Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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Michael54431

Erfahrenes Mitglied
17.01.2018
1.133
408
STR
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  • Obwohl die EU ein ideologisch geprägtes Verbot ausgesprochen hat werden die großen Autohersteller weiter an Verbrenner festhalten und auch weiterentwickeln – alles andere wäre unternehmerisch gesehen auch grob fahrlässig - schliesslich gibt es einen beachtlichen Absatzmarkt ausserhalb Europas der bedient werden möchte.
  • Das „Verbrennerverbot“ der EU wird schneller wieder auf der Tagesordnung in Brüssel sein als man sich das hier vorstellen kann.

Na erzähl das mal unseren großen Autoherstellern.
Selbst wenn die EU das Verbrennerverbot kippen sollte (wozu es nicht kommen wird) - das rettet unsere Hersteller auch nicht mehr.
 

Heinzkarl

Erfahrenes Mitglied
07.03.2019
319
256
Wobei ich finde das Bmw auf einem relativ guten Weg ist, Mercedes scheint auf der „luxury“ Schiene auch ganz gut zu fahren.
Problem scheint tatsächlich VW zu haben, aber mal schauen wie es mit dem ID 7 wird.
Wo wir dann später auch wieder bei dem Thema wären: „was setzt sich eher durch, Groß oder Klein“.
 

Pascalin2705

Erfahrenes Mitglied
09.09.2019
351
245
Wer glaubt dass der Strom zum Laden von Autobatterien/E Scooter/andere E Mobile ohne weitere Steuerbelastungen bleibt ist in meinen Augen „naiv und blauäugig“. Kein Land in Europa wird auf die jetzige Mineralölsteuer, die auf die bösen fossilen Brennstoffe erhoben wird, verzichten können.
Dann überlegen wir nochmal, welche Steuern es denn so auf Strom aktuell gibt.
Alleine Umsatzsteuer und Stromsteuer machen bereits 20 % vom Strompreis aus, dazu kommen noch verschiedene weitere Abgaben.

Strompreiszusammensetzung 2023​


PreisbestandteilPreis pro kWhProzent
Stromerzeugung24,82 ct52,9%
Netzentgelte9,52 ct20,3%
Steuern und Abgaben12,57 ct26,8%
im Detail
Stromsteuer2,05 ct4,4%
Mehrwertsteuer7,49 ct16%
Sonstige Abgaben: KWK, § 19, AbLa -,3,03 ct6,4%
Quelle: Strom-Report, BMWK, BNetzA, BDEW
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.429
3.986
Nord Europa
Dann überlegen wir nochmal, welche Steuern es denn so auf Strom aktuell gibt.
Alleine Umsatzsteuer und Stromsteuer machen bereits 20 % vom Strompreis aus, dazu kommen noch verschiedene weitere Abgaben.


Stromerzeugung24,82 ct
?
Frage google:
Mit ca. 4 bis 8 Cent pro Kilowattstunde sind Onshore Windkraftanlagen (also Windräder auf dem Festland) die zweitgünstigste Energiequelle, gleich nach Freiflächen-Photovoltaik.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Dann überlegen wir nochmal, welche Steuern es denn so auf Strom aktuell gibt.
Alleine Umsatzsteuer und Stromsteuer machen bereits 20 % vom Strompreis aus, dazu kommen noch verschiedene weitere Abgaben.
Ich fahre einen Hybrid. Wenn ich extern laden muss, ist fahren mit Benzin (Preis-) günstiger.
 

