Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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Ford hat in Köln leider so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Dabei ist weniger Elektro das Problem, sondern dass man die gut laufenden Klein- und Kompaktwagen durch weitaus größere, teurere, unemotionale Crossover ersetzt hat und damit den alten Kundenstamm vergrault hat. Entweder weil sie sich die neuen Autos gar nicht leisten können, oder weil ein Klein- oder Kompaktwagenfahrer schlicht kein Bedarf an so großen Autos hat.
Den "Trend" gehen leider fast alle westliche Hersteller mit. Es fehlt an günstigen Einstiegsautos für Fahranfänger oder junge Familien. Einzig Dacia bietet sowas an, wobei das jetzt auch keine Kleinwagen mehr sind.
die wirklich interessanten Fahrzeuge von Ford werden in D doch gar nicht angeboten
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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Aus spiegel.de:

Was sind »hocheffiziente Verbrenner«? Die Regierung weiß es auch nicht​

Kanzler Merz hat sich dafür eingesetzt, dass »hocheffiziente Verbrenner« noch nach 2035 neu zugelassen werden dürfen. Nun zeigt sich: Die Regierung hat keine Definition für den Begriff »und muss diese auch nicht festlegen«.
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
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Nord Europa
Nicht immer ins lächerliche ziehen.

Habe das Fahrzeug gewechselt, gleicher Hersteller gleiche Leistung oder sogar besser
- V-max 199 km/h statt 180 km/h
- PS 240 statt 250

Verbrach 2,1L (Werkangabe, man kommt wirklich dahin) statt 23,5L (Stadtverkehr, habe ich auch gebraucht).




Habe mir immer beim Doge ein Hilfsaggregat (APU) gewünscht, mit den man die Funktionen im Stand betreiben kann (z.b. Klima),
jetzt habe ich es (400 Volt Batterie).
 
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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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Habe das Fahrzeug gewechselt, gleicher Hersteller gleiche Leistung oder sogar besser
- V-max 199 km/h statt 180 km/h
- PS 240 statt 250

Verbrach 2,1L (Werkangabe, man kommt wirklich dahin) statt 23,5L (Stadtverkehr, habe ich auch gebraucht).
Ich gehe davon aus, dass das ein Hybrid ist, korrekt? Dann schau mal nach, was der verbraucht, wenn die kleine Batterie mal leer ist.

Quantensprünge bei Verbrennern wird es nicht mehr geben. Der letzte war die Einführung der DI Diesel.
 

SleepOverGreenland

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09.03.2009
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FRA/QKL
Das Verbrenner-Aus-Aus scheint nicht so der Brüller bei den Herstellern zu sein.

 
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Wahnsinn, wenn eine Firma "Volkswagen" keine Kleinwagen unter 20K mehr herstellen kann. Aber für fünf Mrd. Elektro-Software einkaufen. Den künftigen E-Polo bauen sie wohl in Portugal. Mercedes kauft schon Geelys in China ein und "AUDI" hat dort ein separates China-Joint Venture.
Wie kann man einen über Jahrzehnte entstehenden Weltmarkt mit Konkurrenten und neuem Konsumentengeschmack nicht richtig erkannt haben?

Es klingt, als wollte die deutsche Auto-Industrie genau das jetzige EU-E-Wesen, das so voll in die Hose gegangen ist. Unbeirrbar offensichtlich. Was ist schon der Markt und Kundengeschmack? Dann machen halt andere das Geschäft.
 
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marcus67

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17.01.2015
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Gefahren ohne nachzuladen
790km elektrisch ohne nachzuladen mit einem Hybrid? Wie in aller Welt soll das gehen? Hat das Ding eine 250kWh Batterie?

70kWh rekuperiert ist natürlich nett - aber die Energie muss auch erstmal irgendwo herkommen.

Vergleichbare Verbräuche habe ich mit meinem A8 PHEV auch erreicht - allerdings wurde das Auto alle 60-80km geladen.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Schwer zu begreifen, warum die EU-Kommission ausgerechnet europäische Arbeitsplätze und Wertschöpfung aktiv nach China verlagern will? Für immer. Glaube aber nicht, dass diese neue Regelung so bleibt. Ideologie statt Fachverstand. Der Ansatz zu verbieten, ist komplett falsch. Sie müssten - aber nicht mit der Subventions-Gießkanne - andere Wege finden, um E-Autos zu bevorzugen, wenn sie die so toll finden. Spuren für E-Autos oder spezielle Parkplätze oder Rabatte, Mautermäßigungen etc. Jedenfalls wenn die wirklich umweltgerecht sind. Keine PS Monster und Panzerschränke.
Die Brüsseler haben den Schuss noch nicht gehört und machen absichtlich die Zulieferer in Europa fertig. Was für eine Anmaßung.
 

marcus67

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17.01.2015
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Die Brüsseler haben den Schuss noch nicht gehört und machen absichtlich die Zulieferer in Europa fertig. Was für eine Anmaßung.
Warum ist denn die EU an der aktuellen Situation schuld? Noch gibt es von jedem deutschen Hersteller dutzende Verbrenner, PHEV und sonst was. Trotzdem läuft es nicht. Warum? - Ganz einfach, weil man am Markt vorbeientwickelt hat: Ein mittelmäßig ausgestatteter Golf kostet 40.000€. Kein Wunder, das ihnen diese FZG nicht mehr aus den Händen gerissen werden. Dazu kommt eine Fülle von falschen Management Entscheidungen in der Modellpolitik:
- Audi S Modelle sind fast nur noch Diesel - dafür mit Plastik Auspuffimitationen. Was soll das?
- DAS Kultauto der letzte 60 Jahre, der VW Bus (der glänzend lief und viel verdient hat) wurde durch einen umgelabelten Ford Transit ersetzt, der in der Türkei produziert wird.
- Ford hat sich stattdessen entschieden, die gesamte Modellpalette (die eher günstig war) durch einen einzigen E SUV (zugekauft von VW) zu ersetzen.
- BMW hat sich darauf konzentriert abgrundtief hässliche Fahrzeuge mit irren Dimensionen (X7, XM) zu bauen, die in totalitären Staaten beliebt waren.

usw. - Für jeden Hersteller gibt es eine lange Liste solcher Fehler.

