[11MAR2011] Schweres Erdbeben in Japan

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placebo

Guest
Was mich an dieser ganzen Sache besonders erschüttert ist der Umstand, dass man in großen Teilen des betroffenen Gebiets, anders als beim Tsunami 2004 nur sehr schwer helfen kann. Damals konnte man zumindest unmittelbar nach der Katastrophe damit anfangen die betroffene Bevölkerung zu versorgen, Trümmer wegzuräumen und mit dem Neuaufbau zu beginnen.

In Japan weiß man über große Gebiete nicht ob sie inzwischen verstrahlt sind, ob ein Leben dort in Zukunft überhaupt möglich ist. Hilfsmannschaften können oft nicht in die an schlimmsten betroffenen Regionen vordringen, da sie verständlicherweise Angst vor Strahlenschäden haben.

Auch frage ich mich wohin man die Menschen umsiedeln wird, wenn es in mehreren Atomkraftwerken zum Supergau gekommen ist oder noch kommt. Japan hat eine Einwohnerdichte von ungefähr 330/Quadratkilometer. Es wird sehr schwierig werden für mehrere Millionen Menschen Wohnraum bzw. Arbeitsplätze zu schaffen.

Die permanente Angst der die Menschen dort im Moment ausgesetzt sind, muss unerträglich sein. Da helfen auch die zahlreichen Beschwichtigungsversuche der japanischen Regierung, die von Meldung zu Meldung unglaubwürdiger wird, herzlich wenig.
 
Moderiert:

Huey

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06.04.2009
4.484
-1
Ich kann ja nachvollziehen, dass die Diskussion von HobbyAKWlern nervend sein kann.
Persönlich finde die Diskussion um Nikkei und Ölpreis hier völlig deplatziert.

n-tv jammert ja auch schon über DAX und Co.

Es lebe der homo ökonomikus :(
 
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Dude

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23.07.2010
108
0
Ich kann ja nachvollziehen, dass die Diskussion von HobbyAKWlern nervend sein kann.
Persönlich finde die Diskussion um Nikkei und Ölpreis hier völlig deplatziert.

n-tv jammert ja auch schon über DAX und Co.

Es lebe der homo ökonomikus :(

Es gibt ein kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Information und Diskussion (die ich zu Nikkei und Oelpreis bis dato nirgends erkennen kann). Ich masse mir auch nicht an, hier irgendwelche persoenlichen unfundierten Meinungen zu moeglichen weltwirtschaftlichen Implikationen der Katastrophe zu geben.

Aber mit dem Finger aufeinander zeigen koennen wir auch an andere Stelle. Zurueck zum eigentlichen Thema
So long, Dude
 

krypta

Erfahrenes Mitglied
23.05.2009
3.493
2

krypta

Erfahrenes Mitglied
23.05.2009
3.493
2
Danke mikimoto für den nützlichen Tipp bzgl LX.

Ich erlaube mir ihn auch hier zu posten:

Letzter Stand 14.03.2011, 07:15 Uhr
Nach Evaluation der aktuellen Lage in Japan wird SWISS ab 14. März bis auf weiteres einen angepassten Flugplan mit Zwischenstopp in Hongkong operieren.

Bisher:
Zürich (ZRH) - Tokio Narita (NRT) LX 160 Abflug 13:00 (Lokalzeit)
Tokio Narita (NRT) - Zürich (ZRH) LX 161 Abflug 11:00 (Lokalzeit)

Neu - angepasster Flugplan ab 14.03.2011
Strecke Flugnummer Abflug
Zürich - Tokio (via Hongkong) LX 2762 18:00 (Lokalzeit)
Tokio - Zürich (via Hongkong) LX 2763 20:40 (Lokalzeit)

Kunden die auf einem direkt Flug (LX 160/161) zwischen Zürich und Tokio Narita gebucht waren, werden automatisch auf diese neuen Flüge umgebucht (LX 2762/2763).

