Deswegen sind Flughafengebühren nicht kostendeckend...
Da bin ich nicht sicher, wer hier Henne und wer Ei ist.
Tatsache ist, dass die Airports mehr Geld mit Gewerbeflächen- und Parkplatzvermietung machen als mit Flugbetrieb (der an vielen Airports defizitör ist), aber das kann auch schlicht deren eigene Marketingentscheidung (getrieben von den typischen Beratern) sein.
Genauso wie mit den nicht kostendeckenden Feederflügen auf Airlineseite.
Du hast recht - alle diese Steuern sind aber eben leider nicht zweckgebunden. Ein Professor meinte mal lapidar - wenn all das Geld, das Autofahrer zahlen, in den Straßenverkehr investiert werden würde, dann gäbs an jeder Autobahnausfahrt ein Glas Sekt.
Was natürlich auch reine Polemik oder BWLler Denken ist...
Der Straßenverkehr verursacht auch große Folgekosten ausserhalb der reinen Straßeninfrastruktur, auch Steuergelder die da rein fließen sind Investitionen in den Straßenverkehr. Ganzheitlich betrachtet decken "all diese Steuern" nicht die Kosten, die der Straßenverkehr verursacht.
Weil Du wohl eindeutig besser mit dem Bus oder der Bahn in die Fläche kommst als mit dem Flugzeug.
Auch hier wieder Henne und Ei. In den USA kommst du extrem gut mit dem Flugzeug in die Fläche. Und eben weil das schon so lange so ist, hat dort die Bahn nie eine Chance gehabt. Es gäbe viele Strecken in Deutschland die du sinnvoll mit kleinen Turbopropflugzeugen abdecken könntest, vermutlich sogar billiger als mit der Bahn, wenn dort bisher keine Trassen existieren aber ein Flugplatz (meist ex-Militär). Gerade in den Nordosten gäbe es da sehr viele Möglichkeiten.
Weil Du wohl eindeutig besser mit dem Bus oder der Bahn in die Fläche kommst als mit dem Flugzeug. Insofern sehe ich da keine Berechtigung, das steuerlich irgendwie zu fördern. Im Gegenteil, wir haben momentan wichtigere Probleme.
Inwieweit man da steuerlich fördert oder lediglich die ungleiche nicht-Förderung verglichen mit anderen Verkehrsmitteln abschafft, wäre im Detail zu diskutieren. Und eines der größten Probleme dieses Landes ist, das wir Unmengen Geld völlig sinnlos oder gar kontraproduktiv und ungerecht ausgeben, statt zielgerichtet da wo es wirklich etwas voranbringt und nicht veraltete Strukturen am Leben hält, die früher oder später ohnehin verschwinden werden.
Klar ist, dass wir keine Flugplätze brauchen zu denen Milliardäre mit ihren Privatjets zum Golfen oder zu ihrer Jacht fliegen können. Wobei das als "Beifang" wohl auch mitgefördert würde, wenn man mehr Regionalflughäfen fördern würde.
Die Zahl der Passagiere, die 200 EUR für STR <-> MUC mit dem Flugzeug zahlen weil man eine Stunde spart, ist die Minderheit
Die absolute Mehrheit der Passagiere die STR-MUC fliegt zahlt da keine €200 für und fliegt ab MUC weiter, so dass sie effektiv mehr als eine Stunde spart.
Und soweit ich weiss gibt es STR-MUC auch nicht als Billigflug und wird es vermutlich nie geben.
Aber viele Regionalflughäfen die groß genug für wirtschaftliche Jets sind, haben in den letzten Jahrzehnten den Billigfliegern gedient.
Allerdings fast vollständig für Urlaubsflüge, als Infrastruktur für die Wirtschaft sind diese Flughäfen seltenst genutzt worden.
Sowas wie Köln-Berlin würde sich auch wieder viel stärker als Flug lohnen. Ich habe kürzlich per Bahn brutto acht Stunden Reisezeit im ICE gebraucht.
Habe letztlich für Köln-Prag den Vergleich auch angestellt, bei unter 1 Stunde Flugzeit denkt man ja immer erstmal, da muss doch Bahn auch funktionieren. Dauert dann aber mindestens 6 Stunden netto mehr, und kostet etwa das gleiche.
Selbst bei Flügen unter einer Stunde ist es am Ende oft schlicht die sinnvollere Möglichkeit.
Fängt natürlich damit an, dass der nächste ICE Bahnhof von wo es nach Berlin geht zu mindestens 80% des Tages für mich doppelt so viel Anreisezeit hat, wie CGN. Die Zahl der funktionierenden ICE Verbindungen von vor meiner Haustür ist extrem gering, die Zahl der Züge ist schon gering, die mit passendem Anschluß sind es noch viel weniger, so dass am Ende den Großteill des Tages der Nahverkehr der bessere Zubringer ist, als ein ICE. Und billiger...
auch mein D-Ticket ist für die angebotene Leistung immer noch viel zu billig (was mich natürlich freut, aber bei meinem Nutzkngsverhalten ungerecht ist).
Ja, das ist ungerecht, denn bei meinem Nutzungsverhalten ist das D-Ticket im Vergleich zum davor angebotenen Jobticket ein gewaltiger Rückschritt, ich zahle heute mehr und fahre nur noch ungefähr 1/3. Mein Verkehrsverbund lacht sich scheckig, dass sie das meinem AG aufgeschwatzt haben.
Bei meinem Nutzungsverhalten ist das D-Ticket teuer, +/- in der Größenordnung von Einzeltickets. Die Zeit des Billigbahnfahrens ist für mich vorbei, mein Auto nutze ich jetzt wieder viel mehr als in den 10 Jahren vor dem D-Ticket.
Mein nächster FR Flug nächste Woche liegt preislich deutlich höher als mein EW Flug vor 5 Jahren auf gleicher Route, der EW Flug heute bei über dem Doppelten.
Und so waren eigentlich alle "Billigflüge" dieses Jahres ziemlich teuer. Im Vergleich zu Europa-Netzwerkairlineflügen aber durchaus immer noch billig. Aber das ist eine kleine Stichprobe.
Dafür waren auch dieses Jahr wieder viele Langstreckenflüge mit Netzwerkairlines wirklich günstig, für €400 mit Aufgabe- und Handgepäck über den Teich zeigt, dass die Zeit des billigen Fliegens absolut noch nicht vorbei ist.,