Wortwahl?
Die Gewerkschaft UFO hat am gestrigen Freitag zum Streik aufgerufen. Soweit so gut. Gestern wird bekannt gegeben, dass am Mittwoch, 15. April anlässlich der Feierlichkeiten zum 100 jährigen Bestehen der Lufthansa (weitere 100 Jahre kommen voraussichtlich nicht mehr dazu...) einige Störaktionen geplant sind am Frankfurter Flughafen, auch soweit so gut.
Welchen Anlass sieht ein Hr. Jäger von der Tarifkommission der UFO anlässlich der Frage, ob an diesem Mittwoch wieder ein Streik geplant sei, mit einem "wir schließen nichts aus" zu antworten!? Das war alleine seine Entscheidung. Es geht hier allein um Profilierung der Vorsitzenden einer Gewerkschaft. Sorry, wenn hier ernsthaft jemand glaubt, dass es einen Bundeskanzler, Vorstände der LH, Wirtschaftsgrößen, etc. auch nur ansatzweise interessiert, dass hier eine kleine Gruppe den Larry macht.
Streikrecht schön und gut. Wenn ich bereits am Freitag sämtliche Passagiere in Geiselhaft genommen habe, geht es gegen jegliche Verhältnismäßigkeit, wenn ich selbiges nur fünf Tage später bereits wieder mache und dem AG nicht einmal den Hauch einer Möglichkeit einräume ein Angebot vorzulegen und Gesprächsbereitschaft zu signalisieren. Es geht hier um keinen Abschluss, sondern um reine Selbstdarstellung.
Was haben die Passagiere damit zu tun, was hat jeder Einzelne diesem Hr. Jäger getan, dass es diese Form des Psychoterrors gegen seine Kunden, die Passagiere, meint ausüben zu müssen. Wie sehr kann ich meine Kunden, die letztlich den Ast finanzieren, auf dem sie alle sitzen, hassen. Wer Hass sät, muss sich nicht wundern, wenn ihm als Antwort Hass entgegenschlägt. Es war seine Entscheidung, seine Wortwahl, für jemanden der in der Öffentlichkeit steht, sorgfältiger abzuwägen.