Warum eigentlich einchecken? (RE: EW Basic Zusatzleistungen)

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Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.691
10.260
BRU
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Fehlt bei der Betrachtung nicht auch noch der Umstand dass man ohne Bordkarte i.d.R. gar nicht zum Gate gelangen kann (regulär und von Ausnahmen wie TXL A oder Gate C1 in FRA abgesehen). Die Beförderungsverweigerung würde also nicht vom Airline-Personal sondern schon vom Sicherheitspersonal des Flughafens erfolgen.

Lässt man sich hier also evtl. indirekt (über die AGB der Airline) auf die Betriebsvorschriften der Flughafenbetreiber ein, die ein solches Dokument zum Betreten des Sicherheitsbereiches ggf. verlangen dürfen?

Das ist aber auch irgendwo ein Henne-Ei-Problem. Wäre grundsätzlich doch machbar, dass für den Zugang airside eine Buchungsbestätigung reicht. Bzw. ich glaube nicht, dass die Flughafenbetreiber auf einem gesonderten Dokument bestehen würden, wenn die Airlines ihrerseits nur ein gültiges Flugticket verlangen würden.

Und zu den Automaten: An zahlreichen Außenstationen gibt es doch überhaupt keine Automaten. Und auch nicht alle Airlines stellen Automaten auf (die ja auch was kosten....)
 
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planesandstuff

Erfahrenes Mitglied
08.01.2018
1.107
55
HAM
Das ist aber auch irgendwo ein Henne-Ei-Problem. Wäre grundsätzlich doch machbar, dass für den Zugang airside eine Buchungsbestätigung reicht. Bzw. ich glaube nicht, dass die Flughafenbetreiber auf einem gesonderten Dokument bestehen würden, wenn die Airlines ihrerseits nur ein gültiges Flugticket verlangen würden.

Und zu den Automaten: An zahlreichen Außenstationen gibt es doch überhaupt keine Automaten. Und auch nicht alle Airlines stellen Automaten auf (die ja auch was kosten....)

Es gibt oder gab an manchen Flughäfen doch sogar mal so Art Bahnsteigkarten ("Flugsteigkarten?"). Damit ist/war es doch auch möglich ohne Bordkarte und sogar ohne gebuchten Flug ans Gate zu kommen.
 

Rampenkasper

Aktives Mitglied
20.06.2019
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406
MUC
Wäre grundsätzlich doch machbar, dass für den Zugang airside eine Buchungsbestätigung reicht.

Das ist nicht nur ein hypothetischer Fall. Ich hatte tatsächlich schon Paxe vor mir am Gate stehen, die am Check-In zu spät waren, keine Bordkarte mehr bekommen haben und dann nur mit Buchungsbestätigung durch die Siko gelassen wurden. Stehengelassen hab ich sie natürlich trotzdem, und nen Rüffel für den Schichtleiter von der SiKo gabs on top.


Was die LCC-Check-In-Gebühren angeht:
Das ist nicht nur eine Gebührenfalle.

Die Airline muss für jeden Check-In-Schalter den Airport bezahlen und für jeden dort sitzenden Agenten den Handling-Partner. Das macht schon einen beträchtlichen Unterschied, ob man jetzt für 180 Paxe drei Schalter braucht, oder nur einen, weil nur, wer auch wirklich muss, zum Check-In geht.
 

Fensterplatz

Erfahrenes Mitglied
24.07.2015
688
266
Klar könnte man die Bordkartenerstellung auch anders regeln, wenn es gewollt wäre (siehe auch das schon erwähnte automatische Checkin bei LX).

Meine Antwort bezog sich auch eher darauf ob man ggf. Ansprüche wg. Nichtbeförderung ableiten könnte und damit auf die Frage ob eine Airline die Bordkarte in jedem Fall kostenfrei zur Verfügung stellen muss, dafür also unter keinen Umständen ein Entgelt verlangen darf. Ich fände das wünschenswert, aber die Entwicklung bei den LCC geht eben in die andere Richtung.

Im von mir geschilderten Fall würde die Airline argumentieren: Wir haben die Beförderung gar nicht verweigert, der Fluggast ist nie am Gate erschienen. Die Möglichkeit zur Bordkartenerstellung war online vorhanden.
 

