Diskussionen zu Kernenergie (aus "Elektromobilität")

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ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
4.854
4.107
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Lüg dir doch nicht in die Tasche. Wenn du ihnen ein AKW vor die Tür stellst, gilt bei deinen 85 % ganz schnell das Sankt-Florians-Prinzip und deine geschätzte 60 - 85% tendieren gegen NULL. . (Die Leute wollen zwar billigen Strom, aber ohne hierfür persönliche Einschränkungen in Kauf zu nehmen).

In einem demokratischen Prozess baust du nirgendwo in Deutschland ein neues AKW und wirst auch kein bestehendes reaktiviere. Wozu auch!
Quatsch. Ich wohn(te) neben einem KKW. Strom umsonst, Grundstück verbilligt, Steuerlast verbilligt, Hausbau günstig finanziert, Kindergarten umsonst, Schwimmbad, Golfplatz, Gemeinde, keinerlei Probleme, medizinische Versorgung für alle Fachrichtungen mehr als gesichert (überversorgt) und bezahlt/finanziert, etc. etc.

Heile Welt.

Ich würde sagen, fast jeder will neben einem KKW wohnen. Unproblematisch.
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Ich gebe dir gerne eine fachliche Meinung. Natürlich benötigt man einen zunächst einen neuen Kern. Die Brennelemente werden spezifisch für den jeweiligen Reaktor hergestellt, das dauert 12-18 Monate, je nach Dringlichkeit. Ein PSÜ ist tatsächlich auch nötig, die letzte liegt 12-13 Jahre zurück. Das kann man aber in diesem Jahr erledigen. Größere Reparaturen sind meines Wissens derzeit nicht nötig, auch nicht bei den erwähnten "Rissen". Dazu macht man ja Inspektionen, um solche Anzeigen zu finden und zu überwachen. Irgendwann wird dann die betroffene Komponente ausgetauscht oder bei Dampferzeugern die Rohre gestopft.

Die Frage der Betriebsgenehmigung ist schon schwieriger, aber auch hier gilt, solange der Abriss nicht genehmigt ist, kann man auch schnell die Erlaubnis zum Betrieb wieder herstellen. Nötig ist natürlich der politische Wille, sprich eine Gesetzesänderung.

Und letztlich das größte Problem, welches PEL auch anspricht, das Personal. Davon ist viel im Ruhestand, viel (ich zum Beispiel) im Ausland und viel ist nicht mehr motiviert.
Dazu kommen fehlende Studiengänge und die entsprechende Anerkennung. Das unsere Fusions-Forschungs-Reaktoren nach Ruanda (!) gehen mussten, spricht alleine Bände.

Das, was mir die USA bietet, kann Deutschland beim besten Willen nicht bieten. Es sei denn, man denkt und handelt demnächst grundlegend anders.
Kann tatsächlich sein, das es daran scheitern würde. Käme auf einen Versuch an die Leute mit Geld aus dem Vorruhestand zu locken, aber ich kann nur für mich sprechen, ich gehe nicht zurück ins dysfunktionale Deutschland.
Kann ich verstehen.
Ich denke es wird den meisten so gehen. Der alte weiße Mann halt halt irgendwann die Schauze voll, sollen doch mal die bunten Jungen Nonbinären zeigen was sie können.
 
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VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Quatsch. Ich wohn(te) neben einem KKW. Strom umsonst, Grundstück verbilligt, Steuerlast verbilligt, Hausbau günstig finanziert, Kindergarten umsonst, Schwimmbad, Golfplatz, Gemeinde, keinerlei Probleme, medizinische Versorgung für alle Fachrichtungen mehr als gesichert (überversorgt) und bezahlt/finanziert, etc. etc.

Heile Welt.

Ich würde sagen, fast jeder will neben einem KKW wohnen. Unproblematisch.
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Dazu kommen fehlende Studiengänge und die entsprechende Anerkennung. Das unsere Fusions-Forschungs-Reaktoren nach Ruanda (!) gehen mussten, spricht alleine Bände.

