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Thema: [TR] – Ein Wochenende in Columbus, Indiana – architektonisches Kleinod

  1. #1
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    Standard [TR] – Ein Wochenende in Columbus, Indiana – architektonisches Kleinod

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    'Columbus, Indiana?' mag sich jetzt der eine oder andere fragen – wenn man den Reisebericht denn tatsächlich angeklickt hat. Wie kommt das? Und es handelt sich nicht um, Columbus, Ohio – einer doch etwas bekannteren Industriestadt. Und auch die ist nicht gerade ein primäres Reiseziel…

    In 2017 wurde ein kleiner Film namens 'Columbus' veröffentlicht und schaffte es auch in das ein oder andere Kino. Der Film spielt in Columbus, Indiana, einer Kleinstadt im Mittleren Westen der USA – deren Besonderheit: es wimmelt von zeitgenössischer Architektur aus der Mitte des 20ten Jahrhunderts – Eero Saarinen, dessen Vater Eliel Saarinen, Harry Weese und andere. Was doch ein wenig besonders für eine Stadt von 44.000 Einwohnern ist.

    Wie sich das zugetragen hat? Die Stadt ist der Sitz des amerikanischen Motorenherstellers Cummins Inc. – der Industrielle J. Irwin Miller hat Aufstieg dieser Firma mitgeprägt und auf Grund seines Interesses für Architektur der Stadt seinen Stempel aufgedrückt. Er fand es enttäuschend, dass die öffentlichen Bauten architektonisch reizlos und rein an der Funktionalität ausgerichtet waren. Also hat er beim Bau der öffentlichen Gebäude die Honorare der bekannten Architekten aus eigener Tasche bezahlt, während die Stadt die eigentlichen Baukosten trug.
    Und er schuf sich auch selbst ein Denkmal – das Wohnhaus der Familie: 'Miller House and Garden', entworfen von Eero Saarinen.

    Der besagte Film nutzt das Städtchen und die Gebäude als Kulisse und mit meinem Interesse für Architektur war meine Neugier geweckt und ich wollte das mal sehen. Ein wunderbares Ziel für ein Wochenendausflug.

    Wie sich herausstellte, begab ich mich in die Provinz – Columbus, IN hat nicht mal einen Flughafen – der nächstgelegene ist Indianapolis. Von dort sind es nochmal knapp 100 Kilometer mit dem Auto.

    Direktflüge waren recht teuer (und United mit Abflugort in Newark auf der falschen Seite des Flusses im Niemandsland fällt bei mir grundsätzlich durch das Raster). Somit wurde es:

    24.08.2018
    AA4762 LGA-DCA E175
    AA4578 DCA-IND E175
    26.08.2018
    AA404 IND-CLT A319-100
    AA2031 CLT-LGA A319-100

    Mit den für mich neuen Flughäfen IND und CLT.

    Noch Hotel und Mietwagen – fertig. Es fand sich als Unterkunft auch was innenstadtnahes, so dass ein paar Sachen fußläufig erreichbar waren. Ankunft war 19 Uhr in Indianapolis – was noch für ein Abendessen vor Ort in Columbus reichen sollte.

    Fortsetzung folgt…
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  2. #2
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    …Fortsetzung

    Es näherte sich der Freitag Ende August. Abflug 15 Uhr hieß ein etwas kürzerer Tag im Büro. Von dort mit E-Train zur Roosevelt Avenue und von dort per Bus nach LaGuardia – in 35 Minuten durchaus konkurrenzfähig.
    LaGuardia wird seit Jahren umgebaut und das Terminal B (in dem AA zu Hause ist) bedarf einer dringenden Renovierung… alleine schon der vermiefte, abgenudelte und enge Check-In Bereich.

    Und dann der Gate Bereich ist auch eher verwinkelt und eng:


    Nun denn – Der Admirals Club im Flugsteig B ist ganz nett – ist der alte US Airways Club mit einer netten Bar und tollem Ausblick.