Umbuchung und Annullation für Flüge von/nach Tokio Narita:
Für Flüge gebucht vor dem 11.03.2011 mit Abflug bis zum 20.03.2011 bietet SWISS Ihnen eine kostenlose Umbuchung auf einen späteren Flug von/nach Tokio Narita bis zum 31.05.2011 oder die Annullation Ihres Flugtickets.

Wenn Sie Ihren Flug via swiss.com oder das SWISS Service Center gebucht haben, rufen Sie bitte das Service Center direkt an.

SWISS Service Center
Für Passagiere in Japan: wenn Sie in Japan sind und Ihren Flug umbuchen oder annullieren möchten, können Sie die lokale SWISS Vertretung in Tokio kontaktieren. Darüber hinaus hat SWISS eine spezielle Telefonnummer eingerichtet: +617 3329 6431 (in englischer Sprache, lokale Telefonnummer in Brisbane/Australien).

Wenn Sie über ein (online) Reisebüro gebucht haben, kontaktieren Sie bitte dieses Reisebüro.

http://www.vielfliegertreff.de/swis...21337-lx-zrh-nrt-aenderung-des-flugplans.html
 
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mikimoto

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09.02.2010
231
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YVR, ZRH
Ein paar Links rund um den Flughafen NRT

Flight Information : Flights Today | NARITA INTERNATIONAL AIRPORT OFFICIAL WEBSITE

Flight Information : Telephone Inquiry | NARITA INTERNATIONAL AIRPORT OFFICIAL WEBSITE

Notice: Influence on Narita International Airport from the Earthquakes

Taxipreise Tokyo <-> NRT

http://www.limousinebus.co.jp/en/ (Bus-Service Tokyo <-> NRT, Server auf English scheint ueberlastet zu sein, die japanische Version geht)

Und falls jemand von Tokyo nach Nagoya oder Osaka will und die Zuege nicht fahren wuerden, gibt es mehrere Busgesellschaften. Zwei davon haben englische Websites. Aber auch hier ist mit groesseren Verspaetungen zu rechnen, da Autobahnen streckenweise geschlossen sind.
HIGHWAY BUS TIMETABLE | JR BUS KANTO
http://willerexpress.com/bus/pc/3/top/
 
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zerstreut

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11.10.2010
332
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@krypta... wahrscheinlich hast du die artikel nicht gelesen, denn die gründe sind doch recht tief - darin findet sich bekanntlich die ursache für die japanische situation. Das beben am freitag ist folge einer spannungsentladung zwischen der phillipinischen und pazifischen platte. leider - so wollte ich ausdrücken - ist der erneute ausbruch des Shinmoedake ein zeichen starker aktivität und spannungsentladung zwischen der phillipinischen und eurasischen platte. daraus ergeben sich die befürchtungen (gewissheit) das die aktivität zwischen den platten sehr stark ist und man in naher zukunft mit vielen (starken) beben (nicht nur nachbeben) rechnen kann (muss).
 
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Pax vobiscum

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21.12.2009
4.471
387
kurz vor BER, ♂
Die Katastrophe in Japan nimmt immer dramatischere Dimensionen an: Das US-Militär bricht seinen Hilfseinsatz in Japan wegen der gefährlichen radioaktiven Strahlung ab. Der Flugzeugträger USS Ronald Reagan war zuvor durch eine radioaktive Wolke gefahren. Nach einem heftigen Nachbeben mit anschließender neuer Tsunami-Warnung erschüttert eine zweite Explosion in einem Atomreaktor das Kraftwerk in Fukushima. Die Opferzahl steht mittlerweile bei 5000. Alle Entwicklungen im Newsticker.