RayJo

Erfahrenes Mitglied
13.01.2018
750
302
Nach meinem "gesunden Menschenverstand" müsste/sollte zumindest die Automatenbereitstellung einer Bordkarte am Airport ohne Zusatzkosten gewährleistet werden.
 

hollaho

Erfahrenes Mitglied
22.10.2016
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971
In Bezug auf FR ist das ein Blödheitszuschlag. MOL hat gemeint, wer so blöd ist und das Zeug zu Hause nicht ausdruckt, der legt halt drauf.

Wenn man das mal wörtlich nimmt, dann scheitert die Gebühr ziemlich sicher am 307er. Es dürfte gegen Treu und Glauben verstoßen, einen Preisaufschlag je nach Ausgang eines verpflichtenden IQ Tests am Gate zu erheben. 8-;

der Fluggast ist nie am Gate erschienen.

Wenn er am Check-in Schalter erschienen ist und ihm die Boradkarte verweigert wurde, dürfte das voll der Airline zuzurechnen sein. Der Knackpunkt ist in der Tat, ob der Kunde nach den Grundsätzen von Treu und Glauben dazu verpflichtet werden kann, zusätzlich Geld für das Check-In zu zahlen oder ob die Airline ohnehin zur Mitwirkung verpflichtet ist, einfach um ihre vertragliche Berförderungsverpflichtung zu erfüllen. Das wird immer eine Abwägungssache sein und somit auf den Richter ankommen.

Eindeutig wäre es vermutlich, wenn es keine kostenlose Check-in Möglichkeit online mehr gäbe. Nun ja, gibt es die Konstellation, daß der online Check-in schon zu ist und nur noch am Schalter eingecheckt werden kann gegen Geld?

Die Klage wäre in der Tat ganz witzig. Und ich wäre nicht mal gar so überrascht, wenn die Airline kurzfristig kneifen würde.
 

umsteiger

Erfahrenes Mitglied
22.01.2012
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www.kanzlei-woicke.de
Fehlt bei der Betrachtung nicht auch noch der Umstand dass man ohne Bordkarte i.d.R. gar nicht zum Gate gelangen kann (regulär und von Ausnahmen wie TXL A oder Gate C1 in FRA abgesehen). Die Beförderungsverweigerung würde also nicht vom Airline-Personal sondern schon vom Sicherheitspersonal des Flughafens erfolgen.

Lässt man sich hier also evtl. indirekt (über die AGB der Airline) auf die Betriebsvorschriften der Flughafenbetreiber ein, die ein solches Dokument zum Betreten des Sicherheitsbereiches ggf. verlangen dürfen?


Fehlt bei der Betrachtung nicht. Hatte ich schon was zu geschrieben.

Die Nichtbeförderung liegt hier in dem Umstand, dem Fluggast die Möglichkeit zum Gate zu gelangen (und mitgenommen zu werden) explizit verweigert. Auch darf eine Fluggesellschaft die EU-VO nicht durch ABB einschränken, modifizieren oder was auch immer.

Die Schuld hier auf den Flughafenbetreiber zu schieben, wäre etwa so, als würde man bei einem defekten Fluggerät auf die Behörden verweisen, die Flüge mit einer kaputten Maschine untersagen.
 

kexbox

Erfahrenes Mitglied
04.02.2010
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Düsseldorf
www.drboese.de
Das AG Düsseldorf fand das mal total normal, dass man diese Schikanen durchlaufen muss und sonst nicht mitfliegen darf.
Checkin.jpg
Hintergrund war, dass der OLCI nicht klappte und der Passagier zwei Minuten zu spät am Schalter auftauchte. Nur mit Handgepäck. Innerdeutsch. Nicht berufungsfähig.
 

Daidalos

Aktives Mitglied
16.02.2020
116
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Man muss ziemlich MIMIMI-mäßig drauf oder ein geldgeiler Jurist sein, um hier ein Problem zu sehen.

OLCI ist heutezutage zumutbar und kostet die Airline so gut wie nichts. Personal am Flughafen hingegen ist teuer (trotz relativ niedriger Entlohnung - Löhne und Gehälter sind nur ein Teil der Kosten).
 

kexbox

Erfahrenes Mitglied
04.02.2010
6.607
4.132
Düsseldorf
www.drboese.de
Man muss ziemlich MIMIMI-mäßig drauf oder ein geldgeiler Jurist sein, um hier ein Problem zu sehen.
Ich würde bei einer Klage eines nicht beförderten Passagiers, bei dem es nur um die 250,00 € aus der 261/2004 geht, vermutlich ca. 132,50 € netto abrechnen können. Du kannst Dir vorstellen, dass zumindest Punkt 2 damit nicht zutrifft.
 

