd.
Aber Grundsatzurteile beim Verbraucherschutz werden ja manchmal geradezu sorgfältig vermieden.
Und in Deutschland (z.B. im Gegensatz zu den USA oder auch manch anderen Europäischen Staaten) nicht Teil der Rechtskultur.
Verbrauchersuchutz hat sich in Deutschland weitestgehend erübrigt. Und dann wundern sich alle über Konsumzurückhaltung und schlechte Verbraucherstimmung.
Und Lufthansa ist bei dem "verklag mich doch" Kundenservice klar eines der führenden Unternehmen...
sowas wie automatische Entschädigung.
Ich will nicht bekommen was ich nicht will und dann dafür später entschödigt werden, ich will gleich meine Rechte ausüben. In diesem Fall Wahlmöglichkeit und Betreuung. Wenn ich beides nicht hatte, braucht man mir hinterher nicht mit einer Entschädigung kommen.
Eine Nacht in der ich mit knurrendem Magen nicht geschlafen habe ist irreversibel, mit einer späteren Geldzahlung wird die nicht ungeschehen.