Chaosmax

Erfahrenes Mitglied
22.04.2009
2.261
110
Na erzähl das mal unseren großen Autoherstellern.
Selbst wenn die EU das Verbrennerverbot kippen sollte (wozu es nicht kommen wird) - das rettet unsere Hersteller auch nicht mehr.
aber sind daran nicht die Hersteller selber Schuld? Wie @Heinzkarl schon schrieb, sind Mercedes und BMW auf einem ganz guten Weg. VW hat es aber scheinbar richtig verkackt und der Inovationsdruck kommt aus China ja nicht, weil die EU den Verbrenner abschaffen will, sondern weil sie in China einen Riesenmarkt hat. Beim Verbrenner hatten in der Motorentechnik die deutschen Hersteller die Nase vorn. Beim E-Antrieb und Akku nun die Chinesen. Es ist doch kein Geheimnis mehr, dass in China nicht mehr nur noch ausländische Technik kopiert wird, sondern massiv Forschung und Entwicklung in neue Techniken gesteckt wird.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.904
Auch die Standardversion des Polo wurde ja aufgrund mangelnder Nachfrage eingestellt. Zum 3L Lupo, gab es die Weiterentwicklung des Fox oder eben des Up´s. Alles Klassen, welche eben auch aufgrund mangelnder Nachfrage eingestellt werden mussten. Und der Nachfragemangel bezog sich ja nicht nur auf Deutschland, sondern eben auf die ganze Welt. Für den Komfort welchen der 3L Lupo brachte, war das Auto, wie du sagst zu teuer. Aber auch hier war das Gewissen ja nicht da, das man dennoch im Betrieb, Unterhalt und Emissionen den anderen Baugleichen Autos überlegen war und das einen Mehrpreis von 30% rechtfertigt. Die "Innovation" muss aber eben bezahlt werden und so konnte man eben den 3L Lupo nicht zu gleichen Preis wie den Polo anbieten.

Man kann sich nun drehen und wenden wie man es will, es gibt einfach keinen relevanten Markt für ein solches Auto, auch wenn dieses Auto einem +2T SUV in Sachen Verbrauch und Emission überlegen ist und für 80% aller Fahrten total ausreichend ist. Hätte VW auf diese Entwicklung gesetzt und die Produktpalette auf dieses Niveau angepasst, würde es wohl VW und deren weiteren Konzerne bereits heute schon nicht mehr geben.
Naja das hätte man von Seiten der Politik schon steuern können, versucht man aktuell ja auch bei eAutos.

Schon vor über 20 Jahren wurden Autos gebaut mit denen man im Alltag gut mit 5Litern/100KM auskam/auskommt - aber es wurde auch PS stärkere Fahrzeuge gesetzt die eben mehr verbrauchen.

Es immer den Kunden in die Schuhe schieben ist ein wenig schäbig, den die kaufen was im Angebot und vermeintlich günstig für sie ist. Aber da kann die Politik schon lenkend eingreifen wenn sie denn möchte.
 
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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.904
aber sind daran nicht die Hersteller selber Schuld? Wie @Heinzkarl schon schrieb, sind Mercedes und BMW auf einem ganz guten Weg. VW hat es aber scheinbar richtig verkackt und der Inovationsdruck kommt aus China ja nicht, weil die EU den Verbrenner abschaffen will, sondern weil sie in China einen Riesenmarkt hat. Beim Verbrenner hatten in der Motorentechnik die deutschen Hersteller die Nase vorn. Beim E-Antrieb und Akku nun die Chinesen. Es ist doch kein Geheimnis mehr, dass in China nicht mehr nur noch ausländische Technik kopiert wird, sondern massiv Forschung und Entwicklung in neue Techniken gesteckt wird.
Naja die Chinesen setzen doch vor allem auf eMobilität und eigene Fahrzeuge weil sie so günstigen Individualverkehr für die Bevölkerung organisieren können. Die haben kaum eigenes Öl und die Mittelschicht wird immer größer - also wären die Ölimporte irgendwann zu teuer, Kohle gibt es aber.

Daher liegt China da vorne, und auch wenn man es nicht wahrhaben möchte, in China werden ausländische Hersteller in Zukunft nur noch einen kleinen Markt haben.
 
