Gründe für den Personalmangel?

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MFox

Erfahrenes Mitglied
10.06.2016
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816
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Urlaubs und Weihnachtsgeld plus 36 (!!!!) Tage Urlaub sind ja durchaus mal ne Hausnummer für einen "Hiwijob".

Mal abgesehen davon das dass wichtigste für nen Hiwijob fehlt, die Entlohnung fehlt: In den 36 Urlaubstagen steht zwischen den Zahlen "eine sechs Tage-Woche ist die Regel".
 

MFox

Erfahrenes Mitglied
10.06.2016
1.000
816
Auf 40h verteilt....warum den nicht?
Naja zumindest hier im Forum wäre eine 6-Tage Woche ein ernsthaftes Problem :p (Vorrausgesetzt, man ist nicht sein eigener Chef oder vergleichbar)


Frau MFox hat ne Weile als Buchhändlerin gearbeitet, 36 Urlaubstage, 6-Tage Woche - ein Tag in der Woche wurde gegen Belastung des Zeitkontos (das sich über die Woche durch die Schichten ansammelte) freigegeben. Für eine zusammenhängende Urlaubswoche mussten aber 6 Tage Urlaub genommen werden. So dass unterm Strich die üblichen 6 Wochen Jahresurlaub übrig blieben. Wird da wahrscheinlich analog sein.
 
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Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
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Corona-Land
Das "Bürgergeld"*) sollte für alle gezahlt werden, unabhängig davon ob erwerbstätig oder nicht.
Das würde sofort alle Probleme lösen.
Gegenfinanzierung: Streichung alle Subventionen, von Pendlerpauschale über Wohngeld und aller Abschreibungsmöglichkeiten (außer Gewerbe und Industrie).
*) 2.500 bis 3.500 Euro
 
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tripleseven777

Erfahrenes Mitglied
27.06.2016
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DTM
Jeder Steuerzahler in D 🇩🇪 sollte auch alle zwei Jahre einen neuen Porsche 911 vors Haus gestellt bekommen. Träumen darf man ja! Bürgergeld für alle ist jedenfalls unbezahlbar.
D ist und bleibt leider (!) ein Niedriglohnland, mit hohen bzw. deutlich steigenden (Stichwort: Inflation) Lebenshaltungskosten. Da man gleichzeitig eine Einwanderung ins deutsche Sozialsystem unterstützt, verschärft sich die Situation im riesigen deutschen Niedriglohnsektor weiter. Unter einer gewissen Schwelle lohnt sich sozialversicherungspflichtige Arbeit in D nicht, da man mit Sozialleistungen besser gestellt ist. Es gibt auch Familien die haben daraus ein Lebensmodell gemacht und tanzen dem deutschen Staat auf der Nase herum. Der Staat lässt es zu und daher handelt es sich um eine Bananenrepublik 🇩🇪🍌
 
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globetrotter11

Erfahrenes Mitglied
07.10.2015
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CPT / DTM
Das Anwerbung für türkische Aushilfsfachkräfte an deutschen Flughäfen ist im Wesentlichen gescheitert. Bis zum Ablauf des Programms Anfang November werden nur knapp 100 Beschäftigte die vereinfachten Bestimmungen für eine befristete Anstellung nutzen.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums geht davon aus, dass die Anzahl bis dahin noch auf 95 ansteigen wird. Bislang arbeiten nur rund 60 türkische Hilfskräfte an den Flughäfen in München und Nürnberg.

 
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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
10.071
3.157
Ausdrücklich in den Zeilen steht "Du kannst Dir vorstellen 5x die Woche zu arbeiten".
Das hat aber nichts damit zutun das der Urlaub nach einer 6 Tage Woche berechnet wird, der Urlaub nach den gewöhnlichen Arbeits/Werktagen berechnet. In diesem Modell heisst das, daß man zwar nur 5 Tage in der Woche arbeiten muss, diese 5 Tage können aber auf 6 Tage verteilt werden. Also der zweite freie Tag in der Woche wird je nach Dienstplan gelegt, also Dienstag und Sonntag frei, aber am Samstag arbeiten. Ist normal im Handel.
 
