Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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Elephant

Erfahrenes Mitglied
11.03.2010
417
170
STR/VIE/MEX
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In der Firma kostet AC 66ct? :oops:

Geht es dem AG so schlecht dass dieser sich am Stromverkauf bereichern will? :rolleyes:
dann schau Dir mal an, was die Ladestationen auf den Firmenparkplätzen der Werke von VW, BMW, Mercedes so kosten. Nicht 66ct aber selten unter 50ct und oft mit 4h Begrenzung bis zur Berechnung Standgebühr. Ich lade bei einem Kundenbesuch lieber irgendwo am Schnelllader vor dem Termin (man kalkuliert ja immer einen Puffer ein).
Ausnahme ist hier Tesla, in Grünheide kann jeder, ob betriebsfremd oder Mitarbeiter, jede beliebige Fahrzeugmarke unbegrenzt kostenlos laden. Da gibt es ausreichend Ladestationen, sogar an den Behindertenparkplätzen.
 

denkigroove

Erfahrenes Mitglied
01.02.2010
7.656
7.336
SNA
Vor allem wird das anbieten von kostenlosem laden ja für das Unternehmen steuerlich gefördert...
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.106
992
CGN
dann schau Dir mal an, was die Ladestationen auf den Firmenparkplätzen der Werke von VW, BMW, Mercedes so kosten. Nicht 66ct aber selten unter 50ct und oft mit 4h Begrenzung bis zur Berechnung Standgebühr
Die Säulen - hier beispielhaft jeweils eine von jedem Deiner Firmenparkplätze:

Volkswagen: https://vollzeitnerd.de/tools/saeulen-sucher/?evseid=DE*GCE*EACCA00161361
BMW: https://vollzeitnerd.de/tools/saeulen-sucher/?evseid=DE*ISE*E0014740
Mercedes: https://vollzeitnerd.de/tools/saeulen-sucher/?evseid=DE*CPI*E6602105*1

sind ganz normal im Roaming, d.h. die Konditionen hängen davon ab, was Du mit Deinem EMP in Deinem Ladestromtarif vertraglich vereinbart hast, d.h. in meinem Fall wären es 35-38ct/kWh (je nach Strommenge) und keine Blockiergebühr.

Ich lade bei einem Kundenbesuch lieber irgendwo am Schnelllader vor dem Termin (man kalkuliert ja immer einen Puffer ein)
das Problem ist in der Tat, dass die Blockiergebühr einerseits irgendwie sinnvoll ist (und darum auch selten, Tarife zu finden die keine haben), andererseits an Orten mit längeren Aufenthalten kontraproduktiv.

Ich hatte mich ja mal zwischendurch mit dem Aufbau von AC-Ladesäulen befasst und konkret bei z.B. Thermen-/Sauna-/Freizeitpark-Parkplätzen ist das Problem, dass die Leute sich ja gerne auch länger als 4h darin aufhalten sollen (ggf. ja auch animiert werden, noch zu verlängern), dann will man ja nicht, dass der Kunde dann im Nachgang einen Schock bekommt über die Blockiergebühr. Eine Überlegung war, dass wir als Betreiber den Ladevorgang ja einfach selbständig beenden können (wenn >4h und kein Strom mehr fließt). Dann würde das Typ2-Kabel entriegelt, was sogar ein Vorteil sein kann (dann können andere Kunden, wenn parkplatzseitig erreichbar, sich da einstecken), aber auch ein Nachteil ist (wer haftet, wenn das Auto seinerseits dann auch entriegelt und das Kabel geklaut wird?).

Kartenzahlung direkt am Terminal (und dann eine Blockiergebühr erst ab 10 Stunden oder so) war die andere Überlegung, aber das muss der Kunde dann ja auch lesen und verstehen, dann muss man Schilder aufstellen, ...

Dadurch, dass der EMP (Kartenanbieter) den Tarif und damit die Blockiergebühr festlegt, und der CPO (Ladesäulenbetreiber) wenig Einfluss darauf hat und von der Blockiergebühr auch in der Regel gar nichts abbekommt, ist das noch ein bisschen uncool an der Stelle...
 

