[11MAR2011] Schweres Erdbeben in Japan

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flysurfer

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06.03.2009
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Es ist derzeit überhaupt kein Problem, Roundtriptickets ex NRT nach FRA für ca. 1100 EUR zu bekommen, auch kurzfristig für den 15.3. Beispielsweise mif China Eastern. Das sind also 650 EUR pro Strecke, und das bei Buchung einen Tag vor Abflug.
 

Huey

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06.04.2009
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-1
bzw. es ist zwar loeblich zu versuchen frauen und kindern zuerst rauszufliegen, jedoch ist es unmoeglich alle 120mio bewohner in japan aus japan rauszufliegen, und es werden auch nur leute mit den finanziellen mitteln und auslaender rausfliegen.
die koennen dann ruhig zahlen, der otto normal japaner, hat gar keine moeglichkeit mal 3 wochen wegzufliegen, 1.) kein geld, 2.) keine idee wohin 3.) kein urlaub .

dp

Das man sofern, besonders dann wenn man sich mit Kindern in der Region aufhält, ausreisen sollte, hat übrigens unser Außenminister in einem mündlichen Statement empfohlen. Kinder und Jodtabletten sollen sich übrigens nicht besonders gut vertragen :(

An den Bahnhöfen wurden wohl die Fahrkartenautomanten abgestellt. Natürlich nur, um Strom zu sparen :rolleyes:

In jedem der betroffenen Reaktoren, ist die Menge des dortig enthaltenen radioaktiven Materials, übrigens 20 bis 30 mal höher, als es bei Tschernobyl der Fall war.
 

derpelikan

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08.02.2010
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152
@ all, ich finde es wirklich geschmacklos, dass aktuell demos in deutschland stattfinden gegen atomenergie. kann doch nicht sein, dass man eine solche unvorstellbare katastrophe nun ausnutzt um politische ziele durchzudruecken.

ich bin im permanenten kontakt mit allen bekannten , freunden, arbeitskollegen in japan, und habe via facebook twitter, mixi , skype etc. 70% der leute erreichen koennen.
2 meiner freunde aus sendai, konnten knapp vor dem tsunami fliehen, ich bin froh dass beide leben.

aktuell wird das stromnetz in japan teilweise abgestellt. in tokyo wird ab 15uhr das stromnetz nach areas 3stunden abgestellt.
(denke die info ist noch nicht im spiegel)

auch ist das ganze thema mit den AKWs noch nicht ausgessen, es war vorhin wieder (7:15) ein 4.3er beben in japan.

dp
 
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derpelikan

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08.02.2010
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alle in japan gestrandeten

bitte die airline hotline anrufen, versuchen sich umbuchen zu lassen (z.b die OS/LX stornierten)
wenn dies nicht geht, zum airport fahren und mit LH/ ANA/ JL etc. sprechen und versuchen sich mitnehmen zu lassen.

in der aschewolke wurde man zum teil auf 7 tage spaeter vertroestet, am airport gingen die machinen aber zum teil nur mit 70% auslastung raus.

da heute zum teil das stromnetz in tokyo abgestellt wird, versuchen die airport busse ab shinjuku etc. zu nutzen bzw. wer nicht jetzt schon auf dem weg ist, schafft es verrmutlich nicht auf die machinen heute

normalerweise gibt es lange schlangen fuer leute die doch zum airport fahren und das ticket umschreiben lassen muessen.

die yamamote line faehrt heute ohne einschraenkung, andere linien sind aktuell gestoppt. bitte also alternativen finden!]

odakyu romance car - fahrbetrieb eingestellt
Skyliner - fahrbetrieb eingestellt
Cityliner- fahrbetrieb eingestellt
Morningliner- fahrbetrieb eingestellt
Eveningliner- fahrbetrieb eingestellt
TJ Liner- fahrbetrieb eingestellt
Tsukuba Express- fahrbetrieb eingestellt (temp)
Yurikamome - fahrbetrieb normal (wichtig fuer alle personen im tokyo IC)
Tokyo Monorail - fahrbetrieb eingestellt (temp)
KEIO Line - fahrbetrieb normal
3/14 Narita Bus Express faehrt nicht ab Tokyo Disney Resort Area !!!

Citybusse in Tokyo fahren alle wie gewohnt

viel glueck

dp
 
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Huey

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
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@ all, ich finde es wirklich geschmacklos, dass aktuell demos in deutschland stattfinden gegen atomenergie. kann doch nicht sein, dass man eine solche unvorstellbare katastrophe nun ausnutzt um politische ziele durchzudruecken.