Das, was mir die USA bietet, kann Deutschland beim besten Willen nicht bieten. Es sei denn, man denkt und handelt demnächst grundlegend anders.

Kann ich verstehen.
Da spricht nochmal jemand von indoktrinieren, wenn man mit der Muttermilch die Propaganda bekommt. Die günstigen Immobilienpreise liegen sicherlich nicht daran, das der Andrang nicht doch überschaubar ist. Vergleichbar mit den Kohlegruben im Westen und Osten. Auch wenn das im
Ort wohl gewerbesteuergrößte Unternehmen sich die Lobby erkauft. Die Realität liegt wohl eher bei der These von malone liegen.

Ist ja in der Schweiz nicht anders.
 
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ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
4.854
4.107
Da spricht nochmal jemand von indoktrinieren, wenn man mit der Muttermilch die Propaganda bekommt.
Sagst AUSGERECHNET du? Lustig.
Die günstigen Immobilienpreise liegen sicherlich nicht daran, das der Andrang nicht doch überschaubar ist.
Nein, das liegt daran, dass man dort arbeitet oder schon gelebt hat, als die KKW gebaut wurden. Zuzug war danach nur bedingt möglich, wenn man von den Benefits profitieren wollte. Interessenten, um im Schatten (oder besser: auf der Sonnenseite) eines KKW zu leben, gab und gibt es genug. Es kommt nur nicht jeder zum Zuge; klar, kostet ja auch Geld.

Man sieht also, dass du erneut kein Wissen hast.

Vergleichbar mit den Kohlegruben im Westen und Osten. Auch wenn das im
Ort wohl gewerbesteuergrößte Unternehmen sich die Lobby erkauft.
Ja, Lobby, Verschwörung, gekaufte Politiker, bla, bla. 40000 Menschen direkt um das KKW auch alle gekauft?
Die Realität liegt wohl eher bei der These von malone liegen.
Seine These ist falsch, deswegen es nur eine These.

Ist ja in der Schweiz nicht anders.

Eine Umfrage von 1003 Leuten nimmst ernsthaft als Diskussionsgrundlage? Wow! Ist aber letzten Endes wie jede deiner Quellen: Unbrauchbar.
 
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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
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irdisch
Das Thema Atom ist so eine Endlosschleife irgendwelcher Baby-Boomer. Die einen sind verbitterte "Pro"-Rentner, offenbar aus der Industrie und früher drillmäßig programmiert, die verweigern sich der Realität, die anderen Alt-Antis sitzen in der Regierung und ziehen den Ausstieg durch. Irgendein Psycho-Thema einer Generation.
Den Atomstrom im Ausland einkaufen, was wir machen, müsste doch eigentlich beide Seiten glücklich machen? Was wollt Ihr denn noch?
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
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Sagst AUSGERECHNET du? Lustig.

Nein, das liegt daran, dass man dort arbeitet oder schon gelebt hat, als die KKW gebaut wurden. Zuzug war danach nur bedingt möglich, wenn man von den Benefits profitieren wollte. Interessenten, um im Schatten (oder besser: auf der Sonnenseite) eines KKW zu leben, gab und gibt es genug. Es kommt nur nicht jeder zum Zuge; klar, kostet ja auch Geld.

Man sieht also, dass du erneut kein Wissen hast.


Ja, Lobby, Verschwörung, gekaufte Politiker, bla, bla. 40000 Menschen direkt um das KKW auch alle gekauft?

Seine These ist falsch, deswegen es nur eine These.