Elephant

Erfahrenes Mitglied
11.03.2010
417
170
STR/VIE/MEX
Die Säulen - hier beispielhaft jeweils eine von jedem Deiner Firmenparkplätze:
...
, d.h. in meinem Fall wären es 35-38ct/kWh (je nach Strommenge) und keine Blockiergebühr.
Ich antworte dann doch mal hier, obwohl es natürlich besser zu den Ladestromtarifen passen würde.
Es geht mir ja um die aktuelle Situation, die ich nur anhand von nem Beispiel durchspiele.

Wenn ich als konkretes Beispiel VW Baunatal heraussuche, habe gerade über die Moovility-App den Ladepunkt DE*GCE*EACCC264231 rausgesucht.
Da steht als preiswertester Anbieter Lichtblick drin, ab 0,44 €/kWh und Blockiergebühr ab 4h.
Schreib mir bitte gern was für 8h tagsüber angesteckt sein (Dienstzeit eines normalen Arbeiters) und 65kWh Strommenge preiswerter ist.
Es wird mir außerdem angezeigt, daß da auch der Anbieter ENBW mit mobility+ verfügbar ist. Wenn ich aber in die mobility+-App gehe, wird mir keine Ladesäule auf diesem Parkplatz angezeigt.
Der VW hat dort auf seinem Werksgelände ein eigenes Kraftwerk, die Ladesäulen sind von Elli, also nach meinem Verständnis VW.
Da werden doch die eigenen Angestellten und Dienstleister komplett abgezockt von einem Konzern, der E-Mobilität fördern möchte?

Für mich ist das Problem definitv nicht das Schnelladen, mit ENBW und Tesla kommt man da unterwegs sehr gut zurecht.
Aber wenn die ganzen Angebote beim AC-Laden so unübersichtlich sind, daß ich schneller einen Flug in Business von Europa nach Mexico für unter 2.000,- € buchen kann als eine vernünftig günstige Ladesäule um die Ecke zu finden, dann brauchen wir uns alle nicht zu wundern, daß es einen großen Teil der Leute gibt, die skeptisch sind.

Und natürlich stelle ich die Vorteile der E-Mobilität nicht in Abrede aber man benötigt momentan bei wechselnden Ladestellen an bisher unbekannten Orten schon einen sonnigen Horizont, um nicht 40% Doofheitszuschlag beim Laden zu bezahlen.
Oder ich stelle mich einfach nach 1,5 Jahren Nutzung und 50.000 gefahrenen Kilometern nur extrem doof an, kann ja auch sein.
 

denkigroove

Erfahrenes Mitglied
01.02.2010
7.656
7.336
SNA
Der VW hat dort auf seinem Werksgelände ein eigenes Kraftwerk, die Ladesäulen sind von Elli, also nach meinem Verständnis VW.
Da werden doch die eigenen Angestellten und Dienstleister komplett abgezockt von einem Konzern, der E-Mobilität fördern möchte?
Woher weißt du dass Mitarbeiter dafür zahlen müssen?Deren Karte kann doch auch nur zum freischalten der Säule dienen und nicht berechnet werden - so kenne ich das zumindest. Außerhalb des Standortes zahlen dann andere eben mit ihren eigenen Karten.
 

Elephant

Erfahrenes Mitglied
11.03.2010
417
170
STR/VIE/MEX
Woher weißt du dass Mitarbeiter dafür zahlen müssen?Deren Karte kann doch auch nur zum freischalten der Säule dienen und nicht berechnet werden - so kenne ich das zumindest. Außerhalb des Standortes zahlen dann andere eben mit ihren eigenen Karten.
Ok, beschränken wir es auf "Betriebsfremde", die einen Jahreszugang haben. Da gibt es nichts.
Und das direkt vor der Tür eines Anbieters von E-Autos.
 

vapianojunkie

Erfahrenes Mitglied
15.01.2014
1.164
680
MUC
Bei uns sind es 44ct.
Und natürlich stelle ich die Vorteile der E-Mobilität nicht in Abrede aber man benötigt momentan bei wechselnden Ladestellen an bisher unbekannten Orten schon einen sonnigen Horizont, um nicht 40% Doofheitszuschlag beim Laden zu bezahlen.
Oder ich stelle mich einfach nach 1,5 Jahren Nutzung und 50.000 gefahrenen Kilometern nur extrem doof an, kann ja auch sein.
Doof stellst du dich nicht an. Ich würde es aber eher Bequemlichkeitszuschlag nennen und nicht Doofheitszuschlag. Den bezahlt man praktisch bei jedem Supermarktbesuch - außer die Leute, die zwischen Aldi, Netto, Rewe und Edeka vergleichen, um den billigsten Jogurt zu finden.