    Blick über das Vorfeld auf den Flugsteig C:


    Der Envoy/ American Eagle Embraer ERJ-145 N824AE mit der alten Lackierung:


    Und natürlich das Schönste an der Lounge: Blick über das Vorfeld auf Manhattan


    Auf diesen Flügen bis zu 2 ½ Stunden wird ja nichts zu essen serviert (außer der berüchtigte snack basket) – wenigsten bietet AA am Nachmittag frische Guacamole in der Lounge.

    Nochmal Blick auf das Vorfeld mit einem E175:


    Bald war dann auch Boarding. Ich saß auf der linken Seite – vielleicht hatte ich ja Glück, und DCA wird von Nordwesten angeflogen.

    AA4762 New York City LaGuardia (LGA) – Ronald Reagan Washington National Airport (DCA)
    24.08.2018, 15:00 – 16:29
    Republic Airlines als American Eagle Embraer E175 N443YX

    Pünktlich ging es los – offensichtlich eine Shuttle Strecke – Crew und Teile Passagiere kannten sich von den regelmäßigen Flügen. Es war ja auch Freitagmittag.

    Start nach Osten mit Blick auf das Viertel 'Flushing' in Queens. Im Vordergrund der 'Flushing Creek' und die Rampe der Flushing line der NYC Subway:


    Nochmal das Viertel 'Flushing' in Queens und im Hintergrund die 'Bronx–Whitestone Bridge'


    Der 'East River' mit der 'Throgs Neck Bridge' (Vordergrund) und der 'Bronx–Whitestone Bridge' (im Hintergrund):


    Service beschränkt sich auf Schnaps die Auswahl aus dem gesunden Snack-Körbchen:


    Es war schönes Flugwetter und somit gab es was zu sehen.

    Der 'Schuylkill River' zwischen Pennsylvania und New Jersey – im Vordergrund Bridgeport, PA:


    Philadelphia, PA mit den Hochhäusern der Innenstadt und dem Flughafen (rechter Bildrand):


    Der 'Susquehanna River' mit den gebündelten Verkehrswegen des Northeast Corridor – die I-95 'Millard E Tydings Memorial Bridge', die U.S. 40 'Thomas J. Hatem Memorial Bridge', die CSX Susquehanna River Bridge und die Amtrak 'Susquehanna River Bridge' - im Hintergrund der 'Delaware River':


    Der 'Patapsco River' mit der Stadt Dundalk, MD und der 'Francis Scott Key Bridge' auf dem Weg nach Washington, DC:


    Es ging entlang der Atlantikküste bevor dann über der Innenstadt eine Runde gedreht wurde, um Reagan von Norden entlang des Potomac Rivers anzufliegen und damit hatte ich Glück – Bilderbuchsicht auf DC.

    Anflug von Nordwesten über einen Steinbruch in Potomac, MD:


    Das Viertel 'Georgetown' in Washington, DC während des Anfluges. Im Vordergrund der Campus der 'Georgetown University' und im Hintergrund die 'Nationalheiligtum Basilika der Unbefleckten Empfängnis' im Viertel 'University Heights':


    Bilderbuchsicht auf die Innenstadt von Washington, DC mit der 'National Mall', dem 'Washington Monument' und dem 'Kapitol':


    Das 'Tidal Bassin' und das 'Thomas Jefferson Memorial', rechts vorne der Interstate I-395 und im Hintergrund das 'Kapitol':


    American Airlines bedient die Flugsteige B und C – die Maschine aus LaGuardia kam in B an (10 Minuten vor Flugplan!), aber ein landseitiger Transfer nach C ist ohne erneute Siko nicht möglich. Also gibt es einen Shuttle Bus zwischen B und C. Wie auch in LGA in Terminal B zwischen den Flugsteigen B, C und D.