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AtomicLUX

Erfahrenes Mitglied
06.03.2010
2.009
2.316
Dann überlegen wir nochmal, welche Steuern es denn so auf Strom aktuell gibt.
Alleine Umsatzsteuer und Stromsteuer machen bereits 20 % vom Strompreis aus, dazu kommen noch verschiedene weitere Abgaben.
Danke für die Info wie der Strompreis sich in Deutschland zusammensetzt - jedoch sehe ich keinen direkten Zusammenhang zu meinem Statement - fairerweise hier ganz zitiert:
Ich fasse mal gerne meine Meinung zum Thema zusammen:

...
  • Wer glaubt dass der Strom zum Laden von Autobatterien/E Scooter/andere E Mobile ohne weitere Steuerbelastungen bleibt ist in meinen Augen „naiv und blauäugig“. Kein Land in Europa wird auf die jetzige Mineralölsteuer, die auf die bösen fossilen Brennstoffe erhoben wird, verzichten können. Wenn alle ab morgen „elektrisch“ führen so wäre dieser Verzicht für alle europäischen Länder-Budgets ein derartiger Verlust der nicht einfach auszugleichen wäre. Zum Beispiel Frankreich: dort gibt es keine KFZ Steuer – Ausgaben für die Verkehrsinfrastruktur werden über/auf die Steuern auf böse fossile Brennstoffe umgelegt.

Bitte nicht immer durch die "deutsche Brille" schauen - mein Kommentar bezog sich auf Europa...
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Naja das hätte man von Seiten der Politik schon steuern können, versucht man aktuell ja auch bei eAutos.

Schon vor über 20 Jahren wurden Autos gebaut mit denen man im Alltag gut mit 5Litern/100KM auskam/auskommt - aber es wurde auch PS stärkere Fahrzeuge gesetzt die eben mehr verbrauchen.

Es immer den Kunden in die Schuhe schieben ist ein wenig schäbig, den die kaufen was im Angebot und vermeintlich günstig für sie ist. Aber da kann die Politik schon lenkend eingreifen wenn sie denn möchte.
Der Kunde ist schon ausschlaggebend. Den es ist nicht so, das die Unternehmen von einem auf den anderen Tag gesagt haben, unsere Palette ist nur noch das und das. Sondern man schaut sich an, wo geht der Trend beim Kauf hin. Bedeutet auch es gab eben den Kleinwagen mit 5L (was ja schon schlecht ist). Wäre hier die Nachfrage annähernd zufriedenstellend, hätte man die Margenoptimierung und die Entwicklung auf das Modell ausgeweitet. Baut nun aber ein Unternehmen auf Halde und kann eben aufgrund mangelnder Verkäufe nicht skalieren, riskiert man eben das ganze Unternehmen. Was macht man also, man schaut sich an, was kauft der Kunde und das versucht man kapitalistisch bis zum Maximum auszupressen. Man sucht den Sweetspot an Preis, optimiert die Produktion usw. usf.
Als Politik hast du nun auch das Problem, das die nicht zufriedenstellenden Werte mit einem Verbrenner (selbst mit 3-5L) erreichst, warum sollte man dann hier eine höhere Förderung avisieren. Zumal man mit der Abfrackprämie bereits versucht hat den Bestand extrem zu verjüngen, um eventuell von 8-10 auf 5-7 L runterzukommen. Das war ja dann auch eine Geschenk für die Autoindustrie, wissentlich das der deutsche ja auch Markentreu ist, knapp über 50% der Neuzulassungen sind ja deutsche „Hersteller“ aus Deutschland.

Schaut man sich das Projekt von VW von L1 bis hin zu XL1. Dort war eine Reichweite von 550km möglich bei einem 10L Diesel Tank und der Verbrauch lag dennoch bei 1,94L auf 100km (die avisierten 0,9L hat er im Praxistest leider nie erreicht). Und hier war schon ein Hybrid integriert. Aber der Komfortverlust bei dem
Konzept und der Kleinserie war so hoch, das es eben uninteressant für den Markt war. Nach 200 Fahrzeugen war eben Schluss. Das Projekt wurde extrem von VW gefördert und war wirtschaftlich eine Katastrophe. Es wurde
Man kann also nicht sagen, das man es nicht versucht hat den Verbrenner zu optimieren, man aber eben an die Grenzen gekommen ist. (Sowohl physikalisch als auch wirtschaftlich)

Auch China/Asien wird auf die Produktion von ausländischen E Autos angewiesen sein um deren Individualverkehr in den Griff zu bekommen.
 