Dieses möchte ich so nicht unkommentiert lassen.
Es ist ja nicht so, dass die Anti AKW Bewegung wie aus dem Nichts wiedererstarkt ist. Siehe die kürzlichen Castor Transporte. Mich würde es mehr verwundern, wenn diese Leute angesichts von 1 oder 2 INES 4 (oder gar höher einzustufenen) Störfällen jetzt plötzlich verstummen würden. Geschmacklos könnte man auch bezeichen, das undiskutierte "WeiterSo", hinter den bereits gezählten Opfern zu verstecken. Andererseits, hätte aus Respekt vor den Opfern von Tschernobyl damals auch niemand gegen AKW demonstrieren dürfen?

Ansonsten finde ich deine Beiträge sehr hilfreich! Der Ausfall der Stromversorgung ist in der Tat ein Problem. Ich befürchte jedoch noch weiterhin, dass dort auch die Wasserversorgung problematisch werden könnte.
 
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derpelikan

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08.02.2010
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Dieses möchte ich so nicht unkommentiert lassen.
Es ist ja nicht so, dass die Anti AKW Bewegung wie aus dem Nichts wiedererstarkt ist. Siehe die kürzlichen Castor Transporte. Mich würde es mehr verwundern, wenn diese Leute angesichts von 1 oder 2 INES 4 (oder gar höher einzustufenen) Störfällen jetzt plötzlich verstummen würden. Geschmacklos könnte man auch bezeichen, das undiskutierte "WeiterSo", hinter den bereits gezählten Opfern zu verstecken. Andererseits, hätte aus Respekt vor den Opfern von Tschernobyl damals auch niemand gegen AKW demonstrieren dürfen?

Ansonsten finde ich deine Beiträge sehr hilfreich! Der Ausfall der Stromversorgung ist in der Tat ein Problem. Ich befürchte jedoch noch weiterhin, dass dort auch die Wasserversorgung problematisch werden könnte.

ich sage gar nicht dass man nicht demonstrieren darf. ich habe leider nur jetzt unzaehlige schicksale von freunden etc. mitbekommen. teilweise verletzt, teilweise haben diese miterlebt, wie die flut menschen hinter ihnen weggespuelt hat...

ich bin da vermutlich zu nah dran an der sache, aber es muss die hoelle auf erden fuer die menschen gewesen sein.

insofern, ich finde es geschmackslos, da ich vermutlich mehr infos als der normale deutsche habe. (ich glaube da wuerde keiner demonstrieren, wenn man diese stories live mitbekommen wuerde)
 

Huey

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06.04.2009
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-1
ich sage gar nicht dass man nicht demonstrieren darf. ich habe leider nur jetzt unzaehlige schicksale von freunden etc. mitbekommen. teilweise verletzt, teilweise haben diese miterlebt, wie die flut menschen hinter ihnen weggespuelt hat...

ich bin da vermutlich zu nah dran an der sache, aber es muss die hoelle auf erden fuer die menschen gewesen sein.

insofern, ich finde es geschmackslos, da ich vermutlich mehr infos als der normale deutsche habe. (ich glaube da wuerde keiner demonstrieren, wenn man diese stories live mitbekommen wuerde)

Es ist nunmal eine große menschliche Schwäche, Bewertungen von Situationen entweder nur am Einzelfall festzumachen, oder, mit etwas Abstand, nur makrostrategisch. Deswegen werden ja in Krisenstäben auch bevorzugt nur Personen eingesetzt, welche nicht unmittelbar persönlich von dem Ereignis betroffen sind. Kaum einem gelingt hier eine übergreifende Bewertung, die der Sache gerecht wird. Auf der anderen Seite wird das Handeln von Krisenstäben dann auch mal gerne als anonymisiertes weltfremdes Planspiel abgetan, welches dem Einzelfall nicht gerecht wird. Meinen höchsten Respekt genießen die Einsatzkräfte vor Ort, die sich mit dem Einzelfall auseinandersetzen und das Elend hautnah erleben. Aber wie sagte einst ein Ausbilder während meines Lehrganges zum ABC Abwehrsoldaten. "Wir vermitteln ihnen hier Handwerkszeug. Die Entscheidung darüber, ob sie das ultimative Mittel an ihrer Koppel einsetzen, können wir ihnen nicht abnehmen." Recht hatte er. :cry:
 

derpelikan

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08.02.2010
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es bebt aktuell wieder

gerade wurde eine warnung fuer alle noerdlichen regionen ausgesprochen, as we speak ! 4.5 - 6 auf der skala.

bitte vorsicht an alle in japan
 
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flysurfer

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06.03.2009
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Es ist nunmal eine große menschliche Schwäche, Bewertungen von Situationen entweder nur am Einzelfall festzumachen, oder, mit etwas Abstand, nur makrostrategisch.

