Lufthansa - langsam wird es peinlich...

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MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
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Dahoam
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libertad

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03.08.2016
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Ich glaube, dass das Hauptproblem für pragmatische Lösungen die Angst vor Konsequenzen ist. Man hat Angst, gegen Paragraphen zu verstossen, man hat Angst, das Falsche zu sagen, man fürchtet mediale Shitstorms, man will nichts falsch machen. Und dann werden es sicherlich auch ungenügende Kommunikationsprozesse sein.

Dann noch dieses Kommunikationsdebakel gegen aussen! Jeder Flughafen, jede Fluggesellschaft, jeder Politiker hat doch mittlerweile Kommunikationsprofis. Und dann kommt das raus! Was tun die da, wozu braucht es sie denn? Warum bezahlt man sie, wenn man nicht auf sie hört oder sie derart versagen?

Von außen wirkt es halt so, dass man in der bürokratischen Organisation praktisch jeden Ermessensspielraum für die „unteren“ gestrichen hat mit dem Ergebnis, dass alles, was nicht durch Systeme, Paragraphen und Prozesse regelmentiert ist zwangsläufig zu schlechten Ergebnissen führen muss.

Wenn man sich als Laie überlegt, wie viele Stellen in LHG / FMG eigentlich merken hätten müssen, was sich da für ein praktisches und kommunikatives Desaster anbahnt und dass es Möhlichkeiten gegeben hätte, das noch abzuwenden…
 
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Essotiger

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16.09.2011
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Ich glaube, dass das Hauptproblem für pragmatische Lösungen die Angst vor Konsequenzen ist. Man hat Angst, gegen Paragraphen zu verstossen, man hat Angst, das Falsche zu sagen, man fürchtet mediale Shitstorms, man will nichts falsch machen. Und dann werden es sicherlich auch ungenügende Kommunikationsprozesse sein.

Dann noch dieses Kommunikationsdebakel gegen aussen! Jeder Flughafen, jede Fluggesellschaft, jeder Politiker hat doch mittlerweile Kommunikationsprofis. Und dann kommt das raus! Was tun die da, wozu braucht es sie denn? Warum bezahlt man sie, wenn man nicht auf sie hört oder sie derart versagen?
Es will und kann doch heute niemand Verantwortung übernehmen oder eine Entscheidung treffen. Das beginnt beim Verkäufer im Supermarkt und endet halt am Flughafen.
Die Mentalität ist doch: Dafür werde ich nicht bezahlt, das interessiert mich nicht und ich habe auch nichts davon.
Bestimmt ist es auch antrainiert, da Eigeninitiative und Engagement auch selten gebührend gedankt wird.

Die Kommunikationsprofis möchte ich hier auch bezweifeln. Das mögen Pressesprecher sein, haben aber doch eigentlich von der Materie keine Ahnung und es geht doch nur darum, keine Fehler zuzugeben, sei die Ausrede noch so dumm.
Ehrliche Kommunikation mit Eingeständnissen und Übernahme von Verantwortung mit einhergehender Entschuldigung gehört doch nicht zu den Aufgaben dieser Leute, die sollen doch nur das eigene Versagen bestreiten und ablenken.
 

ritesa

Erfahrenes Mitglied
14.05.2013
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Planet Earth

smeagol

Erfahrenes Mitglied
08.03.2009
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münchen
Pressekonferenz Airport München

soeben gelaufen, mein FAZIT das übliche "Leuterungsblabla..." man will jetzt ein Orgateam aus allen bisher dezentralen operativen Divisions räumlich zusammen setzen - Das Blick von Reitz (LH HUB Boss Muc) zu Andersson (seit 4.25 Chieff Operation Manager, in Ergänzung zum Lammers nach dem Security Debakel zur Wiesn 24 von Söder eingesetzt) sagt allles.

Übrigens im Newsroom der Airport Homepage wird auf die Pressekonferenz nicht hingewiesen, gelebte Intransparanz
https://www.munich-airport.com/pres...der-nacht-von-19-auf-20-februar-2026-38695320

flughafen.jpg
 
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Reyhan

Erfahrenes Mitglied
30.09.2017
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FMO
"Künftig soll es „klare Vorgaben geben, wenn Eskalationen auf die nächste Führungsebene erfolgen müssen“.