Eine Umfrage von 1003 Leuten nimmst ernsthaft als Diskussionsgrundlage? Wow! Ist aber letzten Endes wie jede deiner Quellen: Unbrauchbar.
Deine These ist leider falsch, die extrem weite Mehrheit möchte kein AKW oder ein Zwischen- bzw. Endlager in seiner unmittelbaren und auch weiterläufigen Umgebung haben. Alles andere ist Wunschdenken, aber das ist dir auch bewusst. Du sagst ja selber, das man dort „gelebt hat“.
Deine Quelle ist ja deine persönliche Meinung, merkst du selbst oder? 😂 Dann dich lieber eine Befragung von 1003 betroffene Menschen. Gleich erklärst du uns sicherlich, das du damals durchs Dorf/Kleinstadt gegangen bist und alle dort befragt hast…
Ist ja wie bei den Braunkohlegebieten, monetär Abhängig arrangieren sich, der Rest sieht zu, wie man Alternativen durch Umzug findet.

Sicherlich ist sowas hier auch nur ausgedacht.
Aber hier ist sicherlich wieder die Quelle das Problem. 🤦🏼‍♂️

Aber auch die Franzosen haben ähnliches auch bei Erwachsenen festgestellt.
„Residents of municipalities located near nuclear facilities may have a higher risk of bladder cancer than those living further away.“

ähnliches haben die Briten ja in Sellafield auch festgestellt.
„their analyses demonstrated excesses around Sellafield and near the reprocessing plant at Dounreay, in line with previous reports“
Aber auch das hatten wir hier im Thread ja bereits. Die von der Atomlobby bezahlten Gegenstudien kommen auch auf höhere Zahlen, aber können keine Kausalitäten feststellen, einzig kann bei denen festgestellt werden, das bei Schilddrüsenkrebs geringere Fälle vorkommen, wegen den Anlagen. Was zusätzliches Jod nicht alles so kann.
 
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ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
4.854
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Mit dir zu diskutieren macht keinen Sinn, weil sich bei dir die Muster nicht ändern, ich erkläre dir das mal:

Deine These ist leider falsch, die extrem weite Mehrheit möchte kein AKW oder ein Zwischen- bzw. Endlager in seiner unmittelbaren und auch weiterläufigen Umgebung haben.
Bei dir wie immer: Derailingversuch: Es ging weder um ein End- oder Zwischenlager, noch um die extrem weite Mehrheit.

DU bzw. Malone hast anekdotisch behauptet, es will keiner neben einem KKW wohnen. Daraufhin habe ich anekdotisch geantwortet: 40000 sehen das anders, weil es extreme Vorteile gibt, die so groß sind, dass Menschen abgewiesen werden mussten.

Alles andere ist Wunschdenken, aber das ist dir auch bewusst. Du sagst ja selber, das man dort „gelebt hat“.
Ja, jetzt werde ich in den USA leben, wieder in der Nähe eines KKW. Beruhige dich also wieder.
Deine Quelle ist ja deine persönliche Meinung, merkst du selbst oder? 😂
Ja, weil nix anderes gefordert war. Deine Quelle sind unbrauchbar. Andauernd.
Dann dich lieber eine Befragung von 1003 betroffene Menschen.
Ne. Da kann man auch ne Münze werfen. Statistik und so. Muss man als Astrophysiker aber nicht erläutern.
Gleich erklärst du uns sicherlich, das du damals durchs Dorf/Kleinstadt gegangen bist und alle dort befragt hast…
Ich kenne alle Bewohner aus unserem näheren Umfeld, Ja.
Ist ja wie bei den Braunkohlegebieten, monetär Abhängig arrangieren sich, der Rest sieht zu, wie man Alternativen durch Umzug findet.
Du meinst die DDR? Oder die Kohlegebiete in NRW? Da ist wenig Braunkohle, aber das nur am Rande. Wieder eine Behauptung von dir, die nicht stimmt....aber lassen wir das.
Ja. Der BUND hat die an sich schon falsche Studie damals nochmals falsch(er) zusammengefasst, interpretiert und ist seitdem massiver Kritik ausgesetzt. Kausalität und Korrelation und so. Dass diese Studie immer wieder vorgeholt wird, ist ein Zeichen, dass einem die Argumente ausgehen; wenn man sich Hilfe von einer parteiischen Fraktion holen muss, die auch noch falsche Studien falsch wiedergibt und zusammenfasst. Chapeau!
Aber hier ist sicherlich wieder die Quelle das Problem. 🤦🏼‍♂️
 