Ich gehe davon aus, dass sich die Situation an den Ladesäulen in den nächsten Jahren weiter vereinfacht. Nachdem man sich vor einigen Jahren noch gefühlt an jeder Säule neu irgendwo registrieren musste, ist mit Roaming hier ja schon ein großer Schritt in die richtige Richtung getan.

Wenn es nicht gerade um die Elektromobilität geht, sind die Einheitspreise an den Tankstellen auch immer Auswuchs eines bösen Kartells der Ölkonzerne. :)
 

Elephant

Erfahrenes Mitglied
11.03.2010
417
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STR/VIE/MEX
Bei uns sind es 44ct.

... Ich würde es aber eher Bequemlichkeitszuschlag nennen und nicht Doofheitszuschlag. Den bezahlt man praktisch bei jedem Supermarktbesuch - außer die Leute, die zwischen Aldi, Netto, Rewe und Edeka vergleichen, um den billigsten Jogurt zu finden.
Aktueller Dieselpreisvergleich hier bei mir mit 25km Radius: 163,9ct bis 187,9ct = 15% Differenz
Beispiel Ladesäule oben: Du bezahlst 44ct, Elli-App 69ct ohne Grundgebühr = 56% Differenz
 

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
6.534
5.212
FRA
Aktueller Dieselpreisvergleich hier bei mir mit 25km Radius: 163,9ct bis 187,9ct = 15% Differenz
Beispiel Ladesäule oben: Du bezahlst 44ct, Elli-App 69ct ohne Grundgebühr = 56% Differenz
oder anders gesagt:
Diesel ca. 25ct Differenz
Strom ca. 25ct Differenz

Immer der Trick mit der Prozentrechnung …
 

Elephant

Erfahrenes Mitglied
11.03.2010
417
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STR/VIE/MEX
Ich bestreite doch gar nicht, daß ich elektrisch weit preiswerter unterwegs bin als mit dem Diesel.
Aber ist es wirklich richtig, über 50% Preisdifferenz an einer Ladesäule hinwegzusehen, die von einem großen deutschen Anbieter von Elektromobilität direkt betrieben wird?
Wenn ich an einem Produkt z.B. 50% verdiene, ist das sicher etwas anderes als wenn ich nur 10% verdiene, da ist doch kein Trick dabei.
 

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
6.534
5.212
FRA
Ich bestreite doch gar nicht, daß ich elektrisch weit preiswerter unterwegs bin als mit dem Diesel.
Aber ist es wirklich richtig, über 50% Preisdifferenz an einer Ladesäule hinwegzusehen, die von einem großen deutschen Anbieter von Elektromobilität direkt betrieben wird?
Wenn ich an einem Produkt z.B. 50% verdiene, ist das sicher etwas anderes als wenn ich nur 10% verdiene, da ist doch kein Trick dabei.
Kommt immer auf die Perspektive an, mittels Prozentrechnung kann man kleine Unterschiede schon sehr gross aussehen lassen, für den Kunden ist es im Endeffekt ziemlich egal.
Tankt er 50l Diesel, so zahlt er 12,50 EUR mehr bei der teuersten Tankstelle, im Vergleich zur billigsten Tankstelle. Lädt er 50kWh Strom so zahlt er genauso viel mehr. Macht also keinen so grossen Unterschied.
Es ist aber so eine schön grosse Zahl, wenn man 33% plus erreicht, auch, wenn man statt 3 von 1000 nun 4 von 1000 Treffern hat.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.106
992
CGN
Wenn ich als konkretes Beispiel VW Baunatal heraussuche, habe gerade über die Moovility-App den Ladepunkt DE*GCE*EACCC264231 rausgesucht.
Da steht als preiswertester Anbieter Lichtblick drin, ab 0,44 €/kWh und Blockiergebühr ab 4h.
(..)