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Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.429
3.986
Nord Europa
Naja ich denke die Beitragshistorie sollte eher die Frage aufwerfen: Warum lädst du noch immer so teuer? ;)
Wäre für jeden Tip dankbar. Alle laden immer so günstig.

Google:

Welche Ladekarte ist am günstigsten?


AnbieterLadeartAral
ADAC e-ChargeAC0.60 €
DC0.60 €
EnBW Ladetarif SAC0.65 €
DC0.65 €
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Wo tankst Du so günstig ?
Preiswertester externer Anbieter ist hamburg Energie etwas unter 50ct. (Vattenfall etwas unter 70ct).

22kWh/100km ergibt 11 Euro/100km
6l/100km a. €1,75*) ergibt 10,50 Euro/100km
*) JET gestern 21:30h
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Lidl/Aldi 29cent
Moovility 35cent
BeCharge 39cent (Paketkauf)
Thüga 35cent ab 20kwh (plus 4,90 Monatsgebühr)
TankE-App 38 Cent (metaanbieter)
Und halt noch Tesla mit Monatsgebühr

Aber hier im Thread hat man dir ja bereits mehrfach günstigere Ladetarife angeboten, aber du lädst ja anscheinend gerne weiter AC für +60cent.

Damit müsste dann der Benzinpreis, bei deinem hohen Verbrauch, bei knapp 1,06€ liegen, damit du mit dem Tanken billiger wärst.
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.429
3.986
Nord Europa
Nur ALDI Sued?
Lidel und Kaufland haben bei uns auch keine Ladestationen.
Die REWE Station ist seit Jahren abgeschaltet.

Die letzten drei Hotels (in Norddeutschland) hatten auch nur defekte Ladestationen.
?
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Was ist mit den restlichen Anbietern? Dann liegen wir bei gut 35 Cent.
Das mit den Hotels ist natürlich Pech. Ich konnte zuletzt in Meck-Pom kostenlos über Nacht laden. So unterschiedlich sind die Erfahrungen. (Bernstein hatte auf dem Parkplatz einen AC Lader öffentlich kostenpflichtigen und im Parkhaus für Gäste einen nur mit 7,4kw)
Und in Schleswig Holstein im Gut Immenhof waren sage und schreibe 10 DC und 24 AC Stationen. Leider alle kostenpflichtig, konnte dort für 35 Cent laden und es waren eigentlich immer 20 Stationen frei. Achja und in der Mall in Neumünster konnte ich während des Shopping auch kostenfrei Laden.
 
Zuletzt bearbeitet:

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.904
Der Kunde ist schon ausschlaggebend. Den es ist nicht so, das die Unternehmen von einem auf den anderen Tag gesagt haben, unsere Palette ist nur noch das und das. Sondern man schaut sich an, wo geht der Trend beim Kauf hin. Bedeutet auch es gab eben den Kleinwagen mit 5L (was ja schon schlecht ist). Wäre hier die Nachfrage annähernd zufriedenstellend, hätte man die Margenoptimierung und die Entwicklung auf das Modell ausgeweitet. Baut nun aber ein Unternehmen auf Halde und kann eben aufgrund mangelnder Verkäufe nicht skalieren, riskiert man eben das ganze Unternehmen. Was macht man also, man schaut sich an, was kauft der Kunde und das versucht man kapitalistisch bis zum Maximum auszupressen. Man sucht den Sweetspot an Preis, optimiert die Produktion usw. usf.
Als Politik hast du nun auch das Problem, das die nicht zufriedenstellenden Werte mit einem Verbrenner (selbst mit 3-5L) erreichst, warum sollte man dann hier eine höhere Förderung avisieren. Zumal man mit der Abfrackprämie bereits versucht hat den Bestand extrem zu verjüngen, um eventuell von 8-10 auf 5-7 L runterzukommen. Das war ja dann auch eine Geschenk für die Autoindustrie, wissentlich das der deutsche ja auch Markentreu ist, knapp über 50% der Neuzulassungen sind ja deutsche „Hersteller“ aus Deutschland.