    Blick über das American Airlines Land in Reagan National:


    Der Flughafen war geschäftig – Freitagnachmittag. Also auf zur zweiten Etappe

    AA4578 Ronald Reagan Washington National Airport (DCA) – Indianapolis (IND)
    24.08.2018, 17:10 – 19:01
    Republic Airlines als American Eagle Embraer E175 N134HQ

    Mit leichter Verspätung ging es los. Blick über das Vorfeld Richtung der Innenstadt von Washington, DC mit dem 'Washington Monument' und dem 'Thomas Jefferson Memorial':


    Start nach Süden über Alexandria, VA hinweg. National Harbour in Maryland entlang des 'Potomac River' mit dem Kongresszentrum und dem Riesenrad 'Capital Wheel':


    Abermals das Snack Körbchen und Getränke. Da ich noch fahren musste, blieb es bei Wasser.

    Wolkenschichten auf dem Weg nach Indianapolis:


    Bald schon begann der Landeanflug, die effektive Zeit in der Luft war dann doch nur knapp 90 Minuten einschließlich Steig- und Sinkflug. Anflug auf Indianapolis, IN mit dem 'Geist Reservoir' im Nordosten der Stadt:


    Die Innenstadt von Indianapolis, IN:


    Der Flughafen ist recht groß (Frachthub), was Landebahnen und Rollwege betrifft – die Passagieranlagen aber eher übersichtlich.

    Der Republic Airways/ American Eagle Embraer E175 N134HQ nach der pünktlichen Landung am Gate:


    Koffer kam auch gleich, also auf zum AVIS Schalter. Dank der Preferred Mitgliedschaft war das Auto schon fertig, aber an der Ausfahrt strauchelte ich – da ich zu viel Zeit zwischen Landung und Abholung eingeplant hatte, wollte man gleich eine Extra Stunde berechnen (die fast genauso viel wie ein Tag kostete…). Also zurück zum Schalter und die Mietzeit angepasst, frühere Abholzeit, aber trotzdem nur 2 Tage. Normalerweise ist AVIS da auf Anhieb etwas flexibler, und nicht erst auf Nachfrage…
    Zweiter Versuch. Klappte. Und dann auf den Interstate I-465 (Ring um Indianapolis) und dann auf den I-65 Richtung Süden – Columbus, IN.

    Columbus wurde gegen 20 Uhr erreicht – das reichte noch für ein Abendessen.

    Im besagten Film taucht ein Restaurant auf – was sich bei näherer Recherche als reale Örtlichkeit entpuppt, und zwar 'Henry's Social Club' auf der 4th Street im Zentrum der Kleinstadt. Modern American, womit ich immer gut zu Potte komme. Und dazu noch ein einladenden Interieur:


    Anschließend zurück zum Hotel. Die zeitgenössische Architektur hebt Columbus dann doch etwas über den Durchschnitt der amerikanischen Kleinstädte heraus. Dass die Stadt besuchende Klientel hat eine etwas überdurchschnittliche Infrastruktur in Sachen Gastronomie und Unterkunft zur Folge. Neben den üblichen allgegenwärtigen Verdächtigen Ketten Express und Ketten Inns gibt es das 'Inn at Irwin Gardens' – ein schönes und gehobenes Bed and Breakfast (auch im Film referenziert) – und ein IHG Indigo.

    Fortsetzung folgt…
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  3. #3
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    …Fortsetzung

    Am nächsten Morgen war es wolkig und regnerisch. Es reichte zu einem morgendlichen Lauf 'Mill Race Park', bevor der Regen das Erkunden der Stadt zu Nichte machte. Nach dem gegen Mittag der Regen nachließ, drehte ich eine Kunde im Stadtzentrum. Das dominierende Thema Architektur begegnet an vielen Ecken. Sogar die örtliche Postfiliale ist entsprechend entworfen.

