Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
21.961
13.457
FRA/QKL
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Warum sind den die Produktionszahlen eines deutschen Herstellers so rückläufig, liegt es an der mangelnden Nachfrage oder am Produkt?
Sagen wir mal so, wenn man jetzt einen deutschen BEV bestellt ist die Lieferzeit wieder auf 9 Monate runter was immer noch irrsinnig lang ist. Aber weit unter den Lieferzeiten von vor 12 Monaten. Aus meiner Sicht eine gute Entwicklung für den Kunden. ;)
 

thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
Welche Auswirkungen haben die Zulassungszahlen in Deutschland auf die Durchdringung in der Welt? Sind da die XX Euro Subvention in Deutschland wichtig? Warum sind den die Produktionszahlen eines deutschen Herstellers so rückläufig, liegt es an der mangelnden Nachfrage oder am Produkt? Alles Fragen über Fragen.
Die Zulassungszahlen in Deutschland waren doch das Thema.

Natürlich liegt es nahe, dass es weitgehend egal ist, was wir in Deutschland in Sachen Klimaschutz treiben.

Doch wenn man etwas gegen den Klimawandel tun möchte und gigantische Summen öffentlicher Gelder dafür ausgibt, dann fände ich es ganz schön, wenn auch etwas dabei rum kommt.
 
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VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Es kommt ja auch was bei rum. Scheint doch gut angelegtes Geld zu sein und die Tendenz spricht ja wohl auch für sich.
Zudem ein enormer Komfortgewinn.
Deutschland kann sich ja hier mal anschauen, wie es sich eben in anderen Industriestaaten und Schwellenländern entwickelt. Man kann nun nicht sagen, das Deutschland und deren Industrie hier Vorreiter sind. Liegt ja aber wohl an anderen Faktoren, man hält halt offiziell und inoffiziell am ineffizienten Verbrenner fest, sowohl leicht politisch als auch in der Industrie. Andere haben hier eben nicht die Grabenkämpfe. Ist ja vergleichbar mit der Kernenergie, wo setzt die sich eigentlich nochmal signifikant durch?
 
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thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
Es kommt ja auch was bei rum. Scheint doch gut angelegtes Geld zu sein und die Tendenz spricht ja wohl auch für sich.
Bisher kommt vor allem eine Schwächung des Standorts Deutschland und die Stärkung Chinas bei rum. Das finde ich aus deutscher Sicht nicht ganz so gut angelegt. Klar, aus chinesischer Sicht ist das klasse.
 
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VAE

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16.03.2022
1.081
947
Liegt halt an der langsamen und überschaubaren Produktpalette der deutschen Hersteller. Leider geht dann der Trend hier daran vorbei. Ist sicherlich die „Regierung“ schuld und die Konzerne. Kann man jetzt doof finden, ist aber leider so. (Wenn selbst VW den eUP einstellt bzw. marginal auf den Markt gibt, kauft das Klientel halt keine deutsche Marke, obwohl der Deutsche in der Regel Markentreu ist)
 
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drusnt

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02.12.2013
1.337
2.194
Bisher kommt vor allem eine Schwächung des Standorts Deutschland und die Stärkung Chinas bei rum. Das finde ich aus deutscher Sicht nicht ganz so gut angelegt. Klar, aus chinesischer Sicht ist das klasse.
Da sind die deutschen Autobauer aber auch selber dran Schuld mit ihrer verschlafenen und zunächst belächelten Umstellung und den dann doch - nennen wir es mal freundlich - stiefmütterlich designten BEV. Ist ja nicht nur die Antriebstechnik, man muss sich nur mal anschauen, was z.B. der VW-Konzern generell in Sachen Software abliefert. Sehe auch nicht wie eine entgegengesetzte Strategie der Politik, d.h. Stärkung der Verbrenner, langfristig den Standort Deutschland gerade im Export von Automobilen gestärkt hätte, während alle anderen nach und nach umstellen und China ja jetzt schon anfängt vorbeizuziehen mit seinen BEV.
 