Schaut man sich das Projekt von VW von L1 bis hin zu XL1. Dort war eine Reichweite von 550km möglich bei einem 10L Diesel Tank und der Verbrauch lag dennoch bei 1,94L auf 100km (die avisierten 0,9L hat er im Praxistest leider nie erreicht). Und hier war schon ein Hybrid integriert. Aber der Komfortverlust bei dem
Konzept und der Kleinserie war so hoch, das es eben uninteressant für den Markt war. Nach 200 Fahrzeugen war eben Schluss. Das Projekt wurde extrem von VW gefördert und war wirtschaftlich eine Katastrophe. Es wurde
Man kann also nicht sagen, das man es nicht versucht hat den Verbrenner zu optimieren, man aber eben an die Grenzen gekommen ist. (Sowohl physikalisch als auch wirtschaftlich)

Auch China/Asien wird auf die Produktion von ausländischen E Autos angewiesen sein um deren Individualverkehr in den Griff zu bekommen.
1. Der Erfolg der Kei Cars in Japan zeigt klar etwas anderes. Und man kann auch in vielen anderen Bereichen sehen das der Kunde das Angebot kauft und nicht ein Produkt kauft das seinen Wünschen oder auch Anforderungen entspricht. Oder meinst du ernsthaft das die Menschen alle gerne Pizza kaufen in der massenhaft Zucker ist? Wurst mit Zucker? Klar schmeckt das, es entspricht aber eigentlich nicht der Anforderung.

Kei Cars haben in Japan im übrigen einen Marktanteil von ca. 40%, liegt wahrscheinlich daran das Japaner so klein sind.


2. Es gibt ja noch etwas was zwischen 0,9L und 12Litern. VW baute bereits vor 20 Jahren Autos in Serie die leicht mit 4-5Liter auf 100 Kilometer klargekommen sind.

Das die Kunden nicht das kaufen was sie gerne hätten siehst du aktuell sehr gut an den eAutos, die hätten heute sicher einen deutlich höheren Anteil bei privaten Zulassungen, wenn es Fahrzeuge gäbe die ins Budget passen würden.

Oder was meinst du warum in den 80ern die meisten zugelassenen Autos weniger als 100PS hatten? Weil sich der Geschmack der Menschen gewandelt hat? Und viel PS einfach keine Mode waren? Oder weil das Angebot zum entsprechend Preis nicht bei den Händlern stand. Wäre auch 1970 kein Problem ein Fahrzeug mit 200PS zu kaufen das auch mit 200KM/h über die Autobahn brettert. Aber nein der Käfer war für die meisten ausreichend - alles auf Wunsch der Kunden? Träum weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Genau, deswegen kauft ja auch der Kunde, das was in sein Budget passt und zu seinen Vorstellungen. Der Neuwagenkunde mit Ladeoption(privat, beruflich oder öffentlich) und wo überhaupt ein Wagenkauf ansteht, überlegt auch privat, ob ein E Auto oder Verbrenner für ihn Sinn macht. Auch hier hat man keine 100% Quote. Wenn überhaupt kein Autokauf ansteht, überlegt man doch auch nicht ob E Auto oder Verbrenner. Wer halt auf den Gebrauchtwagenmarkt angewiesen ist, kann nur aus dem Angebot auswählen und das kennen wir ja, oder?
4-5 Liter im Kleinwagenbereich sind doch aber nicht gut genug und auch von den Kosten her nicht wirtschaftlich. Das Käuferverhalten, in den für den Automobilmarkt wichtigen Märkten ist ausschlaggebend. Deutschland ist für die meisten Hersteller kein wichtiger Markt mehr, in Deutschland wird das angeboten, was in den wichtigen Märkten nachgefragt wird, es lohnt nicht eigene Modelle für eine Nische anzubieten. Hinzu kommt das der „verwöhnte“ deutsche Kunde, eben auch kein anderes Modell kauft als der für den wichtigen Massenmarkt, also SUV, Limousine, Kombi.