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Airsicknessbag

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11.01.2010
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Das ist klar. 36 Tage sind sechs Wochen Urlaub, entsprechen also in unserer Montag-bis-Freitag-Normalwelt 30 Tagen. Was wohl tatsächlich durchschnittlich, rechtlich aber großzügig ist.
 
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tripleseven777

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27.06.2016
2.511
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DTM
Ein weiterer erheblicher Faktor für Personalmangel ist der sogenannte „Brain drain“, der auch in D stattfindet.
Etwa 1 Million Menschen kehren D jedes Jahr den Rücken und wandern aus. Dies sind meist gebildete Akademiker und nicht Personen, die im Niedriglohnsektor geschuftet haben. Auswandern muss man sich leisten können. Das ist kein günstiges Unterfangen.
Die Quelle mag nicht erheblich seriös sein, der Artikel zeigt dennoch einige Probleme auf.

Einwandern tun ebenfalls ca. 1 Million oder etwas mehr (pro Jahr).
Wie viele Akademiker/Leistungsträger sind darunter?

Quelle:
„Braindrain - Elite flüchtet aus Deutschland - Auswandern als Lösung?“ - business-leaders.net vom 26.08.2022
 

Airsicknessbag

Erfahrenes Mitglied
11.01.2010
17.083
3.886
Entgegen dem verlinkten Artikel beziehen sich die genannten Zahlen nicht auf deutsche Auswanderer, sondern auf alle. Somit auch Ausländer, die in ihre Heimat zurückkehren - also ein "durchlaufender Posten" sozusagen.

Etwa ein Viertel der Auswanderer sind Deutsche:

Und das, die Kombination aus Bild und Unterschrift, ist ja wohl auch Satire vom feinsten...
braindrainc7fzc.jpg
 
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tripleseven777

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27.06.2016
2.511
1.220
DTM
Ich habe nicht ohne Grund dazu geschrieben, dass die Quelle nicht sonderlich seriös ist.
Hier reagieren ja einige sofort allergisch, wenn etwas (z.B. eben die Quelle) nicht stimmt. Daher muss man wohl bereits darauf hinweisen.

Wie viele Leistungsträger/Akademiker wandern aus bzw. ein? Dazu gibt es wohl keine (offizielle) Statistik.
 

dplane

Erfahrenes Mitglied
04.01.2017
1.239
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Im Hinblick auch auf bisher beobachteten YouTube-BS wäre es vermutlich bedeutend einfacher für Dich nur bei seriösen Quellen einen zusätzlichen Hinweis zu geben. Der Aufwand dürfte sich dann in Grenzen halten...
 
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Airsicknessbag

Erfahrenes Mitglied
11.01.2010
17.083
3.886
Ich habe nicht ohne Grund dazu geschrieben, dass die Quelle nicht sonderlich seriös ist.
Hier reagieren ja einige sofort allergisch, wenn etwas (z.B. eben die Quelle) nicht stimmt. Daher muss man wohl bereits darauf hinweisen.
Dann sei doch froh, wenn ich Deinen generellen Hinweis konkretisiere ;)

Wie viele Leistungsträger/Akademiker wandern aus bzw. ein? Dazu gibt es wohl keine (offizielle) Statistik.

Es gibt offizielle Statistiken dazu, wie viele Einwanderer Sozialleistungsempfänger werden/sind/bleiben. Per saldo profitiert Deutschland von der Migration.
 
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odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
4.719
653
Z´Sdugärd
Ein weiterer erheblicher Faktor für Personalmangel ist der sogenannte „Brain drain“, der auch in D stattfindet.
Etwa 1 Million Menschen kehren D jedes Jahr den Rücken und wandern aus. Dies sind meist gebildete Akademiker und nicht Personen, die im Niedriglohnsektor geschuftet haben. Auswandern muss man sich leisten können. Das ist kein günstiges Unterfangen.
Die Quelle mag nicht erheblich seriös sein, der Artikel zeigt dennoch einige Probleme auf.

Einwandern tun ebenfalls ca. 1 Million oder etwas mehr (pro Jahr).
Wie viele Akademiker/Leistungsträger sind darunter?

Quelle:
„Braindrain - Elite flüchtet aus Deutschland - Auswandern als Lösung?“ - business-leaders.net vom 26.08.2022
Sehe ich etwas anders. Mit dem Thema hab ich mich vor 20 Jahren auch mal beschäftigt...