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thbe

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27.06.2013
9.444
9.876
Da sind die deutschen Autobauer aber auch selber dran Schuld mit ihrer verschlafenen und zunächst belächelten Umstellung und den dann doch - nennen wir es mal freundlich - stiefmütterlich designten BEV. Ist ja nicht nur die Antriebstechnik, man muss sich nur mal anschauen, was z.B. der VW-Konzern generell in Sachen Software abliefert. Sehe auch nicht wie eine entgegengesetzte Strategie der Politik, d.h. Stärkung der Verbrenner, langfristig den Standort Deutschland gerade im Export von Automobilen gestärkt hätte, während alle anderen nach und nach umstellen und China ja jetzt schon anfängt vorbeizuziehen mit seinen BEV.
Ich rede nicht von einer entgegengesetzten Politik, sondern von einer Politik, die ihre gesetzten Ziele mindestens annähernd erreicht.

Wenn wir 2030 z.B. nur 5 Mio. BEV in Deutschland hätten, dann war die gesamte Vorgehensweise fraglich.
 

drusnt

Erfahrenes Mitglied
02.12.2013
1.337
2.194
Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Da du allerdings von einer Schwächung des Standorts Deutschland sprachst, sehe ich auch hier nicht nur die Politik in der Pflicht, sondern ebenfalls die deutschen Autobauer, die einfach viel zu lange gejammert, blockiert und auch über die geänderte Politik geschimpft haben, statt die Zeichen der Zeit zu erkennen und die Chance zu ergreifen. Während andere schon fleißig Prämien abgegriffen haben, wurde stattdessen Tesla belächelt auf Grund der Spaltmaße und die Chinesen nutzen es und ziehen an uns vorbei.

Es ist schon bezeichnend, wenn man @SleepOverGreenland Beitrag anschaut, welche Automarken hier beispielhaft für den Massenmarkt aufgezählt werden. Zukünftig ergänzt um viele chinesische Modelle, während die deutschen in diesem Segment gefühlt weiter dahin dümpeln.
Zoe, Twingo, Honda-e, Peugeot-e, e-Corsa, ID.3, Fiat 500e, BMW i3, Hyundai Kona, Kia e, Kia Niro, Volvo C40, BYD, Cupra e, EQA, Nissan Leaf, Mazda e30, ...

:unsure:
 
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thbe

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27.06.2013
9.444
9.876
Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Da du allerdings von einer Schwächung des Standorts Deutschland sprachst, sehe ich auch hier nicht nur die Politik in der Pflicht, sondern ebenfalls die deutschen Autobauer, die einfach viel zu lange gejammert, blockiert und auch über die geänderte Politik geschimpft haben, statt die Zeichen der Zeit zu erkennen und die Chance zu ergreifen. Während andere schon fleißig Prämien abgegriffen haben, wurde stattdessen Tesla belächelt auf Grund der Spaltmaße und die Chinesen nutzen es und ziehen an uns vorbei.

Es ist schon bezeichnend, wenn man @SleepOverGreenland Beitrag anschaut, welche Automarken hier beispielhaft für den Massenmarkt aufgezählt werden. Zukünftig ergänzt um viele chinesische Modelle, während die deutschen in diesem Segment gefühlt weiter dahin dümpeln.
Mir geht es auch nicht darum, die deutschen Autobauer zu entschuldigen. Aus meiner Sicht ist die wichtigste Zielsetzung bei der gesetzlichen und finanziellen Förderung der BEV, dass “möglichst viel Klimaschutz“ dabei rumkommt. Ohne des Aspekt Klimaschutz ergibt das ganze keinen Sinn. Und dafür müssen eben hohe Stückzahlen her. Und natürlich das Laden der BEV mit klimafreundlich erzeugten Strom. Bisher/derzeit wird in beiderlei Hinsicht gepfuscht. Das führt den Klimaschutz ad absurdum.
 