    Die Postfiliale, entworfen von 'Kevin Roche' – es war Samstagvormittag. Gelegenheit, die Briefmarken für die obligatorischen Postkarten zu erwerben:


    Eingang:


    Und weiter ging es durch das Stadtzentrum – hier befinden sich einige der Gebäude der namhaften Architekten. Und auf dem Weg einen Eindruck der Stadt gesammelt. Gebäudefassade an der 5th Street zwischen der Washington Street und der Franklin Street:


    Haupteingang und -fassade der 'First Christian Church', entworfen von 'Eliel Saarinen':


    Die Kirche 'First Christian Church' mit der Skulptur 'Large Arch' by 'Henry Moore' (1971):


    Die Öffentliche Bibliotheken des 'Bartholomew County', entworfen von 'James K. Paris':


    Aber es gibt auch, was man von einer Kleistadt erwartet – Haus an der Ecke der 5th Street/ Lafayette Avenue:


    Die 'St. Peter's Lutheran Church' von 'Gunnar Birkerts':


    Ehemalige Tankstelle an der Ecke der 3rd Street/ Lafayette Avenue:


    Parkplatz und Gewerbegebäude an der 3rd Street zwischen der Lafayette Avenue:


    Ein ehemaligen Kino an der 3rd Street zwischen der Franklin Street und Washington Street mit dem Turm des Bartholomew County Gerichtsgebäudes im Hintergrund:


    Generell wirkte die Stadt recht aufgeräumt und gepflegt. Wenn auch einiger Leerstand.

    Leuchtreklame des alten Kinos:


    'Bartholomew County Courthouse' – entworfen von 'Isaac Hodgson':


    Ehemaliges Büro der 'The Republic' Zeitung – Architekt: 'Myron Goldsmith':


    Südwestlich des Stadtzentrum liegt die 'Robert N. Stewart Bridge' über den 'Flatrock River':


    Nochmal das 'Bartholomew County Courthouse' mit dem Veteranendenkmal 'Limestone Pillars' im Vordergrund:


    Der Eingang der City Hall, entworfen von 'Edward Bassett' – wieder mit dem 'Bartholomew County Courthouse' – so groß ist die Stadt nicht:


    Anschließend eine Runde durch den 'Mill Race Park' – ein städtischer Park westlich des Stadtkerns am Fluss.
    Zentrale Wiese:


    Mit dem Amphitheater und Aussichtsturm:


    Von Straßen durchzogen – es war wenig los:


    Ein künstlicher See in der Mitte des Parks:


    Ein Heckentunnel:


    Nochmal der See:


    In den USA war gedeckte Brücken sehr üblich (Schützt vor dem Schnee im Winter, der sonst aufgrund der Geländer nur schwer geräumt und damit die Brücke womöglich zu stark belastet). Eine davon wurde hier im Park ausgestellt:


    Skulptur 'Eos' by 'Dessa Kirk' (2006):


    Da das Wetter sich besserte, noch mal ins Städtchen und ein Café aufgesucht. Wandgemälde in der 4th Street zwischen der Jackson Street und der Washington Street:


    Da war etwas belebter. Und es wurde mittlerweile warm, allerdings war für den Nachmittag wieder Regen vorhergesagt.

    Nochmal bei der 'First Christian Church' mit dem Hauptgebäude (Ostflügel) und Brückenverbindung zum Westflügel vorbei gekommen:


    Zum frühen Abendessen ging es abermals zum 'Henry's Social Club' – das Essen war gut und ich habe mich wohl gefühlt:


    Das 'YES' Kino an der Ecke der 4th Street/ Jackson Street – für die kommende Tage war der Film 'Columbus' geplant… den scheint man vor Ort zu schätzen…:


    Fortsetzung folgt…
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  4. #4
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    …Fortsetzung

    Für den nächsten Tag (auch Tag der Abreise) hatte ich eine Tour zum 'Miller House and Garden' gebucht. Das Anwesen kann nicht eigenständig besucht werden, sondern es werden nur geführte Touren angeboten. Dafür kommt man auch in das Gebäude. Dazu später etwas mehr.