Das passiert halt eher nicht der "Elite" mit Hochschulabschluss. Warum? Sowas gibts eben in jedem Land, und das auch viele. Der WItz ist das die MITTE eben die gesuchten Fachkräfte sind. Das Deutsche Ausbildungssystem ist relativ (für alle die das Wort relativ nicht verstehen können...-> Es steht nicht für ausschliesslich) einzigartig auf der Welt. Somit sind gewisse Fachkräfte in sehr vielen Ländern absolut gefragt, die eben NICHT von der Hochschule kommen. Das fängt schon beim einfachen KFZ Mechaniker mit etwas Berufserfahrung an, und hört eben beim Industriemechaniker auf.

PLUS eben die (mitlerweile immer weniger werdenden) deutschen "Tugenden". Sprich die Verarbeitung, pünktlichkeit etc....Ohne hier wieder ein Tesla Bashing anzufangen: Wenn in so eine Kiste einsteigst und als Vergleich einen 30 Jahre alten Golf nimmst ist der Golf in Sacen Verarbeitung dem Tesla halt überlegen. Das kann der Ami halt nicht. Und genau für solche Kleinigkeiten (die ggf in den USA auch nur die wenigsten juckt) brauchst halt dann "Shä Germöön". Das hilt links wie rechts auf der Weltkugel.

Ach ja, das die Unterschicht eher weniger auswandert liegt ja auch auf der Hand. In vielen Ländern musst du ein gewisses Geld schonmal auf der Seite haben...
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
7.377
689
Corona-Land
Nichte und Neffe sind in die USA ausgewandert, weil beide hier keine Stelle gefunden haben.
Neffe: Hat jetzt eine Stelle als Ozeanographie-Professor in Philadelphia
Nichte: Hat jetzt eine Stelle als Mathematik-Professor(in) in New York

Das sind 100% aller Auswanderer aus unser Familie
 

Hauptmann Fuchs

Erfahrenes Mitglied
06.04.2011
3.535
1.496
GRQ
Ein weiterer erheblicher Faktor für Personalmangel ist der sogenannte „Brain drain“, der auch in D stattfindet.
Etwa 1 Million Menschen kehren D jedes Jahr den Rücken und wandern aus.
Die Anzahl wurde ja schon oben erläutert. Ist zum Teil wohl so wie aus den Niederlanden nach Curaçao: jeden Tag kommt Flugzeuge voller Glückssucher, jeden Tag kommen die gleiche Flieger auch wohl wieder zurück. Aus meiner Beobachtung bestimmt 90% Leute die in den Niederlanden keine Chance haben, weil sie eben nicht das schaffen, was sie schaffen wollen weil sie nicht können. Träumer (oder Loser) eben, ich schätze so ähnlich wird es sein auf Mallorca oder Teneriffa, aber dann mit Deutsche. Das ist keine Auswanderung, das ist flüchten.

Gegenüber steht natürlich eine mobile Elite die international lebt, vielleicht in der Wissenschaft tätig ist (so um die 50% der wissenschaftliche Mitarbeiter an niederländische Universitäten kommen aus dem Ausland), oder schlicht sich für die internationale expat Lifestyle entschieden hat. Schön dass es so etwas gibt für wen es mag.

Wie so oft im Leben: man darf sich fragen, was Teil des Problems ist, und was Teil der Lösung. Auch im 5. Untergeschoss.
 

tripleseven777

Erfahrenes Mitglied
27.06.2016
2.511
1.220
DTM
Ja, Hauptmann Fuchs. Vermutlich einiges wahres dran.
Ich konnte jedenfalls keine offiziellen Daten finden, welche Personen aus- bzw. einwandern.
Beim Auswandern werden es sicherlich zum großen Teil die Wohlhabenden sein, beim Einwandern vermutlich eher das Gegenteil. Vielleicht findet ja jemand konkrete Daten/Informationen dazu.
Meiner Meinung nach ist D jedenfalls für viele Akademiker eher kein lukratives Land zum Einwandern, denn woanders findet man (deutlich) bessere Bedingungen vor. Bürokratie, Steuerlast, Neidgesellschaft, teilweise der Umgang mit Kindern, um nur einige Punkte zu nennen.