Ich persönlich kann eher mit solchen Analysen etwas anfangen (bin allerdings immer wieder erstaunt, dass nicht 99% der Menschen genauso denken, bewerten und ihr Handeln danach ausrichten, sondern eher 1%, wenn überhaupt): Reaktorsicherheit: Können wir von Japan lernen? - Katastrophen - Gesellschaft - FAZ.NET

Auch wenn es mit enormer Konsequenz ausgeblendet wird, es ist leider wahr: Grundsätzlich kann niemand sagen, dass in Japan das Unmögliche eingetreten ist. Es ist nicht einmal überraschend. Auch wenn immer wieder behauptet wird, dass etwas „sicher“ sei, so wird hier wieder einmal demonstriert, dass diese Aussage immer falsch ist. Immer. Es gibt die qualitative Aussage „sicher“ nicht, sondern nur eine quantitative Sicherheit, die oft durchaus extrem groß sein kann, so dass insbesondere Politiker daraus gern „sicher“ beziehungsweise „kein Risiko“ machen. Auch wenn das sogenannte Restrisiko 10 hoch minus 6 ist (1 durch 1.000.000) – also sehr klein –, so ist es eben nicht Null. Bei den meisten Menschen, auch Politikern, wird daraus eine gefühlte Null. Während es die Null auf der Risikoseite nicht gibt, ist gerade deswegen auf der anderen Seite das Risiko, dass ein solches Ereignis irgendwann eintritt, hundert Prozent, beziehungsweise die Wahrscheinlichkeit ist eins. Es ist also nicht die Frage, ob es eintritt, sondern nur, wann und wo.
 
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Huey

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06.04.2009
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In deinem verlinkten Artikel steht übrigens noch etwas sehr bemerkenswertes:

"Man landet bei solchen Betrachtungen immer bei den drei Eckpfeilern Nutzen, Schaden und Kosten. Die Kostenseite spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherheitsauslegung, so auch bei Atomkraftwerken. Die Grenze für das zu überstehende Erdbeben bei 8.2 auf der Richterskala anzusetzen, hat aus der Perspektive von Sicherheitserwägungen keine logische Grundlage, sondern ist nur eine Folge der zur Verfügung stehenden oder, besser gesagt, der eingesetzten Mittel. Erdbeben halten sich leider nicht an Grenzwerte (das gilt für alle Grenzwerte). In der gleichen Logik wie oben ist die Wahrscheinlichkeit für das Überschreiten dieser Grenze die Eins. Murphy, jetzt auf der Ebene des nationalen Überlebens."

Wobei sich die hier erwähnten 8.2 so nicht 1 zu 1 auf die japanischen AKW umsetzen lassen. Sie sind wohl aus nationalem Regelwerk übernommen. Wie wurde das eingetretene Beben bewertet? Wenn hier immer von Problemen mit der Kühlung gesprochen wird. Dieses gleich an etlichen Blöcken? Oder sollte es, wie bereits erwähnt, doch strukturelle Probleme an den Anlagen geben? Für diesen Fall wäre es natürlich dringend angebracht, auch wenn es jetzt gelingen könnte, die Ereignisse örtlich zu begrenzen, zukünftig überhaupt noch einmal in dieser Region zu reisen. :(
 

Huey

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06.04.2009
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+++ Augenzeuge berichtet aus der Sperrzone um Fukushima +++

[23.54 Uhr] Der Unternehmer und frühere Journalist Yasumitsu Yamada ist bis auf wenige Kilometer an das schwer beschädigte Kernkraftwerk Fukushima Eins herangekommen. "Polizei hat mich nicht zurückgehalten. Es gab keine Straßensperren, wie es im Fernsehen verkündet wurde", erzählte er der Nachrichtenagentur dpa. Yamada berichtet, er habe viele Menschen gesehen, die in Turnhallen und Schulen geflüchtet seien. Sie seien verstört und besorgt. Wenn man sie auf die Situation anspreche, fingen viele Mütter an zu weinen. Der Busverkehr sei gestoppt. Ein privater Fahrer habe ihn für umgerechnet etwa 150 Euro die letzten 15 Kilometer bis kurz vors Kraftwerk in den Ort Otemachi gebracht. Es seien viele Krankenwagen und Polizeiwagen in die offiziell gesperrte Zone hinein- und hinausgefahren.