Newsticker: Atomkatastrophe in Japan - US Navy zieht Schiffe und Flugzeuge ab - Panorama - sueddeutsche.de

...hoffentlich hat der Schreiber nicht gemeint, das es 5000 Atomtote sind.
 

hams

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18.05.2009
1.941
1
DUS / BWE
Welchen Grund haben den die Stopps der Airlines in Asien bevor es nach Japan geht? Schonung der Energie Ressourcen (z.B. Benzin) in Japan?
Ich habe heute Nacht darüber nachgedacht wie unglaublich schrecklich die Situation für die Japaner sein muss, da ja alle Ereignisse isoliert ja schon unglaubliches Leid für die Japanaer bedeutet hätte. Aber alles zusammen ist einfach unglaublich. Ich mache auch niemanden einen Vorwurf wenn die Diskussionen z.B. Richtung Hobby Akwler abdriftet da sich einfach niemand (mich eingeschlossen) vorstellen kann wie SCHLIMM die Situation der Menschen nun auch psychisch sein muss.
Wenn jetzt vllt auch noch die Hoffnung auf Hilfe von aussen aufgrund der Angst vor atomarer Belastung (siehe US Navy) zurück geht steigert dies die mentale Belastung und dass Gefühl der Ohnmacht nur umso mehr...

Hoffentlich wird sich dieser Zustand bald zum guten ändern!!!
 
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MANAL

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29.05.2010
15.065
10.755
Dahoam
Der Grund liegt darin, dass die Airlines so keine Crews in Tokyo stationieren müssen. In ICN bzw. HKG findet ein Crewwechsel statt, die Crew fliegt dann ICN-NRT-ICN / HKG-NRT-HKG eine weiterer Wechsel dann für den Rückflug. Kostet zwar eine zusätzliche Crew, aber manche Airline kann oder will es nicht verantworten eine Crew im Krisengebiet übernachten zu lassen. Mangelnde Infrastruktur (z.B. Strom, Handy, Internet), fehlender Nachschub (Essen) oder katastrophaler ÖPNV (Shuttle vom Airport zum Crewhotel) kann man so recht elegant umgehen. Außerdem ist die Gefahr von weiteren Nachbeben, Tsunamis und der drohenden atomaren Verseuchung viel leichter Handhabbar für die Airlines da niemand evakuiert werden muss.
Eine andere Variante wäre natürlich NRT gar nicht mehr anzufliegen, was aber für die Region alles nur noch schlimmer machen würde.
 
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dreschen

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Die Gründe für die Zwischenstopps sind, dass LX und LH aus versicherungstechnischen Gründen und aus reiner Fürsorge, keine Crew in Japan haben möchte.
 
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flysurfer

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Also gut, dann rechnen wir mal:

Die angeblich vollkommen ungefährliche Reaktorwolke ist knapp 200 km vor der Küste auf Hubschrauber und Flugzeugträger der Amis gestoßen. So ein Atomflugzeugträger kann Strahlung und Kontaminierung ziemlich genau zu messen, man möchte schließlich vermeiden, dass man ein Leck im eigenen Reaktor nicht bemerkt. Man kann somit auch davon ausgehen, dass die Besatzung so eines Flugzeugträgers sich hervorragend mit solchen Messungen und Reaktorunfällen im allgemeinen auskennt und damit umzugehen weiß.

Innerhalb einer Stunde hat die Besatzung der Helis und des Flugzeugträgers beim Kontakt mit der Wolke so viel Strahlung abgekommen wie normalerweise in einem Monat – behauptet jedenfalls die US Navy, die sicherlich keinen Grund hat, hier zu übertreiben. Laut meinem Taschenrechner bedeutet das eine gut 700 Mal höhere Strahlenbelastung als gewöhnlich. Hätte der Wind also in eine andere Richtung geblasen, dann befände sich die vollkommen ungefährliche Wolke nun ca. 200 km vom Reaktor entfernt im japanischen Inland (evtl. Tokio) und würde dort Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden usw. mit dem 700-fachen der normalen Werte bestrahlen – nach Nahrungsaufnahme auch von innen, evtl. durchaus noch einmal verstärkt, weil sich bestimmte radioaktive Stoffe ja gerne in bestimmten Organen oder Pflanzen konzentrieren und über die Nahrungskette anreichern. Nach 1-2 Monaten hätte die dort lebende Bevölkerung, sofern keine Dekontaminierungsmaßnahmen greifen, also die natürliche Strahlenbelastung von über 100 Jahre abbekommen, oder aber auch mehr, wegen der Anreicherung in der Nahrungskette und unterschiedlich starken Konzentrationen je nach Gebiet, wo so eine vollkommen ungefährliche Wolke schließlich niedergeht oder abregnet.

