Ah, auf den Thread habe ich mich schon seit Wochen gefreut. 2021 ist bei mir auch schon vorbei. Mit 11 Segmenten hielt ich mein persönliches Rekordniveau aus 2020, dieses Jahr aber mit deutlich weniger Inlandsflügen als im letzten Jahr (6:2).
Häufigster Flughafen war meine Homebase DUS (7x), gefolgt von ZRH (4x) und ARN, MUC und PMI (je 2x).
Häufigste Airline ist EW (5x), gefolgt von LH und LX mit je 2x. SK und DE erhalten mit je einem Segment eine Teilnehmerurkunde.
Bei den Flugzeugtypen liegen 319 und 320 mit je 3x gleichauf. Je 1x bin ich mit 223, 32N, 343, 359 und 753 geflogen.
Neue Länder: Luxemburg, Schweden, Schweiz (zumindest so halb, Details folgen weiter unten)
Neue Airline: SK
Neue Flugzeugtypen: 343, 359
Los ging mein Reisejahr 2021 Ende März, am Tag der Zeitumstellung, mit einem Daytrip nach MUC, um den A359 auf MUC-FRA zu erfliegen. Ich hab damals im Zuhausefrust ziemlich nach Urlaub gesaftet, da sich aber nichts "reguläres" aufgedrängt hat, wurde es dann so etwas. Nachdem ich morgens um 1 Uhr aufgestanden bin und standesgemäß das Jahr mit einem Segment im A319 eröffnet habe, wartete dann nach fast 3 Stunden Aufenthalt in MUC der A350-900 mit einem Sitz in Y+ auf mich. War ein lustiger Tag.
Die erste "richtige" Reise war dann Luxemburg Ende Mai, allerdings per Bahn, um doppelte und dreifache Testpflichten zu umgehen, die damals exklusiv für den Luftverkehr galten. So habe ich allerdings als besonderes Leckerchen mal die Moselstrecke gesehen, für mich als Kind des Ruhrpotts eine sehr schöne Schocktherapie, wie schön denn die Aussicht aus Zügen sein kann.
Ab August ging es dann richtig rund, mit drei Reisen binnen 7 Wochen. Den Auftakt machten drei Tage Städtetrip nach Stockholm. Auf dem Hinflug auf LX-Stock DUS-ZRH (op by EW) + ZRH-ARN (op by SK) geflogen, wodurch ich mal SK geflogen bin und nebenbei meinen vollsten Flug des Jahres hatte (war Seq No. 174 im 320neo), allerdings auch die Erfahrung gemacht habe, dass ich nie wieder EW in Kombination mit anderen Airlines fliegen werde. Katastrophe. Stockholm war aus den bekannten Gründen sehr entspannend mit einigen sehr schönen Sehenswürdigkeiten, aber so sehr wie z.B. Prag und Wien hat mich die Stadt nicht gecatched. Allerdings habe ich auch einiges liegen lassen, z.B. das 747-Hotel, also wird es mich wohl zwangsläufig nochmal nach Stockholm verschlagen. Der "Standortvorteil" besteht ja weiterhin...
Anschließend folgte das Highlight des Jahres, eine Woche Österreich zu dritt als Geschenk an meine Oma zu ihrem 70. Geburtstag. Zuerst waren wir für zwei Tage in Wien, das nie erreichte Traumreiseziel meiner Oma, bei brütender Hitze haben wir uns unter anderem Schloss Schönbrunn angeschaut und eine Fiakerfahrt durch die Innenstadt gemacht, und dabei entgegen dem Klischee des nutzlosem Touristennepp sogar Ecken gezeigt bekommen, die wir trotz einer vorherigen Wienreise in 2019 (ohne meine Oma) noch nicht kannten. Teuer war's natürlich trotzdem... anschließend ging es schienengebunden weiter nach Klagenfurt am Wörthersee. Dort war es dann leider direkt mal zehn Grad kälter als in Wien (umgekehrt wär's nützlicher gewesen), davon haben wir uns aber nicht von unserem Plan abbringen lassen, dort einen Mix aus Erholungsurlaub und Sightseeing zu machen. Die Mischung aus einer kleineren Stadt und dem Wörthersee hat uns sehr gut gefallen, so dass jetzt Klagenfurt in der Familie immer mal wieder als interessantes Reiseziel im Gespräch. Hoffentlich trete ich damit jetzt weder den Norddeutschen, noch den Österreichern auf die Füße, aber ein wenig ist Klagenfurt für mich das Sylt des Südens. Sehr schön auf jeden Fall, eine Reise, an die ich noch lange zurückdenken werde.
Im September gab es dann das erste Mal Mallorca seit 2017 für mich. Fliegerisch leider mit einer großen Enttäuschung, aus dem geplanten Hinflug mit der DE 767 ist nämlich zwei Tage nach der Buchung ein EW 320 geworden.

Auf Mallorca habe ich halt gemacht, was man dort so macht... Sonne und Strand genießen sowie einen Tagesausflug nach Palma machen. Da war ich allerdings auch schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr, also hat es sich alleine dafür gelohnt. So einen vollen Bus wie auf der Fahrt nach Palma habe ich seit meiner Schulzeit nicht mehr von innen gesehen... obwohl mein Fokus bei Reisen in den letzten Jahren stark auf Städtereisen lag, hat mir diese Reise jedoch gezeigt, dass so ein (fast) reiner Strandurlaub zwischendurch auch mal sehr erholsam sein kann.
Vor drei Wochen gab es dann den fliegerischen Abschluss des Jahres, mit einem Zweitagestrip über Zürich und Amsterdam, um mir bei LX den A340-300 zu erfliegen. Freitags mit dem A223 nach ZRH (was mir aufgrund des Routings DUS-ZRH-AMS auf einem Ticket die Frage des CI-Agenten einbrachte, ob ich beabsichtigen würde, schnellstmöglich nach AMS zu kommen, dafür würde er mir die Bahn empfehlen

ein cooler Typ, später habe ich ihn noch am Gate mit einem Deadhead fliegenden LX-Piloten "Nerdkram" diskutieren hören), woraufhin es für eine Nacht ins Novotel nahe des ZRH ging. Ich bin jetzt dreimal in ZRH umgestiegen, aber einen richtigen Aufenthalt in der Schweiz hatte ich noch nie. Das will ich eigentlich nicht als Länderpunkt werten... am nächsten Tag ging es dann mit dem 343 nach AMS, mit einer sehr schönen Aussicht auf die Schweizer Alpen im Sonnenaufgang, leider wich das später wieder einer grauen Suppe, aber auch Amsterdam war sehr schön (erster Besuch seit 2017 und erstmals mit dem Flieger besucht) und für einen "Teillockdown", der eine Woche zuvor in den Niederlanden losging, auch extrem voll. Hat sich wohl nicht herumgesprochen...
Meine Aussicht für 2022: Hoffentlich zur F1 nach Budapest können, vielleicht den halben Länderpunkt in der Schweiz zu einem ganzen machen (und bis dahin steige ich erstmal nicht mehr in ZRH um, kann mir da eh nix leisten

), wieder irgendeinen Widebody schießen und ansonsten ungefähr genauso viel unterwegs bleiben wie in diesem Jahr, hoffentlich im nächsten Jahr mal etwas mehr aufs ganze Jahr verteilt.
Ein paar Bilder meines Reisejahres hänge ich auch noch an.
Sorry für die Wall of Text...