Es gebe in der Gegend wie in vielen anderen Gebieten kein Benzin mehr. Am Flughafen in Fukushima hätten hunderte Leute für Flüge angestanden. "Die Schlangen waren enorm", berichtet der 44-Jährige. Innerhalb der 20-Kilometer-Evakuierungszone bleiben seinen Aussagen zufolge vorwiegend alte Menschen, die nicht flüchten wollen.

+++ Liveticker +++: Aktienkurse stürzen zum Börsenstart in Japan ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
 
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flysurfer

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Für diesen Fall wäre es natürlich dringend angebracht, auch wenn es jetzt gelingen könnte, die Ereignisse örtlich zu begrenzen, zukünftig überhaupt noch einmal in dieser Region zu reisen. :(

Die Frage muss man sich natürlich stellen, neu ist das Ganze sowieso nicht:

Four years ago, another huge quake struck almost underneath the world's largest nuclear power plant in Niigata, sparking fires, leaks and a crippling shutdown. Officials were forced to admit that they had not known about the fault underneath the 8,200MW Kashiwazaki-Kariwa.

Es ist natürlich suboptimal, ein AKW über einer Erdbebenfalte zu bauen. Noch ungünstiger ist es, ein Land voller Erdbebenfalten mit AKWs zuzupflastern, wenn man offenbar gar nicht über die Kompetenz/Fähigkeiten verfügt, diese Falten zu erkennen, geschweige denn die Stärke zu erwartender Beben korrekt einzuschätzen sowie ihre Folgen für die Kraftwerke. "Prinzip Hoffnung" scheint in Japan bei der Konzeption und beim Betrieb von AKWs eine federführende Rolle zu spielen. Für mich ist dieses Prinzip nicht verlässlich genug, deshalb würde ich das Land bereits verlassen haben.
 

cockpitvisit

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04.12.2009
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Oder sollte es, wie bereits erwähnt, doch strukturelle Probleme an den Anlagen geben? Für diesen Fall wäre es natürlich dringend angebracht, auch wenn es jetzt gelingen könnte, die Ereignisse örtlich zu begrenzen, zukünftig überhaupt noch einmal in dieser Region zu reisen. :(

Japan ist mit oder ohne Atomkraftwerke ein erdbebengefährdetes Gebiet, es gibt also immer eine erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit wenn man sich dort aufhält. Wem das nicht gefällt, soll die Region besser meiden und nicht erst auf einen Atom-Unfall warten.

Strukturelle Probleme an den AKWs sind nur dann von Bedeutung, wenn sie das Risiko vom Erdbeben nicht unerheblich steigern. Die Katastrophe wurde ja direkt durch das Erdbeben verursacht und ist nicht "einfach so" entstanden.

Wenn es nach einem Erdbeben mit 10000 Toten 10 oder sogar 100 Atomtote gibt, ist die Gefahr unbedeutend. Ich würde mich dann lieber auf umgefallene Schränke in Wohnungen konzentrieren und vielleicht Rettungsinseln für Wohnhäuser vorschreiben - das würde erheblich mehr Leben retten, als selbst 100% sichere Atomkraftwerke.

Bei 1000 Atomtoten müsste man sich langsam Gedanken machen.

Hier haben wir bisher über 1500 Tote zu beklagen, davon 0 durch die Atomkraft.

Es sei denn, man hat eine spezielle Angst davor, durch einen Atomunfall zu sterben und nicht etwa durch ein Herzversagen oder eben in einem Tsunami. Mir ist es persönlich aber egal, wie ich sterbe, also schaue ich mir, woher die Gefahren kommen. Und die AKW stehen da bei weitem nicht auf der ersten Stelle.
 

flyer09

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04.11.2009
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2.437
+++ Sender meldet Detonation in AKW +++

[3.15 Uhr] Einem Fernsehbericht zufolge hat sich einem weiteren Reaktor des Atomkraftwerkes Fukushima 1 eine Wasserstoffexplosion ereignet.
 

flysurfer

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Huey

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Japan ist mit oder ohne Atomkraftwerke ein erdbebengefährdetes Gebiet, es gibt also immer eine erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit wenn man sich dort aufhält. Wem das nicht gefällt, soll die Region besser meiden und nicht erst auf einen Atom-Unfall warten.

