Auf die vielleicht 300.000 Euro mehr an maßgeblicher Steuerschuld, 3,5 Mio Euro zu 3,2 Mio. Euro, kommt es nun doch wirklich nicht mehr an.
Aus meiner Sicht nur auf den ersten Blick, denn interessant finde ich die "Umstände", welche angesprochen werden (Zitate aus dem Artikel):
"Aus Unterlagen geht hervor, dass Hoeneß in Deutschland und der Schweiz gewaltige Spekulationsgeschäfte gemacht hat. Auf mindestens einem der Konten sollen sich zeitweilig Beträge in dreistelliger Millionenhöhe befunden haben."
...
"Bei legalen Spekulationsgeschäften in Deutschland, die über die Münchner Privatbank Reuschel & Co. abgewickelt wurden, erlitt Hoeneß im vergangenen Jahrzehnt Verluste in Höhe von rund 119 Millionen Euro."
Während U.H. also einerseits auf einem Schweizer Konto offenbar (lt. Infos im Artikel, den ich oben postete) via Spekulationen fette unversteuerte Gewinne eingefahren hat, die ihn jetzt wohl auf die Anklagebank bringen, hat er zugleich noch in Deutschland einen dreistelligen Mio-Betrag allein an Speku-Verlusten eingefahren.
1. Wenn jene Verluste wohl kaum immer nur Totalverluste waren - wieviel(e) Gelder muss er dann bitte allein hier angelegt bzw. liquide gehabt haben ? Und noch wichtiger: Wo stammen diese her ? Denn seine Wurstfabrik scheint damit ja gerade nichts zu tun zu haben, wie ebenfalls dem Bericht entnehmbar.
2. Berücksichtigt man zusätzlich (!) noch die in der Schweiz allein bei Vontobel genannten Summen, stellt sich erst recht die Frage nach der Herkunft, denn allein sein alter Adidas-Kumpel wird ihm mMn kaum in einer solchen Größenordnung "Spielgeld" zugeschanzt haben (können). Insgesamt müsste UH mMn mehrere hundert Mio zur Verfügung gehabt haben, um solche Transaktion zu tätigen (allein die o.g. beiden Sachverhalte in D und CH zusammengerechnet). Natürlich verdient(e) er als FCB-Manager sicher nicht schlecht - aber reicht das wirklich, um allein in Deutschland in 10 Jahren realisierte, steuerabzugsfähige Verluste von fast 120 Mio privat (!) mal eben ganz locker wegzustecken ?
3. Und warum hat er (rein zufällig ?) auf den Schweizer Konten Gewinne eingefahren, in Deutschalnd aber (nur ?) Speku-Verluste ?
Hier mögen ja (auch) einige wohlhabende Zeitgenossen unterwegs sein, die (sehr) hohe Gehälter bzw. Vermögen im Hintergrund haben mögen - aber bitte, wer kann sich so etwas finanziell über einen solchen Zeitraum leisten ?
Meine subjektive Meinung dazu: Allein mit dem Manager-Gehalt des FC B. (und meinestwegen noch ein paar privaten Werbegeldern) kann dies nur schwerlich möglich sein, solche Summen zu bewegen bzw. (gerade auch mit Blick auf Deutschland) derartige Verluste einzufahren. Schließlich hat er ja auch noch im Alltag von irgendwas gelebt, sich & seine Familie unterhalten, mindestens ein Haus wird er wohl auch besitzen bzw. erworben haben usw., usw.
Aus meiner Sicht scheint da wohl noch was mehr hinterzustecken, denn jenseits der genannten Steuerschuld - da ist es in der Tat unrelevant ob 3,2 Mio oder 3,5 Mio - sind die Rahmenbedingungen für mich der springende Punkt (s.o.)