Und auch kauft der Kunde nicht die Pizza mit oder ohne Zucker, er kauft die Pizza die ihm schmeckt, viele auch Tiefkühl, obwohl selber machen günstiger und vielleicht auch gesünder ist. Auch hier wird nicht rational gekauft sondern noch Bequemlichkeit und Vorlieben. Die wenigsten schauen auf die Zutatenliste und ändern dann ihre Kaufentscheidung.

Zu deinem Beispiel mit den 200PS, wer sagt den, das Kunden nicht bereits schon 1970-1980 einen bezahlbaren (inflationsbereinigt) SUV mit 200PS gekauft hätten, wenn er auf dem Markt gewesen wäre. Schau dir mal die Entwicklung des Platzverhältnisses vom ersten T Model bis heute an. Rational ist es nicht, das man für einen Singelfahrer immer mehr Platz zur Verfügung stellt. Der Kunde kauft das, was auf dem Markt ist und seinen Vorlieben (inkl. Budget) entspricht. Der Hersteller bietet das Auto an, was dem Wunsch des Kunden entspricht. Nischenprodukte sind Liebhaberei und dazu zählen effektive Kleinstwagen im Verbrennerbereich, leider.
 
Zuletzt bearbeitet:

zimbowskyy

Erfahrenes Mitglied
29.11.2016
775
811
CGN
Hier wurde mehrfach geschrieben, dass der Kunde Klein(st)wagen nicht akzeptiert. Das ist jedoch nicht richtig, Ford Focus, Opel Adam oder auch VW Up sind/waren durchaus sehr beliebt und hatten gute Verkaufszahlen. Ebenso die A-Klasse als MB Einstiegsmodell. Jedoch sind die Margen für die Hersteller einfach viel zu gering, deswegen wurden/werden diese eingestellt. Nicht aufgrund mangelnder Nachfrage.
 
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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.904
Hier wurde mehrfach geschrieben, dass der Kunde Klein(st)wagen nicht akzeptiert. Das ist jedoch nicht richtig, Ford Focus, Opel Adam oder auch VW Up sind/waren durchaus sehr beliebt und hatten gute Verkaufszahlen. Ebenso die A-Klasse als MB Einstiegsmodell. Jedoch sind die Margen für die Hersteller einfach viel zu gering, deswegen wurden/werden diese eingestellt. Nicht aufgrund mangelnder Nachfrage.
Es ist ja auch so das diese kleinen Fahrzeuge bei den Neuzulassungen im Privatbereich hohe Anteile haben. Nicht vergessen 70% der Fahrzeuge werden gewerblich angemeldet und sind Firmenwagen - und spielen bei der Kaufentscheidung rationale Gründe keine so große Rolle wie die Maximierung der 1% Versteuerung.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Genau, deswegen kauft ja auch der Kunde, das was in sein Budget passt und zu seinen Vorstellungen.
Der normale Autokunde kauft in DE gebraucht, und da bekommt er in der Regel abgelegte Firmenwagen.
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Im Vergleich zu SUV, Limousinen hatten Klein(st)wagen geringere Zulassungszahlen, hinzu kommen die geringeren Margen. Auf dem Weltmarkt wurden die Modelle Adam, Up, A Klasse, Fiesta nicht relevant nachgefragt. (Focus ist kein Kleinwagen) Als Unternehmen macht man nun was?
Wie gesagt, China baut ja auch kein Adam oder Up für seinen Markt oder für den Export. Die meist zugelassenen Autos sind: Sylphy, Model Y, Lavida, Haval H6, Bora, SongPLUS, Corolla, CS75, Model 3 usw. usf.
 
Zuletzt bearbeitet:

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.904
Im Vergleich zu SUV, Limousinen hatten Klein(st)wagen geringere Zulassungszahlen, hinzu kommen die geringeren Margen. Auf dem Weltmarkt wurden die Modelle Adam, Up, A Klasse, Fiesta nicht relevant nachgefragt. (Focus ist kein Kleinwagen) Als Unternehmen macht man nun was?
Bei privaten Neuzulassungen sieht es etwas anders aus. Da sind Modelle wie der Polo, der Fiesta, der Corsa weit vorne. Und auch SUVs wie der Duster oder Capture, nicht zu vergessen das es auch den Fiat 500 als SUV gibt.