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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
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Nein, das liegt daran, dass man dort arbeitet oder schon gelebt hat, als die KKW gebaut wurden. Zuzug war danach nur bedingt möglich, wenn man von den Benefits profitieren wollte. Interessenten, um im Schatten (oder besser: auf der Sonnenseite) eines KKW zu leben, gab und gibt es genug. Es kommt nur nicht jeder zum Zuge; klar, kostet ja auch Geld.
Ich kenne bzw. kannte die Immobilien Preise an drei Standorten recht gut - du bekommst dort immer noch vergleichsweise günstig Immobilien. Das Angebot ist und war größer als die nachfrage (auch weil es schlimmste Provinz ist).
 
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VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
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Mit dir zu diskutieren macht keinen Sinn, weil sich bei dir die Muster nicht ändern, ich erkläre dir das mal:


Bei dir wie immer: Derailingversuch: Es ging weder um ein End- oder Zwischenlager, noch um die extrem weite Mehrheit.

DU bzw. Malone hast anekdotisch behauptet, es will keiner neben einem KKW wohnen. Daraufhin habe ich anekdotisch geantwortet: 40000 sehen das anders, weil es extreme Vorteile gibt, die so groß sind, dass Menschen abgewiesen werden mussten.


Ja, jetzt werde ich in den USA leben, wieder in der Nähe eines KKW. Beruhige dich also wieder.

Ja, weil nix anderes gefordert war. Deine Quelle sind unbrauchbar. Andauernd.

Ne. Da kann man auch ne Münze werfen. Statistik und so. Muss man als Astrophysiker aber nicht erläutern.

Ich kenne alle Bewohner aus unserem näheren Umfeld, Ja.

Du meinst die DDR? Oder die Kohlegebiete in NRW? Da ist wenig Braunkohle, aber das nur am Rande. Wieder eine Behauptung von dir, die nicht stimmt....aber lassen wir das.

Ja. Der BUND hat die an sich schon falsche Studie damals nochmals falsch(er) zusammengefasst, interpretiert und ist seitdem massiver Kritik ausgesetzt. Kausalität und Korrelation und so. Dass diese Studie immer wieder vorgeholt wird, ist ein Zeichen, dass einem die Argumente ausgehen; wenn man sich Hilfe von einer parteiischen Fraktion holen muss, die auch noch falsche Studien falsch wiedergibt und zusammenfasst. Chapeau!
Also du hast gar keine Studie verlinkt, sondern nur dein persönliches Gefühl wiedergegeben. Nur weil du hier deine persönliche Meinung wiedergeben willst, brauchst du diese nicht auf den Rest übertragen. Ich habe dir eine Befragung unter wenigstens 1003 betroffenen Teilnehmern verlinkt. Präsentier mir mal bitte eine Studie, welche deine Zahlen belegen. Schaut man sich Essenbach oder Neckarwestheim an, sind die beiden Orte unterdurchschnittlich gewachsen als Orte in weitere Entfernung. Kannst du recht einfach mit Wikipedia nachvollziehen)
Zum Thema BUND hab ich dir ja noch 2 andere Studien aus Frankreich und England verlinkt. Diese kommen auf ein ähnliches Ergebnis.

Das Interesse an einem AKW zu wohnen ist leider nicht so groß wie du dir das wünscht. Die extreme weite Mehrheit will das nämlich nicht. Von einem Zwischen- und Enlager wollen wir erst gar nicht anfangen, aber wie du ja weißt, gehört das zur Atomkraft auch dazu. Die meisten kurzfristigen Zwischenlager sind am AKW.