    Verwaltungsgebäude der 'Cummins Inc' an der Ecke der 4th Street/ Jackson Street:


    Das 'Irwin Conference Center' (ehemalige 'Irwin Union Bank') - von Eero Saarinen, Kevin Roche, John Dinkeloo und Dan Kiley entworfen:


    Blick entlang der Franklin Street von der Ecke der 5th Street vor dem 'Columbus Visitors Center':


    Ein wenig Informationen zum 'Miller House and Garden'. J. Irwin Miller wurde in Columbus, IN geboren und seine Familie besaß den Motorenhersteller Cummins. Er arbeitete für diese Firma von 1934 bis 1977. Dabei prägte er die Firma und deren Wachstum sehr stark. Und nebenbei föhnte er seinem Interesse der Architektur. Neben den öffentlichen Gebäuden, die er förderte, gab er für sich und seine Familie ein Zuhause in Auftrag. Das wurde von Eero Saarinen entworfen, die Innengestaltung übernahm Alexander Girard und als Landschaftsarchitekt für den Garten gewann er Dan Kiley.
    Das Haus bewohnten seine Familie und er bis Tod der Ehefrau im Jahre 2008. Bis dahin war das Haus der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Im Jahre 2009 wurde das Anwesen dem 'Indianapolis Museum of Art' vermacht und seitdem ist der Öffentlichkeit zugänglich.

    Auch wenn das Anwesen sehr abgeschottet war, war die Familie doch sehr stark in das öffentliche Leben von Columbus involviert.

    Die Tour buchte ich einige Tage im Voraus und Treffpunkt war das 'Columbus Visitors Center' – dort gab es eine Einführung und anschließend ging mit einem kleinen Bus zum eigentlichen Anwesen.

    Wie ich selbst schon oft erleben durfte, sind solche Führungen wunderbar – meist von Freiwilligen durchgeführt, die sich dem Thema verschrieben haben und daher mit Herzblut dabei sind.

    Hof und Hauptzufahrt:


    Anschließend begann die Führung – Photos waren in der Regel erlaubt, außer in einigen Räumen ausdrücklich untersagt.

    Das Design nimmt Anleihen bei Ludwig Mies van der Rohe (Flachbau und Glasflächen). Das Haus ist dabei um das Wohnzimmer – dem Lebensmittelpunkt – angelegt. Alle anderen Räumlichkeiten (Schlafzimmer, Küche und Arbeitszimmer) gliedern sich um dieses Zentrum.

    Esszimmer:


    Wohnzimmer - Schrankwand und Kamin:


    Wohnzimmer mit dem Klavierflügel:


    Wohnzimmer mit Blick in den Garten:


    Teppich im Fernsehzimmer:


    Wohnzimmer mit der versenkten Sitzgruppe:


    Wohnzimmer mit Flügel und Kamin - im Hintergrund die Schrankwand:


    Esszimmer mit eingedecktem Tisch:


    Blick vom Esszimmer in den Garten:


    Nun ging es in die Küche – in der keine Photos erlaubt waren. Die ist noch im Originalzustand der 50er, und es ist beeindruckend, was schon an Gerätschaften verbaut wurde (Abzugshaube und andere Spielereien wie Induktionsplatten).

    Anschließend ging es in den Außenbereich.

    Garten nördlich des Gebäudes:


    Stillleben mit Blumentopf:


    Garten mit der Wiese westlich des Gebäudes am Ufer des 'Flatrock River' – das Haus liegt auf einer aufgeschütteten Anhöhe. Bei einem Hochwasser vor einigen Jahr stieg das Wasser stark an, überflutete die Wiese, blieb aber am Ende etwas mehr als ein Meter unter der Kante zum Haus:


    Baumallee zum Eingang des Grundstücks:


    Ausgewachsene Weide:


    Hausecke mit den klaren Linien:


    Damit endete nach einer guten Stunde die Tour. Auch wenn das Haus sehr steril aussah – die Familie zog hier ihre 3 Kinder groß und es gab immer Besuch von Freunden und Bekannten aus der Stadt.
    Mit dem Bus ging es wieder zurück zum Besucherzentrum und ich drehte noch eine Runde durch die umliegenden Straßenblöcke. Später sollte es noch zur 'North Christian Church' von 'Eero Saarinen' im Norden gehen.