Farscape

Erfahrenes Mitglied
24.09.2010
6.990
43
Wien
Biete mich gerne an;
Da ich grundsätzlich bei meinen innereuropäischen Flügen in Y einen Nebensitz dazubuche kann ich gerne Risikolos eine Buchung zur Verfügung stellen.
Normalerweise befinden sich die Passagiere auch noch in einer Buchung.
Also kann ich gerne auch meinen Boardingpass leihen um durch die Siko zu kommen, dort wo zumindest der Name nicht mit dem Perso abgeglichen wird.

Problem ist nur, ich habe aktuell keine Pläne nach DE zu reisen. Meine Basis ist ja VIE und von dort fliege ich Urlaubsziele an; IT PT GR
 
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Daidalos

Aktives Mitglied
16.02.2020
116
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Ich würde bei einer Klage eines nicht beförderten Passagiers, bei dem es nur um die 250,00 € aus der 261/2004 geht, vermutlich ca. 132,50 € netto abrechnen können. Du kannst Dir vorstellen, dass zumindest Punkt 2 damit nicht zutrifft.
Aber warum dann die Aufregung?

Bei der Langstrecke könnte ich es noch nachvollziehen, dass jemand Anstoss daran nehmen könnte, wenn eine Zahlung für Unterstützung durch Personal am Check-in fällig würde. Die Langstrecke stellt die Paxe aber vor ganz andere Herausforderungen als EW-Kurz- und Mittelstrecke. Formalia sind typischerweise komplexer (Einreisevorschriften etwa), Sprachbarrieren größer usw.

Ohne Unternehmer in dem Bereich zu sein, gehe ich davon aus, dass Check-in vor Ort Zusatzkosten von ein paar Euro pro Pax verursacht. Ich finde nicht, dass ich die Paxe auf der innereuropäischen Kurz- und Mittelstrecke überfordere, wenn ich den OLCI verlange. Dieser ist vernünftig und hält die Kosten unter Kontrolle. Solange ich deutlich drauf hinweise, dass der Check-in am Flughafen extra kostet, ist es doch gesamtwirtschaftlich sinnvoll.

Warum sollen diejenigen, die den OLCI machen, die Vor-Ort-Einchecker quersubventionieren?

Wenn die Rechtsverdreher wirklich durchboxen, dass der Vor-Ort-Checkin kostenlos sein muss, bestrafen sie alle, die den OLCI machen.
 

umsteiger

Erfahrenes Mitglied
22.01.2012
3.454
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Berlin
www.kanzlei-woicke.de
Bei den Nichtbeförderungsfällen, @kexbox, tun sich selbst eigentlich erfahrene Gerichte wie da AG Düsseldorf nach wie vor häufig schwer, weil sie immer noch die große Ausnahme bilden im Verhältnis zu Verspätungs- und Annullierungs-Fällen. Das merkt man an den ungelenken Formulierungen. Häufig läuft das dann nach dem Motto: Wer zu spät kommt, den bestraft halt das Leben. Dass der BGH entschieden hat, dass es ein "Zu-spät-kommen am Gate" gar nicht gibt, geschenkt! Dass das Luftfahrtunternehmen darlegen und beweisen muss, sich auf vertretbare Gründe berufen zu können - wozu...?

Ärgere mich gerade mit dem LG Stuttgart rum. In erster Instanz. Dort trafen die Fluggäste 2 Minuten später als zur veröffentlichten Boardingzeit am Gate ein. Mehrere andere Paxe standen dort bereits, mithin das Boarding also definitiv noch früher beendet wurde.

Gleichwohl erwartet das Gericht substantiierten Vortrag der Fluggäste, warum ihre Mitnahme NICHT zwingend zu einer Verspätung des Abflugs geführt hätte, statt mal die Airline zu fragen, was sie unternommen hat und warum es nicht mehr möglich war, die Paxe in die Maschine (am Finger) zu lassen.
 