Mit den geringeren Margen hast du natürlich recht, und damit sieht man doch auch klar wer hier für entsprechende Produkte und Nachfrage gesorgt hat. Ich denke die Kunden könnten gut mit geringeren Margen leben :cool:
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Die Unternehmen könnten die Marge optimieren, wenn der Kunde einen Kleinwagen kaufen würde, macht er aber leider nicht. :cool:
Die Realität ist, das auch privat der SUV und die Limousine neu oder gebraucht gekauft wird. Die Hausfrau möchte bequem zum einkaufen. Der Angestellte auf dem Land fährt mit dem SUV zur Arbeit und die Kinder werden auch mit dem SUV zur Schule oder zum Sport gebracht.
Schau das nächste mal auf den Real Parkplatz, das Parkhaus oder den größeren Park and Ride Plätzen, ich bin der Meinung das dort größtenteils keine Adam, Up, Fiesta, A Klassen und Co. stehen.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.904
Die Unternehmen könnten die Marge optimieren, wenn der Kunde einen Kleinwagen kaufen würde, macht er aber leider nicht. :cool:
Die Realität ist, das auch privat der SUV und die Limousine neu oder gebraucht gekauft wird. Die Hausfrau möchte bequem zum einkaufen. Der Angestellte auf dem Land fährt mit dem SUV zur Arbeit und die Kinder werden auch mit dem SUV zur Schule oder zum Sport gebracht.
Schau das nächste mal auf den Real Parkplatz, das Parkhaus oder den größeren Park and Ride Plätzen, ich bin der Meinung das dort größtenteils keine Adam, Up, Fiesta, A Klassen und Co. stehen.
Sie könnten die %Marge optimieren nicht aber die absolute. Und wie hat mein Chef früher immer so schön gesagt, Die Marge bringt man nicht zur Bank.

Die Realität ist das bei den privaten Zulassungen Kleinwagen dominieren, wenn es sich um Neuwagen handelt. Die Hausfrau und der Angestellte kaufen in. der Regel abgelegte Firmenwagen.

Die man als Gwerbetreibender ja nachdem mit sehr gutem Gewinn nach 12 oder 72 Monaten verkaufen kann, da der Staat einen guten Teil der Finanzierung übernommen hat.

Aber generell stimmt die Aussage auch so nicht, die beliebstend Autos in DE sind Derivate des Golfs, der Fiat 500, Mini, Ford Kuga. Große Autos und echte SUVs eher kaum.

 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
26.231
12.213
irdisch
Dass es keine Nachfrage nach Kleinwagen gibt, stimmt nicht. VW stellt ja gerade den Up ein, vorher hat man ihn in Deutschland schon nicht mehr bekommen weil die zuwenig gebaut haben. Die verkaufen lieber größere Autos. Irgendwann wird das eine Sackgasse, da nicht alle große Autos wollen und bezahlen können. Das Geschäft machen dann andere. Wie bei der Eco macht man mit der Menge auch durchaus richtig Geld, wenn man es richtig anstellt.
 
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VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Auch bei den privat genutzten PKW sind die Kleinwagen bzw. Kleinstwagen keine relevante Größe bei den Zulassungszahlen. Es stimmt nicht, das im privaten Bereich überwiegend Kleinwagen zugelassen werden. Hier spricht schon das „Stadtbild“ dagegen. Btw. ist ein Golf/Kuga/Mini kein Kleinwagen. Der einzige der in die Klasse passt wäre der Fiat 500. Ein Kleinwagen wäre ein Adam, Up, Fox usw.
Genau man macht mit der Menge Geschäft und nicht mit der Nische. Wenn in absoluten Zahlen Margenstarke Modelle gekauft werden, dann macht es doch für das Unternehmen keinen Sinn Massenproduktion für Produkte mit kleiner Marge zu produzieren um diese dann in absoluten Zahlen nicht signifikant verkauft wird, oder?