    Fortsetzung folgt…
    Exploris, ChrischMue, Seemann und 23 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  5. #5
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    …Fortsetzung

    Das ehemalige Arsenal Gebäude in der Franklin Street zwischen der 6th und 7th Street:


    'AT&T Switching Center' von 'Paul Kennon' entworfen – selbst die Telekommunikationsfirmen konnten sich dem nicht entziehen:


    Typisches ehemaliges Bankgebäude:


    Das besagte 'Inn at Irwin Gardens' (die Hauptperson des Films logierte hier) hat einen schönen Garten, der öffentlich zugängig ist:


    Das Anwesen des Inns:


    Im Garten:


    Im Stil eines Englischen Gartens gehalten:


    Noch mal die 'Cleo Rogers Memorial Library':


    Die Armada der typischen Auslieferfahrzeuge des US Postal Service:


    Zurück zum Auto und an einem ruhigen Sonntag in den Norden des Städtchens gefahren – dort ist es etwas weitläufiger. Und diesmal war die Kirche offen. War am Vortag auch schon mal da – da war die Kirche aber geschlossen. Nun am Sonntag nach dem Gottesdienst hatte ich mehr Glück.

    Die 'North Christian Church' von 'Eero Saarinen' – 1964 erbaut:


    Innenansicht mit dem Altar:


    Innenansicht mit dem Oberlicht:


    Ich fand es ein sehr beeindruckendes Bauwerk.

    Ein Stückchen weiter ist die 'First Baptist Church' von 'Harry Weese'. Die war leider schon wieder geschlossen:


    Auf dem Rückweg noch ein ehemaligen Fast Food Drive Through (Burger und Malzbier) entdeckt – abgerissen wird es aber auch nicht. Ehemaliges Verkaufshäuschen:


    Überdachung der Standplätze:


    Das Menu hängt noch aus:


    Damit näherte sich das Wochenende in Columbus dem Ende. Es verblieb nur noch die Rückreise. Zurück zum Hotel, Gepäck einsammeln und Aufbruch gen Indianapolis. Ca 2 ½ Stunden vor Abflug ging es los – Fahrzeit war ja nur eine knappe Stunde. Und viel zu tun gibt es am Flughafen von Indianapolis nun auch nicht, so dass die Zeit eher optimistisch geplant wurde.
    Pünktlich erreichte ich den Flughafen, noch schnell getankt und das Auto wieder zurückgegeben. Check-In war verwaist und auch die Security war recht leer. Somit galt es dann doch noch 1 Stunde bis zum Boarding totzuschlagen.
    Die Rückreise war auch wieder eine Umsteigeverbindung – diesmal via Charlotte in North Carolina. Für mich ein neuer Flughafen.

    Indianapolis International Airport – Hauptterminal mit der Glasfassade zum Vorfeld:


    Es fand sich Airside eine mittelprächtige Sportsbar und damit ein Burger als Abendessen. Lounge ist nicht. Irgendwann rückte die Abflugzeit näher und es ging zum Gate.

    AA404 Indianapolis (IND) – Charlotte Douglas International Airport
    26.08.2018, 19:18 – 20:59
    American Airlines Airbus A319-100 N750UW

    Noch ein Blick auf das Vorfeld erhascht – der American Airlines Airbus A319-100 N750UW für den Flug AA404 nach Charlotte:


    Boarding war pünktlich und bald ging es los. Der Service beschränkte sich wieder auf Schnaps und Snacks. Aber es gab ja das Fenster…
    Blauer Himmel und Wolken auf dem Weg nach Charlotte:


    Gegen Ende legte sich dann die Abenddämmerung über die Wolken:


    Landung war überpünktlich – allerdings war die Gate Position nicht frei, so dass die Maschine noch gute 20 Minuten auf dem Vorfeld stand. Am Ende wurde das Gate mit +10 Minuten erreicht.

    Der Flughafen Charlotte war am Sonntagabend sehr geschäftig und ist auch sehr verwinkelt. Ein Terminal mit 5 Flugsteigen. Ankunft und auch Weiterflug waren in D – ich hatte gut 50 Minuten. Also eine Runde zum Admirals Club. Der ist in C. In B ist ein renovierter Club, der 2019 wieder öffnete.