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kexbox

Erfahrenes Mitglied
04.02.2010
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Warum sollen diejenigen, die den OLCI machen, die Vor-Ort-Einchecker quersubventionieren?
Wenn die Rechtsverdreher wirklich durchboxen, dass der Vor-Ort-Checkin kostenlos sein muss, bestrafen sie alle, die den OLCI machen.
Schaue Dir mal den Threadtitel an: Ich will den Checkin abschaffen. Ich habe einen Vertrag geschlossen, den Werklohn entrichtet und will jetzt in eine Flugzeug steigen und von A nach B befördert werden. Ich finde es nicht richtig, wenn jemand von mir verlangt, dass ich auf einem Bein stehend das Vaterunser bete, bevor der Werkunternehmer seine Leistung erbringt.

Ich erwarte, dass ich mit Buchung und Zahlung das Dokument erhalte, was es mir ermöglicht, im Flugzeug meinen Sitzplatz einzunehmen. Nicht erst X Tage / Stunden vorher auf irgendwelchen Websites, in Apps, an Automaten oder im Kontakt mit Menschen am Flughafen nach Schlangestehen. Das ist ne Verkaufsshow, teils sogar mit der (m.e. rechtswidrigen da nicht erforderlichen) Erhebung personenbezogener Daten.
 

dch

Erfahrenes Mitglied
30.05.2012
887
6
EDDH
Die Tatsache, dass LH einen PAX seit einiger Zeit zum Teil auch automatisch eincheckt, zeigt doch, dass es weder eine technische noch formale Notwendigkeit gibt, den Kunden erneut in die Pflicht zu nehmen.
 

Daidalos

Aktives Mitglied
16.02.2020
116
0
Schaue Dir mal den Threadtitel an: Ich will den Checkin abschaffen. Ich habe einen Vertrag geschlossen, den Werklohn entrichtet und will jetzt in eine Flugzeug steigen und von A nach B befördert werden. Ich finde es nicht richtig, wenn jemand von mir verlangt, dass ich auf einem Bein stehend das Vaterunser bete, bevor der Werkunternehmer seine Leistung erbringt.
Geht's noch theatralischer?

Der OLCI dauert zwei Minuten und ist kinderleicht. Mein Eindruck vom Fliegen ist, dass es selbst viele 80-jährige hinkriegen (zugegeben, manchmal vielleicht nur mit Hilfe des Nachwuchses).

Wenn Du den Check-in abschaffst, treibst Du den Ticketpreis in die Höhe.

Das ist genau so naiv, wie die Überbuchung abzuschaffen. Wenn Überbuchungen verboten wären, würden wir alle erheblich mehr für unsere Tickets zahlen müssen. Ohne guten Grund. IDB sind selten. Man kann nunmal mit 99,8 oder 99,9-prozentiger Wahrscheinlichkeit sagen, dass nicht alle Pax den Flug antreten werden. Warum diese Erkenntnis nicht zur Verbesserung der Effizienz nutzen? Die Stückkosten des Betriebs von Verkehrsflugzeugen stehen und fallen mit der Auslastung.

Ein IDB ist eine individuelle Härte. Die Möglichkeit zur Überbuchung ist aber ein riesiger Vorteil für Airlines *und* Reisende (die Marktteilnehmer teilen sich die Effizienzgewinne, das ist Volkswirtschaftslehre 101).

Ich sehe ökonomisch da einen ganz engen Zusammenhang zwischen der Erfordernis zum Check-in und der Möglichkeit zur Überbuchung. Es mag gut gemeint sein, Überbuchung oder Check-in abschaffen zu wollen. Aber die niedrigere Auslastung im Falle keiner Überbuchungen oder der höhere logistische Aufwand im Falle der Abschaffung des Check-ins verursacht Kosten.
Diese Kosten müssen sich die Marktteilnehmer teilen (wieder Volkswirtschaftslehre 101). Die Forderung mag gut gemeint sein, aber die Konsequenz wäre schlecht.
 