Es ist mir wirklich unbegreiflich , dass man dafür Vorgaben machen muss.

Und was ist bei der nächsten ungewöhnlichen / unbekannten Situation für die es keine Vorgaben gibt ?
Was darf ich von Reihe 0 vorne links eigentlich erwarten ?

 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
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FRA/QKL
"Künftig soll es „klare Vorgaben geben, wenn Eskalationen auf die nächste Führungsebene erfolgen müssen“.

Es ist mir wirklich unbegreiflich , dass man dafür Vorgaben machen muss.

Und was ist bei der nächsten ungewöhnlichen / unbekannten Situation für die es keine Vorgaben gibt ?
Was darf ich von Reihe 0 vorne links eigentlich erwarten ?


Diese Aussage in der SZ ist wohl nicht richtig laut Aussagen von Beteiligten hier:

Um dennoch möglichst viele Flüge zu ermöglichen, sei in der Nacht eine Sonderfluggenehmigung eingeholt worden, sodass Flugzeuge noch bis 1.00 Uhr starten konnten. Wegen des massiven Schneefalls konnten die betroffenen sechs Flieger in dem Zeitfenster nicht abheben.

Die Startbahn musste für die 6 (oder 4?) verbliebenen Flieger neu geräumt werden, was bis ca. 1:30 Uhr erfolgte. Trotz Räumung konnte die Bahn dann auf Grund fehlender Griffigkeit nicht genutzt werden. Das war der Grund warum um ca. 1:30 Uhr die Situation mit den verbliebenen Fliegern am Boden entstand.

Es gibt auch einen Bericht einer betroffenen Familie, dass zumindest ein Flieger schon um 3:00 Uhr das Aussteigen ermöglichte. Das wären 90 Minuten und zumindest für einen Flieger nicht eine ganze Nacht.
 
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thorfdbg

Erfahrenes Mitglied
14.10.2010
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"Künftig soll es „klare Vorgaben geben, wenn Eskalationen auf die nächste Führungsebene erfolgen müssen“.
Problem falsch erkannt. Es mangelt doch nicht an einem Mangel an Vorgaben, sondern an dem Vorhandensein von zu vielen Vorgaben und dem Mangel an Ermessensspielräumen. Ab wieviel cm Schnee darf man dann zukünftig die Feuerwehr rufen, und muss der 1FO zum Messen aussteigen? (-:
 

ilam

Reguläres Mitglied
25.06.2013
53
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Jein. Kommt halt drauf an, wie man es definiert. Bei "Flugzeug kann/darf nicht starten, aus betrieblichen Gründen können die Passagiere aber über XY Minuten lang auch nicht von Bord" würde es schon passen und auch die aufgrund eines verstopften Gullys abgesoffene Startbahn mit berücksichtigen.

Problem ist aber in der Tat, dass man sowas heutzutage gerne zu kleinteilig definiert. Und dann soll auf einmal bei 5cm Schnee eskaliert werden, bei 5cm Hagel nicht mehr.
 

SleepOverGreenland

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09.03.2009
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FRA/QKL
Jo, die Nacht war so schrecklich, dass ihr sogar die aufgespritzten Lippen eingefallen sind :LOL:
Ach wie schön wenn immer so eine Influenza Tussi aus erster Hand Berichten kann. Immerhin kann sie schon Babies von Kleinkindern unterscheiden. :ROFLMAO:

Am dusseligsten aber Glatze mit Graubart: "Horror, einfach nur Horror. Da will man einfach nur verreisen, hat ein gewisses Ziel und kommt nicht an. "

Sorry, so etwas kann passieren und kommt immer wieder mal vor. Das ist nicht schön, und dafür gibt es auch die VO(EG)261 für Entschädigungsleistungen. Aber Horror? Nun ja. :rolleyes:
 

EnterprieseE

Erfahrenes Mitglied
30.06.2020
305
374
"Auch die Feuerwehr sei nicht aktiviert worden, obwohl sie hätte Abhilfe schaffen können. Man habe diese Maßnahme sogar in Erwägung gezogen, sich aber dagegen entschieden. Das sei ein Fehler. 49 Feuerwehrleute mit entsprechender Kompetenz seien verfügbar gewesen, Treppen hätten an allen Flugzeugen bereitgestanden, nur der Transport fehlte."