>> Wir waren gerade im Urlaub in Dänemark
Ok, fahr nach Süden nächstes Mal. Fahr nach Kroatien im Hochsommer oder durch Bosnien mit einem BEV.
Es gibt immer irgendwelche Fahrstrecken oder Ziele, die nicht so viel Spaß machen mit dem BEV. Der eine pendelt täglich München Berlin und zurück, der nächste mehrmals im Jahr mit dem Bootsanhänger zum Gardasee. Bei dir ist es Bosnien.
Es behauptet niemand, dass E in allen Situationen passt. Genausowenig wie ich gerne mit einen Verbrenner-Kleinwagen-Stadtauto nach Bosnien fahren würde, oder wie umgekehrt unser langer und hoher Verbrenner-Lieferwagen bei der Parkplatzsuche in der Innenstadt keine Freude ist.
Warst du daneben noch bei ner Wanderung? Kein Tankvorgang dauert länger als 5 Minuten am Stück. und du bist keine 20 Mal beim Tanken gewesen. (..)
Ihr geht immer davon aus, dass ihr Plätze findet und diese ungeteilt sind.
Also beim Verbrenner nimmt man die reine Tank-Zeit. Dass man manchmal an der Zapfsäule warten muss bis man dran ist, dass man manchmal auch fünf Minuten von der Autobahn runterfahren muss weil dann der Preis 40 Cent pro Liter günstiger ist, dass man manchmal am Kassenhäuschen noch warten muss bis drei Leute vorher Brötchen/Kaffee/Kippen gekauft haben, das zählt alles nicht.
Umgekehrt ist bei Ladesäulen natürlich immer belegt.
Meine reine Erfahrung aus 5 Jahren BEV und 30 Jahren Verbrenner ist, dass das Laden deutlich stressfreier ist als gemeinhin angenommen wird.
Es geht aber auch gar nicht darum ob ein Tankvorgang 4 oder 9 Minuten dauert. Meine Kernaussage war: "Es ist nicht wichtig, dass der Ladevorgang genauso schnell geht, denn man lädt meistens nebenbei bei ohnehin notwendigen Parkvorgängen.
Die man extra macht, damit das Auto laden kann. Und so ist es bei einem Verbrenner absolut nicht notwendig.
Nochmal zum Verständnis: Wir waren mit einem Diesel unterwegs. Und haben Pausen gemacht. Die einfach nebenbei zum Laden gereicht hätten, wenn wir elektrisch unterwegs gewesen wären
Mit viel Phantasie vielleicht.
An welcher Stelle ist Phantasie nötig? Die Diesel-Kosten waren real, die Reise hat ja stattgefunden.
Der "ohne Nachdenken und ohne Fahrstil anzupassen"-Preis setzt sich aus dem Verbrauch unseres E-Autos (seit 2 Jahren. Und vorher drei Jahre ein anderes) zusammen, den kann ich realistisch einschätzen. Und dem Preislistenpreis der EWE go Karte.
Dass das Auto vermutlich noch mal 10% weniger verbraucht hätte als im deutschen Autobahnalltag, weil man in Dänemark gar nicht rasen darf, dafür braucht es keine Phantasie.
Dass der Fahrstrom ad hoc auf der Reise ca. 20% günstiger gewesen wäre als mit der EWE Go, das habe ich ja an den Säulen gesehen (teils habe ich aus technischer neu geguckt, was das für Säulen sind wie ad hoc funktioniert und so weiter und es wurden die Preise angezeigt. Teils waren es aber einfach auch Schnelllader an Tankstelle-neben-Supermarkt, da wurde der Strompreis an einer Preissäule angezeigt wie beim Sprit.
An welcher Stelle braucht man jetzt also Phantasie um auszurechnen, dass das ganze nur etwa die Hälfte bis zwei Drittel dessen gekostet hätte als wir für Diesel ausgegeben haben?