Vermutlich auch deshalb hat sich die eigentlich nicht für ihre Feigheit bekannte US Navy entschlossen, ihr Ziel zu ändern und die Hilfsaktion abzubrechen, so ganz traut man der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der Wolke offenbar doch nicht.
 

flysurfer

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+++ Brennstäbe in Fukushima-Reaktor komplett ohne Wasser +++

[12.09 Uhr] Die Brennstäbe in Reaktorblock 2 des Atomkraftwerks Fukushima Eins liegen nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo komplett trocken. Zuvor war am Montag versucht worden, den absinkenden Stand der Kühlflüssigkeit mit Meerwasser aufzufüllen, um eine Kernschmelze zu verhindern.

Hoffentlich stimmt das nicht oder bleibt nicht so, die Konsequenzen wären ausgesprochen ungünstig.

+++ Liveticker +++: U.S. Navy lässt Schiffe vor Japans Küste abdrehen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
 
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muskelkater

Guest
Hoffentlich stimmt das nicht oder bleibt nicht so, die Konsequenzen wären ausgesprochen ungünstig.

+++*Liveticker +++: U.S. Navy lässt Schiffe vor Japans Küste abdrehen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

Wieso denn das?

Ich dachte, Kernenergie sei so sicher, laut Aussage der japanischen Regierung auch alles im gruenen Bereich, die Explosionen in den Reaktoren auch rein zufaellig und gaaaanz sicher wurde dabei auch keine Radioaktivitaet freigesetz, und ueberhaupt hat ein bisserl Strahlung noch keinem geschadet. Wozu gibt's denn Jodtabletten...
:rolleyes:
 
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matchcut30

Guest
Hier mal ein paar verständlicherweise leicht polemische Reaktionen aus den Spiege-Online-Foren zur Informationspolitik der Japanischen Regierung und zur Berichterstattung auf SPON:

Genau - keine Panik. Nichts ist passiert. Zweimal hat es "puff" gemacht. 200.000 Japaner machen Urlaub im Süden des Landes. Jodtabletten werden von der Regierung im Rahmen einer Verkaufsförderungsaktion verschenkt. Die Behörden wissen genau, was in den Meilern vor sich geht, haben sogar die genauen Messwerte sofort nach der 2. Explosion. Alles ist gut, das Leben ist schön.

Das Absprengen der Außenhülle ist ja in Wahrheit eines der vielen, genial geplanten Sicherheits-Features. Da es sich so hervorragend bewährt, soll es nun auch bald in Deutschland eingeführt werden. Wie sich weiterhin zeigt, wurden die Kraftwerke so errichtet, dass Meerwasser als ein quasi redundantes Kühlsystem zum Fluten schmelzender Reaktoren bereitsteht, selbstverständlich handelt es sich auch hier wiederum um ein völlig beabsichtigtes, geplantes Vorgehen. Sie sehen also, nichts wurde hier dem Zufall überlassen.

Kann mir jemand erklären, wie es möglich sein soll, dass man einerseits offensichtlich nicht in der Lage ist, den Dampf zwischen äußerem Reaktormantel und Gebäudehülle kontrolliert abzulassen, aber andererseits Meereswasser zur Außenkühlung einbringen kann?
Wie kann es sein, dass nicht mal Notstrom für Notaggregate verfügbar sein soll, gleichzeitig aber irgendwie provisorisch Meereswasser ein gepumpt werden soll?
Und das alles unter einer sicher meterhohen Schutt- und Trümmerschicht, den irgendwo müssen die explodierten Gebäudehüllen ja gelandet sein.
Wie hat man sich das konkret vorzustellen, dass unter diesen Umständen, behindert noch durch riesige, heiße Dampffontänen und unter Strahlenschutz dort Menschen provisorische Leitungen und Pumpanlagen installieren, um Meerwasser einzufüllen?
Wie kann man ob der offensichtlichen Schwierigkeiten und dem großen Maß an Improvisation, den sicher nicht wünschenswerten großen Explosionen, davon träumen, das dort auch nur Irgendetwas in irgendwelchen kontrollierten Bahnen positiv verläuft?
 