Es ist schon sehr schwer mit dir zu diskutieren. Man bringt dir diverse Fakten mit Quellen und du kommst immer mit persönlichen Annahmen. (Also du hast dort gelebt und deswegen wollen das alle anderen auch) So wie auch LH88 schreibt, ist das Interesse dort Eigentum zu erwerben überschaubar, das drückt sich dann im Preis aus. Das ist schon sehr traurig. Ich komme aus einer Kleinstadt mit ca. 85.000 Einwohner kenne auch ein paar und die sind froh, das hier kein AKW oder Zwischen- und Endlager ist. Nach deiner These sind 85.000 mehr als 40.000. 🤦🏼‍♂️
Ich kann damit leben, wenn man meint es wird nichts mit EE, kann ich zwar nicht nachvollziehen ist dann aber so. Das die Atomkraft allerdings in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, zeigen doch die Zahlen der letzten Jahrzehnte. Selbst die IAEA an, das man ursprünglich von einer Verdopplung der Marktanteile am Weltmarkt Energieversorgung von 1990-2020 ausgegangen ist und man realisieren musste, das man sich mehr als halbiert hat, das wird wohl auch bis 2040 mindestens nochmal halbiert, oder?

Gut war auch das Argument eines Mitforisten, Deutschland müsste sich mit Atomwaffen bestücken, dann würde das kleinere Übel Atomkraftwerk weiter an Zustimmung gewinnen. Das zeigt doch eindeutig, wie sich die Zustimmung durch den kalten Krieg entwickelt hat und das die industrielle Nutzung der Kernspaltung zur Energiegewinnung ein Abfallprodukt des Krieges ist, oder?

Die kommenden >10 Jahren werden weltpolitisch besonders turbulent sein. Ich rechne damit, dass die weltweite Sicherheitslage sowie die dann bestehende Regierungsmehrheit dazu führen wird, dass man über eine autonome nukleare Bewaffnung Deutschlands diskutieren wird. Das wird dieselbe Anti-Klientel dermaßen triggern, dass sich deren Fokus auf das Thema friedliche Nutzung der Kernenergie verringern wird.
Lese ich da ein wenig Hoffnung raus, dass durch Kriegerische Auseinandersetzung für die Atomkraftlobby sich neue Absatzmärkte erschließen könnte? Sagt dies schon etwas über das Weltbild aus? Das Wettrüsten hatte ja auch positive Nebenwirkungen. 🤦🏼‍♂️(Ist nur eine Frage, kann ja auch sein, das ich dies mal wieder falsch verstanden haben.)

Zum Thema Fakten seid ihr mir ja noch die Antwort hierauf schuldig.
Da ging es ja auch um die Unwirtschaftlichkeit von Atomkraftanlagen, die Bauzeiten, die Betreiberrisiken, die Standortrisiken (gibt ja keine Planungen für neue Anlagen im Küstennähe mehr und bei zukünftigen weltpolitischen Turbulenzen besteht ja auch kein Risiko), die Unfälle, die Ressourcenabhängigkeit, Müll und die enormen Subventionen in Deutschland/Frankreich/USA/Co.

Aber wir können das wieder abkürzen, okay?
Stand heute ist Deutschland aktiv aus dem Betreiben von Kernkraftwerken ausgestiegen. In diesem Sinne noch einen schönen Feiertag.
 
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VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Soviel zu die Betreiber wollen nicht. Preussenelektra wollte anscheinend Isar2 weiterbetreiben zu einem Strompreis von 6ct/kWh. Also dem geplanten subventionierten Industriestrompreis. Das BMWK findet das anscheinend nicht so gut...
Ich erfahre eben aus gut informierten Kreisen, PreussenElektra glaubt nicht mehr an das DualFluid Konzept. Und man gibt auf, das Björn Peters noch gewillt ist etwas zu lernen.