Es wird mir außerdem angezeigt, daß da auch der Anbieter ENBW mit mobility+ verfügbar ist. Wenn ich aber in die mobility+-App gehe, wird mir keine Ladesäule auf diesem Parkplatz angezeigt.

Die Geschichte der Ladekarten ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Ich habe sie hier mal versucht zu erklären.

Das Roaming ist ein bisschen wie Codeshare beim Fliegen:

Der Betreiber der Säule (CPO, in dem Fall: Volkswagen Group Charging GmbH, Markenname "Elli") ist sozusagen der operating carrier, der kümmert sich um die Säule und verlangt dafür einen Preis (pro kWh und eine Startgebühr, jedoch keine Zeitkomponente). Die Preise legt der operating carrier selbst fest, üblicherweise nimmt er für Eco weniger als für Business pro Streckenkilometer (also AC günstiger als DC pro kWh)

Dein Ladekarten-Anbieter (EMP) ist der Marketing-Carrier, der verkauft Dir den Ladevorgang und stellt Dir eine Bord- äh Ladekarte bereit, physikalisch oder als App. Und der verlangt von Dir einen Preis (pro kWh, Startgebühr, Blockiergebühr, Treibstoffzuschlag, Gepäckzuschlag, was auch immer).

Die beiden Preise haben gar nichts zwingend miteinander zu tun.

Nun gibt es Marketing-Carrier, die gar nicht nach Reiseklasse unterscheiden (weil sie sowieso zukünftig nur noch Business anbieten wollen), sondern nur nach Airline. Also Singapore z.B. verkauft Flüge auf eigenem SQ-Metall billiger als Flüge auf TAP-Metall. Ein solcher Anbieter ist bei Ladekarten z.B. EnBW mobility+, da kostet Deine TAP-Economy-Säule dann 60ct/kWh, während der EnBW-Schnelllader/SQ-C 15km weiter billiger wäre.

Dann gibt es Marketing-Carrier, da kostet jeder Flug was anderes. Die nehmen einfach das, was der operating carrier verlangt, knallen ihre Phantasie-Zuschläge drauf, packen das evtl. in ein Raster und verkaufen das dann. NewMotion (bevor es zu Shell gehörte) z.B. hatte das früher. Dadurch können die viel mehr Säulen anbieten (denn egal wie ultra teuer die Swiss Langstrecke First ist - Lufthansa als Marketing Carrier nimmt den Preis einfach mal 1.5 und verkauft das Ticket).

Dann gibt es Marketing-Carrier, die bieten generell sehr günstige Preise an. Also bei SAS kosten die Eco-Flüge dann z.B. 45 ct/kWh und Business 60ct/kWh. Wenn Du jetzt aber mit SAS von Zürich nach NYC fliegen willst, und es gibt an dem Tag nur einen Direktflug operated by Swiss, für den Swiss mehr verlangt, dann würde SAS da draufzahlen. Warum machen die das trotzdem? Weil SAS generell an Dir Geld verdient (und wenn Du jeden Tag fliegst, und oft genug auf eigenem Metall, wo der Deckungsbeitrag am größten ist, dann ist "Kunde ist zufrieden" wichtiger als das einzelne Segment, das zu teuer eingekauft wurde). Und vielleicht vergisst Du ja auch am Zielort, Dein Gepäck rechtzeitig vom Band zu nehmen, dann kassiert SAS ja auch noch eine Blockiergebühr von Dir (von der Swiss nichts abbekommt) und holt sich einen Teil des Geldes wieder zurück.