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gabenga

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16.11.2010
2.523
768
STR
Liegt halt an der langsamen und überschaubaren Produktpalette der deutschen Hersteller. Leider geht dann der Trend hier daran vorbei. Ist sicherlich die „Regierung“ schuld und die Konzerne. Kann man jetzt doof finden, ist aber leider so. (Wenn selbst VW den eUP einstellt bzw. marginal auf den Markt gibt, kauft das Klientel halt keine deutsche Marke, obwohl der Deutsche in der Regel Markentreu ist)
Bei den magenschwachen Kleinwägen haben die hiesigen Hersteller enorme Nachteile gegenüber den Chinesen. Bei unseren Kostenstruktur bietet es sich an eher einen AMG als einen eUp zu fertigen. Dazu kommt, das due chinesischen Firmen eine extreme Fertigungstiefe haben und der chinesische Staat den Daumen auf die Rohstoffe hat.

Kurz - die planenden Kommunisten haben die in 4- oder 5-Jahreszyklen denkenden Demokraten sauber über den Tisch gezogen.

Die Preisgabe des Vorsprungs bei der Verbrennertechnik unter dem Deckmantel des Umweltschutzes war mit Blick auf den aktuellen Strommix eine der dümmsten Entscheidungen ever.
 
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VAE

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16.03.2022
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947
Auch die so effizienten Verbrenner sind zum großen Teil gar nicht mit der deutschen Kostenstruktur gebaut worden.
Auch ist der Verbrennerbau von Rohstoffen aus anderen Regionen angewiesen und Überraschung, ein großer Teil kommt auch hier aus Asien bzw. China.
Seit der Globalisierung heißt es doch „designed in Germany“ „assembled in XX“. Andere Unternehmen geben das wenigstens auch so an.
Es ist richtig, die „margenstarken“ Modelle wurden noch in Deutschland zusammengebaut aber nicht gebaut.
VW hat 33 Werke alleine in China, nur 10 in Deutschland. Andere Autobauer haben ähnlich oder sogar noch gravierendere Verteilungen. Heißt also, man kann nicht sagen, das die deutschen Autohersteller nicht von den chinesischen Vorteilen profitieren und das diese deswegen ihre Produktpalette nicht an der weltweiten Nachfrage orientieren müssen. Der romantische Traum, man kauft ein Auto eines deutschen Herstellers und sichert damit den Arbeitsplatz in Deutschland oder der produzierende Industrie, ist doch bereits seit den späten 1990er Jahren ausgeträumt. Die deutschen Hersteller waren halt lange der Meinung, das ein Verbrennungsmotor (weil in Deutschland entwickelt aber lange nicht mehr für die Masse hier gebaut) dem E Antrieb überlegen sei. Das scheint nun eine falsche Annahme gewesen zu sein. Hinzu kommt eben das Nutzerverhalten der Käufer, welche dummerweise SUV und Limousine nachfragen, um alleine zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren. Aber es ist doch erfreulich, das eben auch asiatische Hersteller bzw. Zulieferer den Druck vom „deutschen Hersteller abhängigen Arbeitsmarkt“ in der Industrie, versuchen zu nehmen. Hierzu schaut man sich, unabhängig von der Mobilitätswende, die Entwicklung der Beschäftigungszahlen deutscher Autohersteller in Deutschland an.

Auch mit dem aktuellen Strommix, ist ja auch die zukünftige Verbrennergeneration weit unterlegen, wenn es um den Deckmantel Umweltschutz geht. (Und nein nicht jedes neu zugelassen E Auto wird qua Gesetz mit 100% Kohlestrom betankt, der überwiegende Teil neu zugelassener E-Autos ersetzen in erster Linie einen Verbrenner)
 
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thbe

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27.06.2013
9.444
9.876
Auch mit dem aktuellen Strommix, ist ja auch die zukünftige Verbrennergeneration weit unterlegen, wenn es um den Deckmantel Umweltschutz geht. (Und nein nicht jedes neu zugelassen E Auto wird qua Gesetz mit 100% Kohlestrom betankt, der überwiegende Teil neu zugelassener E-Autos ersetzen in erster Linie einen Verbrenner)
Die BEV werden in Deutschland aber nicht mit dem aktuellen Strommix geladen, sondern mit den Grenzstrom der Grundversorgung.