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rofra

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21.04.2009
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LCY
Die angeblich vollkommen ungefährliche Reaktorwolke ist knapp 200 km vor der Küste auf Hubschrauber und Flugzeugträger der Amis gestoßen.
Man sollte nicht immer blind die erste schnell gemeldete Sensationsmeldung glauben.
Die 700-fache (die es nicht ist, die Aussage war "less than a month" im Sinne von "nicht einmal eines Monats") Strahlung bezieht sich nicht auf die normale Strahlung, die ein Atomkraftwerk abgibt sondern auf die "background radiation" und ist selbst laut US Navy nicht bedenklich. Es geht nur darum ob die Strahlung an anderer Stelle (näher) evtl. deutlich höher ist - das weiß man eben noch nicht so genau.

For perspective, the maximum potential radiation dose received by any ship's force personnel aboard the ship when it passed through the area was less than the radiation exposure received from about one month of exposure to natural background radiation from sources such as rocks, soil, and the sun," the Navy said.

Read more: Radioactive contamination found on 17 U.S. Navy crewmembers in Japan

Aber das ist ja dann alles nicht so schön spektakulär, deshalb ist es bei n-tv dann eben die Reaktorwolke des Todes.
 

flysurfer

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06.03.2009
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www.vielfliegertreff.de
Man sollte nicht immer blind die erste schnell gemeldete Sensationsmeldung glauben.
Die 700-fache (die es nicht ist, die Aussage war "less than a month" im Sinne von "nicht einmal eines Monats") Strahlung bezieht sich nicht auf die normale Strahlung, die ein Atomkraftwerk abgibt sondern auf die "background radiation" und ist selbst laut US Navy nicht bedenklich. Es geht nur darum ob die Strahlung an anderer Stelle (näher) evtl. deutlich höher ist - das weiß man eben noch nicht so genau.

Genau das habe ich doch geschrieben, was faselst du von "Strahlung, die ein Atomkraftwerk abgibt"? Das 700-fache der normalen Strahlung, das ist 700x die "Background Radiation", wie Menschen sie nennen, die zu doof sind, deutsche Wörter zu verwenden, zum Beispiel "Hintergrundstrahlung". Und fast jeder stirbt nun einmal nach spätestens 100 Jahren am Krebs (verursacht u.a. von der Hintergrundstrahlung), wenn ein anderes Leiden vorher nicht schneller ist. In Biologie nicht aufgepasst? Macht nichts, ich hab's dafür studiert. ;)

Bekanntlich führt bereits die normale Hintergrundstrahlung von typischerweise 2-4 mSv pro Jahr bei zahlreichen Menschen jedes Jahr zu Krebs. Wer sich der ungefährlichen Strahlung der Wolke ein Jahr aussetzt, käme somit auf 1400 bis 2800 mSv pro Jahr. Das wiederum entspricht ungefähr 1000 gewöhnlichen Röntgenaufnahmen pro Jahr. Also gut, lass dich ein Jahr lang täglich dreimal röntgen, und wenn du meinst, dass das vollkommen unbedenklich ist, willkommen im Club der Wolkenkuckucksheimer. :)

Das Ganze ist halt Glückssache, je nachdem, ob die Wolke in deinem Gemüsegarten niedergeht oder woanders. Aber es besteht in der Tat kein Grund zur Beunruhigung: Man misst einfach nicht in den Gärten der Menschen nach, sondern sagt einfach: Es ist ungefährlich. So vermeidet man Panik, Kosten und nervige Versicherungsansprüche. Es sterben einfach ein paar 100 oder 1000 Menschen an Krebs, die sonst an etwas anderem gestorben wären. Wer will da in 5 oder 10 Jahren schon einen Zusammenhang beweisen wollen?
 
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