War noch nicht kompliziert genug? Dann lege ich noch einen drauf:

Wenn ein Marketing-Carrier eine bestimmte Verbindung nicht anbietet (also: eine bestimmte Ladekarte nicht an einer bestimmten Ladesäule geht), dann kann das drei Gründe haben:

a) Die beiden "sehen" sich nicht. Die meisten Roaming-Verbindungen laufen über intercharge der Firma Hubject (u.a. eine Tochter von ich glaube BMW, VW, Mercedes). Hubject ist quasi das Amadeus der E-Mobilität. Wenn Du jetzt aber operating carrier hast wie z.B. Ryanair, die über ganz andere Systeme arbeiten, dann kann es auch sein, dass der Marketing-Carrier auf diese Flüge gar keinen Zugriff hat.

b) Die beiden "mögen" sich nicht. Wenn Swiss einfach operating zu teuer ist, und SAS einfach marketing zu günstig, dann entscheidet SAS einfach, dass sie ZRH-NYC nicht auf LX-Metall anbieten, weil sie dabei draufzahlen würden. Und dann bringt dir Deine SAS-App nichts, Du kannst diesen Flug nicht buchen.

das wahrscheinlichste ist aber ganz oft:
c) Es wurde noch keine Codeshare-Flugnummer ausgewürfelt. Wenn Swiss beim nächsten Flugplanwechsel die Preise ändert, oder im laufenden Jahr eine neue Verbindung einführt, dann muss einmal deren Flüge in sein System einlesen und SAS-Flugnummern vergeben, sonst kennt deren System diesen Flug gar nicht. Das passiert bei den großen Airlines automatisch, aber wenn der Ostfriesische Flugdienst eine neue Verbindung Borkum-Helgoland einführt, dann kann es durchaus sein, dass da mal ein Anruf bei den Kollegen des Lufthansa-Ticketing nötig ist, damit die in der Lufthansa-Suchmaske auftauchen (weil es irgendwo gehakt hat und es keinem aufgefallen ist).


Und wo wir bei der Analogie zur Luftfahrt sind, gucken wir uns auch noch die Flugpreis-Suchmaschinen an.

Beim beim Fliegen hängen die auch an Datenbanken wie Amadeus o.ä. dran und bekommen darüber ja nicht nur die eigentlichen Verbindungen (der operating carrier), sondern auch deren Verkaufspreise sowie die angebotenen Codeshare-Flüge samt deren Preisen geliefert.

Beim Laden ist das aber anders. Hubject kennt nur die eigentlichen Verbindungen (Ladesäulen) und deren internen Verrechnungspreis (der bringt aber dem Kunden nix). Hubject weiß aber weder, ob und zu welchem Preis der Ladesäulen-Betreiber direkt seinen Strom verkauft, noch hat Hubject was damit zu tun, zu welchem Preis welcher Ladekartenanbieter/EMP/Marketing carrier das verkauft.

Darum basieren die Angaben von irgendwelchen Preis-Empfehlungs-Webseiten wie Ladefuchs gar nicht auf realen Daten. Sondern die wissen, wer der Betreiber der Ladesäule/Verbindung ist. Sie kennen die Preislisten der großen Ladekartenanbieter. Und ermitteln dann selbst "wenn das 2000km auf Swiss-Metall in C ist, dann verlangt SAS dafür üblicherweise X Euro". Was natürlich dann auch mal falsch oder unvollständig sein kann.

Das alles passiert hinter den Kulissen. Vor den Kulissen passiert folgendes: Du suchst Dir eine Ladekarte, die zu Deinem Ladeprofil passt (in Deinem Fall wäre es eine ohne oder mit geringer Blockiergebühr) und nutzt die. Dann ist es auch egal, ob Du die jetzt an einem VW Werksparkplatz, an einem Freizeitpark oder auf nem Flughafen-Tagesparkplatz nutzt, das ist ja gerade das schöne bei den Ladekarten, dass Du einen Kilometer-Preis mit Deinem Anbieter verhandelt hast und damit jeden beliebigen Flug nehmen, egal welcher operating carrier das ist.

Schreib mir bitte gern was für 8h tagsüber angesteckt sein (Dienstzeit eines normalen Arbeiters) und 65kWh Strommenge preiswerter ist.

da muss ich passen. Ich nutze Thüga (<40ct und keine Blockiergebühr, 5 Euro mtl. Grundgebühr), aber die nehmen z.Zt. keine Neukunden auf. Es wird noch spekuliert, ob es da eine Preisanpassung geben wird, oder ob das nur technische Gründe hat, weil sie ihr Backend (ihre Kunden-/Tarif-/Ladekarten-Verwaltungssoftware) wechseln. Ggf. findest Du in dem passenden Thread dazu alternative Tipps.
 