Was machen wir nun?
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.902
Was machen wir nun?
Einfach mit der Realität leben?

Man kann ja durchaus KKWs gut finden und Atomstrom als zeitgemässe Form der Energieversorgung betrachten. Ändert ja nichts daran das das Thema in DE vom Tisch ist. Und zwar nicht auf Grund willkürlicher Entscheidungen von ein paar Grünen Spinnern sondern auf Grund eines gesellschaftlichen Konsens der von einer CDU Regierung dann politisch umgesetzt wurde.

Schuldzuweisungen am jetzigen Punkt bringen wenig, der Import von Flüssiggas hilft.
 

thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
Lese ich da ein wenig Hoffnung raus, dass durch Kriegerische Auseinandersetzung für die Atomkraftlobby sich neue Absatzmärkte erschließen könnte? Sagt dies schon etwas über das Weltbild aus? Das Wettrüsten hatte ja auch positive Nebenwirkungen. 🤦🏼‍♂️(Ist nur eine Frage, kann ja auch sein, das ich dies mal wieder falsch verstanden haben.)
Du gehst von Dir aus. Ich bin kein ideologisch verblendeter Fanatiker, der irgendeine Technologie pushen oder verhindern will. Mir geht es um den Kampf gegen den Klimawandel. Da sind weder Atomausstieg noch Kriege hilfreich. Kernkraft ist da ein Mittel zum Zweck.

Nur weil ich etwas annehme, bedeutet das nicht, dass ich das befürworte. Ich nehme so einiges an, was ich nicht befürworte. Deine Denkweise geht da anders. Du entfernst Dich von Fakten und Realität und diskutierst ausschließlich in Deinem ideologischen Kontext. Du diskutierst wie Fußball-Fan oder ein Trump-Anhänger. Das liegt außerhalb jeglicher Rationalität.

Nach breiten internationalen politischen und wissenschaftlichen Konsens ist Kernkraft sehr gut geeignet - ja sogar erforderlich -, um den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten. Der Konsens dazu ist übrigens umfassender als bei der Frage, ob es einen menschengemachten Klimawandel gibt.
Stand heute ist Deutschland aktiv aus dem Betreiben von Kernkraftwerken ausgestiegen. In diesem Sinne noch einen schönen Feiertag.
Ja. Und Stand heute ist es Mehrheitsmeinung, dass das falsch war. Ebenfalls Stand heute ist es eine Tatsache, dass der Kamof gegen den Klimawandel dadurch erheblich geschwächt wurde.
 

thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
Einfach mit der Realität leben?

Man kann ja durchaus KKWs gut finden und Atomstrom als zeitgemässe Form der Energieversorgung betrachten. Ändert ja nichts daran das das Thema in DE vom Tisch ist. Und zwar nicht auf Grund willkürlicher Entscheidungen von ein paar Grünen Spinnern sondern auf Grund eines gesellschaftlichen Konsens der von einer CDU Regierung dann politisch umgesetzt wurde.

Schuldzuweisungen am jetzigen Punkt bringen wenig, der Import von Flüssiggas hilft.
Die Aussage „Wir haben total versagt, aber nun sollte und kann man es nicht mehr ändern.“ ist eine ganz andere als „Alles richtig gemacht. Kernkraft ist sowieso zu gefährlich, zu teuer und auch fürs Klima schädlich.“

Abgesehen davon ist das Thema nicht vom Tisch. Bisher wurde gar nicht bewertet, ob ein Ausstieg aus dem Ausstieg machbar ist oder nicht. Eine rationale Bewertung ist die Voraussetzung für Entscheidung für oder gegen den Wiedereinstieg.

Andere politische Mehrheitsverhältnisse führen potentiell zu anderer Politik. Da ist in Sachen Ausstieg nichts in Stein gemeißelt.
 
