Warum? Verschiebst deinen Termin und gut. Warum hast du kein Verständniss? Wen man dir das Gehalt kürzt oder dir zugesicherte Geschichten nicht bezahlt dann nimmst du das einfach so hin? Jeder der da kein Verstäniss für äusert (btw mich kotzt das Teilweise auch an, aber ich frag mich immer ob ich nicht auch streiken würde....und ich WÜRDE! Somit hällt sich ein Ärger dann im Zaum) der ist sicherlich am lautersten am maulen wens nicht mehr Geld gibt und der arbeitet sicherlich sein Leben lang für das selbe Gehalt....DA fehlt mir das Verständniss!
Ich hab's doch gesagt:
...auch wenn das wahrscheinlich nur wieder neues sozialromantisches Geschwurbel hervorruft...
Aber paß auf, ich erklär’s Dir trotzdem: Das deutsche Streikrecht ist in einer Dienstleistungsgesellschaft wie der unseren vollkommen anachronistisch und wird – etwa im vorliegenden Fall – von ein paar Funktionären mißbraucht, um mal ein bißchen in der Gegend rumzuerpressen.
Ich kann hier seitens Verdi nicht auch nur den Hauch eines Versuches erkennen, eine friedliche Einigung herbeizuführen. Ganz im Gegenteil, der unbefristete Streik war von Anfang an das Ziel der ganzen Aktionen. Es ist ja nicht so, daß es keine Angebote von Arbeitgeberseite gab; die wurden allerdings alle abgelehnt. Und zwar komplett. Der Verdi-Tenor lautet: "Entweder so, wie wir wollen, oder gar nicht."
Wie gesagt, landläufig bezeichnet man das als Erpressung.
Wenn so etwas in der Automobilindustrie passiert (was übrigens nicht der Fall ist, soweit ich das sehe), dann OK, da gibt es dann keine oder nur sehr wenige "Kollateralschäden".
In einem Bereich, in dem jeder Arbeitskampf auf dem Rücken unbeteiligter Dritter ausgetragen wird, ist dieses Verhalten schlicht inakzeptabel.
Da man aber wohl kaum auf soziales und umsichtiges Verhalten einer Klientel-Pressure-Group (aka Gewerkschaft) bauen kann, ist eine Änderung des Streikrechts dringend nötig. Ich bin dafür, in Dienstleistungsbereichen, deren Beeinträchtigung solche Kreise zieht (dazu zählen auch Piloten, Lokführer, Kita-Betreuer, und bei der Müllabfuhr bin ich mir nicht ganz sicher), eine
Schlichtung vor jeglichem Streik vorzuschreiben. Das würde den egomanischen Erpressern sehr wirkungsvoll das Handwerk legen.
Übrigens, noch zwei Anmerkungen zu den Zahlen, die so im Raum stehen:
1) Das Einstiegsgehalt bei diesen angeblich so sicherheitsrelevanten Bodenverkehrsdiensten (
für die keinerlei Ausbildung nötig ist) liegt laut Verdi bei 9,30 €. Das entspricht bei einer 40-Stunden-Woche ohne Zuschläge und Urlaubs- und Weihnachtsgeld einem Jahresgehalt von über 19 k€. Das ist zwar einerseits nicht viel. Das Einstiegsgehalt eines Sozialpädagogen
mit einer akademischen Ausbildung liegt andererseits bei paarundzwanzig k€. Nur mal so als Denkanstoß, bevor hier der „GERECHTIGKEIT!“-Schrei ausgestoßen wird...
2) Das Durchschnittsgehalt liegt bei 11,00 €. Ich bin mir ehrlich gesagt unsicher, ob die Arbeitsqualität der Bodenverkehr-Blabla speziell in TXL und SXF im Durchschnitt so viel wert ist. Aber das bezieht sich jetzt natürlich nur auf meine sehr subjektiven Beobachtungen...
Letzlich ist es mir egal, ob dort jetzt ein € mehr gezahlt wird oder nicht. Ich habe aber eben kein Verständnis für die Randale, die hier angezettelt werden.
PS: odie, Deine Rechtschreibkorrektur klemmt.