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VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Aktueller Dieselpreisvergleich hier bei mir mit 25km Radius: 163,9ct bis 187,9ct = 15% Differenz
Beispiel Ladesäule oben: Du bezahlst 44ct, Elli-App 69ct ohne Grundgebühr = 56% Differenz
Komischer Vergleich. Tankstelle mit 25km Umkreis vs. eine explizite Ladesäule.
Ist es nicht von Vorteil, das man an der expliziten Ladesäule, nicht immer den teuersten Preis bezahlen muss, in der Regel bekommt man an einer expliziten Tankstelle auch nur marginale (2-4Cent) Rabatte, wenn man eine gewisse Karte nutzt.
 
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Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
6.534
5.212
FRA
Es ist unbestritten und auch jedem informierten e-Auto-Fahrer bekannt, dass es aktuell noch einen richtigen Dschungel an Ladekarten und LadeApps gibt und man an einer einzigen Säule so grosse Preisunterschiede haben kann. An den herkömmlichen Tankstellen gibt es wenig bis gar keine Möglichkeit seinen Sprit günstiger zu bekommen. (Für den Privatmann schonmal gar nicht).

Wir sind hier aber doch im VFT, in dem das Wissen um das Maximieren nicht nur ganze Threads, sondern ganze Rubriken füllt, nun gibt es eben ein weiteres Feld in dem wunderschön maximalmaximiert werden kann.
Hein Doof hat noch nicht einmal eine einzige Meilen-Sammel-Karte und hier werden sich die Tipps gegeben, um mit der richtigen Kombination an AMEX - Payback - M&M oder doch Avios den günstigsten Flug zu finden. Hein Doof weiss noch nicht mal um die Existenz einer Lounge und hier wird darüber diskutiert, ob die eine oder andere Lounge in PMI besser oder schlechter ist.

Bitte gerne hier die Maximierer-Tipps unterbringen:

 

Micha1976

Erfahrenes Mitglied
09.07.2012
6.610
4.522
Hier mal nicht die heile, schöngefärbte Bullerbü E-Welt,
sondern unverblümte Erfahrungswerte eines Batteriewagennutzers:

Echt? Wenn man mehr als die Überschrift liest - dass du interlektuell dazu nicht in der Lage bis wissen wir - kommt nichts besonderes heraus. 100.000 km in einem Verbrenner bringen mindestens genauso viele Werkstattaufenthalte.

Den Steinschlag in der Frontscheibe würde eine anständige Teilkasko übrigens mit 0 oder 150 EUR Selbstbehalt regeln. Für die scheint es beim Youtuber in Jogginghosen aber nicht zu reichen :).
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
16.425
14.704
IAH & HAM
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Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
6.534
5.212
FRA

NeaeraMS

Erfahrenes Mitglied
19.04.2022
375
565
oder anders gesagt:
Diesel ca. 25ct Differenz
Strom ca. 25ct Differenz

Immer der Trick mit der Prozentrechnung …

Jaja, wer kennt den nicht...

Kommt immer auf die Perspektive an, mittels Prozentrechnung kann man kleine Unterschiede schon sehr gross aussehen lassen, für den Kunden ist es im Endeffekt ziemlich egal.
Tankt er 50l Diesel, so zahlt er 12,50 EUR mehr bei der teuersten Tankstelle, im Vergleich zur billigsten Tankstelle. Lädt er 50kWh Strom so zahlt er genauso viel mehr. Macht also keinen so grossen Unterschied.

Der Vergleich macht schlicht keinen Sinn, denn für 50 Liter Diesel bekommst du wesentlich mehr als für 50kWh Strom. Bei 6L/100km und 16kWh/100km sind das etwa 800km beim Diesel und 300km beim BEV.

Ein realistischer Vergleich wären 50 Liter Diesel vs. 128kWh Strom, was dann 12,50 EUR zwischen teuerster und billigster Tankstelle und 32 EUR zwischen teuerster und billigster Ladesäule wären.