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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
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Ja. Und Stand heute ist es Mehrheitsmeinung, dass das falsch war. Ebenfalls Stand heute ist es eine Tatsache, dass der Kamof gegen den Klimawandel dadurch erheblich geschwächt wurde.
Naja - das wäre zu beweisen, den es gibt keine aktuellen Umfragen. Die letzten Umfragen wurden zu einem Zeitpunkt gemacht als alle Angst vor teueren Strom hatten. Und die gleiche Mehrheit war für die Abschaffung............

Und selbst wenn, es lässt sich halt nicht mehr auf die Schnelle ändern. Das AKWs im Kampf gegen Klimawandel helfen ist sicher richtig, aber da ist wie mit so vielen. 4 AKWs in DE wären kein Gamechanger.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Die Aussage „Wir haben total versagt, aber nun sollte und kann man es nicht mehr ändern.“ ist eine ganz andere als „Alles richtig gemacht. Kernkraft ist sowieso zu gefährlich, zu teuer und auch fürs Klima schädlich.“

Abgesehen davon ist das Thema nicht vom Tisch. Bisher wurde gar nicht bewertet, ob ein Ausstieg aus dem Ausstieg machbar ist oder nicht. Eine rationale Bewertung ist die Voraussetzung für Entscheidung für oder gegen den Wiedereinstieg.

Andere politische Mehrheitsverhältnisse führen potentiell zu anderer Politik. Da ist in Sachen Ausstieg nichts in Stein gemeißelt.
Naja wenn die Betreiber sagen sie können die AKWs nicht mehr hochfahren, dann ist das Thema erstmal vom Tisch. Alles andere ist Hoffnung. Eine andere Regierung wird da wenig ändern.
 

thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
Naja - das wäre zu beweisen, den es gibt keine aktuellen Umfragen. Die letzten Umfragen wurden zu einem Zeitpunkt gemacht als alle Angst vor teueren Strom hatten. Und die gleiche Mehrheit war für die Abschaffung............
Die letzte Umfrage stammt aus April 2023. Da sprachen sich 72% gegen einen Rückbau aus.
Und selbst wenn, es lässt sich halt nicht mehr auf die Schnelle ändern. Das AKWs im Kampf gegen Klimawandel helfen ist sicher richtig, aber da ist wie mit so vielen. 4 AKWs in DE wären kein Gamechanger.
Das stimmt. 4 KKW wären kein Gamechanger. Allerdings gibt es für den Kamof gegen den Klimawandel in Deutschland auch keine anderen Gamechanger. Da gilt „Kleinvieh macht auch Mist.“ Und in der Kategorie unterhalb Gamechanger stehen die 3-6 KKW ganz oben.
Naja wenn die Betreiber sagen sie können die AKWs nicht mehr hochfahren, dann ist das Thema erstmal vom Tisch. Alles andere ist Hoffnung. Eine andere Regierung wird da wenig ändern.
Natürlich kann es das Ergebnis einer richtigen Prüfung sein, dass der Wiedereinstieg nicht machbar/sinnvoll/finanzierbar ist.

Doch eine solche Prüfung gibt es nicht. Es gibt Entscheidungen auf Staatssekretär- und Ministerebene gegen die Empfehlungen der Fachleute ihres Ministeriums, gegen die Sicht der Wissenschaft und gegen den internationalen Konsens. Und es gibt Studien zur Machbarkeit, die sagen, dass es geht. Diese Studien gehen allerdings nicht tief genug.

Eine richtige Prüfung würde mir jedenfalls zunächst reichen. Dann folgt man eben dem Ergebnis dieser Prüfung.
 
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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.902
Natürlich kann es das Ergebnis einer richtigen Prüfung sein, dass der Wiedereinstieg nicht machbar/sinnvoll/finanzierbar ist.