Derzeit ist in Deutschland die verbrauchsbezogene CO2-Emission eines modernen BEV ungefähr doppelt so hoch wie die eines modernen Diesels. Die produktionsbezogene ist natürlich auch deutlich höher. Der reale Break-even zwischen BEV und modernen Diesel in Sachen CO2 liegt in Deutschland bei exakt Nie. In Norwegen liegt er bei rund 30tkm.
 

VAE

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16.03.2022
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Stimmt leider auch nicht, schau dir mal an, welche Energieform in Deutschland 2023/2022 die Spitzen und den Grenzverbrauch abgedeckt haben. Kannst du recht einfach googeln.
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Hab ich gemacht. Und siehe da, es gibt einen Unterschied zwischen Grundlast und Spitzenlast. Findest du aber auch noch heraus, oder?
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Deine Aussage war, der Grenzstrom der Grundversorgung. Schau dir mal an, aus welcher Energieform in Deutschland hier dieser gedeckt wird. Du wirst feststellen, nicht aus Kohle oder Atom. Okay?
 

thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
Deine Aussage war, der Grenzstrom der Grundversorgung. Schau dir mal an, aus welcher Energieform in Deutschland hier dieser gedeckt wird. Du wirst feststellen, nicht aus Kohle oder Atom. Okay?
Drei der EE sind grundlastfähig: Offshore-Windkraft, Laufwasser und Bioenergie. Keine von denen wird innerhalb der Grundlast für die Grenzproduktion genutzt. Da nimmt man mit, was kommt.
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.081
947
Stimmt, ich hab mich vergessen aus meinem Zweitaccount thbe auszuloggen, sorry.
 

vapianojunkie

Erfahrenes Mitglied
15.01.2014
1.164
680
MUC
Neuzulassungen im September:
  • 14% BEV (-29% ggü. Vorjahresmonat)
  • Year to Date jetzt +42% ggü. Vorjahr
BEV-Neuzulassungen 2023 jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat 2022:
  • Januar: -13,2%
  • Februar: +14,7%
  • März: +28,0%
  • April: +34,1%
  • Mai: +46,6%
  • Juni: +64,4%
  • Juli: +68,9%
  • August: +170,7%
  • September: -28,6%

Wie schon erwartet, waren die Neuzulassungen im September deutlich niedriger. Hauptgrund dürften wie schon im Dezember und Januar vorgezogene Neuzulassungen aufgrund der ausgelaufenen Förderung für gewerbliche Kunden sein. Der neue iX Dienstwagen meines Schwagers wurde beispielsweise im August schon zugelassen und wurde letzte Woche erst ausgeliefert.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.902
Neuzulassungen im September:
  • 14% BEV (-29% ggü. Vorjahresmonat)
  • Year to Date jetzt +42% ggü. Vorjahr
BEV-Neuzulassungen 2023 jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat 2022:
  • Januar: -13,2%
  • Februar: +14,7%
  • März: +28,0%
  • April: +34,1%
  • Mai: +46,6%
  • Juni: +64,4%
  • Juli: +68,9%
  • August: +170,7%
  • September: -28,6%

Wie schon erwartet, waren die Neuzulassungen im September deutlich niedriger. Hauptgrund dürften wie schon im Dezember und Januar vorgezogene Neuzulassungen aufgrund der ausgelaufenen Förderung für gewerbliche Kunden sein. Der neue iX Dienstwagen meines Schwagers wurde beispielsweise im August schon zugelassen und wurde letzte Woche erst ausgeliefert.
Die Prozente sagen wenig aus wenn man die Zahlen nicht kennt. Die-28,6% könnten theoretisch ja deutlich mehr sein als sämtliche Gewinne in den Monaten zuvor.
 

vapianojunkie

Erfahrenes Mitglied
15.01.2014
1.164
680
MUC
Die Prozente sagen wenig aus wenn man die Zahlen nicht kennt. Die-28,6% könnten theoretisch ja deutlich mehr sein als sämtliche Gewinne in den Monaten zuvor.
Absolute Zahlen kannst du dir gerne in Ruhe beim KBA anschauen. +42% Year To Date zeigt deutlich, dass nicht sämtliche Gewinne der Monate zuvor aufgebraucht wurden. ;)