Strukturelle Probleme an den AKWs sind nur dann von Bedeutung, wenn sie das Risiko vom Erdbeben nicht unerheblich steigern. Die Katastrophe wurde ja direkt durch das Erdbeben verursacht und ist nicht "einfach so" entstanden.

Wenn es nach einem Erdbeben mit 10000 Toten 10 oder sogar 100 Atomtote gibt, ist die Gefahr unbedeutend. Ich würde mich dann lieber auf umgefallene Schränke in Wohnungen konzentrieren und vielleicht Rettungsinseln für Wohnhäuser vorschreiben - das würde erheblich mehr Leben retten, als selbst 100% sichere Atomkraftwerke.

Bei 1000 Atomtoten müsste man sich langsam Gedanken machen.

Hier haben wir bisher über 1500 Tote zu beklagen, davon 0 durch die Atomkraft.

Es sei denn, man hat eine spezielle Angst davor, durch einen Atomunfall zu sterben und nicht etwa durch ein Herzversagen oder eben in einem Tsunami. Mir ist es persönlich aber egal, wie ich sterbe, also schaue ich mir, woher die Gefahren kommen. Und die AKW stehen da bei weitem nicht auf der ersten Stelle.

Sollte die KWU jemals wieder den Geschäftsberieb aufnehmen, bitte, bewirb dich dort dann als CEO!
*SCNR*

Es gab übrigens wohl gerade kurz nach 3:00 Uhr MEZ eine weitere Explosion (vermutlich Reaktor Block 3 betroffen) :(
 

cockpitvisit

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04.12.2009
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NHK World zeigt jetzt den Block 3 nach der Explosion. Hier hat die "Sollbruchstelle" offenbar nicht funktioniert, die Außenhaut ist auf einer größeren Fläche abgerissen. Das Gebäude sieht viel schlimmer aus als Block 1.

Der Rauch ist nicht so stark wie bei der vergangenen Explosion.
 

flysurfer

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Ja, und eine Asteroiden-Abwehr ist auch dringend notwendig. Man kann sich nicht gegen alles schützen, was irgendwo theoretisch passieren kann.

In Japan passiert es meines Wissens gerade praktisch. Und selbstverständlich wäre eine Asteroiden-Abwehr sinnvoll, wenn sie sich realisieren lassen würde.
Reaktor 3 sieht nach der Explosion leider übler aus als Reaktor 1.
 

Huey

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In Japan passiert es meines Wissens gerade praktisch. Und selbstverständlich wäre eine Asteroiden-Abwehr sinnvoll, wenn sie sich realisieren lassen würde.
Reaktor 3 sieht nach der Explosion leider übler aus als Reaktor 1.

Keine Sorge, die Meldung, dass der Druckbehälter noch steht, wird schon kommen :(
 

cockpitvisit

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04.12.2009
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In Japan passiert es meines Wissens gerade praktisch.

Ja, sie sitzen quasi im Flieger mit zwei brennenden Triebwerken, und der Pilot sagt zur Beruhigung, die Tanks sind noch voll. Natürlich wünschen sie viele in diesem Moment, sie wären nicht eingestiegen.

Das bedeutet aber nicht, dass die Entscheidung den Flieger zu besteigen falsch war. Oder dass niemand mehr fliegen soll, denn sowas hätte ja jeden treffen können.
 

cockpitvisit

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04.12.2009
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Noch ein Artikel mit interessanten Details:

http://www.nytimes.com/2011/03/14/world/asia/japan-fukushima-nuclear-reactor.html?_r=3

experts in Japan and the United States say the country is now facing a cascade of accumulating problems that suggest that radioactive releases of steam from the crippled plants could go on for weeks or even months
Re-establishing normal cooling of the reactors would require restoring electric power — which was cut in the earthquake and tsunami — and now may require plant technicians working in areas that have become highly contaminated with radioactivity.
The problem, he said, was that the (external diesel generator) hookup is done through electric switching equipment that is in a basement room flooded by the tsunami, he said. “Even though you have generators on site, you have to get the water out of the basement,” he said.