Also gut, dann rechnen wir mal:
Die angeblich vollkommen ungefährliche Reaktorwolke ist knapp 200 km vor der Küste auf Hubschrauber und Flugzeugträger der Amis gestoßen. So ein Atomflugzeugträger kann Strahlung und Kontaminierung ziemlich genau zu messen, man möchte schließlich vermeiden, dass man ein Leck im eigenen Reaktor nicht bemerkt. Man kann somit auch davon ausgehen, dass die Besatzung so eines Flugzeugträgers sich hervorragend mit solchen Messungen und Reaktorunfällen im allgemeinen auskennt und damit umzugehen weiß.
Innerhalb einer Stunde hat die Besatzung der Helis und des Flugzeugträgers beim Kontakt mit der Wolke so viel Strahlung abgekommen wie normalerweise in einem Monat – behauptet jedenfalls die US Navy, die sicherlich keinen Grund hat, hier zu übertreiben. Laut meinem Taschenrechner bedeutet das eine gut 700 Mal höhere Strahlenbelastung als gewöhnlich. Hätte der Wind also in eine andere Richtung geblasen, dann befände sich die vollkommen ungefährliche Wolke nun ca. 200 km vom Reaktor entfernt im japanischen Inland (evtl. Tokio) und würde dort Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden usw. mit dem 700-fachen der normalen Werte bestrahlen – nach Nahrungsaufnahme auch von innen, evtl. durchaus noch einmal verstärkt, weil sich bestimmte radioaktive Stoffe ja gerne in bestimmten Organen oder Pflanzen konzentrieren und über die Nahrungskette anreichern. Nach 1-2 Monaten hätte die dort lebende Bevölkerung, sofern keine Dekontaminierungsmaßnahmen greifen, also die natürliche Strahlenbelastung von über 100 Jahre abbekommen, oder aber auch mehr, wegen der Anreicherung in der Nahrungskette und unterschiedlich starken Konzentrationen je nach Gebiet, wo so eine vollkommen ungefährliche Wolke schließlich niedergeht oder abregnet.
Vermutlich auch deshalb hat sich die eigentlich nicht für ihre Feigheit bekannte US Navy entschlossen, ihr Ziel zu ändern und die Hilfsaktion
abzubrechen, so ganz traut man der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der Wolke offenbar doch nicht.