Doch eine solche Prüfung gibt es nicht. Es gibt Entscheidungen auf Staatssekretär- und Ministerebene gegen die Empfehlungen der Fachleute ihres Ministeriums, gegen die Sicht der Wissenschaft und gegen den internationalen Konsens. Und es gibt Studien zur Machbarkeit, die sagen, dass es geht. Diese Studien gehen allerdings nicht tief genug.

Eine richtige Prüfung würde mir jedenfalls zunächst reichen. Dann folgt man eben dem Ergebnis dieser Prüfung.
Das sind ja die Aussagen der AKW Betreiber nicht die Aussagen der Politik. Und ich gehe davon aus das ein Betreiber weiss was möglich ist und was nicht.
 

thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
Er hofft halt auf die AfD.
Es ist das Niveau und die Qualität der Gegenargumente, die zur Bestätigung der Sichtweise, dass der Ausstieg falsch ist, ausreichen.

Warum lügen, ablenken und polemisieren, wenn man echte Argumente hat? Genau, dafür gibt es keine Grund.

Ich habe allerdings Verständnis dafür. Sichten gegen den Stand der Technik, Wissenschaft, internationalen Konsens und gegen die Fakten sind natürlich undankbar.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das sind ja die Aussagen der AKW Betreiber nicht die Aussagen der Politik. Und ich gehe davon aus das ein Betreiber weiss was möglich ist und was nicht.
Die Sicht der Betreiber ist einfach. Die wollten sich den Ausstieg so teuer wie möglich bezahlen lassen. Und sie wollen sich den Wiedereinstieg so teuer wie möglich bezahlen lassen.

Dass es möglich ist, steht ja außer Frage. Natürlich ist es möglich. Die Frage ist, ob es mit vertretbaren Mitteln möglich ist. Und da wollen die Betreiber exakt beim Wert landen, wo sie möglichst viel verdienen und es gerade so noch gemacht wird.
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.217
3.811
Nord Europa
Die Sicht der Betreiber ist einfach. Die wollten sich den Ausstieg so teuer wie möglich bezahlen lassen. Und sie wollen sich den Wiedereinstieg so teuer wie möglich bezahlen lassen.

Dass es möglich ist, steht ja außer Frage. Natürlich ist es möglich. Die Frage ist, ob es mit vertretbaren Mitteln möglich ist. Und da wollen die Betreiber exakt beim Wert landen, wo sie möglichst viel verdienen und es gerade so noch gemacht wird.
Und? Das ist soziale Marktwirtschaft.

(Facharbeiter:innen und Krankenschwester:innen werden es schon zahlen.)
 
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Luftikus

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08.01.2010
25.645
11.592
irdisch
Dann nehmen wir zur Stromerzeugung wieder 50 Jahre alte Atomkraftwerke, damit wir nicht 100 Jahre alte Kohlebergwerke nehmen müssen. Klingt ja richtig nach zukunftsweisend?
 
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thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
Dann nehmen wir zur Stromerzeugung wieder 50 Jahre alte Atomkraftwerke, damit wir nicht 100 Jahre alte Kohlebergwerke nehmen müssen. Klingt ja richtig nach zukunftsweisend?
In Sachen Klimawandel ist das tatsächlich zukunftsweisend. Es geht ja nicht um die Energiepolitik der nächsten 50 Jahre, sondern um das Reduzieren der CO2-Emissionen im Hier und Jetzt.
 
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Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
6.532
5.211
FRA
Als ob die Stromerzeugung für ein paar deutsche Pappnasen "das Klima" interessiert?
Meine Rede ...

Als ob Tempo 130 auf deutschen Autobahnen "das Klima" interessiert.
Als ob ein Böllerverbot an Silvester in Deutschland "das Klima" interessiert.
Als ob das Verbot von Verbrennerneuzulassungen ab 203x "das Klima" interessiert.

Am besten machen wir weiter wie bisher, denn auch das interessiert "das Klima" nicht wirklich .... nicht.