    Mittels der Laufbänder ging es in den Flugsteig C:


    Der Admirals Club ist riesig – ist noch ein alter US Airways Club. Reichlich Sitzgelegenheiten, Käsewürfel, Cracker, Karotten und eine mit dunklem Holz vertäfelte Bar. Aber eine hübsche Kuppel und bei Tageslicht kann man das Vorfeld überblicken:


    20 Minuten vor Abflug ging es wieder retour – und ich merkte, es ist mein Ankunfts-Gate und damit werde ich wieder in dieselbe Maschine N750UW einsteigen… Die Crew war aber eine andere.

    AA2031 Charlotte Douglas International Airport – New York City LaGuardia (LGA)
    26.08.2018, 21:59 – 23:45
    American Airlines Airbus A319-100 N750UW

    Der Flug selbst war dann unspektakulär. Pünktlicher Abflug und 5 Minuten vor der Zeit in LaGuardia. Ich döste.

    In New York kam der Koffer fix, ab zum SBS Q70 Bus und damit zur Subway und gegen ein war ich zu Hause:



    War ein schöne Wochenendreise und mein erster – und auch guter – Eindruck von Midwest. Wobei ich mir sehr sicher bin, dass Columbus, IN alles andere als repräsentativ ist. Wer etwas für Architektur über hat, sollte Columbus, IN im Hinterkopf behalten.

    Bedanke mich für die Aufmerksamkeit und Fragen sind stets willkommen!

    Carsten

    _______________________________________
    weitere bisherige Reiseberichte von meiner Seite:

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    Impressionen aus Beirut
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    11/2013 - Cathay Pacific nach Hong Kong und Macau (54 Bilder)
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    Italien (Sorrent und Amalfi):
    07/2014 - LH und Nachtzug von Riyadh zur Halbinsel Sorrent – 134 Bilder
    Japan:
    09/2015 - Japan (Tokio, Hokkaidō und Kyoto) mit CX - 218 Bilder
    11/2017 - Japan (Tokio, Jōshin'etsu Kōgen Nationalpark und Kanazawa) mit LH – ca. 250 Bilder
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    07/2016 - Per Zug nach Pittsburgh und zum Fallingwater House
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    04/2018 - New River Tal auf Schienen, Chicago und Architektur (und etwas Domestic AA) - 180 Bilder
    07/2018 - Wochenendreise mit Amtrak ins sommerliche Boston
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  6. #6
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    Danke für den tollen Bericht und die tollen Fotos. Besonders das Miller House hat mich beeindruckt. Muss ein schöner Wochenendausflug gewesen sein. Thanks
    CarstenS sagt Danke für diesen Beitrag.

  7. #7
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    Danke. Sehr cooler Trip
    CarstenS sagt Danke für diesen Beitrag.

  8. #8
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    Zitat Zitat von concordeuser Beitrag anzeigen
    Danke für den tollen Bericht und die tollen Fotos. Besonders das Miller House hat mich beeindruckt. Muss ein schöner Wochenendausflug gewesen sein. Thanks
    Mir hat es gefallen

    Danke!

    Ja, war eine kleine abwechslungsreiche Reise. Muss da nicht wieder hin, aber - zumindest für mich - schön, es mal gesehen zu haben

  9. #9
    Megaposter Avatar von kingair9
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    Ich fühlte mich an den ehemaligen Kanzlerbungalow in Bonn erinnert...

    Danke fürs Mitnehmen!
    CarstenS sagt Danke für diesen Beitrag.

  10. #10
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    Zitat Zitat von kingair9 Beitrag anzeigen
    Ich fühlte mich an den ehemaligen Kanzlerbungalow in Bonn erinnert... Danke fürs Mitnehmen!

    Ja, da besteht doch eine gewissen Ähnlichkeit! Eben beides Vertreter der Klassischen Moderne der 50er und 60er Jahre.

    Wobei der Kanzlerbungalow noch mehr Offenheit durch die grossen Glasflächen ausstrahlt. Das Miller House ist mehr nach innen offen - durch das zentrale weiltläufige Wohnzimmer, nach aussen aber nicht so sehr.

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