Zuletzt bearbeitet:

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
In Bezug auf FR ist das ein Blödheitszuschlag. MOL hat gemeint, wer so blöd ist und das Zeug zu Hause nicht ausdruckt, der legt halt drauf.
Also zumindest nach der Wallraff-"Doku" hat er auf Nachfrage gesagt (so ab 4:10):
MOL meinte:
We try to encourage the passenger to travel in a way that minimizes our cost. ... If you agreed checking in online and we sent you 3 reminders and you ignore all those reminders and you still show up on the airport we will charge you 50 euros because you frankly broken all the rules. And the reason for that is, if you checked in online before you arrive at the airport you are a much lower cost passenger for us. We don't have to have a handling agent there ...
Also nicht falsch verstehen, ich bin kein MOL- und Ryanair-Fan, aber ich kann seiner Argumentation folgen. Ob nun 50 Euro angemessen sind oder nicht, dass sollen Verbraucherschützer für die Kunden klären lassen.

Zum Thema: ich denke ein kompletter Verzicht auf BPs ist halt aus Sicherheitsgründen nicht möglich, denn die werden ja an der Security als Nachweis verlangt, dass man tatsächlich Zugang zum Sicherheitsbereich braucht. Grundsätzlich würde vermutlich auch ein eTicket reichen, aber es wäre doch unendlich komplexer, dann zu prüfen, ob das alles auch gültig etc. ist. Möglicherweise kann man auch wegen irgendwelcher bestehenden Regeln nicht schon 300 Tage im Voraus einchecken? Ist aber nur Spekulation. Ich denke die großen Carrier hätten halt ein großes Problem mit dem Management der Überbuchungen auf ihren Flügen. Jetzt kann einem das als Kunde egal sein, aber wenn die Praxis für Rechtens anerkannt würde, würden die Flugpreise wohl nicht sinken. Und dann wird wieder auf die bösen Airlines geschimpft.
 

hippo72

Erfahrenes Mitglied
11.03.2009
12.826
6.672
Paralleluniversum
Geht's noch theatralischer?

Der OLCI dauert zwei Minuten und ist kinderleicht. Mein Eindruck vom Fliegen ist, dass es selbst viele 80-jährige hinkriegen (zugegeben, manchmal vielleicht nur mit Hilfe des Nachwuchses).

Ich kann und will nicht beurteilen, wie oft Du Online eincheckst.
Aber ich kann Dir berichten, dass ich bei geschätzt 30% meiner Flüge NICHT online einchecken kann bzw. selbst wenn das geht ich in sehr vielen Fällen keine Bordkarte online erhalte.
Sei es wegen komischen Airlines, technischen Problemen auf Airline-Seite, komische gesetzliche Regelungen oder was auch sonst. Eigene Dummheit schließe ich in 99,7% der Fälle aus, ich kann einigermaßen ein iPhone/iPad/Windows Computer bedienen.
 
B

Boeing736

Guest
Also nicht falsch verstehen, ich bin kein MOL- und Ryanair-Fan, aber ich kann seiner Argumentation folgen. Ob nun 50 Euro angemessen sind oder nicht, dass sollen Verbraucherschützer für die Kunden klären lassen.

Je weniger den physischen Check-in nutzen müssen, desto höher sind die durchschnittlichen Kosten pro Nutzer, da ja mindestens ein Counter besetzt werden muss. Insofern ist das eigentlich fast schon "fair" wenn diese Kosten dann auch weiter gegeben werden.
 
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hippo72

Erfahrenes Mitglied
11.03.2009
12.826
6.672
Paralleluniversum
Je weniger den physischen Check-in nutzen müssen, desto höher sind die durchschnittlichen Kosten pro Nutzer, da ja mindestens ein Counter besetzt werden muss. Insofern ist das eigentlich fast schon "fair" wenn diese Kosten dann auch weiter gegeben werden.

Einerseits ja.
Andererseits nein, denn: Ist ein Check-In nicht ein (wie nennt man das richtig?) typisches Geschäftsrisiko, weil es nun mal dazu gehört? An einer Tankstelle in Deutschland muss ja auch jemand sitzen und kassieren - das würde technisch schon lange anders gehen. Jaaaaaa, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ;)
 
B

Boeing736

Guest
Einerseits ja.
Andererseits nein, denn: Ist ein Check-In nicht ein (wie nennt man das richtig?) typisches Geschäftsrisiko, weil es nun mal dazu gehört? An einer Tankstelle in Deutschland muss ja auch jemand sitzen und kassieren - das würde technisch schon lange anders gehen. Jaaaaaa, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ;)

Eben nicht, viele Tankstellen im ländlichen Raum bieten schon lange ausschliesslich Bezahlung an einem Automaten an.