In 10 Jahren ist das alles eh durch - entweder mit den deutschen Herstellern oder ohne sie.

Das ist aber nicht die Schuld der EU.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Die EU regiert da doch total rein? Noch immer. Deutschland muss danach einseitig sogar besonders viel Elektroflotten fahren. Wenn die Autoindustrie Fehler macht, ihr Problem. Aber wenn die EU, "unsere" EU, Politik gegen unsere Industrie macht, was alles die Bürger bezahlen, finde ich das ein starkes Stück. Die EU-Kommision ist nicht irgendein Überbau, dem man zu folgen hat, sondern eigentlich nur die Verwaltung. Wenn schon, müsste das EU-Parlament sowas wollen, aber das will es gar nicht.
 

marcus67

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17.01.2015
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Die EU regiert da doch total rein? Noch immer.
Wer sagt, dass DE einseitig besonders große Elektroflotten fahren muss? Die Regeln sind überall in der EU die gleichen.

Auch außerhalb der EU sind die Vorschriften und Trends vergleichbar: In UK, aber gerade auch in China. Neuzulassung eines Verbrenners in Peking ist zwar nicht verboten aber praktisch unmöglich, da es nur eine begrenzte Zahl von Zulassungen für Verbrenner insgesamt gibt.

Die großen Probleme der deutschen Hersteller liegen nämlich ganz wo anders: Der VW Konzern hat den weitaus größten Teil der FZG ins nicht EU Ausland exportiert. Größter Mark ist China - und genau da läuft es nicht mehr. Dazu kommen die Zollprobleme in den USA.

Weiterhin ist die EU bei ihren Regularien weitaus konsistenter als nationale Regierungen. Für die Automobilindustrie ist es weitaus sinnvoller, stringente, berechenbare Regeln zu haben, die langfristig den Kurs vorgeben. Das parteipolitische Hin und Her in DE ist alles andere als sinnvoll. So haben sich übrigens auch viele der Vorstände deutscher Hersteller geäußert.

Wir haben in DE 16 Jahre lang eine einseitige Politik zugunsten der Automobilindustrie gesehen (Abgasskandal großzügig übersehen; juristische Aufarbeitung zu Ungunsten der Kunden verschleppt). Das fühlt sich zunächst ganz toll an, aber auf einmal steht man da und macht ein blödes Gesicht. - Und genau da sind wir heute.
 
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Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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Die EU regiert da doch total rein? Noch immer. Deutschland muss danach einseitig sogar besonders viel Elektroflotten fahren. Wenn die Autoindustrie Fehler macht, ihr Problem. Aber wenn die EU, "unsere" EU, Politik gegen unsere Industrie macht, was alles die Bürger bezahlen, finde ich das ein starkes Stück. Die EU-Kommision ist nicht irgendein Überbau, dem man zu folgen hat, sondern eigentlich nur die Verwaltung. Wenn schon, müsste das EU-Parlament sowas wollen, aber das will es gar nicht.
komm runter

nach Meinung vieler Experten ... wer auch immer das sein mag ... sind die Würfel längst gefallen
der Point of no Return längst überschritten

oder wie Thomas Andrews auf der Titanic sagte: "sie wurde aus Eisen gebaut, Sir ... sie kann und sie wird sinken"
 

Mr.Tequila

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21.05.2025
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Schwer zu begreifen, warum die EU-Kommission ausgerechnet europäische Arbeitsplätze und Wertschöpfung aktiv nach China verlagern will?
wer tatsächlich glaubt, der weiße Mann trage eine historische Schuld auf diesem Planeten in sich, sei wie ein schädlicher Virus und habe über hunderte von Jahren seine historische Schuldigkeit getan, der wird genau zu dieser Schlussfolgerung kommen

der gesamte "Trumpismus" im globalen Westen, in praktisch allen signifikanten Industriestaaten, ist die ideologische Gegenreaktion darauf
die Frage ist jedoch: kommt das nicht längst viel zu spät !?
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
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IAH & HAM
Aber wenn die EU, "unsere" EU, Politik gegen unsere Industrie macht, was alles die Bürger bezahlen, finde ich das ein starkes Stück. Die EU-Kommision ist nicht irgendein Überbau, dem man zu folgen hat, sondern eigentlich nur die Verwaltung. Wenn schon, müsste das EU-Parlament sowas wollen, aber das will es gar nicht.
Die EU ist aber auch nicht nur ein Interessenverband der Deutschen Autoindustrie, sondern hat verschiedene, oftmals konkurrierende, Ziele abzuwägen und Lösungen zu erarbeiten.
 
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gabenga

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16.11.2010
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872
STR
Der Todesstoß für die Kleinwangen waren eher regulatorische Anforderungen der EU (RED und CRA) die die Preise getrieben haben.